... und ich komm' in die krise....
dabei habe ich mir das immer gewünscht,
habe sie zum selbständig sein erzogen.
ich bin seit über 10 jahren alleinerzieherin, seit 5 jahren verpartnert (-die kinder sehen meinen partner als familienmitglied, aber nicht als vater-ersatz), meine kinder sind anfang 20 und 15.
ich bin die "coole" mutter für ihre freundInnen, meine kinder erzählen mir viel von ihrem leben, wir haben eigentlich ein sehr enges vertrauensverhältnis. ich hab vertrauen zu ihnen, dass sie ihren weg gehen, sie "durften" meistens fast alles, weil ich wirklich immer das gefühl hatte, dass sie nur in maßen "über ihre grenzen" gehen und "im pubertären rahmen" relativ vernünftig sind.
sie sind verantwortungsbewusst und haben schule/studium gut "im griff".
sie haben freunde und beziehungen (ok, bei der kleinen bahnt sich gerade das erste mal was an.....).
mit dem sohn wohne ich nicht mehr in einer wohnung, seine ist seine sache- er ist da komplett selbständig. sogar die "kleine" macht ihre wäsche selbst, kocht gerne mal....passt eh alles, ich bin sicher nicht das "allzeit-putzfrau-muttertier".
eigentlich eine super-rundum-erfolgsstory, auf die ich auch stolz bin.
nur irgendwie sitze ich grade zwischen zwei stühlen. ich bn nicht ganz frei und nicht ganz unfrei. es ist was neues....
gestern bin ich mit meinem sohn zusammengekracht (er hatte einen termin, der ausgemacht war, einfach vergessen - ich stand da und dachte: aha, mutter ist unwichtig, da kann mans ja machen)
heute mit meiner tochter (die in ihren aktuelle liebeswirren massiv kratzig und bissig wird....)
- versteht mich nicht falsch: wir fauchen wild, aber dann vertragen wir uns wieder.....
sie erzählen mir ihren liebeskummer, ihre aufregung - und ich spüre es in mir.
ja, ihr werdet sagen: verbitte dir das, es ist ihr leben, das ist nicht deine sache. misch dich nicht ein.
aber ich freu mich ja, wenn sie mich an ihrem leben teilhaben lassen (bei der kleinen halte ich das sogar für wichtig, die ist ja noch nicht wirklich "ganz groß").
und ich versuche auch, nicht allzu viel dazu zu senfen.
ich weiß, es ist kein großes problem, es ist der "normale" ablauf des lebens.
aber es beschäftigt mich...
es ist nicht-fisch-nicht-fleisch....
pubertäre abgrenzung in einem emotional eigentlich sehr vertrauensvollen rahmen.
und wie krieg ich IHRE gefühle aus MEINEM bauch? - ich hatte genug "pubertäre" phasen in meinem leben.....
dazu kommt noch, dass meine tochter so extrem wie ich ist, in emotionalen dingen.....ich kenn das alles schon.
aber ich muss es sie für sich entdecken lassen.
gar nicht so einfach.
kennt ihr diese lebenszeit?
wie habt ihr sie erlebt/ wie erlebt ihr sie?
ps. es ist nicht so, dass ich mich "über die kinder allein" definiere. ich habe einen vollzeitjob, der mich ausfüllt, einen partner, mit dem ich glücklich bin, bekannte, haus, garten.....es gibt genug anderes in meinem leben.
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 48
Thema: Die Kinder werden groß....
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07.08.2015, 13:17Inaktiver User
Die Kinder werden groß....
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07.08.2015, 13:45
AW: Die Kinder werden groß....
Naja meine Mutter geht mir manchmal auch auf den Zeiger, weil sie sich soviele Gedanken macht. Allerdings muss ich sagen, dass ich als pubertierende Person damals, auch immer einen gewissen Respekt hatte bzw. zwar manchmal etwas daneben benahm, aber zum größten Teil eben nicht. Auch meine anderen Geschwister waren eher die ruhigeren. Es gibt auch Jugendliche die ziemlich zickig sind in der Pubertät und kein Respekt mehr haben. Da war ich eher der introvertierte Typ.
Ich sage mal so, meine Eltern hatten kaum Probleme mit mir. Ich habs in mein Leben auch noch nie Drogen genommen oder so. Auch Alkohol habe ich kaum getrunken.
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07.08.2015, 14:12
AW: Die Kinder werden groß....
Geändert von Utetiki (07.08.2015 um 14:32 Uhr)
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07.08.2015, 14:29Inaktiver User
AW: Die Kinder werden groß....
Naja meine Mutter geht mir manchmal auch auf den Zeiger, weil sie sich soviele Gedanken macht.
von der seite aus kenne ich die geschichte schon - erstens sagens mir meine kids und zweitens habe ich es auch selbst erlebt -vor etwa 100 jahren....
neu für mich ist ja die andere seite der sache...
*lachanfall*Das ist der Fehler. Wenn Ihr auch mal so richtig auf die Ka... hauen würdet wie wir früher, dann täten wir Euch liebend gern endlich aus unserem Leben rausschmeißen. Und unser dritter Frühling wäret ewiglich.....
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07.08.2015, 14:51
AW: Die Kinder werden groß....
