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    AW: Ist Eifersucht "heilbar"?

    Da hilft nur ein ernsthaftes Gespräch mit der betreffenden Person, aber vor allem hilft nur die eigene Einsicht dass es so nicht weitergehen kann und darf. Könntet ihr diese Person dahingehend durch ein Gespräch, das Problem betreffend, sensibilisieren? Oder ist diese Person sich überhaupt nicht bewusst, dass ihr ALLE ein ernsthaftes Problem mit ihrem Verhalten habt?

    Krankhafte Eifersucht ist therapierbar!

  2. Inaktiver User

    AW: Ist Eifersucht "heilbar"?

    Zitat Zitat von Tiffany79 Beitrag anzeigen
    Da hilft nur ein ernsthaftes Gespräch mit der betreffenden Person, aber vor allem hilft nur die eigene Einsicht dass es so nicht weitergehen kann und darf. Könntet ihr diese Person dahingehend durch ein Gespräch, das Problem betreffend, sensibilisieren? Oder ist diese Person sich überhaupt nicht bewusst, dass ihr ALLE ein ernsthaftes Problem mit ihrem Verhalten habt?
    Ich halte nichts davon, in einem Familiensystem eine Person in die Rolle des Problemträgers zu drängen. Die beiden Zwillingsschwestern haben ein Konkurrenzproblem (nicht ungewöhnlich bei Zwillingen - ich habe selbst welche im gleichen Alter), das offenbar ziemlich ausgeufert ist, trotzdem haben alle anderen Personen in diesem Gefüge durchaus keine Statistenrolle, sondern mischen sicher kräftig mit.

    Dass "Papas Liebling" nicht diejenige der beiden ist, die zum Vater gezogen ist, finde ich in der Konstellation mehr als logisch, denn sie ist nicht "entthront" worden und konnte jetzt die Chance nutzen, dem Vater wieder näherzukommen.

    Nebenbei gesagt gibt es das in einer Zwillingskonstellation oft, dass einer stärker als der andere nach Autonomie strebt und der andere etwas mehr klammert - bei meinen Jungs gibt es einen "Außen"- und einen "Innenminister". Jedenfalls spielt
    Vieles hinein, das mit dem aus dem Gleichgewicht geratenen Gesamtsystem Familie zusammenhängt.

    Daisy, ich glaube, es ist wirklich wichtig, dass ihr euch Hilfe sucht. Ich glaube nicht, dass ihr allein wieder aus der verfahrenen Situation hinausfindet.

  3. gesperrt

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    AW: Ist Eifersucht "heilbar"?

    Zitat Zitat von Sojourner Beitrag anzeigen
    Angesichts der Familienverhältnisse und Veränderungen in der letzten Zeit, würde ich das eher ausschliessen. Eltern geschieden, Vater gründet neue Familie, ehemaliges "Papakind" lebt allerdings bei der Mutter, während die Zwillingsschwester (mit welcher Konflikte herrschen) hingegen, beim Vater lebt.

    Zudem massive Konflikte mit der Schwester, die seitdem das "Problemkind" schulisch aufgeholt hat, unter einem Motivationstief leidet und scheinbar doch nicht so wirklich damit zurecht kommt, eingeholt worden zu sein.

    So ganz spontan empfinde ich, dass allein all dies schon ausreichend für eine Jugendliche sein kann, um sich -womöglich gar nicht so ungerechtfertigt - zu empfinden, dass sie ein wenig vernachlässigt wird.
    Die von dir genannten Gründe reichen um eine psychische Störung aufleben zu lassen, welche vorher latent vorhanden war.

    Wenn die Tochter der TE das z.Zt. gezeigte Verhalten beibehält, wird ihr über kurz oder lang die Diagnose einer Psychischen Störung gestellt werden, spätestens wenn ein Facharzt oder Psychotherapeut sie in Augenschein nimmt.

