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  1. Moderation

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    AW: Angst vor Veränderung/Verantwortung - deshalb Stillstand

    Zitat Zitat von eyecandy Beitrag anzeigen
    Beispiel Welpen: du hast Angst vor der Hundeerziehung bzw. vorm Scheitern daran und deshalb legst du dir keinen Hund zu.
    Ich bin seinerzeit an zwei Katzen gekommen wie die Jungfrau zum Kind. Ahnung von Katzen: Null. Lief auch.

    Was ich daraus mitgenommen habe:
    - Es muß nicht alles perfekt sein. Gut genug reicht völlig.
    - Es gibt so viel Wissen auf der Welt, das man sich zu Nutze machen kann.
    - Lösungen findet man, wenn Probleme auftauchen.

    Manchmal sag ich mir auch, "das haben schon sehr viel dümmere geschafft."
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Angst vor Veränderung/Verantwortung - deshalb Stillstand

    Hallo ihr Lieben,

    danke schon mal für eure Beiträge.

    Je öfter du dich was traust, desto leichter wird es.
    Da ist was dran. Allerdings habe ich auch schon die Erfahrung gemacht, dass ich eine ganze Zeit lang mutig bin und dann wieder gar nichts geht. Bei den gleichen Sachen. Es ist dann so, als ob ich mich durch das "mutig sein" zu sehr verausgabt habe und dann erstmal wieder Ruhe brauche, um später wieder mutig sein zu können.

    Deine Überlegungen bezüglich Welpe und Kind sind ja nicht verkehrt und sehr vernünftig. Die kannst du doch auch ernst nehmen. Vielleicht gibt es eine andere Lösung, die besser passt,z.B. Hundesitting oder so was.
    Auch finde ich es wichtig anzuerkennen, welches die vorrangigen eigenen Bedürfnisse sind. Bei dir scheint es Sicherheit und Struktur zu sein.
    Ja, richtig. Ich bin kein besonders wagemutiger Typ Mensch und das ist auch okay für mich. Es geht auch nicht so sehr darum, bombastisch was zu erleben. Aber es geht um das innere Glück und ich bin durchaus zufrieden, aber glücklich würde ich mich auch nicht nennen. Denn dazu fehlt mir irgendwas. Ich hab Sehnsüchte, wie eben nach einem Haustier, einer Familie (um nochmal meine Beispiele herauszupicken) und ich bin nicht glücklich damit, mir diese Wünsche nicht zu erfüllen, weil ich Angst habe, über den Graben zu springen.

    Zwei Fragen: Was wäre denn "viel Leben"? - Ist die Antwort auf diese Frage wirklich Deine Ansicht oder etwas, das Du übernommen hast?
    Genau, gute Frage. Es ist meine Definition von "viel im Leben", die für manche wohl "wenig" wäre. Ich möchte letztendlich ein ganz spießiges Leben mit Job, Mann, Kind und Hund. Kein großes Brimborium, aber ich möchte mir eben die kleinen und großen Sehnsüchte/Wünsche erfüllen, die ich habe. Eigentlich ganz normal, aber ich war schon immer so zögerlich.

    Meine Eltern haben mir früher immer eingetrichtert, dass ich bei einer Entscheidung bleiben muss, wenn ich sie mal getroffen habe. Das ist für mich aber eine albtraumhafte Vorstellung. Denn was ist, wenn die Entscheidung falsch war? Das hat dazu geführt, dass ich gar keine Entscheidungen getroffen habe oder nur nach ewigem abwägen. Der Stillstand ist immerhin eine bekannte Größe.

    Die Tatsache, dass der Bäcker geschlossen haben könnte, das Brot ausverkauft sein könnte oder du dich aus Versehen für das falsche entscheidest, dich unterwegs jemand über den Haufen fahren könnte, entziehen sich doch auch hier deiner Kontrolle?
    Ich will dir jetzt nicht die Backwaren ausreden, aber wo ist für dich der große Unterschied zwischen "zum Bäcker gehen" und etwas Neues auszuprobieren?
    Der Unterschied ist die Illusion, diese Dinge unter Kontrolle zu haben. Stimmt natürlich nicht, aber ich kenne den Weg zum Bäcker, ich kenne dessen Öffnungszeiten und die dort ausgelegten Backwaren und das führt zu der Vorstellung, dass ich weiß, woran ich bin und worauf ich mich einlasse. Bei Dingen, dessen Verlauf/Ausgang ich nicht einschätzen kann, ist das eben was anderes.

