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    AW: Wie oft macht ihr eigentlich etwas allein?

    Ich lebe in einer Beziehung und mache durchaus ab und zu mal was alleine. Mein Partner umgekehrt auch. Ich würde sagen, 70 % sind gemeinsame Unternehmungen oder gemeinsam verbrachte Zeit, und 30 % hat jeder für sich.

    Mein Freund ist jemand, der gerne unter Menschen ist und dem auch größere Menschenansammlungen nichts ausmachen. Im Gegenteil. Also geht er zu Festivals z.B. alleine bzw. mit Freunden. Konzerte in kleinerem Rahmen besuchen wir gemeinsam.

    Ich hab auch so ein paar Sachen, die ich gerne alleine unternehme, wo er keine Lust zu hat.

    Ich denke, es tut einer Beziehung ganz gut, wenn jeder auch so seine eigenen Bereiche hat und auch mal alleine oder mit anderen was unternimmt.

    Von zuhause kenn ich das auch gar nicht anders. Meine Eltern haben teilweise unterschiedliche Interessen. Meine Mutter fährt schonmal gern mit einer Freundin oder ihrer Schwester in Urlaub, besucht Ausstellungen oder andere Veranstaltungen. Mein Vater ist eher derjenige, der gerne zuhause im eigenen Garten ist und seinem Hobby nachgeht. Natürlich unternehmen sie auch öfter mal was zusammen, aber meine Mutter ist ausdauernder

    Die Eltern meines Freundes sind da ganz anders. In über 10 Jahren Beziehung mit ihm hab ich erst ein einziges Mal mitbekommen, dass seine Mutter mal was ohne ihren Mann unternommen hat (und das 2 Stunden an einem Abend). Entweder sie machen was zusammen oder gar nicht.

    Für mich wäre das nichts.

    Auch als ich noch Single war, hat es mir nichts ausgemacht, alleine durch die Gegend zu ziehen, ins Museum zu gehen, mit nem Buch in den Park, bummeln, Fototour etc. Ab und zu musste mal ne Freundin oder Arbeitskollegin für einen Kinobesuch herhalten, aber grundsätzlich bin ich gerne mal alleine. Schon als Kind. Hab sogar den KiGa geschwänzt und bin stattdessen alleine durch die Wiesen und Felder gezogen.

  2. Moderation

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    AW: Wie oft macht ihr eigentlich etwas allein?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mir ist völlig unklar, was "Einsamkeit" und "Langeweile" sind, ich glaube, das hatte ich noch nie .
    Langeweile ist ein dreistündiges Meeting über ein Thema, zu dem nach zehn Minuten alles gesagt ist, und das man nicht verlassen kann, obwohl man unglaublich viel anderes zu tun hätte.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Wie oft macht ihr eigentlich etwas allein?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Langeweile ist ein dreistündiges Meeting über ein Thema, zu dem nach zehn Minuten alles gesagt ist, und das man nicht verlassen kann, obwohl man unglaublich viel anderes zu tun hätte.
    Sehr treffend ausgedrückt

  4. gesperrt

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    AW: Wie oft macht ihr eigentlich etwas allein?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen


    Mir ist völlig unklar, was "Einsamkeit" und "Langeweile" sind, ich glaube, das hatte ich noch nie .
    ich kann es mir vorstellen, auch wenn ich Beides noch nie erlebt habe (Langeweile ganz früher bei Wartezeiten, seither habe ich immer was zu Lesen dabei). Alleine sein ist nicht Einsamkeit, weil - oder wenn - man sich dafür entscheidet; wer keine Wahl hat, kann sich schon einsam fühlen. oder es trotzdem genießen

  5. Inaktiver User

    AW: Wie oft macht ihr eigentlich etwas allein?

