Hey ,
Wer sich noch erinnert, vor 3 Monaten habe ich hier schon mal etwas geschrieben. Seitdem ist viel passiert und ich fühle mich wesentlich besser. Leider kann ich die Gedanken an das Geschehene nicht verarbeiten. Ich denke täglichdaran. Nachdem ich hier geschrieben habe und mir der Tipp mit reempowernment gegeben wurde, ist mir einiges klar geworden.Ich habe auch das Buch gelesen was mir hier empfohlen wurde.
Ich hab mich ja so was von selbst belogen und hab während der Beziehung immer gedacht, es wird wieder schön. Aber nein, nach dem ersten Ausraster wurde es immer schlimmer, und dieser erfolgte schon viel früher als ich mich erinnerte , nämlich schriftlich. *Als ich ihn fragte, warum wir nicht zum Weihnachtsmarkt gehen konnten, ist er sehr ausfallend geworden, hat mir gesagt ich habe Rücksicht zu nehmen und wenn mir das nicht passt, müsste er wieder in seine Ferienwhg gehen und dann würde das mit uns auch *nicht mehr lange halten. Mir war damals so schlechtals ich das gelesen habe, dass ich mich übergeben musste. Ich weiß, dass ich sehr unglücklich war aber es verdrängt habe. *Dann die ständige Kritik, falsche Behauptungen und die Ignoranz. Immer dachte ich es wird wieder. *Ich fragte in meiner letzten Kraft einmal, ob er auch mal etwas gutes über mich sagen könnte. Jeder andere Mensch hätte etwas nettes gefunden. Was ich hörte, hat mir den Boden unter den Füßen weggezogen. " Lass mich überlegen, nein im Moment kann ich nichts gutes über dich sagen" .
Körperlich hat er mich nur noch benutzt, wenn ihm danach war. Er kam gleich zur Sache. Da war kein Kuscheln und nix liebevolles mehr. Danach hat er mich liegenlassen und ist wieder zum Fernsehen übergegangen. Zum Schluss hat er sich nicht mal die Mühe gemacht, die Klamotten auszuziehen. Wenn ich ihn ausziehen wollte, kam nur: das bleibt an! Es war also nur ne Art Quickie! Mir liefen dabei öfters die Tränen, die er aber nicht sah. *Er war nicht grob, einfach nur gefühllos. Ich kam mir wie ein. Stück Dreck vor, mehr noch : wie eine Nutte! Dann die üblen Scherze. Das schlimmste war mal als er mir glaubhaft *versichern wollte, das in der Firma gerade aufgeräumt würde und einige gekündigt wurden.( Ich war zu dem Zeitpunkt Zuhause, nach meiner op) er sagte,dass ich auf der Liste stehen würde. Er versicherte mir dies unheimlich detailliert und ich wusste nicht ob er einen Scherz machte oder nicht. Als ich sagte,dass ich so was nicht witzig finde,*machte er weiter. Irgendwann ließ er dann die Lüge auffliegen und fragte mich, ob er nicht ein grandioser Schauspieler wäre? *Ich habe nach und nach angefangen mich nach seinen Wünschen zu richten in meiner eigenen Wohnung! Zwar war da auch noch durchaus Gegenwehr von meiner Seite,aber nicht mehr viel. Oft hab ich gedacht, wenn du ihn das erlaubst, vll t ist er dann wieder netter?!
Auch habe ich verdrängt, dass er mir statt Kuscheleinheiten , lieber " eins in die Fresse hauen wollte" . Er hat es Immer im Spaß gesagt angeblich, war aber mit erhobener Hand über mich gebeugt. Ich empfand das als sehr respektlos und habe das auchgesagt . "Das ist doch nur Spaß" Er tat es immer wieder. Und ich erinnere mich an eine Situation, als er es wieder tat und ich mich duckte. Er sagte daraufhin, hast du gedacht ich schlag dich wirklich, ich will dir doch nicht wehtun. Heute sehe ich das im Zusammenhang mit all dem anderen was mir bewusst geworden ist, mit anderen Augen. Ich will es nicht behaupten, aber ich kann es auch nicht ausschließen, dass er irgendwann wirklich in einem Ausbruch nach mir geschlagen hätte. *Ich habe jetzt Angst vor ihm. *Er ist unheimlich sauer, weil ich eine Forderung über Kostenbeteiligung zurzeit übers Gericht durchsetzten lasse. Nie wieder habe ich etwas nach der Trennung gehört. Aber als der Brief bei ihm ankam, erhielt ich bitterböse überhebliche zynische Nachrichten , dass ich ein absolut widerwärtiger Mensch ,ohne Moral wäre, er nur noch Hass und Verachtung für mich übrig hätte etc. Erst war ich tief getroffen, aber dann war mir klar,dass er vorher auch nur Verachtung für mich übrig hatte.*
*Ich frage euch, wie kann ich endlich aufhören über all die schlimmen Situationen nachzudenken? Ich will das es aufhört! Die erste Zeit hab ich versucht zu verdrängen,aber nachdem ich einen Zusammenbruch erlitt, begann ich mich damit auseinanderzusetzen und die Wahrheit zu erkennen. Aber ich muss immer an die demütigenden Situationen denken.. Ich habe Angst,dass mich der nächste wieder so behandelt. Panik,dass mich jemand anfässt, obwohl ich mir eigentlich Nähe wünsche. Ich habe auch schon eine Therapeutin, aber bis ein Platz frei wird dauert es.
