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  1. Inaktiver User

    AW: Weiblicher Narzissmus

    Zitat Zitat von Sprachlos Beitrag anzeigen
    Ich schließe mich an. Es würde mich auch konkreter interessieren, wie die "Erscheinungsform" ist. Vorstellbar, dass weiblicher Narzissmus sich anders äußert als bei Männern.
    Ich bin kein Experte, alles was ich zu dem Thema zu sagen habe basiert weitgehend auf persönlicher Erfahrung und Sam Vaknin‘s Buch „Malignant Self Love“.

    Das ist ein weites Feld, was mir spontan zu der Frage einfällt:

    Weibliche Narzissten leiden relativ oft gleichzeitig auch an der Borderline Persönlichkeitsstörung.

    Alle Narzissten lassen sich in zwei grundlegende Typen unterteilen, die überwiegend Intellektuellen und die überwiegend auf ihr Äußeres (und Sex) ausgerichtete. Überwiegend deshalb, weil beide Typen das jeweils andere Verhalten phasenweise annehmen können. So kann der überwiegend intellektuelle Narzisst für eine kurze Zeit zum sexbesessenen werden und umgekehrt der eigentlich überwiegend sexbesessene kurzzeitig zum Enthaltsamen. Narzisstische Frauen haben in der Regel im überwiegend intellektuellen Typ auch immer eine starke Ausrichtung auf ihr Äußeres.

    Weibliche Narzissten tendieren eher dazu ihre Familie, die Kinder für die Regulation ihres Selbstwertgefühls zu missbrauchen (sprichwörtlich). Männer eher im Berufsleben. Da Narzissten trotz des moralischen Relativismus und der sehr oft vorkommenden sexuellen „Perversion“ eher konservativ sind, spiegeln sich klassische Rollenbilder in ihrem Verhalten wider. Männer beziehen ihre Aufmerksamkeit und Bestätigung eher aus dem Bereich sexueller Eroberungen, beruflichen Erfolgs, Geld, Macht usw. Frauen eher aus Attraktivität, äußerlichem familiärer Harmonie und Vorbildlichkeit, moralischer „Reinheit“ usw.

    Weibliche Narzissten sind eher Passiv-Aggressiv und neigen im Gegensatz zu männlichen Narzissten seltener zu körperlicher und verbaler Gewalt, außer sie sind Borderline-Narzissinen, denn die sind oft sehr impulsiv.

    Komplementärnarzissten sind in ihrer überwiegenden Mehrheit weiblich.

  2. Inaktiver User

    AW: Weiblicher Narzissmus

    @Amelie63

    Tut mir leid, aber dann sind wir eben unterschiedlicher Meinung.

    Narzissmus ist auch ein gesellschaftliches Problem, deswegen möchte ich es AUCH auf einer Ebene für mich betrachten und verstehen, die mit meiner persönlichen Geschichte nichts zu tun hat.

    Was den Narzissmus von den meisten anderen Persönlichkeitstörungen unterscheidet, ist der völlige Mangel an Empathiefähigkeit der Betroffenen. In diesem Sinne fehlt den Narzissten das eigentlich Menschliche.

    Für mich persönlich ist das Thema unter einem anderen Aspekt auch besonders interessant, nämlich der Zusammenhang zwischen der Borderline-Störung und der Narzisstischen Persönlichkeitsstörung. Obwohl es dort eine offensichtliche Verbindung gibt, findet man dazu in der Literatur zum Borderline äußerst wenig.

    Damit entfernst du dich nur weiter von dir selbst und gibst denen Energie, die du ablehnst (die angeblichen Narzissten)
    Durch den Zusatz des "angeblichen" greifst Du mich persönlich an, weil Du unterstellst, ich könnte das nicht im ausreichendem Maße beurteilen, woher weißt Du das denn? Das ist eine Unterstellung oder kennst Du "meine" Narzisstin persönlich?

    Ich lehne niemanden ab, wie denn auch? Wie soll man eine allgemeine Pers. Störung, die eine Spektrum ist persönlich ablehnen. Außerdem, jeder Betroffene wovon auch immer kann so damit umgehen, wie er möchte und selbst wenn es meine Art ist das Ganze zu verarbeiten, so ist das dann eben.

  3. gesperrt

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    AW: Weiblicher Narzissmus

    Man kann sich sein gegenüber ja oftmals nicht aussuchen, z.B. im Berufsleben.

    Aber, ehrlich gesagt habe ich lieber einen Nazissten als gegenüber als einen Borderliner.
    Erstgenannte sind wenigstens berechenbar.

    Grüße
    Luftpost

  4. Inaktiver User

    AW: Weiblicher Narzissmus

    Zitat Zitat von Amelie63 Beitrag anzeigen
    Ich mag den inflationären Gebrauch des Wortes Narzissmus nicht.
    Ich auch nicht.

