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  1. Inaktiver User

    AW: Ich bin wütend und werde die Wut nicht los

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Erste Hilfe: durch anstrengende körperliche Tätigkeiten Adrenalin abbauen, damit dürfte sich auch die Wut zurückbilden.
    Das alleine hat bei mir damals nicht geholfen, eher im Gegenteil - ich ging joggen wie eine Wilde und hatte trotzdem die ganze Zeit bedrückendes Kopfkino. Das wurde erst besser, als ich statt Musik fremdsprachige Hörbücher dabei hatte - so musste ich mich beim Zuhören konzentrieren. Mein Kopf verarbeitete die Wut dann irgendwo im Hinterstübchen - kam ich heim, war das Thema meist "durch", aber ich hatte nie das Gefühl, die ganze Zeit drauf herum zu kauen (wie vorher, ohne Hörbuch).

  2. gesperrt

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    AW: Ich bin wütend und werde die Wut nicht los

    ich glaube, Sport nur mit den Beinen reicht nicht zum Aggressionsabbau, es müssen sich auch die Arme und der ganze Torso mit bewegen.

    Meine Lieblingsmöglichkeit zum Abbauen von Wut ist ein Sandsack zum verkloppen, an dem kann man sich bis zur völligen Erschöpfung muskulär austoben.

    gruss, barbara

  3. Inaktiver User

    AW: Ich bin wütend und werde die Wut nicht los

    Wenn man zum Grübelzwang neigt, ist Sport vorbeugend gut.
    Aber Gehirnaktivität von einem Areal aufs andere umzuleiten, eine sinnvolle Unterstützung.

  4. Inaktiver User

    AW: Ich bin wütend und werde die Wut nicht los

    Hallo zusammen,

    vielen Dank für eure Antworten. War leider seither nicht online, daher die späte Antwort.

    Zitat Zitat von omri Beitrag anzeigen
    Meine Mutter hatte mitunter etwas mit Menschen, das sie Jahre lang mit herumgetragen hat. Jedes Mal wenn sie diese wieder sah, kam ihr die alte Geschichte wieder hoch.
    Ich selbst kenne so was auch.
    Es geht wohl nicht so sehr darum, Fehler bei anderen zu suchen, sondern eher darum, seinem Ärger Luft zu machen.
    Weißt du, wenn du zu einem Menschen erzogen wurdest, der sehr "einsichtig" ist, d.h. andere versteht z.B.
    oder immer zurückgepfiffen wurdest, wenn du einfach Mal über irgendwas oder irgend jemanden wütend wurdest, vielleicht mit der Begründung du hättest doch auch Fehler, dann bleibt die Wut "stecken".
    Ich glaube, dass es nötig ist, sie rauszulassen und zwar bei den entsprechenden Leuten und in den entsprechenden Situationen.
    Da ist echt was dran. Oft kommen mir wieder Sachen hoch, die vor Jahren passiert sind und mich noch genauso aufregen, eben WEIL ich damals nicht adäquat reagiert habe. Ich weiß, dass ich das nur in Zukunft ändern kann, aber ebenso wie du bin ich manchmal perplex darüber, wie manche Leute in best. Situationen auftreten. Ich kläre Probleme immer auf der Sachebene und kann z.B. überhaupt gar nicht damit umgehen, wenn jemand hysterisch wird und mich anschreit etc. Das ignoriere ich dann und lasse die Leute anlaufen und die wiederum werden noch wütender, weil sie sehen, dass ich nicht drauf einsteige

