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    AW: Einsam und überflüssig.

    Wenn Du wandern liebst, dann kann ich Dir Geocaching empfehlen, dabei lernt man auch viele Leute kennen und trifft sich ab und an auf Stammtischen in der Gegend. Man kann dann auch zusammen auf Tour gehen. Und man lernt ständig neue Ecken und Wanderrunden kennen.

    Gerade auf dem Land ist das eher gegeben als in der Stadt. Wir fahren oft hier aus dem Kölner Raum in die Eifel zum Wandern.

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    AW: Einsam und überflüssig.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Souvenir und Inferna, ihr beide bestätigt mich gerade wieder darin, dass ich selbst schuld bin.
    Genau das finde ich selbst auch. Ergo bin ich kein guter Mensch. Danke, dass ihr mich bestätigt.
    Warum springst Du über jedes Stöckchen, das man Dir hinhält? ;)

    So ganz ernst nehmen mag ich Dein "Schuldeingeständnis" nicht.

    Ich denke nämlich schon, dass Dir der Zusammenhang zwischen Deinem
    frühkindlichem Erlebnis und Deiner seelisch, schon lange andauernden,
    desolaten Verfassung bewusst ist.

    An den Geschehnissen hattest Du mit Sicherheit keine Schuld.



    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Ich nehme mal an, bei Deinen Erlebnissen sprichst Du von Traumata.
    Und Du fühlst Dich komplett alleine mit all den schmerzlichen Erinnerungen.

    Es wird Dir kaum gelingen, das alleine zu bewältigen.
    Traumatherapie - auch wenn Du nicht daran glaubst - scheint mir eine vordringliche
    Notwendigkeit zu sein. Nur so wirst Du das Erlebte verarbeiten können und psychische
    Stabilität erlangen. Eine derartige Therapie ist übrigens auch viele Jahre nach dem
    Geschehen sinnvoll. Es wäre sehr schade, wenn Du Dir selbst diese sinnvolle Hilfe
    verweigern würdest.
    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Im Rahmen einer Traumatherapie würde Dir kein Therapeut eben diese Wahrnehmungen
    absprechen. Vielleicht solltest Du Dich mal mit der Therapie-Thematik eingehend befassen.
    Deine eigenen Vorurteile und Dein Nicht-wissen stehen Dir bei der Aufarbeitung im Weg.
    Ich habe in meinen Beiträgen nun wiederholt die professionelle Hilfe
    angesprochen. Dazu hast Du Dich leider gar nicht geäußert. Obwohl der Leidensdruck
    doch offensichtlich sehr groß ist.

    Du bist selbst verantwortlich dafür, Dich um Hilfe für Dich selbst zu kümmern.
    An Deiner Stelle würde ich einen Psychiater aufsuchen, um feststellen zu lassen,
    ob es sich um ein Trauma handelt. Die Diagnose steht bekanntlich immer an
    erster Stelle. Dann würde ich eine passende Therapie ins Auge fassen.

    Alleine wird es schwer bis unmöglich sein, den Teufelskreis aus belastenden
    Erinnerungen und selbstabwertenden Gedanken zu durchbrechen. Und ich denke
    Du weißt, dass ein Forum derartiges nicht leisten kann.

  3. Inaktiver User

    AW: Einsam und überflüssig.

    Guten Morgen und einen schönen Feiertag euch erst einmal.
    Wollte ein kurzes Update liefern.

    Meine Hausärztin hat mir binnen 2 Tage einen Termin bei einer eigentlich auf lange Sicht ausgebuchten Psychiaterin im Medizininschen Versorgungszentrum besorgt. Der Termin fand gestern statt und dauerte etwas über 1 h. Ich konnte all meine "Baustellen" grob ansprechen, insbesondere die schlimmen Erfahrung während einer Kur als Kleinkind. Hier war für mich positiv, dass sie mir vorbehaltlos glaubte, weil ihr Mann (ebenfalls Psychiater) direkt nach der Wende ein solches Sanatorium übernommen hatte, weiterführen sollte und mit den Methoden einerseits und den Erfahrungen der kurenden Kinder andererseits in Kontakt kam. Er habe wohl als erstes das Personal ausgetauscht und alles grundsätzlich reformiert.

    Den restlichen Tag habe ich damit verbracht wieder mal nach langer Zeit zu googeln und ich bin auf neue Erfahrungsberichte gestoßen. Das soll keine Strategie sein, um mich selber weiter in meinen schlechten Erinnerungen zu suhlen. Es macht mich eher traurig, dass mir weitere Erinnerungen (z. B. vorenthalten der Post von den Eltern) von anderen als richtig bestätigt wurden. Vielleicht hat mal jemand von euch über die Zustände in DDR-Kinderheimen gelesen. Da sind auch ganz abscheuliche Dinge vorgefallen, und so ähnlich war es auch bei Kuren.

    Die Psychiaterin meinte, in meiner derzeitigen Verfassung sei eine Psychotherapie nicht sinnvoll, da es mir viel zu schlecht geht und ich ein gewisses stabiles Maß brauche, um überhaupt aufnahme- und arbeitsfähig für eine Therapie zu sein. Wir haben u. a. vereinbart, dass ich das gute Wetter der nächsten Woche nutze, um wenigstens ein-, zweimal wandern zu gehen, auch allein, Hauptsache, mir weht frischer Wind um die Ohren. In knapp drei Wochen hat sie mir dann einen Termin für eine erste Therapiesitzung bei sich gegeben und sie will mit mir mit Elementen der Traumatherapie arbeiten.

