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    AW: Mein Leben scheint still zu stehen

    Zitat Zitat von pastille Beitrag anzeigen
    Grundsätzlich ja. Es ist aber wohl ziemlich kompliziert

    Ich meine, es ist nicht so, dass ich völlig blind durchs Leben renne und gar nicht merke, wenn mir jemand übel mitspielt. Es ist eher unglaublich nervig, weil immer wieder etwas Neues auftaucht. Oft höre ich halt wohl tatsächlich nicht gut genug auf mein Bauchgefühl. Das ist sicher noch ausbaufähig.
    Also ich äußer mich hier ja eher selten persönlich, aber wenn ich was verstehe, dann das: Es ist echt unglaublich nervig

    Und ich habe absolut nicht das Gefühl, dass du das nicht merkst, wenn dir einer übel mitspielt, ganz im Gegenteil.

    Der Weg zum Ausweg (aus, das merken und trotzdem endlich nicht mehr doch irgendwie mitmachen zum eigenen Schaden) liegt halt, glaube jedenfalls ich persönlich, darin, tatsächlich die (Gesprächs-(Verhaltens-))Mechanismen, die jeweils vorliegen, ganz genau zu erkennen und nicht mehr mitzumachen.


    Du meintest ja, dass du grade eher wenig Lust auf ne Therapie hast (was ich verständlich finde) deswegen werf ich dir da halt ein paar Stichpunkte hin, wo du dich in Ruhe selber durch-lesen kannst und da fällt mir grade noch sowas wie:
    wer fragt der führt, Schallplatte hängt, Nein sagen können (und auch durchhalten) ein.
    Gibts x Bücher dazu

    Und jetzt hör ich wieder auf, ich hör mich ja schon an, wie "ich meins ja nur gut mit Dir"

    LG

    Naja

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    AW: Mein Leben scheint still zu stehen

    Zitat Zitat von Naja Beitrag anzeigen
    Der Weg zum Ausweg (aus, das merken und trotzdem endlich nicht mehr doch irgendwie mitmachen zum eigenen Schaden) liegt halt, glaube jedenfalls ich persönlich, darin, tatsächlich die (Gesprächs-(Verhaltens-))Mechanismen, die jeweils vorliegen, ganz genau zu erkennen und nicht mehr mitzumachen.


    Du meintest ja, dass du grade eher wenig Lust auf ne Therapie hast (was ich verständlich finde) deswegen werf ich dir da halt ein paar Stichpunkte hin, wo du dich in Ruhe selber durch-lesen kannst und da fällt mir grade noch sowas wie:
    wer fragt der führt, Schallplatte hängt, Nein sagen können (und auch durchhalten) ein.
    Gibts x Bücher dazu
    Also, bestimmte Mechanismen zu durchschauen, um teilweise auch ganz bewusst nicht mehr mitzumachen, finde ich ganz wichtig und sehr wirksam!

    Aber um die Frage ob Therapie, wenn ja welche oder um Selbsthilfebücher oder darum Mechanismen zu hinterfragen geht es mir ja hier nicht. .
    Ich habe über Jahre hinweg Unmengen an Selbsthilfeliteratur verschlungen. Es kommt mir ehrlich zu den Ohren wieder hinaus.

    Momentan beschäftigt mich ja auch eher die Frage, wie ich wieder mehr Bewegung in mein Leben bekomme. Einmal ist da ja das Berufliche. Ich bin mir sicher, ich sollte etwas anderes finden. Der Umgang dort sagt mir einfach nicht zu und strengt an. OK, da bin ich dran, neue Fotos sind gemacht, LL teilweise überarbeitet, Stellenanzeigen rausgesucht.