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Kann es sein, dass du einfach nicht ausgelastet bist mit Job und Hobbies? So was kenne ich von mir aus einer Phase, als ich einen recht öden nine-to-five-Job hatte. Da hatte ich noch Zeit, mir über so was einen Kopp zu machen . Mit einem Jobwechsel war das dann vorbei.
    Manchmal trifft das sicher zu, dass ich zu viel Zeit zum Nachdenken habe und dann alles auf die Goldwaage lege. Ich werte alle offensichtlich generell mehr als andere Menschen es tun. Es ist mir einfach wichtig zu wissen, wen ich gegenüber habe.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich denke, da irrst Du Dich.
    Am meisten ärgert man sich über sich selbst. Anderen kann man oft leicht verzeihen (denn andere sind ja nicht so helle, haben einen Schatten, können nicht anders, sind einfach *wie auch immer*), aber man selbst ist eben nicht so. Insgesamt einfach "besser" als andere.
    Also ist man mit sich selbst am strengsten und unnachgiebigsten. Da wird nicht verziehen, sondern gewütet.

    Genau das ist es. Anstatt zu sagen, was Du denkst, den anderen Deine Meinung zu geigen, behältst Du Deine Antworten für Dich und ärgerst Dich über Dich selbst, dass Dir die Galle hochkommt.

    Und nun solltest Du Dir überlegen, weshalb Du im richtigen Moment nicht sagen magst, was Du Deinem Mitmenschen gern sagen möchtest.
    Weshalb traust Du Dich nicht, Deinen Ärger, Deine Wut da zulassen, wo sie hingehört?
    Mangelndes Selbstbewusstsein?
    Zu hohe Ansprüche an andere, an Dich selbst?
    Angst vor Gegenwind? Also Feigheit vor dem Feind?
    Ein falsches Selbstbild von Dir (immer wohlerzogen, immer comme il faut)?

    @omri, Du hast es eigentlich schon gesagt.
    Naja, ich nehme anderen Menschen schnell was übel. Mein Problem ist, dass ich wegen Kleinigkeiten extrem wütend werde und mir aber denke, dass es keinen Sinn macht bzw. ich mich lächerlich mache, wenn ich drauf reagiere. Letztens z.B. war ich mit meinem Mann einkaufen. Es war heiß, kaum freie Parkplätze, dann ENDLICH einer frei und irgend so ein Idiot fährt GEGEN die Einbahn und klaut mir den Parkplatz vor der Nase. Ich habe ihn zwar angehupt, aber am liebsten wäre ich ausgestiegen und hätte ihm ordentlich den Marsch geblasen. Im Nachhinein bin ich froh, dass ich es gelassen habe: Muss ich mich wegen sowas streiten? War zwar sicher 15 Minuten total angefressen, aber es hat sich dann gelegt. Hab irgendwie auch Angst, mich in meiner Wut lächerlich zu machen, weil es ja "nur" ein Parkplatz war.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich war früher auch so.
    Hab mich über Gott und die Welt geärgert.
    Alle waren gemein, unhöflich und undankbar…

    Ich wurde so erzogen, dass ich ja immer lieb und nett zu allen bin.
    Ja nicht anecken, aufmupfen und stören.

    Das hab ich abgelegt.
    Ich bin zwar immer noch nett…aber wenn mir mal einer echt quer kommt, dann lass ich meinem Unmut Luft. Nicht böse, aber bestimmend.

    Und an meiner Schlagfertigkeit hab ich auch gearbeitet.
    Selten denke ich mir: Ach, da hätte ich das oder das sagen sollen/können.
    Mein bewährtester Satz, wenn ich mal wieder "sprachlos" bin: Also dazu sag ich jetzt nichts, denn das würde zu lange dauern...

    Somit nehme ich nur noch selten Unmut über meine Mitmenschen mit nach Hause.

