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  1. Moderation

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    AW: Ausgleich zwischen gut und böse?

    Zitat Zitat von Salea Beitrag anzeigen
    Das ist doch genau die Frage: Was folgt aus dem Betreten des dunklen Pfades?
    Diese Aussage impliziert doch, wenn du dich für die dunkle Seite entscheidest, indem du gegen dein Gewissen handelst, hat das negative Folgen. Du wirst durch deine Handlungen ein anderer Mensch, eben ein dunkler/böser und hast dann auch die Konsequenzen zu tragen, der dunkle Pfad bestimmt fortan dein Leben.
    Ja. Aber das ist keine Macht, die da irgendwo eingreift. Das ist die Entscheidung, was willst du tun, wer willst du sein? Und alles, was sich daraus ergibt. Ob du gegen dein Gewissen handelst oder nicht -- selbst wenn du ehrlich glaubst, daß es das beste ist, was du tun kannst, die alte Republik zu stürzen, ist die Konsequenz trotzdem, daß du von da an im Imperium lebst.

    Warum bist du dir so sicher, daß fieses Volk glücklich ist? Wärst du an ihrer Stelle glücklich? Wenn ja, was hält dich ab? Wenn nein, warum glaubst du, daß sie es sind?
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Ausgleich zwischen gut und böse?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Warum bist du dir so sicher, daß fieses Volk glücklich ist? Wärst du an ihrer Stelle glücklich? Wenn ja, was hält dich ab? Wenn nein, warum glaubst du, daß sie es sind?
    Eben. Das bringt die Lebenserfahrung mit sich.

    Was den ein oder andern abhält? Na eine gewisse Vorahnung halt.
    Nur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.

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    AW: Ausgleich zwischen gut und böse?

    Zitat Zitat von Salea Beitrag anzeigen
    .....
    Inzwischen geht es mir wieder gut, besser als vorher sogar. Das habe ich mir Schritt für Schritt hart erkämpft und habe dabei viele Rückschläge einstecken müssen. .........
    glaubst du das Er je dieses Level erreicht?
    Ich meine
    du hast geschafft "durch harte Arbeit geht es dir besser als vorher"
    er hat geschafft "durch Betrug geht es Ihm (wahrscheinlich) nicht schlechter als vorher"

    der Lohn für Rechtschaffenheit ist Zufriedenheit mit sich selbst, die ist bei dir noch getrübt, du liest dich aber als würdest du das auch noch schaffen (eben auf deinem Weg -> harte Arbeit), klar wolltest du es leichter haben.

    Glaubst du das du dann (leichter Weg ohne harte Arbeit) je dieses Level erreicht hättest?

  4. Moderation

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    AW: Ausgleich zwischen gut und böse?

    Zitat Zitat von animosa Beitrag anzeigen
    Was den ein oder andern abhält? Na eine gewisse Vorahnung halt.
    Ich hab "Berufskriminelle" als Laufbahn mal angedacht und dann beschlossen, daß es mir zuviel Streß ist.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Ausgleich zwischen gut und böse?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Ich hab "Berufskriminelle" als Laufbahn mal angedacht und dann beschlossen, daß es mir zuviel Streß ist.

    hahahaha Schurken erliegen auch frühzeitiger einem Herzinfarkt...und leben in einem vergifteten Klima... Vielleicht liegt es auch daran, dass nicht jeder seinen Beruf frei wählen kann
    Geändert von Akzent (20.08.2015 um 17:13 Uhr)

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee



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    AW: Ausgleich zwischen gut und böse?

    Zitat Zitat von Salea Beitrag anzeigen
    Nein, ich könnte mein Glück nicht genießen, wenn es auf dem Unglück anderer beruht. Aber vielleicht ist das der entscheidende Unterschied. Er kann und tut es auch!

    ...

    Wieso darf man das nicht hoffen? Ist das nicht normal, sich einen Ausgleich zu wünschen? Und ist der Glaube auf einen Ausgleich auf einer anderen Ebene, wie du schreibst, nicht genau das: Der vielleicht naive Glaube auf einen Ausgleich?
    Wie gesagt, es ist menschlich absolut nachvollziehbar. Und ja, vielleicht ist es "naiv" davon auszugehen, dass der Ausgleich auf einer anderen Ebene stattfindet, aber davon bin ich überzeugt.

    Die Frage ist, was du unter "Ausgleich" verstehst. Ich persönlich verstehe darunter nicht unbedingt, dass dem "Täter" etwas äquivalent Schlimmes widerfahren muss - weil ich der Meinung bin, dass ein solcher Mensch bereits gestraft genug ist.