    Deshalb ist es so wichtig, das ein Psychotherapie hier nicht auf die lange Bank geschoben wird. Solange die Pesönlichkeit des Mädchens noch nicht ausgereift ist, ist sie leichter veränderbar. Sasapi hat hier ein schönes Beispiel genannt.

    Grüße
    Luftpost
    Geändert von Luftpost (01.09.2015 um 21:35 Uhr)

  4. gesperrt

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    AW: Ist Eifersucht "heilbar"?

    Zitat Zitat von Sojourner Beitrag anzeigen
    Klarsicht ist es, externe Faktoren zum einen nicht erst im Laufe des Threads beiläufig zu erwähnen (Papakind, neue Familiengründung, unterschiedliche Schultypen sowie Klassen) - während der Threadtitel lautet, ob "Eifersucht" geheilt werden kann, sondern auch in der Lage zu sein, diese als sehr wahrscheinliche Ursache zu benennen.

    Es wäre allerdings in der Tat mehr als gut und notwendig, einen seriösen und kompetenten Therapeuten hinzuzuziehen, nicht nur für die Tochter, sondern insbesondere auch, die Eltern.
    Nicht mal ein Facharzt würde das als Ursachen benenne, ohne vorher den Pat. gründlich untersucht zu haben.

    Woher hast also du diese Hellsichtigkeit!!!

    Grüße
    Luftpost

  5. Inaktiver User

    AW: Ist Eifersucht "heilbar"?

    Zitat Zitat von Larissa68 Beitrag anzeigen
    Hallo Mary,
    Leider verstehe ich jetzt kaum, worauf du hinaus möchtest.
    Wieso haben sich die Fakten geändert?
    Ist sie jetzt nicht mehr begabt und originell?

    Wohnen alle deine Töchter beim Vater?
    Larissa,
    mir floss das so aus der Feder, nein keines der Töchter lebt beim Vater.
    Sie waren ja schon alles erwachsen als ich mich trennte.

    Ich bin einfach oft so traurig darüber und deshalb mein Posting.
    Aber, auch bei meinen anderen hab ich schon festgestellt dass man mit Fürsorge nicht weiter kommt.

    Man muss manchmal auch aushalten dass es eben traurige Situationen gibt.
    Das finde ich mitunter am schwersten.

    danke für deine Zeilen, mehr möchte ich das Thema nicht vertiefen.

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    AW: Ist Eifersucht "heilbar"?

    Zitat Zitat von Luftpost Beitrag anzeigen
    Nicht mal ein Facharzt würde das als Ursachen benenne, ohne vorher den Pat. gründlich untersucht zu haben.

    Woher hast also du diese Hellsichtigkeit!!!
    Eben.

    Ich äußere nur meine Vermutung, und stelle eben keine Diagnosen in den Raum. Gewiss wäre es daher sehr wichtig abklären zu lassen, inwiefern die "Eifersucht", die hier "geheilt" werden möchte, in diesem Sinne überhaupt besteht, und nicht sogar bei beiden Zwillingsschwestern vorhanden sein dürfte, sowie Faktoren zu berücksichtigen, wie die z.B. Scheidung der Eltern, die neue Familie des Vaters.

    Mir ist das ein wenig zu simplifiziert, das Problem alleinig bei dem "Problemkind" zu suchen, und dieses entsprechend zu pathologisieren.

  7. Inaktiver User

    AW: Ist Eifersucht "heilbar"?

