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    AW: Ist Eifersucht "heilbar"?

    Ich schließe mich Sojourner an.

    Daisy, diese Angst von wegen "Beziehungsunfähigkeit" der Kinder aus Scheidungsfamilien haben wir (getrennten) doch alle.
    Da kommt dann das schlechte Gewissen durch, die heile Familie zerstört zu haben. Aber die meisten unserer Generation stammen ja aus sog. "heilen" Familien und unsere Ehen haben trotzdem nicht gehalten.
    Außerdem können sich Kinder auch nicht gesund in Familien entwickeln, in denen die Eltern zusammen bleiben, obwohl Zwietracht oder Lieblosigkeit herrscht. Bitte mach Dich da nicht verrückt.
    Meine Tochter ist jetzt schon älter und führt schon seit Jahren eine gute Beziehung, obwohl unsere Trennung damals auch traumatisch war (inkl. Aufteilen der Geschwister).

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    AW: Ist Eifersucht "heilbar"?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das Mädchen ist eine von den Zwillingsschwestern.
    Stimmt, danke für den Hinweis. Somit also, wurden die Zwillinge getrennt und leben jeweils bei Mutter und Vater, und der ältere Bruder ist ausgezogen?

    Das ist sehr dysfunktional, und dürfte insbesondere für getrennte Zwillinge, nochmal besonders schwierig sein.

  3. Inaktiver User

    AW: Ist Eifersucht "heilbar"?

    Zitat Zitat von Sojourner Beitrag anzeigen
    Stimmt, danke für den Hinweis. Somit also, wurden die Zwillinge getrennt und leben jeweils bei Mutter und Vater, und der ältere Bruder ist ausgezogen?

    Das ist sehr dysfunktional, und dürfte insbesondere für getrennte Zwillinge, nochmal besonders schwierig sein.
    Ich verstehe nicht ganz, was du mit "dysfunktional" meinst? Die Zwillinge leben erst seit einem dreiviertel Jahr getrennt, seit die eine den Stress nicht mehr ausgehalten hat und deshalb zum Vater gezogen ist. Der Bruder ist nach dem Abi in eine Studentenbude gezogen, was ich nicht so ungewöhnlich finde...

    Was die von dir angesprochene mögliche Hochbegabung angeht, so sehe ich die nicht. Sie war eher eine mittelmäßige Schülerin, im Gegensatz zu ihrer Schwester, die schon früh recht ehrgeizig war. Als nach der Grundschule die Schwester aufs Gymnasium und sie auf die Realschule kam (auf Empfehlung der Grundschule), war sie total frustriert und fühlte sich ihren Geschwistern gegenüber unterlegen - obwohl wir Eltern alles versuchten, um den Druck im Hinblick auf Schule herauszunehmen.

    Nach zwei Jahren wollte sie auch unbedingt aufs Gymnasium, musste dafür aber ein Jahr wiederholen. Was für sie weiterhin frustrierend war, da sie dadurch ihrer gleichaltrigen Schwester "hinterher" war. Letztes Jahr ergab sich für sie nach einem Auslandsaufenthalt die Chance, die 10. Klasse zu überspringen. Obwohl sie bis dahin wenig für die Schule gemacht hatte, also eher eine mittelmäßige Schülerin war und nun auch einige Lücken hatte, hat sie sich in dem Jahr ganz schön angestrengt und das Jahr auch ganz gut geschafft. Der Antrieb ging aber in erster Linie von dem Wunsch aus, es ihren Geschwistern zu zeigen, dass sie nicht die"kleine, dumme" wäre...

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    AW: Ist Eifersucht "heilbar"?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich verstehe nicht ganz, was du mit "dysfunktional" meinst? Die Zwillinge leben erst seit einem dreiviertel Jahr getrennt, seit die eine den Stress nicht mehr ausgehalten hat und deshalb zum Vater gezogen ist.
    Wenn ich das richtig verstanden habe, fragt die beim Vater lebende Zwillingstochter aber oft, ob ihre Schwester zu ihnen ziehen könnte.

