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  1. Inaktiver User

    AW: Ich gewöhne mich einfach nicht ein! (Umzug ist ein Jahr her)

    Ich denke du ziehst dich selbst zuviel herunter. Es ist doch so kein Dauerzustand. In 1 Jahr kannst du umziehen. Also warum dir jetzt das Leben schwer machen?

    Konzentriere dich auf das was in 1 Jahr ist.

  2. gesperrt

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    AW: Ich gewöhne mich einfach nicht ein! (Umzug ist ein Jahr her)

    Ich empfinde deine Ansprüche auch als zu hoch. Versetz dich mal in die Lage deiner Nachbarn. Warum sollen sie dich in ihren Kreis aufnehmen, wenn du sowieso nach einem Jahr wieder weg bist?

    Mir ging das in letzter Zeit auch öfter so; bei uns gibt es auch eine Uni. Da kommen dann neue Leute in unseren Sportverein, man freundet sich mit ihnen an und 2 oder 3 Jahre später sind sie fertig, suchen sich einen Job in Pusemuckel und sind wieder weg. Na toll! Hätte ich die Energie besser in jemanden investiert, der auch hierbleibt. In den letzten Jahren ist mir das jetzt bestimmt vier- oder fünfmal passiert und wieder stehe ich ohne die neuen Freundinnen da. Und wieder droht eine, bald abzuwandern. Wenigstens hat es mit dem neuen Job für ihren LG nicht geklappt, so bleibt sie noch ein wenig.

    Das macht wenig Spaß und beim nächsten Mal schaue ich genauer hin, ob jemand wirklich sesshaft ist oder wieder nur auf der Durchreise. Diese ganzen präkeren, befristeten Jobs machen die Sache auch nicht besser. Da lernst du einen im Sprachkurs kennen, der ganz nett ist. Dann erfährst du aber, dass es sein X. befristeter Job für ein spezielles Projekt ist und dass seit er seinem Abschluss alle 2 Jahre umzieht. Ich bin doch nicht der Pausenclown für fahrendes Volk. Ich hätte gern mal richtige Freunde. Die einen nicht gleich wieder vergessen, wenn sie woanders wohnen.

    Ich sehe dann nur noch auf Facebook, was die so machen. Sie melden sich kaum mehr.

    Ich konzentriere mich besser auf die, die in der Gegend angekommen sind. Das hat eine Perspektive. Mein Freund hat das schon viel früher kapiert. Er ist im Brauchtum aktiv. Heimatverbundener geht es kaum. Da wandert kaum mal einer ab. Nur ist das nicht so mein Ding.

    Wenn du neue Freunde willst, musst du schon signalisieren, dass du beabsichtigst, dich richtig einzulassen. Auf sie, den Job, den Wohnort, das gemeinsame Hobby etc. Tust du das nicht, bleiben die Leute distanziert. Wie du an mir siehst, aus gutem Grund.

    Willst du das nicht, musst du in eine Art Touristen-Modus wechseln. Locker und unverbindlich.

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    AW: Ich gewöhne mich einfach nicht ein! (Umzug ist ein Jahr her)

    @ Aurelienne: Ich denke, es wird Dir nichts anderes übrig bleiben, als Prioritäten zu setzen. Wenn die Ausbildung für Dich wichtig ist, zieh sie durch. Ein Jahr an einem Ort, an dem man sich nicht wohlfühlt, kann man schon aushalten, finde ich.

    Nutze Skype, Whatsapp, Mail & Co, um mit Deiner Familie und Freunden in Kontakt zu bleiben und fahre so oft wie möglich hin. Auch ich sitze im Moment aus rein pragmatischen Gründen an einem Ort, wo ich lieber gestern als heute weg möchte - und mir helfen die elektronischen Medien enorm, alte Kontakte zu Menschen, die mir wichtig sind, zu pflegen. Bei mir dauert's nun schon ein paar Jahre und es wird noch einige Jahre dauern, bis ich wieder dort hin kann, wo ich mich wohl fühle.

    Also: Augen zu und durch

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    AW: Ich gewöhne mich einfach nicht ein! (Umzug ist ein Jahr her)

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Die ersten Monate waren ziemlich schlimm. Ich habe mich in dem Ort, in dem wir leben, extrem beobachtet gefühlt (selbst in unserer Wohnung).
    ...

