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    AW: Hilfe :-(Wie stärke ich mein Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen und Selbstbewussts

    Aber weil ich so aktiv bin, schließe ich jetzt mal Depressionen aus - denn da wäre ich doch anders drauf... (?)
    Deine Psychotherapeutin wird dir eine Störung diagnostiziert haben, wenn die Psychotherapie über eine Gesetzliche Krankenkasse finanziert wird. Frage nach deiner Diagnose, wenn es dich interessiert. Du hast ein Recht diese zu erfahren.

    Grüße
    Luftpost

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    AW: Hilfe :-(Wie stärke ich mein Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen und Selbstbewussts

    Guten Morgen zusammen,

    Pilgern zu gehen hatte ich auch immer mal wieder im Kopf. Letztendlich hielt mich immer davon ab, dass ich irgendwie Angst davor hatte. Also Angst vor dem Alleinsein: Angst vor dem alleine durch den Wald laufen und Angst, mit mir selbst allein zu sein. Ich weiß, darum geht es ja. Aber ich konnte mich dazu einfach noch nicht durchringen. Vielleicht "quetsch" ich dazu noch mal ne Freundin aus, die schon mehrmals Pilgern war...

    Liebe PetitPois, du sprichst mir aus der Seele!!! Genau so ist es! Was bin ich selbst?
    Hast du schon etwas gefunden, was dir in den letzten Jahren vielleicht ein bisschen geholfen hat?
    Hast du auch Schwierigkeiten, dich sicher und geborgen zu fühlen? Bei mir ist es, als ob ich solche Gefühle nicht genießen könnte, weil ich davon ausgehe, dass sie eh bald vorbei sind. Klingt absurd, oder?
    Meine Kindheit war nicht wirklich sorgenfrei, unbeschwert und glücklich. Könnte mir schon vorstellen, dass hierin die Wurzel liegt. Aber so ist es nun mal, das akzeptiere ich inzwischen. Letztlich kann kann ich die Vergangenheit ja auch nicht ändern. Ändern möchte ich aber, was aus dieser Wurzel gewachsen ist und immer weiter wächst. Ich mag mein Leben nicht mit Traurigsein und Einsamkeit "vergeuden".

    Es weiß tatsächlich keiner in meinem Umfeld, wie es mir geht. Wie ist das bei dir?
    Ich bin gerade dabei, einen Reha-Antrag (psychosomatisch) zu stellen. Hatte mich lange gegen diese Option gewehrt. Ich hoffe nun jedoch, das bringt mich ein wenig weiter...

    @Luftpost: Diagnose? Ja, da triffst du in die goldene Mitte! Das war und ist mir auch selbst total wichtig. Denn ich habe den Eindruck, wenn ich wüsste, was mit los ist, dann kann ich auch dran arbeiten. Inzwischen kann ich mir fast eine Diagnose aussuchen, denn ich habe in den letzten Jahren alles Mögliche gehört - was im Übrigen immer wieder duch einen anderen Arzt widerlegt wurde; ADS, Depressive Verstimmung, Posttraumatische Belastungsstörung, Borderline, Depressionen durch die Pille, Depressionen wegen Hashimoto (Schilddrüsenerkrankung), Hochsensibilität, Manisch-Depressiv...
    Manisch-Depressiv ist das aktuellste. Allerdings würde ich sagen, wenn dann mit Mini-Manien u konstanten mittleren Depressionen. Allerdings trifft da auch wieder vieles nicht auf mich zu. Denn ich bin einfach zu aktiv. Ich mache ja total viel, versuche neue Hobbies... Ich ziehe mich nicht zurück... Aber vielleicht habe ich ja auch eine spezielle Form...

    Ich kenne dieses Gefühl der Grundeinsamkeit und Grundtraurigkeit einfach schon soooo lange. Wenn, dann wäre ich seit 20 Jahren (bin jetzt knapp 33) manisch-depressiv...

  3. Inaktiver User

    AW: Hilfe :-(Wie stärke ich mein Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen und Selbstbewussts

    Liebe Butterfly, die letzten Jahre habe ich quasi damit verbracht, daran zu arbeiten, mein eigenes Vorbild zu sein. Wie das geht? Leider habe ich noch keine Patentrezept dafür gefunden, sonst würde ich es in Tüten verpacken und verkaufen

    Was mir in wirklich schwarzen Tagen geholfen hat, war wirklich von Tag zu Tag zu leben. Nicht an nächste Woche denken, nicht an zurück denken, sondern bewusst diesen einen Tag anzugehen. Heute! Auch wenn er so schlecht ist, in 24 Stunden ist er vorbei.

    Das skurrile daran ist doch, dass wir selten in uns gehen und an uns arbeiten, wenn es uns gut geht.
    Meist dann genießt man die gute Zeit, doch ist man wirklich dann auch mit sich im Reinen?

    Bisweilen hatte ich so Anwandlungen, dass ich mich komplett angezogen in eine Decke gemummelt habe, dann hatte ich das Gefühl von Schutz und das Gefühl, mich spüren zu können.

    Mein Freund hat mich zu einer anderen Sichtweise inspiriert. Wenn diese schlechten Gefühle kommen, nicht davon überwältigen lassen, einfach anschauen, wie Du einen Schmetterling anschaust, der an Dir vorbeifliegt (diese Idee mit dem Schmetterling habe ich wohl gerade jetzt, da ich auf der Terrasse sitze und ein Zitronenfalter vorbeiflattert).
    Lass Sie nicht Teil von Dir werden. Gefühle kommen und gehen, Du entscheidest wie tief sie dich berühren dürfen, lass dir dieses Zepter nicht aus der Hand nehmen. Versuche es analytisch zu beobachten, es sagt Dir so viel über Dich aus!
    Warum, weshalb, welchen Zweck es hat, was das Gefühl Dir sagen möchte.