Es geht ein wichtige Lebensphase "zu Ende", die Phase, in der wir ganz und gar uns um die Kinder kümmern mussten. Du hast ihnen offensichtlich alles Wichtige mit gegeben, nun wird es Zeit zu vertrauen, dass sie das Leben auch allein meistern können.
Mir ging es hauptsächlich mit meiner Tochter, nun 23, so, dass ich sie immer in meinen Gedanken hatte, mein Sohn war schon immer autarker und wollte auch nicht, dass ich alles von ihm weiß, was aber nicht heißt, dass wir uns weniger lieben, nur er macht alles mehr mit sich und Freunden aus.
Meine Tochter erzählt mir auch heute noch fast alles (denke ich jedenfalls), aber seit sie eine eigene Wohnung hat und auch einen sehr netten zuverlässigen Freund, kann ich nun endlich abschalten. Ich leihe ihr immer noch gern mein Ohr, nehme aber ihre Dinge nicht mehr eins zu eins für mich an. Ich werde sie immer lieben, ihr immer beistehen, wenn sie das braucht, aber sie ist erwachsen und lebt ihr Leben.
Und ich kann nun meins genießen, wie ich es mir vorstelle, und ich hätte nie gedacht, dass mir das so gut tut. Also freue dich auf die nächste Phase deines Lebens, hab Vertrauen in deine Kinder und überlege, was du mit deinem Leben weiter anstellen möchtest.
Es gibt keinen Weg zum Frieden, der Frieden ist der Weg (Mahatma Gandhi)
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07.08.2015, 14:59
AW: Die Kinder werden groß....
Ach Rose,
ich sehe wir sitzen im selben Boot. Nicht einfach!
Just breathe!
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07.08.2015, 15:09Inaktiver User
AW: Die Kinder werden groß....
ja, das ist teilweise bei uns auch so.Mir ging es hauptsächlich mit meiner Tochter, nun 23, so, dass ich sie immer in meinen Gedanken hatte, mein Sohn war schon immer autarker und wollte auch nicht, dass ich alles von ihm weiß, was aber nicht heißt, dass wir uns weniger lieben, nur er macht alles mehr mit sich und Freunden aus.
er hat mir schon immer viel erzählt und ich gebe zu, dadurch auch viel gelernt zu haben.
im sinne von:aha, so läuft das bei den männern...
es war aber etwas distanzierter, kommt mir vor. und jetzt sind wir ohnehin bereits in der "endphase", diesbezüglich.
meine tochter ist eine wunderbare, tolle junge dame. wirklich.
aber so ein emotionsbündel, das gleichzeitig so verkopft ist.....(woher kenne ich das bloß?
)
sie fragt mich, ob sie zur party a oder b anziehen soll, ich sage a, lachend, weil ich eh schon weiß, was passiert - sie wählt b.
in kleidungs- und anderen fragen kann ich ja noch damit umgehen -is halt so....
aber manchmal fühl ich mich wie der emotionale mülleimer, und wenn ich dann was dazu sage, kommt mit 100%er wahrscheilichkeit: damals, bei dir war das alles anders, du kennst dich da überhaupt nicht aus.....
ich mag nicht immer nur alles "richtig" machen.
fußaufstampf.
ich weiß ja eh, dass dieser abnabelungsprozess wichtig ist.....erzieherisch wichtig.
aber ich?
ich mag nicht nur "erziehungsperson" sein.....nach einem halben leben mit ihnen......
grrrr.
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07.08.2015, 15:38Inaktiver User
AW: Die Kinder werden groß....
hmpf.
da sagst du was.
ich werd in eine paar monaten 50...und hatte bis vor zwei jahren wirklich ganz viele baustellen, die mich nacheinander trafen (trennung, liebeschaos, "selbstfindung", krankheit, tod von nahestehenden personen -ganz viel, was das leben so bereithält...)
und ich bin sicher auch müder geworden... ich bin unendlich dankbar, dass das leben "läuft", viel arbeit, partnerschaft, garten....blablub.
(und ja, mein freund und ich waren jetzt auch alleine auf reisen, war wirklich schön)
ich glaub, ich will mir nicht schon wieder überlegen müssen, was ich "weiter mit meinem leben anstelle".......
ja, dachte ich mir fast....
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07.08.2015, 17:26Inaktiver User
AW: Die Kinder werden groß....
Einerseits finde ich es klasse! Ich denke auch, unsere Kinder sind so geraten, dass sie ihren Weg gut machen werden. UNd dann.. es sit das los-lassen und das sich bewusst werden, der eigenen Endlichkeit (finde ich).
Aber.. dann finde ich es so toll, dass mein Mann und ich wieder mehr Zeit für uns haben.
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07.08.2015, 17:38Inaktiver User
AW: Die Kinder werden groß....
Glaubst du. Bei mir ist es geschlechtermäßig umgekehrt, und ich dachte mal, ha, jetzt kriege ich mal mit, wie es bei den Frauen läuft. Pustekuchen, trotz allem Reden und Erzählen. Noch mehr Fragezeichen als zuvor.
Vorerst würde ich sagen. Wenn du ein gutes Verhältnis zu ihm hast, wird er schon wiederkommen. Auf einen anderen Ebene, aber einer ebenso schönen.es war aber etwas distanzierter, kommt mir vor. und jetzt sind wir ohnehin bereits in der "endphase", diesbezüglich.


).
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