    Im Privaten wäre es mir halt besonders wichtig, wieder Leben in die Bude zu kriegen. So wie früher. Damit meine ich: einfach viel mehr Kontakte. Ich war früher so: quassel hier und quassel da, mit x auf nen KAffee, mit y 3 Stunden am Telefon. Ich habe immer viel gelacht. Jetzt ist davon kaum noch etwas übrig. Ich wünsche mir das gemeinsame Reden und LAchen zurück. Dieses Ungezwungene. Da spielt halt schon auch die Jobsituation mit rein:

    Ich habe letztens eine Anzeige für eine Kochgruppe gesehen. ICh dachte zuerst: herrlich! Gemeinsam kochen, dann richtig schön essen und: quasseln. Dann schrecke ich zurück. Meine Wohnung ist winzig, ich kann hier gar nicht mehrere LEute beherbergen. Ich könnte zwar mitmachen, aber niemanden einladen. Ich kann mir vorstellen, dass das halt dann auch schon wieder viel Konfliktpotential hat und sehr viel verkrampfter läuft als nötig.
    Geändert von pastille (09.11.2015 um 20:37 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: Mein Leben scheint still zu stehen

    Zitat Zitat von pastille Beitrag anzeigen

    Im Privaten wäre es mir halt besonders wichtig, wieder Leben in die Bude zu kriegen. So wie früher. Damit meine ich: einfach viel mehr Kontakte. Ich war früher so: quassel hier und quassel da, mit x auf nen KAffee, mit y 3 Stunden am Telefon. Ich habe immer viel gelacht. Jetzt ist davon kaum noch etwas übrig. Ich wünsche mir das gemeinsame Reden und LAchen zurück. Dieses Ungezwungene. Da spielt halt schon auch die Jobsituation mit rein:
    Ich wäre vorsichtig damit, in das Thema "Sozialkontakte" zu viel hinein zu interpretieren.

    Ich habe jetzt nicht gesehen, ob du irgendwo geschrieben hast, wie alt du bist, aber wenn die "Quassel hier - quassel da"-Zeit auf deine Uni-Jahre zurückzuführen ist, wirst du wahrscheinlich feststellen, dass es außerhalb des universitären Umfelds in den Jahren zwischen - sagen wir - 27 und 50 - recht schwierig ist, neue Leute kennenzulernen und mit denen schnell so ein vertrautes Verhältnis aufzubauen. Die meisten befinden sich nämlich irgendwie in der Familien- oder sogar schon der Scheidungsphase.

    Ich habe nie wieder so leicht Leute kennengelernt wie an der Uni (auch als Postdoc war es sehr einfach); danach war es immer wahnsinnig mühsam. Das kann auch ganz schön frustrierend sein, vor allem, wenn man noch auf anderen Sachen herumkaut.

  4. gesperrt

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    AW: Mein Leben scheint still zu stehen

    Du möchtest die innere Leichtigkeit wieder spüren. Denn diese beflügelt auch im Berufsleben.
    Tja, leider kann ich nicht zaubern und ohne einen guten Zauberstab geht erst recht nichts.

    Vielleicht hilft dir mein Beispiel, in deinem Leben ein Quäntchen zu ändern, so dass du wieder beflügelt durch den Alltag tanzt: ein Blumenstrauß.
    In deiner Familie gab es nie einen Strauß Blumen. Der war zu teuer, brachte keinen Nutzen, stand nur dumm 'rum. Du kaufst dir morgen bewusst einen Strauß Blumen, schneidest die Stängel an und arrangierst die Blumen in der Vase auf dem Tisch. Jedes Mal, wenn du die Blumen siehst, erfreust du dich daran. Du spürst, wie schön das Leben in diesem Moment ist. Denn mit dem Strauß Blumen hast du dir heute bewusst etwas Gutes getan, eine Streicheleinheit für die Seele.

    Wenn der Strauß in zwei Wochen verwelkt ist, dann kaufst du dir den nächsten.

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    AW: Mein Leben scheint still zu stehen

    pastille:
    Ich war früher so: quassel hier und quassel da, mit x auf nen KAffee, mit y 3 Stunden am Telefon. Ich habe immer viel gelacht. Jetzt ist davon kaum noch etwas übrig. Ich wünsche mir das gemeinsame Reden und LAchen zurück. Dieses Ungezwungene.
    Das kannst du doch aber fördern? - halt Leute auswärts treffen , und überhaupt die Situation so arrangieren, dass sie für dich und die andere Person passt? Da gibt es ja viele Möglichkeiten.