    Und nach dem, was du schreibst, stehst du die bei diesem "eben auch mal anders" massiv selber im Weg.
    Du bringst es auf den Punkt.

    Das kann auch eine sogenannte Angststörung sein. Dabei stehen Befürchtungen und tatsächliche Risiken in keinem Verhältnis zueinander und beeinträchtigen die Lebensqualität der Betroffenen massiv.
    Hhm, ja, doch, ich denke auch, dass das ein wenig in Richtung Angststörung geht. Ohne alles pathologisieren zu wollen, aber ich hab viele Ängste und wie schon jemand schrieb, andere schaffen es ja auch. Warum mache ich mir dann das Leben so schwer?

    Du gehst also vom Schlimmsten aus. Jetzt denk aber mal: was ist, wenn du in dieser Hundeerziehung aufgehst?
    *lach* Ich weiß, alles hat seine Konsequenzen und vielleicht bringe ich mich um das Glück meines Lebens.

    Du schreibst, du bist zufrieden. Warum das nicht erst mal so lassen?
    Wel ich es für immer so lassen würde. Aber nicht, weil ich es unbedingt so will, sondern weil es bequem und sicher ist. Und irgendwann bin ich 80 und halbtot und frage mich, warum ich mir nie den Traum vom Hund, nie den Traum vom Kind, nie den Traum vom eigenen Buch erfüllt habe...
    Wie oben schon geschrieben, ich bin zufrieden, aber mir fehlt was zum Glück. Zur Erfüllung. Eben Dinge zu tun, die ich mir wünsche.

    ich hätte auch Bedenken. Hundeerziehung ist ein Stück Arbeit. Du hast einen Bürojob, wer kümmert sich dann um den Hund. Du wirst gut und gerne mindestens 20 Jahre Verantwortung für ein Lebewesen haben. Wenn man nicht voll und ganz dahinter steht, soll man's lieber lassen.
    Ich stehe ja dahinter. Ich sehne mich danach. Und dann denke ich wieder, vielleicht ist es doch das Falsche? Komplett gaga...
    Auch habe ich die nötigen Rahmenbedingungen, um einen Hund halten zu können. Ich denke, ich würde mir den Traum vom Hund selbst dann verwehren, wenn alles perfekt wäre. Wenn ich mit einem reichen Mann in einer Villa mit Garten leben würde und nicht arbeiten müsste. Dann würde ich mir keinen Hund anschaffen, weil ich Angst hätte, dass mich der Mann verlässt oder dass ihn jemand entführt und Lösegeld erpresst...

    Und ja klar, eine ungeplante (oder auch gewollte) Schwangerschaft bringt Ängste mit sich. Das ist normal. Aber wie ich mich einschätze, würde ich vor lauter Bammel so lange verhüten bis ich in den Wechseljahren bin.

    Das ist weder normal noch wünschenswert.

    Da helfen mir drei Sachen:1. Freunde die sagen, "Meine Güte, Wusel, du lamentierst jetzt seit Monaten, du würdest gerne. Mach endlich, sonst geht das noch Jahre so weiter!"2. Der Gedanke, daß nichts zu tun, nichts zu entscheiden, auch eine Entscheidung und eine Handlung sind, die Konsequenzen haben.3. Nase zuhalten und springen.
    Diese drei Dinge sind sehr gut. Mir fällt gerade auf, dass ich in meinem Umfeld viele Zögerer und Zauderer habe. Was ich bräuchte, wäre jemand, der Zuversicht verströmt. Keine Naivitäten, aber das Gefühl von Zuversicht und die Stärkung der eigenen Fähigkeiten. Denn ich glaube von mir selbst, dass ich vieles schaffen kann, aber nur solange, wie dann wieder jemand mit Unkenrufen um die Ecke kommt.

    Puh, da liegt noch ein hartes Stück Arbeit vor mir. Danke euch

  3. Moderation

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    AW: Angst vor Veränderung/Verantwortung - deshalb Stillstand

    Zitat Zitat von gwendolin79 Beitrag anzeigen
    Da ist was dran. Allerdings habe ich auch schon die Erfahrung gemacht, dass ich eine ganze Zeit lang mutig bin und dann wieder gar nichts geht. Bei den gleichen Sachen. Es ist dann so, als ob ich mich durch das "mutig sein" zu sehr verausgabt habe und dann erstmal wieder Ruhe brauche, um später wieder mutig sein zu können.
    Mut ist eine begrenzte Ressource. Wächst zwar nach, aber nicht so schnell, wie man es vielleicht gerne hätte.