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12.07.2015, 13:34
Es ist wie ein Trauma, wie überwinde ich das?
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12.07.2015, 13:51
AW: Es ist wie ein Trauma, wie überwinde ich das?
Bist du bei einem Facharzt in Behandlung?
Käme ein Klinikaufenthalt in Frage für dich?
Du brauchst jemanden, der sich um dich kümmert.
Gibt es da jemanden? Eltern, Familie?The original Karla
est. 2006











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12.07.2015, 13:58Inaktiver User
AW: Es ist wie ein Trauma, wie überwinde ich das?
Hallo Chirocee,
es ist ein Trauma, und du durchläuftst nun die PTBS. Bitte kommuniziere dich Ärzten und Therapeuten gegenüber auch so und lass dir helfen.
Toll übrigens, dass du dir gleich einen Therapieplatz gesucht hast, nur das mit dem Warten, das geht gar nicht. Du brauchst für eine akute Belastungsreaktion Unterstützung.
Nimm dich damit bitte ernst. Dass dich jetzt all die schrecklichen Erinnerungen überrollen, ist normal. Leider. Was der dir antat war nicht normal.
Sogar, dass du nicht mal mehr die Kraft hattest, zu gehen. Ist normal. Bitte mach dir keine Vorwürfe. Sowas darf niemand mit einem anderen Menschen machen. Und leider verstehen dich derzeit nur die Menschen, die so etwas schon mal erlebt haben.
Darum auch meine Einladung in diesen Strang.
(der ist Ellenlang, aber du kannst überall einsteigen, insbesondere gleich am Ende bei der aktuellen Unterhaltung)
Vielleicht ist es jetzt einfach nur gut zu wissen, dass du nicht allein bist. Der Weg wird nicht einfacher, aber vielleicht leichter.
Ermutigende Grüße,
Ika
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12.07.2015, 14:38
AW: Es ist wie ein Trauma, wie überwinde ich das?
Danke, es tut gut zu wissen,dass man nicht allein ist. Die Trennung ist jetzt fast 4 Monate her. Anfangs hatte ich auch extreme Schwierigkeiten mit mir selbst zurecht zukommen, aber mittlerweile geht's mir besser. Ich bin eigentlich fast wieder so, bevor ich ihn kennengelernt habe. Jedenfalls glaube ich das. Nur die Gedanken an die Erniedrungen hören nicht auf. Es kommt immer wieder hoch und es steigt Panik in mir auf oder mir kommen die Tränen.
Ich habe Freunde , Kollegen und Familie,denen ich viel erzählt habe, aber nicht alles. Dafür sind mir manche Sache zu peinlich. Auch versteht keiner,dass ich damit nicht abschließen kann. Es war ja nur ein halbes Jahr! Ich möchte alle nicht immer wieder damit nerven.
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12.07.2015, 14:51Inaktiver User
AW: Es ist wie ein Trauma, wie überwinde ich das?
Es ist vielleicht auch Scham, die dich schweigen last. Es anzunehmen, dass jemand so schreckliche Dinge mit einem macht , das mag man selbst nicht glauben. Und wenn man darüber spricht, muss man der Wahrheit ins Gesicht sehen, das ist äußerst schwer und ich denke, darum ist es auch viel besser dies alles einem kompetenten Therapeuten zu erzählen. Einem, der dich auffangen kann und dem du vertraust. Ich hoffe sehr, dass du so jemanden findest.
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13.07.2015, 20:32
AW: Es ist wie ein Trauma, wie überwinde ich das?
