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    AW: Figur und Wohlbefinden

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    nun, ein *bisschen Vernunft* hab ich immer walten lassen in Bezug aufs Essen. Aber was kann ein bisschen Vernunft schon ausrichten gegen ausgewachsene Lebenskrisen?
    Viel, denke ich. Ich halte auch die (ungeliebten) disziplinierten Menschen für belastbarer in Lebenskrisen. Disziplin hilft, trotz widriger Umstände strukturiert zu agieren. Feste Abläufe helfen, schneller wieder auf die Füße zu kommen.


  2. gesperrt

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    AW: Figur und Wohlbefinden

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber das kann, wie geschrieben, natürlich auch daran liegen, dass ich halt vorher immer schlank war und den Unterschied kenne. Wer immer dick war, hat doch eine ganz andere Perspektive. Und das macht bei der Beantwortung deiner Ausgangsfrage doch einen Unterschied.
    ich war mal ziemlich dünn, während langer Zeit... das war die Zeit, wo ich ständig fror. und die Zeit, wo ich flach wie ein Brett war. Und die Zeit, wo es mir gelegentlich schwarz wurde vor den Augen und ich umkippte, besonders beim Singen, aber gelegentlich auch einfach so. Und die Zeit, wo ich ständig übersehen wurde, ich hätte ein unsichtbarer Geist sein können.

    Das sind alles Probleme, die der Vergangenheit angehören, und die damals teils massives Unwohlsein bewirkten. Vor allem das ständige Frösteln. Nie wieder!

    Heute fehlt mir für Barrenübungen etwas die Kraft und um an einer Stange runterzuhängen auch, aber rein vom Körpergefühl her sind die Empfindungen mit mehr Gewicht besser geworden, übers Ganze gesehen. Vor allem: ich friere nicht mehr so schnell! Frieren finde ich schrecklich.

    gruss, barbara

  3. gesperrt

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    AW: Figur und Wohlbefinden

    Zitat Zitat von Fourthhandaccount Beitrag anzeigen
    Viel, denke ich. Ich halte auch die (ungeliebten) disziplinierten Menschen für belastbarer in Lebenskrisen. Disziplin hilft, trotz widriger Umstände strukturiert zu agieren. Feste Abläufe helfen, schneller wieder auf die Füße zu kommen.
    ja, aber das brauchte nicht "ein bisschen" Vernunft und Disziplin, sondern die vollständige Anspannung aller vorhandenen Kräfte über lange Zeit. Sonst wär der Begriff "Lebenskrise" ja nicht angemessen, sonst wär's einfach so ein kleines Problemchen. Und nicht mal dann reichte es dafür, alles so zu machen, wie ich es gern hätte und wünschte... sondern eher auf den Linien von "so, wieder ein Tag geschafft und es gibt mich noch, und immerhin die allerdringendsten Probleme sind gelöst, der Rest muss warten".

    gruss, barbara

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    AW: Figur und Wohlbefinden

    Irgendjemand hat hier im Strang geschrieben, das Dicke vielleicht weniger Unwohlsein empfinden, wenn sie als Schlanke "keinen Benefit vom Schlanksein hatten" oder so ähnlich.


    Ich denke das ist bei mir so.
    Ich war ein dünnes Kind und eine schlanke Jugendliche, aber ich fand mich aus diversen Gründen damals nicht besonders attraktiv oder beliebt oder besonders gut. Das Schlanksein gab mir keinen selbst empfundenen Vorteil.

    Ich habe dann nach dem Abitur angefangen etwas zuzunehmen - vermutlich weil ein Großteil der körperlichen Bewegung wegfiel und zunächst wurde meine Figur dadurch weiblicher und besser. Aber ich habe mich nie viel über meinen Körper definiert, sondern viel mehr über meinen Verstand und andere Dinge.


    Und bis heute habe ich dann gegenüber damals rd. 40 kg zugenommen, am Anfang eher unbemerkt - ich neige allerdings auch dazu, dass ich ein eher schlankes Bild von mir haben - das mit dem Spiegelbild einfach irgendwann nicht mehr zusammen passte. Das Gegenteil zu dem, was man von den meisten Frauen hört und liest, die sich als total dick empfinden, obwohl sie es objektiv nicht sind.


    Mit 75 kg habe ich meine einzige Diät gemacht, damit meinen Stoffwechsel ziemlich nachhaltig gestört und ich kann ganz klar sagen, auch ohne anderes Essverhalten habe ich in den stressigen Phasen meines Lebens (Examen, Todesfälle, Betreuung sterbender Verwandter) zugenommen (was nach neueren Studien auch plausibel ist) und in den Phasen dazwischen problemlos gehalten - und ja ich esse auch gerne.


