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Thema: Weiblicher Narzissmus
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18.07.2015, 14:50Inaktiver User
AW: Weiblicher Narzissmus
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18.07.2015, 14:54Inaktiver User
AW: Weiblicher Narzissmus
Meine Frage zielte darauf ab, ob er einen Leidensdruck hat, der ihn zu irgendeiner Änderung zwingt. Das ist offenbar nicht der Fall. Deine Probleme in der Partnerschaft mit ihm (ist er dein Lebensgefährte?) musst du wohl für dich lösen.
Vielleicht hat er es auch nur "eingesehen", um dir eine Freude zu machen oder damit du (endlich?) Ruhe gibst.
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18.07.2015, 14:55Inaktiver User
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18.07.2015, 15:00Inaktiver User
AW: Weiblicher Narzissmus
Umstritten im Hinblick worauf? Dessen Einsatz, z.B. bei Auswahlverfahren, ja, zurecht.
An sich ist es aber der beste zur Verfügung stehende empirische Persönlichkeitstest, den es gibt. Um also zu zeigen, wer vor uns beiden "verrückter" ist, meinetwegen innerhalb dieses Modells, dafür ist der Test bestens geeignet. Das kann man nicht wegdiskutieren. Wobei, Narzissten können bekanntlich alles und besser.
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18.07.2015, 15:02
AW: Weiblicher Narzissmus
Co-Abhängigkeit?Gibt es eigentlich schon einen Fachbegriff für den Zwang, sich ständig mit dem Thema Narzissmus zu beschäftigen?
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18.07.2015, 15:11
AW: Weiblicher Narzissmus
Ich halte eine Beziehung mit einem Narzissten für die Quadratur des Kreises, zumindest solange er sein Problem nicht eingesehen hat:
Der Narzisst ist [...] nicht in der Lage, einen anderen zu lieben, sondern denkt nur an sein eigenes Wohlergehen. Gleichzeitig erwartet er von seinem "Partner", dass er ihn bis zur Selbstaufgabe liebt/ sich für ihn aufopfert, weil ihm das zeigt, was für ein toller Hecht er ist. Außerdem muss man damit rechnen, von einem Moment auf den anderen von ihm fallen gelassen zu werden wie eine heiße Kartoffel, wenn Mr. Supertoll etwas Besseres gefunden hat. Eine solche "Beziehung" ist deshalb für den "Partner" [...] destruktiv und sinnlos [...].
[...]
Ein Narzisst wird sich sein Problem allerdings niemals eingestehen, denn das käme quasi einer Zerstörung seiner Identität gleich. Ein solcher Mensch definiert sich nämlich darüber, wie toll er ist. Selbsterkenntnis ist aber bekanntlich der erste Weg zur Besserung. Es ist auch fraglich, ob man einem Narzissten überhaupt helfen kann oder ob man ihn einfach so annehmen muss, wie er ist. Andererseits kommt ein Narzisst aber eventuell besser mit seiner Umwelt und mit sich selbst klar, wenn er seine Störung erkennt und sein Verhalten (auch anderen gegenüber) versteht und daran etwas ändert. Wenn er das nicht tut, steht er vielleicht irgendwann ganz alleine da.
Der entscheidende Punkt ist aber, ob man jemanden lieben kann, der kein Herz hat. Die Liebe, die ihm entgegengebracht wird, dringt auch nicht zu seinem Herzen durch, sondern prallt an ihm ab wie an einem Panzerglas. Vielleicht kann ein solcher Mensch aber den Zugang zu seinen oftmals in früher Kindheit oder Jugend aufgrund leidvoller Erfahrungen wie z. B. Mobbing unterdrückten Gefühlen auch wiederentdecken und sein Herz wieder öffnen.
Die Beziehung mit einem Narzissten ist für den Partner außerdem ein ständiger Drahtseilakt, bei dem man Gefahr läuft, sich aufzureiben und seine Selbstachtung zu verlieren. Wenn das eintritt, wird man für einen solchen Menschen auch uninteressant.
Letztendlich erfüllt man für diesen nur eine Funktion, man wird nicht als Mensch wahrgenommen. Deshalb ist man auch jederzeit ersetzbar. Das erkennt man auch daran, dass ein Narzisst sich sofort nach einem neuen Partner umschaut, sobald irgendwelche Probleme in der Beziehung auftauchen oder er denkt, er sei nicht mehr der Mittelpunkt, um den sich der andere dreht. Er sucht nur einen Menschen, der seine Bedürfnisse erfüllt, die Wünsche des Partners spielen für ihn keine Rolle. Narzissten haben auch oft mehrere Beziehungen gleichzeitig, wenn ihnen der andere nicht all das geben kann, was sie benötigen, oder sie sich ihrer Gefühle nicht sicher sind. Einem solchen Menschen kann man deshalb im Normalfall auch nicht vertrauen.
[...]
Einem Narzissten muss man ständig beweisen, wie wichtig er einem ist (z. B. durch wiederholte Rückmeldung oder indem man stundenlang auf ihn wartet), weil ihm irgendwie das Vertrauen in den anderen fehlt (wahrscheinlich schließt er von sich auf andere) und/ oder weil er aufgrund des mangelnden Selbstvertrauens ständig Bestätigung von anderen benötigt. Wenn man nicht die zeitlichen und/ oder finanziellen Ressourcen hat, um ihm die Aufmerksamkeit, die er braucht, zuteil werden zu lassen und/ oder man sein eigenes Leben auf die Reihe bekommen muss, lässt sich das mit der Bedürftigkeit des anderen wohl nicht vereinbaren, außer er versteht, wieso man ihn z. B. nicht ständig sehen kann, obwohl man ihn selbst sehr vermisst.
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Ein Narzisst ist kaum zu echten Gefühlen fähig. Er träumt zwar von der wahren Liebe und kann davon überzeugt sein, diese gefunden zu haben. Er liebt den anderen aber nicht so, wie er ist, sondern er liebt die Vorstellung, die er von diesem hat. Er empfindet Menschen gegenüber, die ihm nahestehen, eine gewisse Vertrautheit, aber echte Anteilnahme kennt er nicht. Ich halte es jedoch nicht für ausgeschlossen, dass solche Menschen in sich ein liebendes Herz entdecken können.
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Ein solcher Mensch möchte, dass man ihn bedingungslos liebt. Da man sich aber auf ihn nicht verlassen kann, hieße das, sehenden Auges in sein Verderben zu laufen. Wenn er nicht bedingungslos geliebt wird, stellt er jedoch die Beziehung in Frage. Vielleicht hilft es allenfalls etwas, wenn er diese ausweglose Situation, in der sich der Partner befindet, versteht.
Das habe ich bei amazon in einer Rezension zu dem Buch von Tucker Max "Und in der Hölle mach ich weiter: Bekenntnisse des größten Frauenhelden der Welt" gelesen.Geändert von liebestoll (18.07.2015 um 16:31 Uhr) Grund: Zitat gekürzt
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18.07.2015, 15:12Inaktiver User
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18.07.2015, 15:13
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18.07.2015, 15:14Inaktiver User
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18.07.2015, 15:14Inaktiver User



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