    Wäre das eine Möglichkeit?

    Generell denke ich durchaus, dass es ein Problem sein dürfte, wenn ausgerechnet Zwillinge auf unterschiedliche Schulen gehen - das löst unnötigen Konkurrenzdruck aus. Scheinbar sind die Probleme auch erst entstanden, nachdem sie aus dem Ausland zurückkehrte, und nun in der selben Klassenstufe wie ihre Zwillingsschwester ist? War auch ihre Zwillingsschwester im Ausland?

    Ich würde empfehlen - und das tat ich bereits, dass ihr therapeutische Hilfe hinzuzieht. Nicht nur für die Kinder, sondern auch für euch Eltern selbst. Zumindest für Aussenstehende liest sich das sehr dysfunktional.

  5. Inaktiver User

    AW: Ist Eifersucht "heilbar"?

    Zitat Zitat von Sojourner Beitrag anzeigen
    Wenn ich das richtig verstanden habe, fragt die beim Vater lebende Zwillingstochter aber oft, ob ihre Schwester zu ihnen ziehen könnte.

    Wäre das eine Möglichkeit?

    Generell denke ich durchaus, dass es ein Problem sein dürfte, wenn ausgerechnet Zwillinge auf unterschiedliche Schulen gehen - das löst unnötigen Konkurrenzdruck aus. Scheinbar sind die Probleme auch erst entstanden, nachdem sie aus dem Ausland zurückkehrte, und nun in der selben Klassenstufe wie ihre Zwillingsschwester ist? War auch ihre Zwillingsschwester im Ausland?
    .
    Da hast du etwas falsch verstanden... ihre Schwester wäre grundsätzlich lieber bei mir geblieben, ist aber zu ihrem Vater gezogen, um die Konflikte zu entzerren. Das aber wurde ihr als "im Stich lassen" ausgelegt.
    Sie waren beide im Ausland, getrennt, und die Konflikte, die vorher in einer kindlichen, teilweise unterschwelligen Weise existierten, sind nach der Rückkehr eskaliert. Meine "eifersüchtige" Tochter wollte an der ursprünglichen Symbiose anknüpfen, ihre Schwester hatte sich emanzipiert und wollte mehr Freiraum, sich mehr abgrenzen...

    Die beiden waren jetzt eine ganze Woche bei mir (ich vermisse ja meine andere Tochter auch und sie möchte auch Zeit mit ihrer Mutter verbringen) und es war ein ständiges auf und ab, welches für mich auch sehr anstrengend ist. Daher werde ich, sobald unser Kinderarzt, der die beiden schon lange kennt, seinen Rat suchen, in der Hoffnung, dass er uns an eine passende Stelle bezüglich therapeutischer Hilfe weitervermittelt.

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    AW: Ist Eifersucht "heilbar"?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Sie waren beide im Ausland, getrennt, und die Konflikte, die vorher in einer kindlichen, teilweise unterschwelligen Weise existierten, sind nach der Rückkehr eskaliert. Meine "eifersüchtige" Tochter wollte an der ursprünglichen Symbiose anknüpfen, ihre Schwester hatte sich emanzipiert und wollte mehr Freiraum, sich mehr abgrenzen...
    Danke für die Erklärung.

    Was ich aber nicht ganz verstehe: sie waren ja beide getrennt im Ausland, und dürften sich somit also, beide emanzipiert haben. Insbesondere ja das "Problemkind", welches in diesem Zeitraum - bei Trennung der Zwillinge - sogar so leistungsstark wurde, als dass sie bei Rückkehr eine Klasse überspringen konnte (im Gegensatz zu ihrer Schwester).

    Du nennst das Problemkind "eifersüchtig". Dabei müsste es doch jetzt erst recht keinen Grund zur Eifersucht haben, wenn die beiden nun ja, in der selben Klassenstufe sind?

