Ja. Aber das ist keine Macht, die da irgendwo eingreift. Das ist die Entscheidung, was willst du tun, wer willst du sein? Und alles, was sich daraus ergibt. Ob du gegen dein Gewissen handelst oder nicht -- selbst wenn du ehrlich glaubst, daß es das beste ist, was du tun kannst, die alte Republik zu stürzen, ist die Konsequenz trotzdem, daß du von da an im Imperium lebst.
Warum bist du dir so sicher, daß fieses Volk glücklich ist? Wärst du an ihrer Stelle glücklich? Wenn ja, was hält dich ab? Wenn nein, warum glaubst du, daß sie es sind?
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Ergebnis 51 bis 60 von 91
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20.08.2015, 13:18
AW: Ausgleich zwischen gut und böse?
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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20.08.2015, 13:38
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20.08.2015, 14:07
AW: Ausgleich zwischen gut und böse?
glaubst du das Er je dieses Level erreicht?
Ich meine
du hast geschafft "durch harte Arbeit geht es dir besser als vorher"
er hat geschafft "durch Betrug geht es Ihm (wahrscheinlich) nicht schlechter als vorher"
der Lohn für Rechtschaffenheit ist Zufriedenheit mit sich selbst, die ist bei dir noch getrübt, du liest dich aber als würdest du das auch noch schaffen (eben auf deinem Weg -> harte Arbeit), klar wolltest du es leichter haben.
Glaubst du das du dann (leichter Weg ohne harte Arbeit) je dieses Level erreicht hättest?
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20.08.2015, 16:44
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20.08.2015, 16:55
AW: Ausgleich zwischen gut und böse?
Geändert von Akzent (20.08.2015 um 17:13 Uhr)
- Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
von Bruce Lee
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20.08.2015, 21:15
AW: Ausgleich zwischen gut und böse?
Wie gesagt, es ist menschlich absolut nachvollziehbar. Und ja, vielleicht ist es "naiv" davon auszugehen, dass der Ausgleich auf einer anderen Ebene stattfindet, aber davon bin ich überzeugt.
Die Frage ist, was du unter "Ausgleich" verstehst. Ich persönlich verstehe darunter nicht unbedingt, dass dem "Täter" etwas äquivalent Schlimmes widerfahren muss - weil ich der Meinung bin, dass ein solcher Mensch bereits gestraft genug ist.
Ich finde in diesem Zusammenhang auch interessant, ob z.B. die Todesstrafe für Menschen tatsächlich befriedigend ist - auf den ersten Blick, mag sie dies sein. Aber ändert es etwas an dem, was geschehen ist?
Könntest du das konkretisieren? Worauf beziehst du dich? Auf materiellen Wohlstand? Darauf, dass der "Täter" glücklicher in psychicher Hinsicht, Lebensqualität erscheint?Ich habe mein Leben komplett neu aufgebaut, völlig unabhängig von ihm, es geht mir wieder gut und ich habe alles, was ich brauche.
Trotzdem nagt diese Ungerechtigkeit an mir, mal mehr, mal weniger. Wie kann es denn sein, dass es dem Täter von außen betrachtsoviel besser geht als dem Opfer?
Du schreibst weiter vorne, dass du niemals mit ihm tauschen wollen würdest. Insofern ist er gestraft, selbst in dem Fall, dass er sich über seine Taten nicht im Klaren sein sollte, und/oder ohne Reue ist.Ich erkenne eben nicht, dass dieser Mensch bereits bestraft ist. Das ist ja genau das, was an mir nagt. Es geht ihm hervorragend.
Weshalb nagt dies an dir? Findest du erst Frieden, wenn es ihm "schlecht" geht? Er bestraft wird? Wenn ja, weshalb?
Nein - aber so würde ich das Ganze auch nicht betrachten. Du hast ja deine moralischen Prinzipien, dein Gerechtigkeitsempfinden. Dieses basiert eben nicht darauf, dass du erst Frieden findest, wenn der Täter "gestraft" wurde, sondern hat ihren Ursprung in deinen Überzeugungen und ethischen Grundsätzen, die dich zu dem Menschen machen, der du bist.Vielleicht ist es ja pures Wunschdenken, dass es ein strafendes/belohnendes Prinzip gibt?
Du hast die Macht, diesem Menschen Absolution zu erteilen, dich gar nicht erst an ihm "rächen" zu wollen - weil dies auf dein Leben, dein Wohlbefinden und deine Prinzipien, keinen Einfluss hat. Solange es an dir "nagt", dass er nicht bestraft ist/erscheint, solange wirst du abhängig von ihm sein und dem, was geschehen ist.
Es gibt Dinge, die befinden sich ausserhalb des eigenen Kontrollbereiches und das einzige, was man kontrollieren kann, sind die eigenen Empfindungen. Und hier hast du die Möglichkeit, dich loszulösen.
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21.08.2015, 07:31Inaktiver User
AW: Ausgleich zwischen gut und böse?
wirklich, stimmt meiner Meinung nach leider auch nicht.
Von Nonnen weiß ich allerdings dass sie außergewöhnlich alt werden.
