Ich kann schnell arbeiten, aber nur wenn ich auch wirklich will. Das Problem ist, das ich bei extrem langweiligen, einseitigen Tätigkeiten mir nie die Mühe gemacht habe dazu. Ich hatte da einen Job, bei den man merkte odee merken könnte, dass ich schnell arbeiten kann, doch gab ich mir fast kaum Mühe um die angeforderte Stückzahl zu erreichen. Oft brachte ich 16,67 % weniger Leistung, als ich eigentlich gefordert war. Behalten taten die mich trotzdem, auch wenn ich meistens die Anforderungen nicht erfüllte. An ein anderen Arbeitsplatz zeigte ich mich mal von meiner schnelleren Seite. Allerdings arbeitet man dort meistens immer zu zweit. Dann kam aber meine Kollegin nicht hinterher. Ich konnte mich auch nie den Tempo von ihr anpassen. So hatte ich immer Angst zu schnell sein. Daraus folgte: Ich machte extra langsam, wobei ich dadurch nicht hinterher kam. Zusammenarbeiten finde ich sowieso doof.
Wenn mir eine Tätigkeit zu langweilig ist und ich mich einfach nur unterfordert fühle, mache ich einfach langsamer, als ich eigentlich könnte. Ich weiß, ich setze damit einen Arbeitsplatz auf Spiel, aber das ist mir in den Moment egal, daher sind solche produktionshelferische Tätigkeiten eher nicht für mich.
Ich verliere generell schnell die Interesse, so war es schon in der Schule. Wenn ich z. B. etwas kenne bzw. kann und im nächsten Unterricht wird es wieder wiederholt, dann langweile ich mich auch total.
Die Frage ist, ob das normal ist oder woher kann dieses Verhalten kann? Wie in meinen vorherigen Beiträgen auch nachzulesen: Bei dem ich auch darauf kurz eingegangen bin.... ich kann einfach nicht effizient arbeiten, wenn ich mich unterfordert fühle, merke aber bei anderen Leuten, dass diese keine Probleme mit "langweiligen" Tätigkeiten haben...
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Ergebnis 1 bis 2 von 2
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07.08.2015, 04:29
Keine Lust, weil langweilig! (Arbeitsplätze)
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07.08.2015, 06:02
AW: Keine Lust, weil langweilig! (Arbeitsplätze)
Dass bei langweiligen Arbeiten bzw. Routineaufgaben die Gedanken schneller abschweifen kennt wohl jeder. Auch, dass man sich zu langweiligen Aufgaben eher nicht so gut "aufraffen" kann.
Nun bringt jeder Beruf, auch einer, den man grundlegend durchaus interessant und "fesselnd" findet, langweilige, unangenehme Aufgaben mit sich, die trotzdem erledigt werden müssen.
Da muß man sich "Motivationsstrategien" suchen- entweder, man denkt sich- je eher dabei, desto eher davon- und erledigt diese so schnell wie möglich, damit man sich wieder anderen, interessanten Dingen zuwenden kann, man legt solche Aufgaben auf Zeiten, in denen man froh ist, nach wirklich anstrengenden (körperlich oder geistig) Tätigkeiten etwas Einfaches tun zu können....oder man rechnet sich schlichtweg aus...."In dieser Zeit habe ich X Euro verdient".
In der Arbeitswelt ist dieses Phänomen durchaus bekannt, Fabrikplaner berücksichtigen sie durchaus. So wird bei "Bandarbeit" mittlerweile oftmals in sog. Produktionsgruppen gearbeitet, damt ein Arbeitnehmer nicht tagaus, tagein den gleichen Handgriff tun muß, über Jahre und Jahrzehnte, es gibt Firmen, deren (Band-)Produktion in regelmäßigen Abständen "stoppt", damit die Mitarbeiter kurze "Trink- und Rauchpausen" zusätzlich zu den normalen Pausenzeiten machen können, was auch etwas helfern kann...
Wenn man mit solchen Tätigkeiten sowohl im Beruf als auch im Privatleben Probleme hat, liegts oft an mangelndem Durchhaltevermögen bzw. einer eher kurzen Konzentrationsfähigkeit. Das lässt sich durchaus trainieren.


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