    Ich widerspreche Aeryn_Sun entschieden: ich meine, gerade die Sozialkontakte können kaum überbewertet werden, die sind wichtig.

    gruss, barbara

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    AW: Mein Leben scheint still zu stehen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich habe nie wieder so leicht Leute kennengelernt wie an der Uni (auch als Postdoc war es sehr einfach); danach war es immer wahnsinnig mühsam. Das kann auch ganz schön frustrierend sein, vor allem, wenn man noch auf anderen Sachen herumkaut.
    Ich erlebe es oft auch einfach als mühsam, bin Ü30, und wenn dann auch noch hinzukommt, dass Freunde wegziehen,Freundschaften wegen wasweißichwas in die Brüche gehen, dann wird es echt haarig. Und es wird halt auch einfach manchmal sehr anstrengend, immer wieder auf die Suche zu gehen. Manchmal strecke ich dann schon einfach mal alle Viere von mir, verbringe das Wochenende allein auf dem Sofa - und erhole mich.

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Das kannst du doch aber fördern? - halt Leute auswärts treffen , und überhaupt die Situation so arrangieren, dass sie für dich und die andere Person passt? Da gibt es ja viele Möglichkeiten.

    Ich widerspreche Aeryn_Sun entschieden: ich meine, gerade die Sozialkontakte können kaum überbewertet werden, die sind wichtig.

    gruss, barbara
    Ich hatte das jetzt nicht so verstanden, daß Sozialkontakte nicht überbewertet werden sollen, sondern eher so, dass die Situation nicht gar so hoch problembelastet ist, wie ich es geschrieben habe - sondern vielleicht eher normal doof. Wobei ich schon denke, ich könnte vielleicht etwas mehr auf die individuelle Schiene gehen. Also gezielter nach dem Suchen, was ich brauche. Bisher habe ich mich eher verschiedenen Freizeitgruppen angeschlossen.

    Und mir fehlt ja Jemand, mit dem ich gut reden kann. Auch wenn mich das Kontakte suchen manchmal stresst. evtl könnte gezieltere Suche nach Kontakten den Stress etwas minimieren.

  7. Inaktiver User

    AW: Mein Leben scheint still zu stehen

    Was ich meinte, war: mit der verkrampften Suche nach Sozialkontakten macht man oft unnötige Baustellen auf, die mehr Wunden aufreissen, als sie schliessen.

    Manche Lebensphasen sind für den Aufbau neuer Kontakte einfach ungeeignet. Wenn man das erkannt hat, hört man auf, da unnötig Energie reinzustecken.

    Im Gegensatz zu Bae finde ich, dass Sozialkontakte überbewertet werden. Man muss sich doch nicht ueber die wöchentliche Anzahl von Kaffekraenzchen oder die Anzahl der Facebook- Freunde definieren. Wer gut mit sich selbst klar kommt, hat Vorteile im Leben, denn er ist frei von Abhängigkeiten.

  8. gesperrt

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    AW: Mein Leben scheint still zu stehen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Im Gegensatz zu Bae finde ich, dass Sozialkontakte überbewertet werden. Man muss sich doch nicht ueber die wöchentliche Anzahl von Kaffekraenzchen oder die Anzahl der Facebook- Freunde definieren.
    Es geht ja nicht einfach ums bare Überleben, sondern um ein gutes, reiches Leben - und wenn der TE die Sozialkontakte speziell fehlen, und sie auch der Typ dazu ist, so halte ich es für wenig zielführend, ihr das ausreden zu wollen.

    gruss, barbara

  9. Inaktiver User

    AW: Mein Leben scheint still zu stehen

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Es geht ja nicht einfach ums bare Überleben, sondern um ein gutes, reiches Leben - und wenn der TE die Sozialkontakte speziell fehlen, und sie auch der Typ dazu ist, so halte ich es für wenig zielführend, ihr das ausreden zu wollen.
    Aber wenn die Kontakte nun mal nicht da sind und auch nicht leicht beschafft werden können, ist es doch auch nicht zielführend, sich da mit viel Energie in die "Akquise" zu begeben. Wenn sich die TE z.B. dafür entscheidet, eine Fortbildung zu machen, hat sie sowieso längere Zeit gar nicht die Kapazitäten, umfangreiche Kontaktnetzwerke zu suchen und zu pflegen. Ein jedes Ding zu seiner Zeit.

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