Ansonsten, es bedarf schon ner besonderen Energie sich nach Situationen in die man selbst unverschuldet geraten ist wieder hoch zu rappeln. Unser Gesetz ist so, dass eben nicht alles bestraft wird.
Damit fertig zu werden könnte einen schon auf die Idee bringen diese Frage hier zu stellen?
Es kann passieren, dass der Geprellte aus Kummer frühzeitig stirbt und der Schuldige frisch und fröhlich steinalt wird.
So ist das.
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21.08.2015, 13:53
AW: Ausgleich zwischen gut und böse?
Massashi, ich wollte Dir noch auf diese Frage antworten.
Die erlittene Ungerechtigkeit wäre in der Tat und laut gängigem Weltverständnis (= Wiederherstellung von Gerechtigkeit durch Ausgleich mittels eines Schuldspruchs des Täters vor Gericht oder durch Rache am Täter) NICHT gerechtfertigt, wenn dem gängigen Weltverständnis nicht Folge geleistet würde. Das menschliche Gerechtigkeitsempfinden braucht einen solchen Ausgleich, wenn Unrecht geschehen ist. Dies gehört zu den basalen "Spielregeln" dieser Gemeinschaft. Sonst funktioniert sie anscheinend nicht. Die Existenz sämtlicher Gerichte dieser Welt, sämtlicher Urteils- und Rechtssprüche sind der Beweis. Oder wir könnten sie uns sparen.
Ich meine aber, dass es eben noch eine "andere Gerechtigkeit" gibt, nämlich Gerechtigkeit als Wert an sich. Dieser Wert, der sich in die Reihe weiterer, nicht verhandelbarer und unzerstörbarer Werte einfügt, wie Freiheit oder Liebe, IST, bzw., diese Werte SIND. Wenn ich nun infolge eines Raubüberfalls schwer verletzt würde, dann wäre das sicher sehr schlimm für mich (ich bin nicht sehr hart im Nehmen) und auch mir würde es eine gewisse Erleichterung bringen, wenn der Täter gefasst und verurteilt werden würde, aber, in dem Moment, wo mir dieses Unrecht widerführe, wäre ich gerechtfertigt, weil in dem Moment "die Gerechtigkeit an sich" , die IST, mir zuflüstern würde, dass ich schon im Recht BIN. Nichts auf der Welt kann daran rütteln. Der Urteilsspruch vor Gericht wäre nur noch eine Bestätigung dessen, was "ich"/(oder "man") sowieso schon wüsste, und nicht eine völlig neue Erkenntnis.
Das Schwierige an dieser Sache ist, diese Erkenntnis jenseits des Rufes nach Ausgleich/Rache wahrzunehmen und zu akzeptieren. Wenn das aber gelingt, dann ist damit der Boden bereitet für Vergebung, bzw., für eine Loslassen, das mich (und auch den Täter) frei macht für die Zukunft.
Nicht leicht.
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21.08.2015, 17:02
AW: Ausgleich zwischen gut und böse?
Ich bezweifle auch, dass Glück bedeutet, wenn ein Mann, der im großen Stil massiv betrogen hat und dadurch reich wurde, zwar in ein Sterne-Restaurant gehen kann, aber dort für jeden Toilettenbesuch den Bodyguard braucht, weil er zu Recht um sein Leben fürchten muss.
Dazu kommt bei Menschen, die ihr Vermögen betrügerisch erworben haben, die Angst, bei Geldverlust sehr sehr einsam zu enden, die "Freunde" zu verlieren, weil sie ahnen, dass deren "Freundschaft" nur auf Teilhabe am Vermögen basiert, nicht auf Sympathie und Respekt.
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21.08.2015, 20:42Inaktiver User
AW: Ausgleich zwischen gut und böse?
Ich glaube, dass es die Gerechtigkeit nur im Märchen gibt.
Der Mensch hat zusätzlich durch das ... nach dem Tod eine andere, neue Spekulation (und damit eine Hoffnung auf Gerechtigkeit erdacht.
...=
Leben nach dem Tod, Nirwana oder anderes
Klar wird ein Drogenboss auch mal erschossen, aber das kann in diesen Kreisen eben passieren.
Dem hinterhältigen Vergewaltiger oder Schläger aber eher nicht. Und jucken wird es ihn wohl auch eher nicht. Manch einer ist auch so wenig emotional, dass er bestimmt keine Probleme damit hat. Und warum sollte er deswegen unglücklich sein, oder ein schlechtes Leben haben?Das Opfer hatte es seiner Meinung nach verdient, und gut!
Sowas sozialromantisches wie ein traurigeres Leben kann ich da nicht erwarten. Auch schlagende Eltern (die von früher, mit den Gerten und der Zucht und Ordnung-Haltung) fühlten sich ja immer im Recht.
Viele Grüße von
Kiki



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Schurken erliegen auch frühzeitiger einem Herzinfarkt...und leben in einem vergifteten Klima... Vielleicht liegt es auch daran, dass nicht jeder seinen Beruf frei wählen kann