    Zitat Zitat von Blueberry82 Beitrag anzeigen
    Hab sogar den KiGa geschwänzt und bin stattdessen alleine durch die Wiesen und Felder gezogen.
    DAS habe ich auch noch nie gehört oder gelesen und finde das total süß-allerdings auch bloß, weil du es offensichtlich überlebt hast und nicht mein Kind bist

    Shoppen mit Freunden habe ich vom Konzept her noch nie verstanden...also ich gehe schon mit, wenn mich jemand braucht und ich mache auch einmal Ausflüge in eine andere Stadt-aber wenn ich ehrlich bin, sitze ich dann lieber im Café und rede. Anprobieren und kaufen mache ich gerne für mich. Und beraten ist auch nur bis zu einem bestimmten (Stunden)Level lustig, danach will ich dann irgendwann auch bitte wieder heim

    Heute habe ich tatsächlich viele Leute alleine gesehen-nein, nicht jeder wartet in der Hitze darauf, dass ihn jemand abholt und "Gassi führt". Das ist also eine eher auf das Wochenende zu beschränkende Beobachtung gewesen, die ich da im ersten Beitrag beschrieben habe.

    Wie man sich noch nie gelangweilt haben kann (oder das zur Seltenheit macht), also, das löst in mir Erstaunen aus Ich denke an all die vielen Geschichts-Schulstunden zurück, die Besuche bei fader Verwandtschaft, die Momente, in denen man sich vor der eigentlichen Aufgabe (zB Lernen...)drückt, aber trotzdem nicht so recht weiß, was man stattdessen mit sich anfangen soll...

    Einsamkeit kann einen viel schneller unter Leuten beschleichen als alleine-und da tut sie dann noch viel mehr weh. Im Prinzip wie...eine Art Isolationshaft, aus der man in diesem Moment gerade nicht fliehen kann?!

  6. Moderation

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    AW: Wie oft macht ihr eigentlich etwas allein?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Langeweile ist ein dreistündiges Meeting über ein Thema, zu dem nach zehn Minuten alles gesagt ist, und das man nicht verlassen kann, obwohl man unglaublich viel anderes zu tun hätte.
    Stimmt auffallend. Oder öde Gespräche auf Zwangsfamilienfeiern.

    Alleine/zu Hause habe ich mich schon seit Jahr(zehnt?)en nicht mehr gelangweilt. Im Gegenteil, ich könnte dreimal so viel Zeit füllen, wie ich habe. Mindestens.
    May you be surrounded by friends and family,
    and if this is not your lot, may the blessings find you in your solitude.

    Leonard Cohen


    Entweder man lebt, oder man ist konsequent.
    Erich Kästner

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    AW: Wie oft macht ihr eigentlich etwas allein?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    DAS habe ich auch noch nie gehört oder gelesen und finde das total süß-allerdings auch bloß, weil du es offensichtlich überlebt hast und nicht mein Kind bist
    Und ob ich das überlebt hab (der Weg war nicht so weit - eigentlich ein Katzensprung ohne große Gefahren). Ich bin noch zu einer Zeit aufgewachsen, wo wir Kinder noch alleine und ohne Handy vor die Tür gehen durften. Ich war allerdings auch schon 4, als ich in den KiGa kam. Kann also gut sein, dass das Schwänzen erst mit 5 anfing

    Wenn man nicht freiwillig alleine ist, fühlt man sich schon manchmal einsam. Einsam kann man sich übrigens auch fühlen, wenn man unter Leuten ist. Der Schwester meines Freundes, die seit Langem Single ist, fühlt sich z.B. einsam, wenn sie immer wieder alleine zu Hochzeiten und Familienfeiern muss, wo sonst fast nur Paare auflaufen.

  8. VIP

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    AW: Wie oft macht ihr eigentlich etwas allein?

    Zitat Zitat von Marie-Madeleine Beitrag anzeigen
    Stimmt auffallend. Oder öde Gespräche auf Zwangsfamilienfeiern.

    Alleine/zu Hause habe ich mich schon seit Jahr(zehnt?)en nicht mehr gelangweilt. Im Gegenteil, ich könnte dreimal so viel Zeit füllen, wie ich habe. Mindestens.
    vor allem damit: http://data8.blog.de/media/927/6776927_0d7818b3b7_m.png


    Ich mache aktuell viel fremdbestimmt alleine -> Fernstudium.