    Ich liebe es, zu verreisen, und bin trotzdem jedesmal vorher komplett in Panik, und drücke mich davor, was zu organisieren, weil ich es nicht schaffe, Entscheidungen (wohin, welches Hotel, wie fahren, was einpacken?) zu treffen. Daß es am Ende trotzdem meistens klappt, liegt nicht daran, daß ich weniger Panik und Unwillen hätte, sondern daß ich gewissen Routinen habe, die ich ablaufen lassen kann, ohne zu viel drüber nachzudenken.

    Mein Antrieb ist, daß es mich frustrieren wird, es nicht getan zu haben.

    Zitat Zitat von gwendolin79 Beitrag anzeigen
    Meine Eltern haben mir früher immer eingetrichtert, dass ich bei einer Entscheidung bleiben muss, wenn ich sie mal getroffen habe.
    In gewissem Maß haben sie recht. Wenn du eine Stunde im Flur stehst, "ich zieh die roten Schuhe an... nee, ich zieh die grünen Schuhe an... die roten... die grünen..." ist der Bus weg, ehe du endlich Schuhe anhast. Triff eine Entscheidung und bleib dabei. Wenn sie falsch war, kannst du was anderes tun, die nächste Entscheidung treffen (die Schuhe drücken fürchterlich, du gehst jetzt barfuß), oder es nächstes Mal besser wissen (nie wieder die roten Schuhe auf Kopfsteinpflaster!), aber du kannst nicht die Zeit zurückrudern. Selbst wenn du unentschlossen im Flur stehst, vergeht sie, und du hast unbemerkt die Entscheidung getroffen, nichts mit ihr zu tun.

    Hast du Angst, was "die Leute sagen", wenn du eine Entscheidung triffst, die sich als nicht so gut herausstellt? Ist das eine Art von Perfektionismus, ein "ich darf nichts falsch machen"?

    Zitat Zitat von gwendolin79 Beitrag anzeigen
    Warum mache ich mir dann das Leben so schwer?
    Andere haben vielleicht weniger Ängste, oder mehr Übung.

    Was vielleicht als mentale Übung helfen kann, ist, sich vorzustellen, wie man Schritt für Schritt das *tut*, was zu dem führt, was man haben will. Also nicht "ich habe einen Hund", sondern "Ich spreche mit Bekannten, die Hunde haben, ob sie mir einen Züchter empfehlen können. Ich rufe bei dem Züchter an. Ich fahre ins Tierheim und sehe mir die Hunde an, ich erzähle meine Situation und frage, wie die das sehen, welchen Hund sie mir empfehlen würden." Und so weiter, Schritt für Schritt, in allen Details. Wo du das Auto parkst, wie du die Nummer nachschlägst, ganz einfache Dinge, bis du dir beigebracht hast, wie die einzelnen Schritte gehen. Und dann verlierst du die Geduld mit dir und machst es, denn im Kopf hast du es ja schon gemacht.

    Zitat Zitat von gwendolin79 Beitrag anzeigen
    Diese drei Dinge sind sehr gut. Mir fällt gerade auf, dass ich in meinem Umfeld viele Zögerer und Zauderer habe.
    Dann kannst du die werden, die sich einfach auf eine Sache stürzt und sie ans Laufen bringt, und dafür von allen für ihren Mut bewundert wird.

    Unkenrufe würde ich abwürgen oder ausblenden. Die Leute kritisieren, weil sie glauben, wer kritisiert und Bedenken trägt, wirke klug. Davon sollte man sich nicht blenden lassen. Jeder Trottel kann meckern.

    Ergänzend: Auf Bedenkenträger hören sollte man, wenn sie a) einen selber und die eigenen Schwächen und Illusionen gut kennen, b) wenn sie Experten auf dem Gebiet sind, um das es geht, c) wenn sie mit ihren Bedenken auch Alternativen oder Lösungsvorschläge bringen. Dann kann man sich mal hinsetzen und durchgehen, ob da was bei ist, das einen weiterbringt.
    Geändert von wildwusel (02.10.2015 um 09:52 Uhr)
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
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  4. Inaktiver User

    AW: Angst vor Veränderung/Verantwortung - deshalb Stillstand

    in welchem Bereich hast Du den größten Leidensdruck, wo den zweitgrößten, wo den drittgrößten??

    VIelleicht kannst du bei irgendeinem Bereich mal ansetzen, zumindest gedanklich konkreter werden- was wäre wenn...und Dir das Dir ausmalen, was wäre im Idealfall.....

    Hinspüren, FÜHLEN !!!

    Bist Du sehr verkopft??