    Versuche gelassener zu werden…denn nur ganz, ganz selten wollen unsere Mitmenschen uns wirklich Böses.
    Gute Taktik, werde ich mir merken

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ich würde trainieren, die wut rauszulassen - also konfliktfähiger zu werden!

    ich kann mir vorstellen, dass sich das problem verschärft, wenn man das gefühl hat, dass man gar keine handlungsalternative hat. also nicht in der lage ist, den ärger zu äußern, wenn man das mal möchte.
    mit dem bewusstsein, sich wehren zu können, wenn ich es möchte, werde ich mit wut und ärger viel schneller fertig.
    Mit der mangelnden Handlungsalternative hast du recht. Dessen bin ich mir auch schon bewusst geworden, nur gibt's leider Situationen, wo man sich in DEM Moment zu wenig Alternative sieht. Weißt du, was ich meine?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Konkret zu Deiner Frage- fällt mir vor allem auf, dass Du Dich selber nicht ernst nimmst. Deine Wut bezeichnest Du als lächerlich und findest das Unsinn.
    Ich kann verstehen, dass Dir die Situationen immer unlogischer erscheinen in denen Du Dich wütend fühlst, denn immer weniger wird zur Aktivierung dieses Gefühls benötigt.

    Du nimmst Deine Wut gar nicht ernst.....aber das bist DU- und damit nimmst Du Dich selbst nicht ernst.
    Nicht ernst genommen zu werden- fühlt sich aber ganz furchtbar an und führt erst recht zu Wut, denn diese Hilflosigkeit ist kaum zu ertragen.
    Und solltest Du noch andere Gefühl in Dir nicht ernst nehmen.....wundert mich Deine Wut überhaupt nicht
    Ehrlich gesagt, nehme ich mich selbst sehr ernst. Was ich allerdings nicht ernst nehmen kann, sind meine Reaktionen auf gewisse Situationen. Ich habe oben z.B. ja von dem weggeschnappten Parkplatz erzählt. Klar war ich deshalb sauer, hab auch gehupt und hab wirklich überlegt, den Typen anzusprechen und ihn zu fragen, wo er denn seinen Führerschein gemacht hat, dass er gegen die Einbahn fährt etc. Die Frage ist: Steht es dafür? Sicher, ich hab mich geärgert, aber will ich mir ein verbales Battle mit jemandem geben, der so blöde ist und gegen die Einbahn fährt? Würde ich vielleicht selbst irgendwann auf dem Parkplatz gegen die Einbahn fahren, wenn sich mir diese Gelegenheit bieten würde? Ich denke mir einfach, dass jeder mal Fehler macht. Hab mich furchtbar über diesen Idioten geärgert, zumindest für eine Viertelstunde, aber ich Nachhinein bin ich froh, dass ich ihn nicht angesprochen habe. ... Und ein Parkplatz ist eben auch nur ein Parkplatz. Es gibt viel Schlimmeres auf der Welt. ...

    Andererseits bin ich auch so nervig und spiele in meinem Kopf immer Szenarien durch mit Personen z.B. aus meiner Familie, die ich als sehr schwierig empfinde. Ich frage mich immer, wie ich diesen Personen gegenübertreten werde, wenn es soweit ist. Manchmal kommt mir das eben hoch und da ist dann, wie viele schon geschrieben haben, viel Unterdrücktes dabei, auch Trauer. Mir wurde früher wirklich oft gesagt, dass ich mich zurückhalten soll z.B. die neue Freundin meines Vaters hat mich total beschimpft und wehe, wenn ich was zurückgesagt habe etc. ICH hatte den Mund zu halten, vermutlich kommt es daher. ... Das ist eben so eine Sache, dass bei mir auch viel Wut alleine im Kopfkino entsteht. Ich weiß einfach auch bei vielen Menschen schon vorher, wie sie reagieren werden bzw. wie manche Sachen (vermutlich) verlaufen werden, da bekomme ich dann sogar schon im Vorhinein die Wut. ... Vielleicht lebe ich aber einfach auch ein bisschen zu sehr in meiner eigenen Welt??

  5. Inaktiver User

    AW: Ich bin wütend und werde die Wut nicht los

    ich erkenne mich in deinem post sehr wieder. manchmal denke ich, mein "über-ich" ist zu ausgeprägt und lässt mich zum richter der anderen werden. mein Gerechtigkeitssinn war schon immer sehr groß und wurde mir auch oft positiv ausgelegt.

    dieses nicht loslassen können und ständige grübeln, warum einer was, wie und warum getan hat, ist so nervenaufreibend und anstrengend. und irgendwie auch eine Zumutung für andere. man ist so streng mit der welt.