    Hinzu kam, dass ich die Menschen in meiner Umgebung als sehr unfreundlich und verschlossen erlebt habe.

    ...

    Inzwischen bin ich aber in eine Art Lethargie verfallen. Meistens arrangiere ich mich mit der Einsamkeit und diesen unwohlen Gefühl immer, wenn ich vor die Tür gehe. Aber manchmal kommen regelrecht Heulkrämpfe und dann bin ich so verzweifelt, dass mich selbst die Aussicht auf baldige Besserung (durch den Wegzug in einem Jahr) nicht mehr tröstet.
    Liebe Aurelienne,

    wenn das Gefühl, abgelehnt und eventuell sogar feindselig beobachtet zu werden so stark ist, finde ich das eine bedrückende und schwer zu ertragende Situation. Möglicherweise bist Du einfach im falschen Kaff gelandet, in dem nun mal eine ablehnende Atmosphäre herrscht. Vielleicht solltet Ihr wirklich überlegen, für das letzte Jahr in einen anderen Ort zu ziehen. Es wird doch im Umfeld der Großstadt, in der Du studierst, noch andere Wohnorte geben, die in Frage kommen...

    Amelia

  5. Inaktiver User

    AW: Ich gewöhne mich einfach nicht ein! (Umzug ist ein Jahr her)

    zu spät

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    AW: Ich gewöhne mich einfach nicht ein! (Umzug ist ein Jahr her)

    Das bloede ist bei der Studienplatz-Vergabe, dass man meistens in die Gegend eingeteilt wird, aus der man her kommt.

    So fing ich an in einer Grosstadt zu studieren (nicht meine Heimatstadt) war aber frustriert, dass es fast kein Studentenleben gab. Alle kamen aus der Umgebung und fuhren abends mit der S-Bahn oder Vororts-Bahn nach Hause, wo sie her kamen. Da wohnten sie noch mit ihren Eltern.

    Also liess ich mich in meine Heimatstadt versetzen, wo man genauso gut studieren konnte und dort hatte ich ja schon einen Haufen Freunde.

    Aber die TE sagt ja, dass es das Studium nur in dieser Stadt gibt.

    Liebe TE, koenntest Du und Dein Freund nicht fuer das letzte Jahr in die Stadt ziehen statt draussen zu wohnen? Und wenn ihr in eine WG muesst oder in ein ganz kleines Apartment zieht. Ich denke, nur so werdet ihr die Stadt wirklich kennenlernen und sie geniessen koennen! Und, ein Jahr haelt man es ja auch etwas eng aus. Das wuerde ich tun.

  7. Inaktiver User

    AW: Ich gewöhne mich einfach nicht ein! (Umzug ist ein Jahr her)

    Ich sehe auch ein Problem darin, dass Du dort direkt als Teil eines Paares (mit gemeinsamer Wohnung) hingezogen bist. Nach "normalem" Studentenleben klingt das nicht, aber das ist jetzt nicht mehr zu ändern. Generell würde ich auch das Jahr noch aussitzen und dann einen Haken dran machen.

    Allerdings solltest Du Dir dann auch Gedanken über Deinen weiteren Berufsweg machen - gibt es in Deiner Heimat denn ausreichend Jobs für Leute mit Deiner Qualifikation? Es klingt ja recht spezialisiert.
    Geändert von Inaktiver User (06.09.2015 um 10:37 Uhr)

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    AW: Ich gewöhne mich einfach nicht ein! (Umzug ist ein Jahr her)

    Es gibt Orte, die passen nicht zu einem. Es liegt also nicht immer nur an den eigenen Bemühungen und der eigenen Einstellung.
    Aber da die Sache sowieso nur befristet ist und das auch noch recht überschaubar, da könntest du doch einige Dinge innerlich abhaken, um dir da weitere Energievergeudung zu sparen (z.B. tiefere Freundschaften aufzubauen) und gucken, was denn eigentlich gut ist in der Ecke. Das ist wie bei Menschen, fast alles hat auch irgendwelche positiven Seiten, wenn man genauer guckt.

