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  1. Inaktiver User

    Wenn du deine Vergangenheit aendern koenntest, wuerdest du es tun?

    Wenn ja, warum (und was)?
    Wenn nein, warum nicht?

    Ausgeloest von einem bestimmten Thread, aber auch inspiriert von etlichen anderen.

    Bin gespannt auf eure Antworten!

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    AW: Wenn du deine Vergangenheit aendern koenntest, wuerdest du es tun?

    Gelöscht, da uninteressant
    Geändert von Traumvomfliegen (04.09.2015 um 07:02 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: Wenn du deine Vergangenheit aendern koenntest, wuerdest du es tun?

    Ich würde mich nicht mehr so früh an einen Partner binden wollen (habe Herrn Sun mit 21 kennengelernt). Damit hingen viele Sachen zusammen, z. B. Wohnortwahl und Jobs, die man irgendwie aufeinander abstimmen musste. Ein Leben mit Kompromissen statt win-win-Situation, so kommt es mir jedenfalls oft vor.

    Ich bin mit dem Kompromiss-Leben nicht furchtbar unglücklich, hätte aber anders gewählt, wenn da nicht die Partnerschaft im HIntergrund gewesen wäre. Dieses "andere", glamourösere Leben werde ich nun nicht mehr kennenlernen, und das macht mich manchmal traurig.

  4. Inaktiver User

    AW: Wenn du deine Vergangenheit aendern koenntest, wuerdest du es tun?

    Schwieriges Thema.

    Wenn ich den Schmerz und den Sch..., der aus der Vergangenheit resultiert, loswerden könnte, wäre ich sicher an manchen Tagen mehr als glücklich. Ich möchte viele Dinge nicht erlebt haben. Ich möchte nicht, das irgendwer sowas erleben muss.

    ABER:

    Wäre ich ich, wenn ich es nicht erlebt hätte? Wer wäre ich? Wäre ich ein besserer Mensch (was immer das heißt)? Dann eventuell... Wäre ich glücklicher? Dann vermutlich... Gesünder? auch sehr verführerisch...
    Aber ich hätte vielleicht ja auch noch schlimmere Sachen erleben können... Vielleicht wäre ich in Syrien geboren und jetzt auf der Flucht. Vielleicht hätte ich mich auch zu einem Menschen entwickelt, den ich als Jetzt-Ich gar nicht leiden könnte.

    Mein Fazit (ganz für mich): Nein, ich würde es nicht. Ich bin einen schweren Weg gegangen, aber ich habe es bisher geschafft (darüber war ich mir lange Zeit nicht sicher, manchmal nicht, dass ich es auch nur einen weiteren Tag schaffen könnte). Und ich finde mittlerweile, ich mache mich ganz gut dabei. Die Lasten aus der Vergangenheit trage ich mit. Sie haben mich an vielem gehindert. Sie haben mich auch viele Dinge gelehrt.

    P.S.: Es gibt sicherlich einige Dinge, die ich heute bedaure, getan zu haben. Manchmal war mir just in dem Moment, in dem sie passierten, klar, dass das nur schief gehen kann. Ändern möchte ich sie dennoch nicht.
    Geändert von Inaktiver User (03.09.2015 um 22:22 Uhr)

  5. Inaktiver User

    AW: Wenn du deine Vergangenheit aendern koenntest, wuerdest du es tun?

    Da ich es nicht kann ist das nichts, worüber ich viel nachdenke. Das bindet einfach Energie ohne dass es mir was bringt.

    Aber da hier danach gefragt wird: ja, bestimmt.

    Ich würde mir eine schöne Kindheit wünschen, mit einer stabilen Beziehung zu liebenden Eltern.

    Ich denke oft, da wird ein Fundament gelegt, auf das man aufbauen kann. Hat man das nicht, fängt man im Leben irgendwie nicht bei null an, sondern bei minus zehn, und muss sich so sehr anstrengen dass man dahin kommt wo andere einfach so gestartet sind. So kommt mir das oft vor, und das find ich dann doppelt ungerecht, weil man nicht nur durch die miese Kindheit gestraft ist sondern auch noch dazu, dass es einen so viel Kraft kostet sich daraus zu lösen.

  6. gesperrt

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    AW: Wenn du deine Vergangenheit aendern koenntest, wuerdest du es tun?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Da ich es nicht kann ist das nichts, worüber ich viel nachdenke. Das bindet einfach Energie ohne dass es mir was bringt.

    Aber da hier danach gefragt wird: ja, bestimmt.

    Ich würde mir eine schöne Kindheit wünschen, mit einer stabilen Beziehung zu liebenden Eltern.

    Ich denke oft, da wird ein Fundament gelegt, auf das man aufbauen kann. Hat man das nicht, fängt man im Leben irgendwie nicht bei null an, sondern bei minus zehn, und muss sich so sehr anstrengen dass man dahin kommt wo andere einfach so gestartet sind. So kommt mir das oft vor, und das find ich dann doppelt ungerecht, weil man nicht nur durch die miese Kindheit gestraft ist sondern auch noch dazu, dass es einen so viel Kraft kostet sich daraus zu lösen.
    Hilfskonstruktion, etwas ähnliches wollt ich auch gerade schreiben

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    AW: Wenn du deine Vergangenheit aendern koenntest, wuerdest du es tun?