    Irgendwann habe ich angefangen an mir zu arbeiten, insbesondere an meiner Selbstakzeptanz, an meiner Eigenliebe und auch daran ein Körpergefühl zu entwickeln. Und ja ich bin übergewichtig, aber das beeinflusst bei mir relativ wenig mein Wohnbefinden, dafür sind andere Dinge viel wichtiger. Und ja, ich finde mich als Mensch gut so wie ich bin, ich bin in mein Gewicht hineingewachsen, ich fühle mich attraktiv und liebenswert.

    Ich definiere mich allerdings nach wie vor nicht über meinen Körper - ich bin also weder glücklich WEIL ich dick bin, noch bin ich unglücklich, WEIL ich dick bin - ich bin nicht in erster Linie mein Körper, sondern ein Mensch mit Geist, Lebenseinstellung, Charakter etc - und das ganze halt in diesem Körper, der sich im Laufe des Lebens eben verändert, reifer wird, älter wird, was auch immer.


    Ich denke nicht, dass ich mich schlanker wirklich im Inneren besser fühlen werde, ich glaube auch nicht, dass sich alle meine Lebensprobleme einfach nur dadurch lösen werden, dass ich weniger wiege. Ich glaube nicht daran, dass ich alleine durch Schlanksein glücklicher sein werde - dafür kenne ich vielleicht auch zu viele unglückliche Schlanke.


    Ich werde dann leichter sein. Nicht mehr und nicht weniger.
    Wenn ich dann zickig bin oder unfreundlich oder arrogant, werden ich nicht mehr Menschen mögen als jetzt als Dicke, wenn ich zickig, unfreundlich oder arrogant bin.



    Aus meiner Biographie ist mir einfach nicht begreiflich, dass sich andere Menschen so sehr über ihr Gewicht definieren und ihr allgemeines Wohlbefinden von ihrem Körper diktieren lassen. Das mag ähnlich sein zu einer Behinderung. Ich war Zeit meines Lebens immer gesund - ich kann mir mein Leben im Rollstuhl nicht vorstellen. Ich glaube das würde mich unglücklich machen.
    Aber ich kenne Behinderte, die mit ihrer Behinderung ein gutes und glückliches Leben führen - es scheint also möglich zu sein und wer von Beginn seines Lebens an behindert ist, kennt es nicht anders und definiert Glück eben nicht darüber schnell laufen zu können. Ich kenne kleine Männer ohne Minderwertigkeitsgefühle, ich kenne die unterschiedlichsten Menschen - und die schönen und schlanken sind nicht immer die glücklichsten. Wobei weder schön noch schlank daran hindert glücklich zu sein - ich kenne auch unglückliche Dicke.


    Aber ich bin ein glücklicher Mensch, ich mag mich, ich mag mein Leben, ich mag meinen Körper, weil es mein Körper ist. Ich mag ihn jetzt in dick und ich werde ihn (vermutlich) immer noch mögen, wenn ich schlank bin.


    Und diese Eigenliebe strahle ich hoffentlich auch nach außen und werde dadurch auch entsprechend wahrgenommen.

  5. Moderation

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    AW: Figur und Wohlbefinden

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Also, manche Beschwerden hier finde ich jetzt echt nervig.
    Da im EP nichts davon stand, dass nur Dauerdicke ab BMI 40 mitschreiben dürfen, die nur dieselben Erfahrungen haben wie die TE, finde ich es allmählich ärgerlich, dass man sich für seine Postings quasi rechtfertigen soll! Was soll das?

    Es wurde bereits mehrfach und hinreichend von der Moderation und der TE abgesteckt, was hier im Strang Thema ist. Ebenso, dass sich User ohne eigene Erfahrungen mit Übergewicht gerne beteiligen können, wenn sie das sich in seinem Körper Wohlfühlen aus anderen Perspektiven beleuchten können.

    Unerwünscht sind Beiträge über Diät, Gewichtsabnahme und Sport, wenn sie nicht unmittelbar das Thema betreffen. Beiträge darüber, ob sich der eine oder andere vorstellen kann, dass sich Übergewichtige in ihrem Körper wohlfühlen, sind am Thema vorbei.

    Wenn Unsicherheit besteht, sollte, man im Zweifelsfall vielleicht einfach mal nicht posten.

    Wenn der Strang permanent thematisch gesprengt wird, behalten wir uns vor, ihn temporär zu schließen. Aber es wäre schade, wenn User, die zum eigentlichen Thema nichts beizutragen haben, für andere die Diskussion verunmöglichen.
    Geändert von maryquitecontrary (12.09.2015 um 11:24 Uhr)

  6. Inaktiver User

    AW: Figur und Wohlbefinden

    Zitat Zitat von Chatterouge Beitrag anzeigen
    Aber ich habe mich nie viel über meinen Körper definiert, sondern viel mehr über meinen Verstand und andere Dinge.
    Du hast es vielleicht nicht so gemeint, aber da ähnliche Aussagen hier schon mehrfach kamen, muss ich darauf mal eingehen.