    Ich finde es nur kurios dass es erst dann eskaliert, alsbald beide tatsächlich auf dem selben "Level" sind. Wenn die beiden schon immer ihre Konflikte hatten, könnte es nicht viel eher sein, dass das eigentliche Problem sein dürfte, dass sich vieleher die "eifersüchtige" Tochter emanzipiert hat und für die andere Tochter nun eine "ernsthafte" Konkurrenz darstellt?

    Die beiden waren jetzt eine ganze Woche bei mir (ich vermisse ja meine andere Tochter auch und sie möchte auch Zeit mit ihrer Mutter verbringen) und es war ein ständiges auf und ab, welches für mich auch sehr anstrengend ist.
    Wie ist das Verhältnis des "Problemkindes" zum Vater? Du schreibst ja, dass die Kinder vorallem unter der Trennung von ihm sehr gelitten haben.

    Daher werde ich, sobald unser Kinderarzt, der die beiden schon lange kennt, seinen Rat suchen, in der Hoffnung, dass er uns an eine passende Stelle bezüglich therapeutischer Hilfe weitervermittelt.
    Ja, das halte ich für eine sehr gute Idee. Vielleicht auch einer, der auf Zwillinge spezialisiert ist, und/oder Scheidungskinder.

  7. Inaktiver User

    AW: Ist Eifersucht "heilbar"?

    Zitat Zitat von Sojourner Beitrag anzeigen
    Danke für die Erklärung.

    Was ich aber nicht ganz verstehe: sie waren ja beide getrennt im Ausland, und dürften sich somit also, beide emanzipiert haben. Insbesondere ja das "Problemkind", welches in diesem Zeitraum - bei Trennung der Zwillinge - sogar so leistungsstark wurde, als dass sie bei Rückkehr eine Klasse überspringen konnte (im Gegensatz zu ihrer Schwester).

    Du nennst das Problemkind "eifersüchtig". Dabei müsste es doch jetzt erst recht keinen Grund zur Eifersucht haben, wenn die beiden nun ja, in der selben Klassenstufe sind?

    Ich finde es nur kurios dass es erst dann eskaliert, alsbald beide tatsächlich auf dem selben "Level" sind. Wenn die beiden schon immer ihre Konflikte hatten, könnte es nicht viel eher sein, dass das eigentliche Problem sein dürfte, dass sich vieleher die "eifersüchtige" Tochter emanzipiert hat und für die andere Tochter nun eine "ernsthafte" Konkurrenz darstellt?



    Wie ist das Verhältnis des "Problemkindes" zum Vater? Du schreibst ja, dass die Kinder vorallem unter der Trennung von ihm sehr gelitten haben.



    Ja, das halte ich für eine sehr gute Idee. Vielleicht auch einer, der auf Zwillinge spezialisiert ist, und/oder Scheidungskinder.
    Du stellst einige interessante Fragen, worauf ich aber selbst keine Antwort habe...

    "Problemkind" ist eigentlich nur deshalb ins Ausland gegangen, weil ihre Schwester wollte. Sie war wohl am Anfang auch kreuzunglücklich und hat ihrer Schwester Vorwürfe gemacht, dass diese schuld daran sei, dass es ihr so dreckig ging. Sie war auch diejenige, die sich auf die Rückkehr gefreut hatte und von den Veränderungen mehr enttäuscht war.

    Was mich jetzt aber selbst erstaunt und was ich nicht verstehe, sie hat es jetzt tatsächlich allen "gezeigt" (ursprünglich waren die Zweifel groß, ob sie das Schuljahr überhaupt schafft, es waren einige Lücken aus dem übersprungenen Jahr vorhanden). Sie hat eine beträchtliche Leistung gezeigt, aber ich habe den Eindruck, wir Eltern freuen uns mehr und würdigen das mehr als sie selbst. Ihre Schwester ist da aber tatsächlich nicht ganz so entspannt, hat selber eher ein Motivationstief.