    Zitat Vitinanaer: Nun, die (suggerierte) Frage ist relativ leicht zu beantworten. Narzissten sind auch Mütter, Geschwister, Großeltern, Chefs… es ist also nicht wirklich schwer „hereinzufallen“. Opfer sind nicht immer nur die unmittelbaren Partner der Narzissten.
    Als erwachsener Mensch kann man sich aber normalerweise entsprechend abgrenzen und übernimmt Verantwortung für sein handeln.

    Zitat Vitinanaer: Echte krankhafte Narzissten sind nicht in der Lage irgendeine Form der persönlichen Verantwortung zu übernehmen, ein abschließendes Gespräch, eine Klärung, dazu sind sie absolut unfähig, in der Regel gibt es schlicht und ergreifend keine Antworten auf die zahlreichen Fragen des verstörten, verängstigen, verwirrten Opfers.
    Ich mag diese Opfermentalität nicht. Nach Deiner Schilderung hast Du zweifellos gelitten. Ich sehe aber keine Sinn darin Narzissten bis ins Kleinste zu analysieren und zu thematisieren. Es geht doch um die Frage was Dein Anteil daran ist Dich auf so eine Beziehung eingelassen zu haben. Das scheinst Du ja inzwischen gut überblicken zu können, dennoch lässt es Dich nicht wirklich los. Warum?


    Zitat Zitat von Amelie63 Beitrag anzeigen
    Du wärst nicht der oder die (ist mir noch nicht klar geworden, ob du Weiblein oder Männlein bist) einizige, der/die den NARZISSMUS zu seinem/ihren (Lebens-)thema macht und ihn über die (angeblich) narzisstischen Menschen stellt. Letzteres würde es jedoch ermöglichen, einen Umgang mit diesen für sich zu entwickeln (mit oder ohne Fremdhilfe) und aus der Opferrolle auszusteigen.

    falls du selbst eine Mißbrauchsvergangenheit hast, dann wäre die Dynamik verständlich, aber daraus kannst du nicht schließen, dass es jedem so geht. Wenn du dich mit psychisch gestörten Leuten so dermaßen verhakelst, dann guck dir die Beziehungen selbst an, und verlier dich nicht in irgendwelchen Schubladen, Diagnosen und Stempeln. Damit entfernst du dich nur weiter von dir selbst und gibst denen Energie, die du ablehnst (die angeblichen Narzissten)

    Den Narzissmus an sich zum Thema zu machen (egal, ob weiblichen oder männlichen), das erinnert mich an den "Tanz ums Goldene Kalb", nur im negativen Sinne. Ich hab die Frage schon mal in einem anderen Narzissmusthread gestellt: was wäre, wenn es den Narzissmus gar nicht gäbe? Was würdest du mit der Energie, die du in dieses Thema steckst, dann machen? Mit was würdest du die so entstehende Lücke füllen?

    Den Narzissmus selbst wirst du nicht abschaffen können, d.h. du kannst da ohne Ergebnis dich dein Leben lang drum kreiseln. Wenn du aber in ungesunden Beziehungen gefangen warst und da auch immer noch dran zu knabbern hast - dagegen kannst du was tun.
    Zustimm!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Narzissmus ist auch ein gesellschaftliches Problem
    Komisch nur das ich davon nichts mitbekommen habe. Will sagen, es hängt stark davon ab worauf man seinen Focus richtet.
    Geändert von Inaktiver User (18.07.2015 um 08:32 Uhr)

  5. Inaktiver User

    AW: Weiblicher Narzissmus

    Schon Francois Lelord und Christophe André haben sich mit ihrem Buch "Der ganz normale Wahnsinn" (Vom Umgang mit schwierigen Menschen), erschienen im Aufbauverlag, u.a. mit narzissitischen Persönlichkeiten auseinandergesetzt. Ein sehr informatives und lesenswertes Buch .

    Wie schon Luftpost geschrieben hat: Wir können uns unser "Gegenüber" oft nicht aussuchen, aber wir haben es in der Hand, WIE wir mit ihnen umgehen und WAS wir uns gefallen lassen oder nicht.

  6. Inaktiver User

    AW: Weiblicher Narzissmus

    Zitat Zitat von Amelie63 Beitrag anzeigen
    Du wärst nicht der oder die (ist mir noch nicht klar geworden, ob du Weiblein oder Männlein bist) einizige, der/die den NARZISSMUS zu seinem/ihren (Lebens-)thema macht und ihn über die (angeblich) narzisstischen Menschen stellt. Letzteres würde es jedoch ermöglichen, einen Umgang mit diesen für sich zu entwickeln (mit oder ohne Fremdhilfe) und aus der Opferrolle auszusteigen.
    Durchaus möglich, dass das vorkommt, aber wieso gehst du bei jemandem, der sich mit einer gerade erlebten Opferrolle beschäftigt, davon aus, dass das in einem ungesunden, unangemessenen Ausmaß stattfände?
    Man kann immerhin nur aus einer Opferrolle aussteigen, wenn man sie als solche erkennt. Wie soll man denn eine Ohnmachtserfahrung durch arbeiten, biografisch integrieren und hinter sich lassen, wenn man sich nicht auch mit der Täterperson beschäftigt? Wer eine Misshandlungsbeziehung hinter sich lassen will, muss sich - das ist hoch konstruktiv und so gar nicht Opferig - mit seinem Bild von der misshandelnden Person auseinandersetzen, hinter die Fassade sehen. Denn die Spiegelung, die "Narzissten" geben, ist total verdreht und größtenteils unwahr und manipulativ. Re-empowerment bedeutet zunächst, dass diese Lügen erkannt und ihre Quelle verstanden sein will.
    Wenn du mal so richtig dem Psychoterror ausgesetzt warst, zweifelst du, gerade weil du normal tickst, schon erst mal ordentlich an dir selbst, und aus diesem falschen Selbstzweifel kommt man am besten wieder raus, wenn man verstehen lernt, was der wahre Grund für das Verhalten des Expartners war/ist.