    Was ist das für eine verquere Aussage?
    Woher kommen dann bloß die vielen schlanken/normalgewichtigen Wissenschaftler? Dort laufen nämlich tatsächlich Menschen aller Größen und Formen rum. Seit wann hängt es vom Körper ab, wie/ob man seinen Verstand nutzt?

  7. Inaktiver User

    AW: Figur und Wohlbefinden

    Zitat Zitat von maryquitecontrary Beitrag anzeigen
    Es wurde bereits mehrfach und hinreichend von der Moderation und der TE abgesteckt,
    Meine Frage war weder eine Frage an die Moderation (sonst hätte ich eine PN geschrieben) noch an die TE, sondern an diejenigen, die von anderen Rechtfertigungen fordern.

  8. gesperrt

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    AW: Figur und Wohlbefinden

    Ok, ich darf dann mal schreiben, weil ich einige Zeit übergewichtig war.

    Und zwar hatte ich aufgrund von hoher Kortisongabe sehr zugenommen. Und ja, das geschah nicht automatisch, ich habe wohl sehr viel gegessen. Weil der Hunger einfach da war aufgrund der Medikamente und ich schwer verzichten konnte.

    Auf jeden Fall waren irgendwann knapp 20 kg drauf. Ob ich mich körperlich unwohl gefühlt habe? Nö, ich konnte alles machen, wie zuvor. Ich sah nur scheixxe aus.
    Irgendwann fragte eine Schülerin mich ganz "vertraut" und verzückt, ob ich schwanger sei, sie würde auch nichts weiter erzählen... - da war für mich der Ofen aus. Ich weiß nicht, aber das war irgendwie ein Schlüsselerlebnis. Von dem Tag an habe ich ab Mittags nichts mehr gegessen.

    Mein Gewicht hat sich mittlerweile eingependelt, so dass ich nicht mehr fasten muss. Ich esse einfach, wenn ich Hunger habe und gut ist. Allerdings hasse ich Sport - meine Oberschenkel sind nicht sehr straff, das ist der Preis für meine Faulheit und auch meine Schwachstelle.

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    AW: Figur und Wohlbefinden

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Du hast es vielleicht nicht so gemeint, aber da ähnliche Aussagen hier schon mehrfach kamen, muss ich darauf mal eingehen.

    Was ist das für eine verquere Aussage?
    Woher kommen dann bloß die vielen schlanken/normalgewichtigen Wissenschaftler? Dort laufen nämlich tatsächlich Menschen aller Größen und Formen rum. Seit wann hängt es vom Körper ab, wie/ob man seinen Verstand nutzt?
    Du liest mich falsch.
    Ich habe nicht zugenommen, weil ich mich über meinen Verstand definiere - sondern ich habe zugenommen. Und im Gegensatz zu vielen andern Menschen habe ich das an mir nicht wirklich wahrgenommen und als ich es wahrgenommen habe, war es mir nicht wichtig.


    So wie mir jetzt mein Abnehmen nicht wirklich wichtig ist, es läuft mehr nebenbei.

    Ich habe hier einige Zeit in einem Abnehmstrang geschrieben - aber das hat MIR nicht gut getan, es war mir zuviel Fokus auf dem Abnehmen und jedem Gramm rauf oder runter. Das ist einfach nicht mein Weg.

    Das heißt nichts für die Milliarden anderen Menschen auf diesem Planeten.

  10. Inaktiver User

    AW: Figur und Wohlbefinden

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nein. für mich auch nicht, aber diese Begründungen kommen doch von manchen selbst, das soll erklären wieso sie nicht abnehmen können. Und nimmt man das dann für bare Münze und findet das traurig, dann ist auch wieder nicht recht.
    Ich habe im späten Grundschulalter zugelegt und das nie wieder verloren.
    Grund fürs Zulegen aus heutiger Sicht: Meine Mutter hat falsch gekocht und nie auch nur ein bisschen in Frage gestellt, wofür ich mein Pausengeld ausgebe. Dafür bekam man beim Hausmeister zwei trockene Brötchen - oder beim Bäcker, der auf dem Schulweg lag, ein fettes, zuckriges Kaffeestück.

    Zugenommen habe ich im Prinzip als ich von Hausmeister auf Bäcker umgestiegen bin.


    Nur, als ich dann irgendwann abnehmen wollte, gab es kaum Angebote.
    Die Angebote die es gab, liefen alle darauf hinaus, dass der Dicke Mensch sich einen Schutzpanzer angefressen hätte.

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