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Hier ists die Jüngere, die irgendwie...sich mit allem, was zum Erwachsen werden gehört, schwerer tut. Sie ist eher...naja, sagen wir, anfällig für "Teenager-Weltschmerz" ( dieses "Traurig sein ohne erkennbaren Grund", der in der Pubertät häufig auftritt, ohne wirklich behandlungsbedürftig zu sein..) Und sie war nicht in der Lage, ihrer Schwester in einer ...angemessenen Art zu sagen, was sie eigentlich wollte. DAs war nämlich: "Ich möchte Zeit mit Dir allein verbringen. Du fehlst mir. Ich mag Deine Freunde, ich mag Deinen Freund, aber ich möchte Dich mal ganz für mich alleine." Das wurde dann aber eher "gemault und gemotzt", was die Schwester nicht verstand.
    Das beschreibt unsere Situation sehr gut...auch bei uns ist es die "jüngere", die sich so schwer tut. Obwohl sie Zwillinge sind, war die 10 Minuten später geborene immer ein bisschen kleiner, zarter, weniger robust. Sie wurde von ihren Geschwistern immer "betüddelt" und beschützt. In dem Auslandsjahr hat sie dann ersaunlicherweise zugelegt und ihre Schwester eingeholt (wodurch sie fast noch schwerer auseinander zu halten sind)




    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Mit "beide Damen an einen Tisch holen und Dolmetscher spielen" ließ sich das aber einigermaßen regeln.
    Das hilft bei uns auch. Bedeutet aber im Endeffekt, wenn ich keinen Stress, keine Streitereien will, muss ich mich ständig um die zwei kümmern. Wehe, ich wende meine Aufmerksamkeit anderen Dingen zu...


    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Oder sagen wir- es gibt Phasen, da läuft es, dann es gibt es Phasen, da ist es furchtbar anstrengend.
    Das trifft es , wobei bei uns diese anstrengenden Phasen wöchentlich wiederkehren.

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Meine Eltern haben mich im Alter von 16 Jahren mal kurzerzeit in die Kinder- und Jugendpsychiatrie einweisen lassen- das geht als "Akutfall" genauso wie bei Erwachsenen. Sie haben kurzerhand erklärt, sie wären außerstande, die Veranwortung für mich zu übernehmen und die gesame Familie ginge aufgrund meiner Probleme mittlerweile am Stock.

    Ich weiß, dass ich einige Tage lang darüber sehr, sehr böse war und mich absolut im Stich gelassen und ausgestoßen fühlte. Ungeliebt.
    Es gab allerdings Gespräche mit Therapeuten und meinen Eltern und mir, die mir sehr schnell vor Augen führten, wie schlimm das Ganze auch für meine Eltern gewesen war- und das sie einfach nicht mehr weiter wussten.

    Ich tue mich sehr schwer mit so einem Schritt... auch aus dem Grund, weil der Vater das ganze Problem eher abwiegelt und meint, mein Partner und ich würden uns von "ein bisschen Teenager-Gezicke" überfordert fühlen...

    Als letztes Jahr beide aus dem Ausland zurück gekommen waren und ich das Gefühl hatte, trotz stundenlanger täglicher "Vermittlungstätigkeit" nicht wirklich was bewirken zu können, hatte ich den Vorschlag gemacht, uns externe Unterstützung zu suchen (und war mit den beiden auch bei einem Termin). Das wurde aber so vehement abgelehnt, mit der Aussage, wenn ich mich um sie kümmern würde, hätten sie keine externe Unterstützung nötig :-(.

    Irgendwann war ich an dem Punkt, wo ich nicht mehr weiterkonnte, das Gefühl hatte, die Probleme fressen meine ganze Energie. Da habe ich sie in einer Konfliktsituation ins Auto gepackt und zu ihrem Vater gefahren, mit der Aufforderung, er solle sich auch mitkümmern. Er ist der Typ für schnelle Lösungen und hat daher kurzerhand entschieden, dass eine zu ihm ziehen soll.

    Dadurch habe ich im Alltag tatsächlich ein bisschen Entlastung, die Probleme sind aber nicht aus der Welt. Jetzt kracht es halt vor allem an den Wochenenden oder in den Ferien, wenn sie zusammen sind.

  8. Inaktiver User

    AW: Ist Eifersucht "heilbar"?