    Soweit erst mal. Habe gerade nicht so viel Zeit (es ist Samstag, die elterliche Grundstückspflege ruft), werde aber über's Wochenende noch mal näher auf zurück liegende Fragen eingehen.

  4. Inaktiver User

    AW: Einsam und überflüssig.

    Zitat Zitat von liebestoll Beitrag anzeigen
    Das war keine Diagnose, sondern nur eine Vermutung. Ich bin übrigens nicht die Einzige, die bei solchen Geschichten hellhörig wird. Auch andere User verweisen in solchen Fällen gerne auf den Münchhausenstrang.
    Der genau das zuechtet - die Frauen in der Opferrolle zu halten und den boesen Narzissten die Schuld zuzuweisen, als gaebe es keine Entscheidungsfreiheit. Der Muenschhausen-Strang ist der Strang, den ich einer Frau mit einer solchen Disposition, sicherlich NICHT empfehlen wuerde.

  5. Inaktiver User

    AW: Einsam und überflüssig.

    Waldbaronin, ich finde es gut, dass du eine Therapie angehst.

    Und ich habe den Eindruck, dass du die Aufgabe, die sie dir gab, dich bis dahin selbst zu pampern und es dir besser gehen zu lassen, annehmen willst.

    Nach deinen Beitraegen hier haette ich dir auch zu einer Therapie geraten, denn ein solches Trauma kann schwer alleine verarbeitet werden.

    Du konfrontierst dich immer wieder mit der Situation, indem du googelst und nach Erfahrungsberichten suchst. Damit bleibst du allerdings in deinem Schmerz und schlechten Gefuehl. Vielleicht kannst du das - als einen zusaetzlichen Schritt - versuchen, den inneren Drang danach besser zu beobachten und ihm nicht immer nachzugehen.

    Vielleicht kannst du auch versuchen, _deine_ Geschichte zu Papier zu bringen, dir von der Seele zu schreiben. Das hilft sehr. Doch andererseits hast du nun bald eine Therapeutin, mit der du all das besprechen kannst.

    Deine Glaubenssaetze, nach dieser massiven Verletzung deines Selbstwertes, machen es, dass du Menschen immer wieder 'verlierst'. Auch das wird in der Therapie betrachten werden.

    Mir faellt gerade ein, singst du gerne? Vielleicht waere auch der Beitritt in einen Chor eine Moeglichkeit, Kontakte zu Menschen zu ueben, die regelmaessig sind, aber gleichzeitig nicht dem Druck unterliegen, ein persoenlicher Kontakt werden zu muessen.

    Einen schoenen Tag wuenscht dir Julifrau

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    AW: Einsam und überflüssig.

    Es gibt auch Rehaeinrichtungen, die sich speziell mit dem Thema "Trauma" auseinander setzen.
    Dort können die Betroffenen in Ruhe ihr Trauma "bearbeiten" und in eine Art Stabilität gelangen.

    Vielleicht wäre so etwas mal einen Gedanken wert.
    Die Hausärztin könnte dir dazu sicher etwas mehr sagen.
    Mein Gedanke ist, dass Therapiestunden in größeren Abständen einfach zu viel Zeit fressen. Sprich - man kommt zu langsam voran.

    Noch ein Gedanke:
    Das glorifizierte Familienleben, Kinder erwarten dich, der tolle Ehemann... meinst du dass das bei jeder Frau in der Realität so toll ist?

    Toll ist, wenn man einen Lebensweg beschreiten kann, der einem entspricht. Für Kinder z.B. braucht es m.E. stabile Nerven, die ich zeitlebens nicht gehabt hätte. Ganz ohne "Diagnose". Wäre schön gewesen, war aber nicht mein Fall. Das Ergebnis hätte ich gerne gehabt, für den "Job" wäre ich aber nicht geeignet gewesen.

    Nicht alles ist so, wie es aussieht. Hör auf neidisch auf andere zu blicken. Hinter anderen Fenstern scheint es immer heller zu leuchten. Das ist aber eine Illusion. Jeder, wirklich jeder, hat ein Päckchen zu tragen. Er hat es nur unsichtbar auf seinen Schultern. Genau wie du deines.

    Meine Gedanken dazu.
    LG Karla
    The original Karla
    est. 2006


  7. Inaktiver User

    AW: Einsam und überflüssig.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Der genau das zuechtet - die Frauen in der Opferrolle zu halten und den boesen Narzissten die Schuld zuzuweisen, als gaebe es keine Entscheidungsfreiheit. Der Muenschhausen-Strang ist der Strang, den ich einer Frau mit einer solchen Disposition, sicherlich NICHT empfehlen wuerde.
    Zack! Julifrau locuta, causa finita.

    Wenn jemand noch ein Beispiel für apodiktische Sprache sucht ...

  8. 03.10.2015, 12:36

    Grund
    OT

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    AW: Einsam und überflüssig.

    Ich kapier´s nicht: Das ist doch hier gar nicht Thema? Oder doch? *grübel*
    The original Karla
    est. 2006


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    AW: Einsam und überflüssig.

    das macht nichts, dass dus nicht kapierst, karla. sie -liebestoll- macht es einfach überall zum thema.

  11. gesperrt

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    AW: Einsam und überflüssig.

    Zitat Zitat von Karla48 Beitrag anzeigen
    Ich kapier´s nicht: Das ist doch hier gar nicht Thema? Oder doch? *grübel*
    Ich wollte nur mal auf das Problem der Coabhängigkeit hinweisen.

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