    Ich würde nur extrem wenig anders machen. Es war auch der eine oder andere Blödsinn dabei - aber das ist ja mein persönlicher Blödsinn und macht einen Teil meiner Persönlichkeitsentwicklung aus.

    Meine größte und überflüssigste Dummheit war, mit Anfang 20 zu heiraten...das hat mich eine Menge Lehrgeld gekostet. Deswegen habe ich auch nie wieder geheiratet und werde es auch den Rest meines Lebens nicht tun.

    Grandios war, dass ich meine narzisstische Mutter schon mit 20 (und mit einem gewissen Geschick) endgültig hinter mir gelassen habe. Damit bin ich bis heute hochzufrieden.
    Überhaupt habe ich viele Menschen nicht (mehr) in mein Leben gelassen, die irgendwie "ungesund" für mich waren.

    Beruflich bin ich zu 100% mit mir im Reinen. Da würde ich an keinem Punkt meines Lebensweges irgendwas anders machen. Und indessen habe ich 30 Arbeitsjahre hinter mir.

    Es gab eine Zeit, da hätte ich gern ein drittes Kind gehabt, durfte aber aus rein gesundheitlichen Gründen nicht. Naja, das ist eben so. Da gibt's Schlimmeres.

    Ich habe frühzeitig tatsächlich gelernt, ganz ohne den Glauben an einen Gott dem Gelassenheitsgebet zu folgen: gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
    den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
    und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

    Die Basis für diese innere Mitte war mein Überleben einer höchst fragwürdigen Psychokindheit, aus der ich viel gelernt habe - in Tateinheit mit einem hohen Resilienzfaktor. Glück gehabt...
    Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.

    Oscar Wilde

  8. Inaktiver User

    AW: Wenn du deine Vergangenheit aendern koenntest, wuerdest du es tun?

    @ Milk:

  9. Inaktiver User

    AW: Wenn du deine Vergangenheit aendern koenntest, wuerdest du es tun?

    Wenn ich auf mein Leben und meine Entscheidungen zurück blicke, würde ich mit dem Wissen und meiner Persönlichkeit so wie sie jetzt ist, manches anders machen.

    Zu den jeweiligen Zeiten hatte aber alles seine Berechtigung. In den selben Situationen und Gefühlslagen würde ich auch wieder genauso handeln. Ich sehe es auch so, ich wäre nicht die, die ich jetzt bin, wenn mein Leben anders verlaufen wäre.

    So wie es jetzt ist, bin ich um Großen und ganzen recht zufrieden. Zumindest wüsste ich niemanden, mit dem ich in aller Konsequenz tauschen wollen würde. Meist weiß ich was ich will und was nicht und wo meine Baustellen und Fragezeichen sind. Nicht immer führen vermeintlich bessere Entscheidungen auch zu mehr Lebensqualität. Ob ein anderes Leben besser gewesen wäre, bleibt fraglich.

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    AW: Wenn du deine Vergangenheit aendern koenntest, wuerdest du es tun?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wäre ich ich, wenn ich es nicht erlebt hätte? Wer wäre ich? Wäre ich ein besserer Mensch (was immer das heißt)? Dann eventuell... Wäre ich glücklicher? Dann vermutlich... Gesünder? auch sehr verführerisch...
    Aber ich hätte vielleicht ja auch noch schlimmere Sachen erleben können... Vielleicht wäre ich in Syrien geboren und jetzt auf der Flucht. Vielleicht hätte ich mich auch zu einem Menschen entwickelt, den ich als Jetzt-Ich gar nicht leiden könnte.
    So in dieser Richtung bewegt sich auch meine Einstellung zu dieser Frage.

    Selbst wenn ich mit dem Wissen von heute noch einmal neu entscheiden könnte - wer weiß denn, welche Folgen das dann gehabt hätte? Jede getroffene Entscheidung für etwas ist auch eine Entscheidung gegen etwas anderes. Vielleicht erscheint uns manches heute attraktiver, was wir damals nicht gewählt haben. Aber ob es langfristig wirklich besser für uns gewesen wäre? Niemand hat die vollkommenen Informationen über alle Optionen und ihre möglichen Folgen.

    Nein - meine Entscheidungen, meine Wege, meine Weggefährten haben mich geprägt, haben mich zu dem Menschen gemacht, der ich jetzt bin. Ich bin nicht perfekt, ich habe meine Macken und Kanten, aber ich bin weitestgehend mit mir im Reinen. Und ich weiß inzwischen auch, dass nach Zeiten, in denen ich in einer Krise stecke (von mir heraus oder auch von außen verursacht) tatsächlich wieder bessere Zeiten kommen und ich tatsächlich irgendwie an der Krise gewachsen bin.

    Ich möchte jedoch mitteilen, dass ich in meinem Leben nach meiner Auffassung bisher zum Glück keine großen Schiksalsschläge bewältigen musste, das heißt meine "Krisen" waren objektiv betrachtet eher "Kris-chen".
    Lebe, wie du, wenn du stirbst, wünschen wirst, gelebt zu haben.
    Christian Fürchtegott Gellert (1715-69)

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