    Kannst Du Gefühle zulassen, erkennen???

    Kannst Du Deinen WÜnschen und Sehnsüchten Raum geben???

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    AW: Angst vor Veränderung/Verantwortung - deshalb Stillstand

    Zitat Zitat von gwendolin79 Beitrag anzeigen
    Und irgendwann bin ich 80 und halbtot und frage mich, warum ich mir nie den Traum vom Hund, nie den Traum vom Kind, nie den Traum vom eigenen Buch erfüllt habe...
    Wie oben schon geschrieben, ich bin zufrieden, aber mir fehlt was zum Glück. Zur Erfüllung. Eben Dinge zu tun, die ich mir wünsche.
    . ...
    Auch habe ich die nötigen Rahmenbedingungen, um einen Hund halten zu können. Ich denke, ich würde mir den Traum vom Hund selbst dann verwehren, wenn alles perfekt wäre. Wenn ich mit einem reichen Mann in einer Villa mit Garten leben würde und nicht arbeiten müsste. Dann würde ich mir keinen Hund anschaffen, weil ich Angst hätte, dass mich der Mann verlässt oder dass ihn jemand entführt und Lösegeld erpresst...
    wen entführt? Den Hund?

    Scherz beiseite.

    Die eigentliche Frage, die sich mir bei dem zitierten stellt, lautet: wenn das deine Träume und Sehnsüchte sind, warum kannst du dir nicht erlauben, diese umzusetzen? Und es scheint ja um die innere Erlaubnis zu gehen und nicht um die äußeren Umstände. Die würden das ja anscheinend hergeben, wenn ich das richtig verstanden habe (Hund, Mann, alles mehr oder weniger griffbereit).

    eine etwas geschwollene aber immer wieder interessante Frage: darfst du dir erlauben glücklich zu sein?

    Es kann aber auch was anderes mit hineinspielen, nämlich dass die Angst hier durchaus einen sinnvollen Gegenpol setzt zu einer gewissen Naivität. Denn ein solches "Spießerleben" bietet zwar Sicherheit und Bequemlichkeit, aber eben nur oberflächlich. Sicher ist nichts im Leben und mit Kindern ist es mit der Bequemlichkeit auch schnell vorbei. Es ist daher eigentlich eher die Frage, was für ein tieferes Bedürfnis steht eigentlich hinter solchen Träumen und Sehnsüchten?

    Meist sind es immer die selben Bedürfnisse: Sicherheit, Geborgenheit, Anerkennung. Vermutlich fußen in diesen zutiefst menschlichen Bedürfnisse die meisten unserer Träume und Entscheidungen. Falls es so ist, dann können diese tiefen Bedürfnisse vielleicht auch anders befriedigt werden als über den Weg, den "die meisten" leben, weil "man das halt so macht" usw.
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

  6. Inaktiver User

    AW: Angst vor Veränderung/Verantwortung - deshalb Stillstand

    Zitat Zitat von gwendolin79 Beitrag anzeigen
    Genau, gute Frage. Es ist meine Definition von "viel im Leben", die für manche wohl "wenig" wäre.
    Was macht das mit Dir, mit Deinen Gefühlen, wenn Du an diese "manchen" denkst, die Dein Leben für "wenig" halten könnten?

    Zitat Zitat von gwendolin79 Beitrag anzeigen
    Ich möchte letztendlich ein ganz spießiges Leben mit Job, Mann, Kind und Hund.
    Aber...
    Und wieso benutzt den abwertenden Begriff "spießig"? Willst Du nun so leben oder nicht?

    Zitat Zitat von gwendolin79 Beitrag anzeigen
    Kein großes Brimborium, aber ich möchte mir eben die kleinen und großen Sehnsüchte/Wünsche erfüllen, die ich habe. Eigentlich ganz normal, aber ich war schon immer so zögerlich.
    Kleine und große Sehnsüchte - wo ist hier der Widerspruch zu Deinem Lebenswunsch? Geht es konkreter?

    Zitat Zitat von gwendolin79 Beitrag anzeigen
    Meine Eltern haben mir früher immer eingetrichtert, dass ich bei einer Entscheidung bleiben muss, wenn ich sie mal getroffen habe.
    Du bist heute erwachsen und kannst entscheiden, dass dieses Motto nicht Deines ist. Außerdem zeigt das Leben ja wohl mehr als deutlich, dass diese Aussage kaum haltbar ist. Du kannst heiraten und Dich wieder scheiden lassen. Du kannst einen Hund anschaffen und feststellen, das funktioniert überhaupt nicht (es gibt Tierheime ja nicht von ungefähr).