    Ganz besonders wenn man noch gestalkt wird, sucht man verzweifelt nach Strategien und Lösungen, dem zuentkommen.

    Wieso hier ein angemessenes Verhalten und ein begründetes Interesse so deuten, als sei die problematische Person die, die gerade aktuell das Opfer ist oder kürzlich noch war?

    (Beim TE bin ich mir nicht sicher, wie geistig gesund er ist, und durchschaue den Hintergrund überhaupt nicht, aber dem Grunde nach finde ich die Haltung, die du da ausdrückst, doch etwas Schlagseitig.)

    Sorry, vita für o.t., bin schon wieder weg.

    Ika

  7. VIP

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    AW: Weiblicher Narzissmus

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Wie schon Luftpost geschrieben hat: Wir können uns unser "Gegenüber" oft nicht aussuchen, aber wir haben es in der Hand, WIE wir mit ihnen umgehen und WAS wir uns gefallen lassen oder nicht.
    Genau. Aus der genauen Analyse müssten dann Handlungsoptionen folgen, die dafür sorgen, dass man selbst nicht mehr geschädigt wird. Ein Verharren in der Analyse gibt dem Narzissten Macht.
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

  8. Inaktiver User

    AW: Weiblicher Narzissmus

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wie schon Luftpost geschrieben hat: Wir können uns unser "Gegenüber" oft nicht aussuchen, aber wir haben es in der Hand, WIE wir mit ihnen umgehen und WAS wir uns gefallen lassen oder nicht.
    Ja, im Grunde schon, und langfristig auf jeden Fall. Nur gilt es auch zu bedenken, dass Narzissten (bitte erlaube mir den Oberbegriff, das soll keine Diagnose sein, aber einen Typus skizzieren) ausgeprägte Machtmenschen sind, die sehr wohl wissen, wann sie ihre Fratze zeigen können: Wenn ihr Opfer nicht ausweichen kann. Zumindest nicht so einfach eben mal so, ohne erhebliche Verluste zu erleiden.
    Zum Beispiel am neuen Arbeitsplatz (da wechselt man nicht so einfach schon nach drei Wochen und hat noch keine Verbündeten und kein Standing), als Kind von, als Nachbar im grade gekauften Haus, als Partner, dem alles palletti erschien, bis man zusammen gezogen ist (und im Mietvertrag steht und den Umzugsstress noch kaum verkraftet hat), als Schwangere, auf der gemeinsamen Urlaubsreise im Ausland, weit weg von allen Ressourcen, etc....

    Die schlagen da zu, wo sie können, und sie wissen, dass sie können. Das ist keineswegs eine Schwäche der Opfer, sondern das sind völlig normale Situationen, an denen keiner vorbei kommt, und in denen man darauf angewiesen ist, dass sich das Umfeld einigermaßen okay verhalten wird.

    Man kann sich nicht immer wirksam gegen Psychoterror zur Wehr setzen oder sich entziehen. Es bleibt die Schuld beim Täter, der eine solche Situation perfide herbei zu führen versucht, und erbarmungslos ausnutzt.

    Ika

  9. Inaktiver User

    AW: Weiblicher Narzissmus

    Der Narzissmus-Typus ist sehr vielschichtig und Wikipedia erläutert sehr gut, in welche verschiedenen "Facetten" sich dieser aufteilen kann.

    Narzissmus per se immer als negativ zu betrachten, halte ich z.B. auch für falsch. Wir wären in der Kultur um vieles ärmer, gabe es diesen "Trieb" nicht .

    Und sicher ... in unserer Arbeitswelt kann es da schon zu großen Turbulenzen kommen, wenn wir einem derartigen Typus über den Weg laufen bzw. vielleicht sogar gezwungen sind, mit ihnen zusammen zu arbeiten. Aber auch hier gibt es Lösungen (schlimmstenfalls, wenn nichts hilft .. den Job wechseln). Im Privaten ist es m.E. einfacher, in dem man geht. Und ob hinter jedem "Stalker" ein Narzisst steckt, vage ich zu bezweifeln. Hier liegt eher eine psycho-soziale Störung vor?

  10. Inaktiver User

    AW: Weiblicher Narzissmus

    @ika

    Das mag ja alles sein und dennoch hängt es von der eigenen Persönlichkeitsstruktur ab ob mir derlei im Leben begegnet.

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