    Hier im Süden ist es oft die Landschaft, oder die Nähe zu den Bergen bzw zu dem, was südlich dahinter liegt, das Wetter, bestimmte Freizeitangebote usw.Nutz das, so lange du es hast. Und wenn du dann mal wieder wo anders wohnst, konzentrierst du dich wieder auf das, was du zu einem längerfristigen Leben an dem neuen Ort brauchst.
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

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    AW: Ich gewöhne mich einfach nicht ein! (Umzug ist ein Jahr her)

    Ein Jahr geht wirklich schnell vorbei, da würde ich mich jetzt nicht noch groß
    "integrieren" und eingewöhnen wollen.Denn falls man das wirklich macht, wird das
    Wegziehen am Ende auch schwierig.Ich kann mir nicht vorstellen, dass ALLE Leute
    in einem Ort oder einer Region abweisend und unfreundlich sind ?!
    Seltsam auch, dass du dich IN der Wohnung beobachtest fühlst.Steht da dauernd der
    Vermieter auf der Matte,oder lauschen die Nachbarn was ihr macht ?!Letzteres kenne ich
    leider aus eigener Erfahrung; und wir sind dort wegen mangelnder Kohle am Anfang ein
    paar Jahre geblieben- mit Baby bzw.Kleinkind.
    Mein Bruder hat vor vielen Jahren mal eine Weile postdoc in BW gearbeitet, dort ist
    er gleich von einer netten "Hauswartin" empfangen worden,die ihn unverständlich ankreischte
    er möge gefälligst dann und dann den Hof und den Gehsteig fegen- und wehe wenn nicht !
    Er wusste erst gar nicht was genau die meint,es kamen andere "Vorfälle" hinzu, die uns
    Norddeutschen seltsam anmuten. Und er dachte "nix wie weg nach der Probezeit"...blieb dann
    aber doch JAHRE und hat da heute noch Freunde und gute Bekannte, liebt das süddeutsche
    Essen und überhaupt ist vieles extrem klasse dort
    Ich selbst tat mich anfangs schwer mit den etwas vorlauten Berlinern, die ich anfangs
    als sehr unhöflich empfand.Als ich Jahre später von dort mit Kind und einem echten Berliner als
    Ehemann wieder in die Heimat zog, fühlte ich mich dort nicht mehr wohl, sehnte mich nach
    Berlin zurück, das dauerte 2, 3 Jahre bevor ich hier "ankam", halbwegs.

    Es gibt sicher Orte und Gegenden, die einfach nicht für einen passen, da heißt es dann so
    schnell wie möglich weg- und als nützliche Erfahrung abhaken.
    Die Träume sind geheime Tunnel, durch die wir zurück-
    kehren, so daß wir einen Moment lang wieder sind, wer
    wir waren

    Aharon Appelfeld

  10. User Info Menu

    AW: Ich gewöhne mich einfach nicht ein! (Umzug ist ein Jahr her)

    Zitat Zitat von Amelie63 Beitrag anzeigen
    Es gibt Orte, die passen nicht zu einem. Es liegt also nicht immer nur an den eigenen Bemühungen und der eigenen Einstellung.
    Aber da die Sache sowieso nur befristet ist und das auch noch recht überschaubar, da könntest du doch einige Dinge innerlich abhaken, um dir da weitere Energievergeudung zu sparen (z.B. tiefere Freundschaften aufzubauen) und gucken, was denn eigentlich gut ist in der Ecke. Das ist wie bei Menschen, fast alles hat auch irgendwelche positiven Seiten, wenn man genauer guckt.

    Hier im Süden ist es oft die Landschaft, oder die Nähe zu den Bergen bzw zu dem, was südlich dahinter liegt, das Wetter, bestimmte Freizeitangebote usw.Nutz das, so lange du es hast. Und wenn du dann mal wieder wo anders wohnst, konzentrierst du dich wieder auf das, was du zu einem längerfristigen Leben an dem neuen Ort brauchst.
    So würde ich es auch versuchen ! Ich mag die Berge sehr und den in manchen Städten schon fast
    südländischen Flair im Süden Deutschlands.Hach, davon können wir im Norden nur träumen...
    Die Träume sind geheime Tunnel, durch die wir zurück-
    kehren, so daß wir einen Moment lang wieder sind, wer
    wir waren

    Aharon Appelfeld

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