    Das Verhältnis zwischen "Problemkind" und Vater ist schwierig. Sie war eigentlich Papas Liebling, aber sie "konnte" nicht zu ihm ziehen, da sie dort regulär die 10. Klasse hätte machen müssen. Dann kommt hinzu, dass der Vater seit einem Jahr ein neues Kind hat und tatsächlich auch effektiv wenig Zeit für sie hat. Sie "ignoriert" und lehnt ihn ab, er bemerkt es aber nicht wirklich...

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    AW: Ist Eifersucht "heilbar"?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was mich jetzt aber selbst erstaunt und was ich nicht verstehe, sie hat es jetzt tatsächlich allen "gezeigt" (ursprünglich waren die Zweifel groß, ob sie das Schuljahr überhaupt schafft, es waren einige Lücken aus dem übersprungenen Jahr vorhanden). Sie hat eine beträchtliche Leistung gezeigt, aber ich habe den Eindruck, wir Eltern freuen uns mehr und würdigen das mehr als sie selbst. Ihre Schwester ist da aber tatsächlich nicht ganz so entspannt, hat selber eher ein Motivationstief.
    Weiss sie denn, dass ihr dies würdigt? Ich frage nur, weil ich das bis dato, so noch nicht herausgelesen hatte. Es ist aber normal, dass ihre Schwester nun etwas weniger entspannt ist - und vielleicht spürt das "Problemkind" dies, womit sie mit ihrem Vorwurf, dass man sie nicht respektiere und anerkenne, ja im Grunde recht hat.

    Das Verhältnis zwischen "Problemkind" und Vater ist schwierig. Sie war eigentlich Papas Liebling, aber sie "konnte" nicht zu ihm ziehen, da sie dort regulär die 10. Klasse hätte machen müssen.
    Sie war also Vaters Liebling, aber ausgerechnet ihre Schwester zog zu ihm? Verständlich, dass es zu Konflikten führt.

    Dann kommt hinzu, dass der Vater seit einem Jahr ein neues Kind hat und tatsächlich auch effektiv wenig Zeit für sie hat. Sie "ignoriert" und lehnt ihn ab, er bemerkt es aber nicht wirklich...
    Es kommt in der Tat immer mehr hinzu, und das ist natürlich eine schwierige Situation. Seit wann seid ihr denn geschieden?

    Ich denke, es sind einfach enorm viele Veränderungen. Scheidung der Eltern, Vater hat eine neue Familie, das Papakind verliert den Vater, zudem reagiert womöglich auch die Schwester ein wenig seltsam auf einen, statt sich für einen zu freuen.

    Könnte es nicht in der Tat sein, dass das Problemkind bei den ganzen Veränderungen ein wenig "untergeht", obwohl es ja eigentlich, sehr viel geschafft hat?

    Anscheinend jedoch, hat ihr der Auslandsaufenthalt (und Trennung von Schwester sowie Familie), sehr gut getan.

  9. gesperrt

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    AW: Ist Eifersucht "heilbar"?

    Zitat Zitat von Sojourner Beitrag anzeigen
    Stimmt, danke für den Hinweis. Somit also, wurden die Zwillinge getrennt und leben jeweils bei Mutter und Vater, und der ältere Bruder ist ausgezogen?

    Das ist sehr dysfunktional, und dürfte insbesondere für getrennte Zwillinge, nochmal besonders schwierig sein.
    Was soll daran den dysfunktinal sein?

    Dysfuntionale Beziehungen sind extremst schädliche Beziehungen und das kann ich hier beim besten Willen nicht erkennen.
    Ich erlebe die TE als reflektiert und sehr bemüht um das Wohlergehen ihrer Kinder.

    Grüße
    Luftpost

  10. User Info Menu

    AW: Ist Eifersucht "heilbar"?

    Doppelt, entschuldigt.

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