    Zitat Zitat von Sojourner Beitrag anzeigen
    Gewiss wäre es daher sehr wichtig abklären zu lassen, inwiefern die "Eifersucht", die hier "geheilt" werden möchte, in diesem Sinne überhaupt besteht, und nicht sogar bei beiden Zwillingsschwestern vorhanden sein dürfte, sowie Faktoren zu berücksichtigen, wie die z.B. Scheidung der Eltern, die neue Familie des Vaters.

    Mir ist das ein wenig zu simplifiziert, das Problem alleinig bei dem "Problemkind" zu suchen, und dieses entsprechend zu pathologisieren.
    Ich sehe das ähnlich... das "Problemkind" ist nicht die einzige, die Probleme hat. Diese anzugehen ist notwendig. Nur, wir kommen normalerweise gar nicht an den Punkt, wo wir erkennen könnten, wo jetzt der "Schuh drückt" und was wir tun könnten, damit es anders wird, weil die Reaktion so extrem ausfällt und ich (die anderen wenden sich inzwischen meistens ab oder geraten mit ihr in Streit, was das ganze nur steigert) meine ganze Energie dafür aufwende, das Feuer zu löschen und sie davon abzuhalten, ihren Geschwistern gegenüber handgreiflich zu werden oder irgendwelche Dinge auf den Boden zu knallen!

    Wie kommt man mit so jemanden ins Gespräch? Wie zeigt man einem wildgewordenen Teenager, dass die ART, Probleme zu artikulieren, nicht zielführend ist? Ganz abgesehen davon, wie man jemanden glaubhaft machen soll, dass er geliebt und geschätzt wird, dem es nicht ausreicht, wenn man das immer und immer wieder sagt?? Denn, sobald man seine Aufmerksamkeit jemandem anderen zuwendet, etwas positives über jemanden anderen sagt, fasst dieser Teenager das als Abwertung seiner Person/Leistung!

  9. Inaktiver User

    AW: Ist Eifersucht "heilbar"?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich sehe das ähnlich... das "Problemkind" ist nicht die einzige, die Probleme hat. Diese anzugehen ist notwendig. Nur, wir kommen normalerweise gar nicht an den Punkt, wo wir erkennen könnten, wo jetzt der "Schuh drückt" und was wir tun könnten, damit es anders wird, weil (...)
    "Ihr" könnt nichts tun, außer euch Hilfe von außen zu holen. Ihr seid alle Teil der Probleme, die über Jahre gewachsen sind. Solche Strukturen entstehen nicht über Nacht.

    Wie kommt man mit so jemanden ins Gespräch? Wie zeigt man einem wildgewordenen Teenager, dass (...)
    Hier machst du sie doch wieder zum "Problemkind". Es tut richtig weh, wie merkbefreit ihr alle seid.

  10. Inaktiver User

    AW: Ist Eifersucht "heilbar"?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich bin einfach oft so traurig darüber und deshalb mein Posting.
    Aber, auch bei meinen anderen hab ich schon festgestellt dass man mit Fürsorge nicht weiter kommt.
    .
    Hallo Mary,

    diese Traurigkeit macht mir auch oft zu schaffen. Vorgestern hat mich mein Sohn weinend angerufen, weil er nicht verstehen kann, wieso seine Schwestern "so böse" mit ihm sind. Immer wieder kommen Vorwürfe, er würde sie blöd behandeln, nicht ernst nehmen, links liegen lassen. Dabei liebt er die beiden sehr, unternimmt sehr viel mit ihnen, hört ihnen zu und hilft ihnen oft aus der Patsche, wie kürzlich, als sie nachts am Bahnhof standen und feststellen mussten, dass der späte Zug nur am Wochenende fährt und er einen Freund mit Auto organisierte, der sie nach Hause fährt. Was aber mit dem Vorwurf "gedankt" wurde, er würde sie als Babys behandeln.

    Wie gesagt, es fällt mir schwer, das mitanzusehen und zu verstehen.

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