Hallo in die Runde. Die Überschrift fasst zusammen, wie ich mich eigentlich Zeit meines Lebens fühle. Allerdings weiß ich nicht, wie ich mein Anliegen formulieren kann, ohne dass es ein Roman wird.
Ich habe viele Baustellen, die durch zwei prägende Erlebnisse in der frühesten Kindheit her rühren (nein, meine Eltern trifft keine Schuld). Dadurch habe ich in meiner weiteren Kindheit und Jugend nicht ausreichend Selbstvertrauen und Durchsetzungsvermögen aufbauen können. Ich geriet stets an die falschen Freunde, habe mich bevormunden und rumkommandieren lassen und kann mich auch heute nur sehr schwer in "vernünftiger" Weise zur Wehr setzen, wenn mir etwas nicht passt.
Ich habe zwei katastrophale Beziehungen á 7 Jahre hinter mir, die erste war geprägt von psychischer Gewalt, Demütigung und Abwertung meiner Person, die zweite Beziehung war zu einem Alkoholiker, der mich durch seelische Erpressung erfolgreich an sich gebunden hatte. Ich habe nie Liebe erfahren, obgleich es zwischendurch gut ein Dutzend weitere Anbändeleien zu Männern gab.
Auf Arbeit fühle ich mich menschlich unwohl. Hausfrauengespräche, schlimmes Tratschen, ich bin offenbar nur geduldet. Es hat mir nie ein Mensch, gleich ob Eltern, Geschwister, Verwandte, Freunde oder Männer, gesagt, dass sie mich gern haben, oder gar lieben, nicht einmal, dass sie mich vermissen oder sich nach mir sehnen. Ich weiß nicht, was das für ein Gefühl ist, wie es sich anhört.
Als ich das letzte Mal im Krankenhaus war, hatte ich bei Ankunft einen Nervenzusammenbruch. Die Schwester fragte nach und ich sagte, ich fühle mich so allein. Sie meinte, es sind doch so viele Menschen im Krankenhaus. Sie hat es nicht verstanden. Man kann inmitten 100.000 Menschen sein und sich trotzdem unglaublich allein fühlen. Eigentlich bin ich vollkommen überflüssig. Für Schönes bin ich nicht gut genug und geliebt werden andere.
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Thema: Einsam und überflüssig.
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28.09.2015, 16:58Inaktiver User
Einsam und überflüssig.
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28.09.2015, 17:04
AW: Einsam und überflüssig.
wie wärs anderen zu helfen, die Hilfe benötigen und denen du Gutes tun kannst so kannst du Zuneigung schenken
Liebe und Zuneigung entstehen nur wenn einer mit dem Geben beginnt
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29.09.2015, 11:49
AW: Einsam und überflüssig.
Hallo Waldbaronin, vielleicht solltest du zuerst einmal versuchen, dich selbst so zu akzeptieren, wie du bist. Das ist sicher nicht leicht, da du ja Probleme mit dem Selbstvertrauen hast. Aber wenn man mit sich selbst im Reinen ist, dann wirkt man auch ganz anders auf seine Umwelt. Ich wünsche dir dabei alles Gute
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29.09.2015, 11:51
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29.09.2015, 11:56
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29.09.2015, 11:59
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29.09.2015, 12:06
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29.09.2015, 12:08
AW: Einsam und überflüssig.
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29.09.2015, 12:43
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29.09.2015, 12:43
AW: Einsam und überflüssig.
Liebe Waldbaronin,
gibt es denn diese Menschen (Eltern, Geschwister, Verwandte, Freunde ...) derzeit
in Deinem Leben?
Du könntest damit anfangen, Dich ihnen zuzuwenden. Und zwar ohne die Vorverurteilung,
dass sie Dich sowieso nicht mögen.
Ganz abgesehen davon - würden Dich bestimmte Menschen nicht gern haben, dann
wären sie vermutlich auch nicht Deine Freunde (gewesen).
Hast Du denn die prägenden frühkindlichen Erlebnisse (mittels therapeutischer Hilfe?)
aufgearbeitet?
Darf ich fragen, wie alt Du ungefähr bist?
Nicht hier auch noch ... bitte!!


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