    Ich finde in diesem Zusammenhang auch interessant, ob z.B. die Todesstrafe für Menschen tatsächlich befriedigend ist - auf den ersten Blick, mag sie dies sein. Aber ändert es etwas an dem, was geschehen ist?

    Ich habe mein Leben komplett neu aufgebaut, völlig unabhängig von ihm, es geht mir wieder gut und ich habe alles, was ich brauche.
    Trotzdem nagt diese Ungerechtigkeit an mir, mal mehr, mal weniger. Wie kann es denn sein, dass es dem Täter von außen betrachtsoviel besser geht als dem Opfer?
    Könntest du das konkretisieren? Worauf beziehst du dich? Auf materiellen Wohlstand? Darauf, dass der "Täter" glücklicher in psychicher Hinsicht, Lebensqualität erscheint?

    Ich erkenne eben nicht, dass dieser Mensch bereits bestraft ist. Das ist ja genau das, was an mir nagt. Es geht ihm hervorragend.
    Du schreibst weiter vorne, dass du niemals mit ihm tauschen wollen würdest. Insofern ist er gestraft, selbst in dem Fall, dass er sich über seine Taten nicht im Klaren sein sollte, und/oder ohne Reue ist.

    Weshalb nagt dies an dir? Findest du erst Frieden, wenn es ihm "schlecht" geht? Er bestraft wird? Wenn ja, weshalb?

    Vielleicht ist es ja pures Wunschdenken, dass es ein strafendes/belohnendes Prinzip gibt?
    Nein - aber so würde ich das Ganze auch nicht betrachten. Du hast ja deine moralischen Prinzipien, dein Gerechtigkeitsempfinden. Dieses basiert eben nicht darauf, dass du erst Frieden findest, wenn der Täter "gestraft" wurde, sondern hat ihren Ursprung in deinen Überzeugungen und ethischen Grundsätzen, die dich zu dem Menschen machen, der du bist.

    Du hast die Macht, diesem Menschen Absolution zu erteilen, dich gar nicht erst an ihm "rächen" zu wollen - weil dies auf dein Leben, dein Wohlbefinden und deine Prinzipien, keinen Einfluss hat. Solange es an dir "nagt", dass er nicht bestraft ist/erscheint, solange wirst du abhängig von ihm sein und dem, was geschehen ist.

    Es gibt Dinge, die befinden sich ausserhalb des eigenen Kontrollbereiches und das einzige, was man kontrollieren kann, sind die eigenen Empfindungen. Und hier hast du die Möglichkeit, dich loszulösen.

  7. Inaktiver User

    AW: Ausgleich zwischen gut und böse?

    Zitat Zitat von Akzent Beitrag anzeigen
    hahahaha Schurken erliegen auch frühzeitiger einem Herzinfarkt...und leben in einem vergifteten Klima... Vielleicht liegt es auch daran, dass nicht jeder seinen Beruf frei wählen kann
    wirklich, stimmt meiner Meinung nach leider auch nicht.
    Von Nonnen weiß ich allerdings dass sie außergewöhnlich alt werden.

    Ansonsten, es bedarf schon ner besonderen Energie sich nach Situationen in die man selbst unverschuldet geraten ist wieder hoch zu rappeln. Unser Gesetz ist so, dass eben nicht alles bestraft wird.

    Damit fertig zu werden könnte einen schon auf die Idee bringen diese Frage hier zu stellen?
    Es kann passieren, dass der Geprellte aus Kummer frühzeitig stirbt und der Schuldige frisch und fröhlich steinalt wird.

    So ist das.

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    AW: Ausgleich zwischen gut und böse?

    Zitat Zitat von Massashi Beitrag anzeigen
    Bruenette, vielen Dank erstmal für Deinen Beitrag.

    Dies hier verstehe ich nicht:

    Zitat von bruennette_2 Beitrag anzeigen
    1. .. im mystischen Sinne, dass ich nicht unbedingt Gerechtigkeit im Jenseits erwarte für hier erlittene Ungerechtigkeit (auch wenn das schön wäre), sondern dass die erlittene Ungerechtigkeit schon in dem Moment gerechtfertigt ist, in dem Moment mir VON INNEN her klar ist und ich es "weiß", dass ich selbst im Recht bin (und durch mitfühlende Mitmenschen bestätigt wird)
    Nehmen wir an, Du wirst Opfer eines Raubüberfalls, der Täter verletzt Dich so, dass Du für den Rest Deines Lebens im Rollstuhl sitzt. Inwiefern wäre diese erlittene Ungerechtigkeit durch Dein Wissen gerechtfertigt, dass Du im Recht bist?
    Massashi, ich wollte Dir noch auf diese Frage antworten.