  6. Inaktiver User

    AW: Ich bin wütend und werde die Wut nicht los

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Andererseits bin ich auch so nervig und spiele in meinem Kopf immer Szenarien durch mit Personen z.B. aus meiner Familie, die ich als sehr schwierig empfinde. Ich frage mich immer, wie ich diesen Personen gegenübertreten werde, wenn es soweit ist. Manchmal kommt mir das eben hoch und da ist dann, wie viele schon geschrieben haben, viel Unterdrücktes dabei, auch Trauer. Mir wurde früher wirklich oft gesagt, dass ich mich zurückhalten soll z.B. die neue Freundin meines Vaters hat mich total beschimpft und wehe, wenn ich was zurückgesagt habe etc. ICH hatte den Mund zu halten, vermutlich kommt es daher. ... Das ist eben so eine Sache, dass bei mir auch viel Wut alleine im Kopfkino entsteht. Ich weiß einfach auch bei vielen Menschen schon vorher, wie sie reagieren werden bzw. wie manche Sachen (vermutlich) verlaufen werden, da bekomme ich dann sogar schon im Vorhinein die Wut. ... Vielleicht lebe ich aber einfach auch ein bisschen zu sehr in meiner eigenen Welt??

    Hallo,

    du schreibst zwar, du kannst den Kontakt zu deiner schwierigen Familie nicht beschränken oder einstellen, aber ich behaupte - auch aus eigener Erfahrung - dass du aus dem Täterkontakt musst, weil sonst gar nichts in dir sich entspannen kann.
    Deine Wut wird doch laufend angefacht und erneuert mit der Bagage. Weisst du, falls dir das jetzt zu hart erscheint, wenn ich diese Familie so hart beurteile, dann erkläre ich dir, dass ich allein anhand deines erbarmumgslosen Über-ichs, der Intensität und Härte deiner inneren Eintreiber, ziemlich gut ablesen kann, was man mit dir gemacht hat.
    Und mit Sicherheit immer noch macht.

    Geh da weg, dann wird es besser. Dann kannst du anfangen, zu verarbeiten, und in dem Maß, wie du liebevoll, fürsorglich und zärtlich mit dir selbst umgehen kannst, und hart und entschieden Nein zu Missachtung und Misshandlung sagen kannst, entspannt sich ganz von selbst dein Blick auf die Welt und die Menschen.
    Was du jetzt spürst, ist ein Übersprung, eine Verlagerung und die Quelle deiner Wut sprudelt munter weiter solange du dich nicht schützst.

    Ika

  7. Inaktiver User

    AW: Ich bin wütend und werde die Wut nicht los

    da hat ika was schlaues geschrieben. mir hat ein vorübergehender kontaktabbruch mit meiner mutter geholfen.
    jetzt gibt es wieder engen und das Kind in mir wütet wieder.

  8. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Ich bin wütend und werde die Wut nicht los

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    ich glaube, Sport nur mit den Beinen reicht nicht zum Aggressionsabbau, es müssen sich auch die Arme und der ganze Torso mit bewegen.

    Meine Lieblingsmöglichkeit zum Abbauen von Wut ist ein Sandsack zum verkloppen, an dem kann man sich bis zur völligen Erschöpfung muskulär austoben.

    gruss, barbara
    Ich schätze mal, ein Torso bewegt sich nicht.
    Ein Torso ist ein Körper ohne Arme, Beine und Kopf.
    Entweder es handelt sich um eine Statue oder Reste der selben, oder einen Toten.

    Was du meinst ist der Rumpf.