    Wenn mich etwas besonders gewurmt hat, hab ich mir Gedicht dazu einfallen lassen. Schwarze Poesie nenne ich das, wenn ich mir meine Umgebung anschaue und es in mir gärt. Glaub mir, da sind schon recht heftige Reime zusammen gekommen.
    Ein Weg für Dich wäre auch, genau diese Gefühle in einer Art von Kunst auszudrücken.
    Kein Wunder bieten sie in den meisten Kuren kreative Techniken an. Das Gute daran ist, dass Du dem Gefühl Ausdruck verleihst und es erst mal aus Dir heraus kommt, nicht mehr nur Teil von Dir ist.
    So kannst Du dann dein vollendetes Werk als Ausdruck deines Kummers anschauen, es betrachten und sagen, dass es nicht mehr länger zu Dir gehört.

    Ob mein Umfeld darüber Bescheid weiß? Ich glaube nicht wirklich. Als ich längere Zeit wegen Burnout bzw. Erschöpfungsdepression krank geschrieben war, habe ich versucht meinen Kollegen die Situation zu erklären, begreifbar zu machen. Leider kamen auch danach immer noch schräge Sprüche, nicht in meine Richtung, doch Allgemein zu dem Thema Burnout. Ich habe mir das immer verbeten und versucht mal die Sichtweise auf eine andere Bahn zu bringen, es wagt keiner mehr in meiner Gegenwart Sprüche über Depressionen zu machen.

    Zu meiner Familie habe ich den Kontakt abgebrochen, das war auch ein Teil der Therapie.
    Wie heißt es so schön? In Liebe gehen lassen, ja das versuche ich nun, denn niemand auf der Welt möchte mit Absicht Dich verletzen. Meist ist es Egoismus, Gedankenlosigkeit, die eigene Hilflosigkeit oder eigene Verletzungen, die Menschen handeln lassen, wie sie handeln. Wenn Deine Kindheit voller Kummer war, dann war das niemandes Absicht, vielleicht konnten Deine Eltern damals nicht anders. Glaub mir es kostet Kraft und Tränen zu dieser Einsicht zu gelangen.

    Was war denn in deiner Kindheit so kummervoll? Gibt es eine Möglichkeit sich mit diesen Themen auszusöhnen? Das kannst Du auch ganz alleine mit Dir selbst ausmachen, es hat seine Wirkung.

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    AW: Hilfe :-(Wie stärke ich mein Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen und Selbstbewussts

    Ich glaube, dass vieles unserer Gemütslage von den Hormonen abhängt.
    Mein Therapeut sagt oft, niemand kann genau wissen, was da im Körper vorgeht. Und dass man mit Gegrübel über das "warum" sich keinen Gefallen tut, wenn man schon Therapie gemacht hat, und die Vergangenheit soweit aufgearbeitet ist.
    Also denke ich mir, wenn ich einen schlechten Tag erwischt habe "Ok, die Hormone..." und "morgen ist es wieder besser" (was es dann auch ist).

    Selbstbewusstsein pimpen:
    Rhetorik für Frauen belegen.
    Hat mir viel gebracht. Gibt es auch günstig an den Volkshochschulen.

    Jeden Abend eine Karteikarte machen. Darauf drei Dinge notieren "Was habe ich heute gut gemacht".

    Die Homepage zeit-zu-leben abonnieren. Da sieht man, dass man eine von vielen ist, mit Gedanken über dieses...und jenes... und dass alle nur mit Wasser kochen.
    Man bekommt da auch z.B. tolle pdfs, z.B. Kärtchen mit Motivationssprüchen. "Was kann ich mir JETZT gutes tun?".

    Sich um andere kümmern. Nicht immer im eigenen Saft sieden.

    Leute meiden, die einem aus irgend einem Grund nicht gut tun.

    Einen passenden Chat im Internet suchen, wo man spontan bei Bedarf Gedanken/Probleme ansprechen kann, wo man unterstützt wird, wo man wieder aufgebaut wird, und auch anderen weiter hilft.

    Mit Tieren Umgang pflegen.
    Katzen und Hunde sind die reinsten "Therapeuten".

    Pläne schmieden.
    Was möchte ich Schönes für mich erfahren, lernen, erreichen, können?

    Chi Gong ausüben.
    Auch hier: VHS, Kurse an Krankenhäusern...usw., muss nicht teuer sein.
    Oder eine DVD besorgen.

    Oder andere Technik zur Entspannung lernen = Schritte in die Gelassenheit = Schritte zu mehr Selbstbewusstsein.

    Beruf:
    Wenn Anerkennung nicht sowieso kommt, ruhig mal nachfragen "Und, war das klasse von mir?".

    Tu das, wovor du Angst hast. Nicht ausweichen.
    Wo ist Angst ist, ist der Weg!
    Mir hat es sehr geholfen, zu erkennen, dass hinter vielem Verhalten Ängste stecken. Das kann man therpeutisch wunderbar herausarbeiten. Und sich dann bewusst dafür entscheiden, dieser Angst keine Chance mehr zu geben. (Ist ein Prozeß, natürlich).

    Mein kleines Brainstorming.

    Gute Besserung,
    und eine gute Zeit in der Reha. Ich hatte auch schon Rehas, und bin jedes mal einen grossen Schritt weitergekommen.

    GLG Karla
    The original Karla
    est. 2006


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