    Die erlittene Ungerechtigkeit wäre in der Tat und laut gängigem Weltverständnis (= Wiederherstellung von Gerechtigkeit durch Ausgleich mittels eines Schuldspruchs des Täters vor Gericht oder durch Rache am Täter) NICHT gerechtfertigt, wenn dem gängigen Weltverständnis nicht Folge geleistet würde. Das menschliche Gerechtigkeitsempfinden braucht einen solchen Ausgleich, wenn Unrecht geschehen ist. Dies gehört zu den basalen "Spielregeln" dieser Gemeinschaft. Sonst funktioniert sie anscheinend nicht. Die Existenz sämtlicher Gerichte dieser Welt, sämtlicher Urteils- und Rechtssprüche sind der Beweis. Oder wir könnten sie uns sparen.

    Ich meine aber, dass es eben noch eine "andere Gerechtigkeit" gibt, nämlich Gerechtigkeit als Wert an sich. Dieser Wert, der sich in die Reihe weiterer, nicht verhandelbarer und unzerstörbarer Werte einfügt, wie Freiheit oder Liebe, IST, bzw., diese Werte SIND. Wenn ich nun infolge eines Raubüberfalls schwer verletzt würde, dann wäre das sicher sehr schlimm für mich (ich bin nicht sehr hart im Nehmen) und auch mir würde es eine gewisse Erleichterung bringen, wenn der Täter gefasst und verurteilt werden würde, aber, in dem Moment, wo mir dieses Unrecht widerführe, wäre ich gerechtfertigt, weil in dem Moment "die Gerechtigkeit an sich" , die IST, mir zuflüstern würde, dass ich schon im Recht BIN. Nichts auf der Welt kann daran rütteln. Der Urteilsspruch vor Gericht wäre nur noch eine Bestätigung dessen, was "ich"/(oder "man") sowieso schon wüsste, und nicht eine völlig neue Erkenntnis.

    Das Schwierige an dieser Sache ist, diese Erkenntnis jenseits des Rufes nach Ausgleich/Rache wahrzunehmen und zu akzeptieren. Wenn das aber gelingt, dann ist damit der Boden bereitet für Vergebung, bzw., für eine Loslassen, das mich (und auch den Täter) frei macht für die Zukunft.

    Nicht leicht.

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    AW: Ausgleich zwischen gut und böse?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Man sieht bei Betrügern nicht, wie es innen drin aussieht. Womöglich haben die jede Nacht Albträume oder Panikanfälle, oder sie können auch nur massiv zugedröhnt überhaupt ein bisschen Ruhe finden? die edleren menschlichen Regungen sind ihnen womöglich verschlossen, was für mich von der Schwere gleich schlimm wäre, wie einen Arm zu verlieren?

    ob da tatsächlich so viel Freude ist... daran wage ich zu zweifeln. Champagnergetränkte Parties auf der Privatyacht bedeuten nicht notwendigerweise Freude. Und schon gar nicht inneren Frieden.
    Ich bezweifle auch, dass Glück bedeutet, wenn ein Mann, der im großen Stil massiv betrogen hat und dadurch reich wurde, zwar in ein Sterne-Restaurant gehen kann, aber dort für jeden Toilettenbesuch den Bodyguard braucht, weil er zu Recht um sein Leben fürchten muss.
    Dazu kommt bei Menschen, die ihr Vermögen betrügerisch erworben haben, die Angst, bei Geldverlust sehr sehr einsam zu enden, die "Freunde" zu verlieren, weil sie ahnen, dass deren "Freundschaft" nur auf Teilhabe am Vermögen basiert, nicht auf Sympathie und Respekt.

  10. Inaktiver User

    AW: Ausgleich zwischen gut und böse?

    Ich glaube, dass es die Gerechtigkeit nur im Märchen gibt.

    Der Mensch hat zusätzlich durch das ... nach dem Tod eine andere, neue Spekulation (und damit eine Hoffnung auf Gerechtigkeit erdacht.

    ...=
    Leben nach dem Tod, Nirwana oder anderes

    Klar wird ein Drogenboss auch mal erschossen, aber das kann in diesen Kreisen eben passieren.

    Dem hinterhältigen Vergewaltiger oder Schläger aber eher nicht. Und jucken wird es ihn wohl auch eher nicht. Manch einer ist auch so wenig emotional, dass er bestimmt keine Probleme damit hat. Und warum sollte er deswegen unglücklich sein, oder ein schlechtes Leben haben?Das Opfer hatte es seiner Meinung nach verdient, und gut!

    Sowas sozialromantisches wie ein traurigeres Leben kann ich da nicht erwarten. Auch schlagende Eltern (die von früher, mit den Gerten und der Zucht und Ordnung-Haltung) fühlten sich ja immer im Recht.

    Viele Grüße von

    Kiki

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