    Wenn dies beendet ist, brauche ich viel Zeit für die Dinge, die ich aufgeschoben habe. Alleine etwas zu tun ist Luxus für mich. Mit Familien und Katzen ist das alleine sein schwierig. Sogar die Katzen holen mich zu Schlafenszeit laut maunzend von den Nachbarn ab...
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

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    AW: Wie oft macht ihr eigentlich etwas allein?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Finde ich auch gut, aber ich frage mich: Wie oft macht ihr eigentlich tatsächlich etwas völlig alleine? Und wie steht das in Relation zu eurem grundsätzlichen Alltag und Treffen mit Freunden, also: Seid ihr zB deshalb gerne alleine, weil ihr dann ausnahmsweise mal Ruhe habt vor Arbeit und Familie? Trefft ihr euch trotzdem oft mit Freunden, also halten sich Alleinunternehmungen und gemeinsame Treffen die Waage?
    Ich unternehme sehr viel alleine, unter anderem auch, weil ich viel reise und oftmals an Orten bin, an welchen ich niemanden (außer meinem Partner) kenne. Und ich geniesse das sehr, weil ich dann den ganzen Tag für mich habe und die Stadt erkunden kann. Manchmal lese ich auch nur den ganzen Tag, oder schreibe. Mein Partner arbeitet viel, ich selbst bin nicht berufstätig.

    Und auch sonst im normalen Alltag mache ich das meiste freiwillig alleine und habe viel Freude daran. Dennoch sehe ich regelmässig Freunde und Familie, aber ich bin grundsätzlich jemand, der sich ganz gut selbst unterhalten kann.

    Tatsächlich frage ich mich auch, ob das in gewissen Altersspannen seltener vorkommt-sich mal alleine hinauswagen. "Draußen" sehe ich mehr ältere Menschen ab 40 außerhalb von Grüppchen, während sich unter 30-Jährige gefühlt recht selten ohne ihre Freunde irgendwo hinbegeben. Ist das ein subjektiver Eindruck von mir? Ich kenne nämlich auch wenig Menschen in meinem Alter (oder weiß es einfach nicht von ihnen?), die sich "mit sich selbst beschäftigen" können und wollen.
    Ist das etwas, was "mit dem Alter" kommt? Und liegt das dann daran, dass man es sich endlich traut-oder dass man es aufgrund der geänderten Lebenssituation einfach mehr genießt?
    Ich bin wohl kein sehr repräsentatives Beispiel, weil ich auch in jüngeren Jahren sehr gerne viel alleine unterwegs war. Vielleicht ist das auch von den Aktivitäten abhängig? Abends gehe ich z.B. nicht alleine weg, aber tagsüber gibt es vieles, das ich sogar sehr gerne alleine unternehme. Aber als ich jünger war, kannte ich viele, die ebenso "alleine" unterwegs waren. Liegt vielleicht einfach an dem Umfeld.

  10. Inaktiver User

    AW: Wie oft macht ihr eigentlich etwas allein?

    @ Xanidae: Fernstudium, wow Respekt Da wünsche ich ganz viel Durchhaltevermögen-und irgendwie finde ich die Vorstellung sehr lustig, von quengelnden Katzen abgeholt zu werden, das passt so zu denen

    @ Sojourner: Möglich, dass das am Umfeld liegt, ja. Lustigerweise: Letztes oder vorletztes Jahr sind mir selbst unter der Woche nicht wirklich die sich allein Beschäftigenden (auf Bänken, auf Liegewiesen, am See) aufgefallen. Seit ich diesen Thread eröffnet habe..tja, was soll ich sagen-die schießen gefühlt wie Pilze aus dem Boden, diese Frauen und Männer. Also, sehr wohl auch die in meinem/unseren Alter
    Was die Wertung, die man manchmal noch aus der Vergangenheit übernommen hat, so mit der Wahrnehmung anstellen kann...

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