Ich weiß,dass ein Forum auch nicht der richtige Ort für sowas ist, aber kein Mensch versteht einen.Und dadurch,dass einige Sachen einfach zu unangenehm sind um drüber zu sprechen,trage ich sie mit mir rum. Für alle anderen ist es zwar schlimm was mir passiert ist, aber indirekt verlangen sie dass ich das Thema abschließe. So einfach ist das für mich nicht... Aber das versteht keiner 😯😳Natürlich weiß ich, dass ich auch aufarbeiten muss ,warum ich mir sowas bieten lassen habe. Ich weiß,dass er ein sehr kranker Mensch ist, aber wie höre ich auf, darüber nachzudenken? Es sind Zwangsgedanken, alles aber wirklich alles erinnert mich an das was war. Wenn ich arbeiten bin, ist es nicht ganz so schlimm. Nur leider ist es auch der Ort, an dem ich ihm jederzeit begegnen kann. Meine Kollegen wissen Bescheid und so erfahre ich immer rechtzeitig, um ihm aus dem Weg zu gehen. Aber sobald ich weiß, dass er in der Nähe sein könnte, wird mir schlecht und es steigt Panik in mir auf. Als wenn ich in Gefahr wäre. Ich kann mich immer mal ablenken,aber nur sehr kurz. Was kann ich tun, um endlich zur Ruhe zu kommen?
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15.07.2015, 14:21Inaktiver User
AW: Es ist wie ein Trauma, wie überwinde ich das?
Hallo Chirocee

ich hab hier still mitgelesen, auch in deinem vorhergehen Strang.
Wie geht es dir inzwischen ?
Ich denke schon das ein Forum, auch ein richtiger Ort sein kann.
Mir hat es vor ein paar Jahren unendlich geholfen mich hier auszutauschen.
Du kannst hier schreiben und bekommst Antworten mit guten Tipps.
Ich weiß es ist schwer, diese immer wiederkehrenden Gedanken zu stoppen.
Du bist in einer sehr schmerzhaften Zeit, ein Trauma löst sich nicht von selbst.
Bis du den Termin bei der Therapeutin wahrnehmen kannst,
könntest du versuchen, bei Caritas od. kirchlichen Einrichtungen einen Gesprächstermin zu bekommen.
Empfehlen kann ich dir Heilhypnose,muß man aber aus eigener Tasche bezahlen.
Ich wünsche dir viel Kraft und finde jeden Tag etwas nettes,positives.
Gruß zitronin
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15.07.2015, 14:31Inaktiver User
AW: Es ist wie ein Trauma, wie überwinde ich das?
Hier ist einiges in Bezug auf Kinder gut erklärt. Ist aber bei Erwachsenen nicht so viel anders.
Jemand, der kein Bezug zu diesem Thema hat, wird kaum helfen können und wahrscheinlich noch Deine Scham etc. verstärken, auch das ist soweit normal, leider.
Könnte denn in der Tat ein Klinikaufenthalt für Dich in Frage kommen? Ist denn wirklich auszuschließen, dass noch viel mehr hoch kommt? Wenn das passiert befindest Du Dich in einer äußerst kritischen schützenswerten Situation. Gut wäre derzeit, wenn Du viel für Dich tust und viel Positives dem entgegen setzt, ob es nun Sport treiben, eine Komödie schauen, ein eher lustiges Buch lesen, zum Friseur gehen etc. ist...
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15.07.2015, 14:44Inaktiver User
AW: Es ist wie ein Trauma, wie überwinde ich das?
Ich halte es auch für zwingend erforderlich, dass du da mit einem Therapeuten durch gehst...
Allein wird das unmöglich sein. Es tut mir sehr leid für dich!
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15.07.2015, 14:56Inaktiver User
AW: Es ist wie ein Trauma, wie überwinde ich das?
Meine Liebe,
das ist so normal, dass dich das so sehr beschäftigt. Erst mal wäre es vielleicht eine gewisse Entlastung, wenn du Tagebuch schreibst und dort unzensiert heraus lässt, was dir passiert ist und wie du dich fühlst.
Was den zitierten Satz angeht:
Geduld, auch wenn es dir schwer fällt. Du hast noch Täterkontakt, bzw. musst den aktiv vermeiden, also wirst du immer wieder frisch erschreckt. Ein Gefühl von "es ist vorbei", Geborgenheit, Sicherheit, kann so gar nicht entstehen.
Vergiss bitte vorläufig etwaige Eigenanteile und versuche, deine Heilung als etwas zu sehen, das Zeit braucht. Wenn du dich auch noch selber angreifst für deine Gedanken, wird es garantiert nicht besser.
Versuche, die Auswirkungen, die die Geschichte auf dich hat, erst mal so anzunehmen, denn Widerstand gegen das, was erst mal nicht zu ändern ist, macht es nur schlimmer.
Hilft es vielleicht, wenn du deinen Zustand mit einer erheblichen körperlichen Verletzung vergleichst, und deine Brüche, Hämatome und tiefen Schnitte auf seelischer Ebene ernst nimmst? Wenn du Zeit und Wundversorgung, Erholung und Schonung auf seelische und emotionale Zustände überträgst?
Erwarte bitte nicht, was angesichts dessen, was du erfahren musstest, einfach nicht, bzw. nur allmählich möglich ist.
Ermutigende und mitfühlende Grüße,
Ika


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