    Versteh' mich nicht falsch: Unverantwortliches Handeln einem Lebewesen gegenüber verurteile ich absolut. Wenn Du genauso darüber denkst, dann prüfe doch Deinen Wunsch. In genau diesen Tierheimen warten jede Menge Hunde darauf, dass sie wenigstens mal ausgeführt werden.

    Du musst Dir kein ganzes Flugzeug kaufen, nur weil Du mal fliegen willst.

    Und ganz allgemein zu Entscheidungen lass' Dir diese Lebensweisheit von mir sagen: Der Mensch bereut keine Entscheidungen, die er einmal gefällt hat; er bereut Entscheidungen, die er NICHT gefällt hat. Merkst Du was?

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    AW: Angst vor Veränderung/Verantwortung - deshalb Stillstand

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und ganz allgemein zu Entscheidungen lass' Dir diese Lebensweisheit von mir sagen: Der Mensch bereut keine Entscheidungen, die er einmal gefällt hat; er bereut Entscheidungen, die er NICHT gefällt hat.
    Dieser Spruch ist ja bekannt und wird oft geäußert, ist für mich deshalb aber nicht wahrer und auch nicht weise. Man kann nämlich sehr wohl Entscheidungen, die man gefällt hat, zu einem späteren Zeitpunkt bereuen. Mir selbst fallen unzählige Beispiele ein.

  8. Inaktiver User

    AW: Angst vor Veränderung/Verantwortung - deshalb Stillstand

    Zitat Zitat von farrah79 Beitrag anzeigen
    Dieser Spruch ist ja bekannt und wird oft geäußert, ist für mich deshalb aber nicht wahrer und auch nicht weise. Man kann nämlich sehr wohl Entscheidungen, die man gefällt hat, zu einem späteren Zeitpunkt bereuen. Mir selbst fallen unzählige Beispiele ein.
    Ja, hat möglicherweise "einen Bart"...

    Es geht hier aber um Entscheidung vs. Nicht-Entscheidung. Beispiele fallen mir höchstens ein, wenn eine Entscheidung gegen eine andere abgewogen worden ist. Aber da beißt sich der Hund selbst in den Schwanz, denn auch in diesem Falle trauert man einer Nicht-Entscheidung hinterher.

    Danke für das Kompliment, keinen weisen Spruch von mir gelassen zu haben

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    AW: Angst vor Veränderung/Verantwortung - deshalb Stillstand

    Aber gerne doch :-D

    Nee, ich weiß schon was du meinst, schlaflos68. Ich finde bloß, wenn man einen echten Herzenswunsch hat, drängt es einen im allgemeinen doch automatisch dahin, und man unternimmt alles, ihn auch umzusetzen, weil man garnicht anders kann!

    Aus einem diffusen Gefühl des unausgefülltsein zu handeln, weil man mit 80 mal meinen könnte, was verpasst zu haben, gibt einem das das nötige Rüstzeug, auch später hinter Entscheidungen zu stehen, auch wenn es kompliziert wird oder nicht so toll wie man dachte ( jetzt aufs Beispiel hund oder Kind bezogen).

    Wie das hier ist, ob es echte, dringende Herzenswünsche sind und nur extreme Ängstlichkeit ein Hinderungsgrund, vermag ich nicht zu sagen.

  10. Inaktiver User

    AW: Angst vor Veränderung/Verantwortung - deshalb Stillstand

    Zitat Zitat von farrah79 Beitrag anzeigen
    Wie das hier ist, ob es echte, dringende Herzenswünsche sind und nur extreme Ängstlichkeit ein Hinderungsgrund, vermag ich nicht zu sagen.
    Scheint nicht offen auf der Hand zu liegen, sehe ich auch so. Der Wunsch "Hund" kann auch für etwas vollkommen anderes stehen, von der Sich-diesen-Wunsch-nicht-Erfüllung einmal ganz zu schweigen. Da laufen dermaßen viele Programme im Unterbewussten ab, dass das kaum durchschaut werden kann.

    Aber mal zur Entscheidung zurück: "Hund"-Wunsch aktiv angehen und genau beobachten, wo es tatsächlich hakt. Deshalb mein Vorschlag mit dem Gassi-Gehen. Würde mich nicht wundern, wenn die TE dabei feststellt, dass ihr Hunde eigentlich egal sind... Aber dann ist wenigstens mal eine (winzige) Entscheidung gefällt worden, und ein erster Schritt ist getan. Wird der Angst sicherlich entgegenwirken.


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