    Grüße
    Luftpost

  9. Inaktiver User

    AW: Ich bin wütend und werde die Wut nicht los

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    da hat ika was schlaues geschrieben. mir hat ein vorübergehender kontaktabbruch mit meiner mutter geholfen.
    jetzt gibt es wieder engen und das Kind in mir wütet wieder.
    Mein inneres wütendes Kind war weg, als ich endlich anfing, MEIN Leben zu führen.
    Trennung vom Mann und dessen Familie, ungeliebten Job an den Nagel gehängt…

    Mein Freundeskreis schrumpfte damals sehr, weil ich nicht mehr bequem war für sie. Was solls?!?!?

    Ich schaue im positiven Sinne nur noch auf mich.
    Und wenn mir ein Mensch oder eine Situation nicht gut tut, dann geh ich da raus.

    Ich schwiege nicht mehr, sondern drücke meine Gefühle in Worte aus.

    Ich hab auch das Problem mit meiner Mutter. Ein falsches Wort von ihr, und ich könnt abgehen wie Rumpelstilzchen.
    Und ich habe auch überhaupt kein Problem damit, dass ich dann sage: Mir geht es im Moment nicht gut hier, ich will das jetzt nicht aushalten…ich gehe wieder.

    Nicht mehr alles schlucken um jeden Preis.
    Das Verhalten Anderer kann man nicht ändern…aber sein eigenes!

  10. Inaktiver User

    AW: Ich bin wütend und werde die Wut nicht los

    Hallo allerseits,

    sorry, ich war jetzt länger weg, daher meine späte Antwort.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hallo,

    du schreibst zwar, du kannst den Kontakt zu deiner schwierigen Familie nicht beschränken oder einstellen, aber ich behaupte - auch aus eigener Erfahrung - dass du aus dem Täterkontakt musst, weil sonst gar nichts in dir sich entspannen kann.
    Deine Wut wird doch laufend angefacht und erneuert mit der Bagage. Weisst du, falls dir das jetzt zu hart erscheint, wenn ich diese Familie so hart beurteile, dann erkläre ich dir, dass ich allein anhand deines erbarmumgslosen Über-ichs, der Intensität und Härte deiner inneren Eintreiber, ziemlich gut ablesen kann, was man mit dir gemacht hat.
    Und mit Sicherheit immer noch macht.

    Geh da weg, dann wird es besser. Dann kannst du anfangen, zu verarbeiten, und in dem Maß, wie du liebevoll, fürsorglich und zärtlich mit dir selbst umgehen kannst, und hart und entschieden Nein zu Missachtung und Misshandlung sagen kannst, entspannt sich ganz von selbst dein Blick auf die Welt und die Menschen.
    Was du jetzt spürst, ist ein Übersprung, eine Verlagerung und die Quelle deiner Wut sprudelt munter weiter solange du dich nicht schützst.

    Ika
    Ja, da ist was Wahres dran. Ich weiß ja auch, wer mit gut tut und wer nicht, aber manchmal denke ich mir dann auch, dass zumindest ein Mindestmaß an Kontakt einfach vorhanden sein sollte. Zu manchen Personen habe ich den Kontakt abgebrochen und je länger ich es lasse, desto besser wird es. Manchmal aber, wie eh schon beschrieben, holt es mich an manchen Tagen einfach ganz stark ein. Viell. ist das auch normal. Ich denke mir immer, dass es besser ist, ein bisschen Kontakt zu halten und so auch irgendwo auf Abstand zu gehen, bevor man gar keinen Kontakt hat und dann innerlich immer grübelt, was viell. mal passieren könnte oder dass viell. plötzlich jemand vor der Tür steht etc. Das wär nur eine Option, wenn ich weit weit weg auswandern würde ... und das will ich nicht, nur wegen sowas. Im Moment geht's mir echt gut damit.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    da hat ika was schlaues geschrieben. mir hat ein vorübergehender kontaktabbruch mit meiner mutter geholfen.
    jetzt gibt es wieder engen und das Kind in mir wütet wieder.
    Wieso hast du dann den Kontakt überhaupt wieder aufgenommen? Aus denselben Motiven, die ich jetzt genannt habe?


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mein inneres wütendes Kind war weg, als ich endlich anfing, MEIN Leben zu führen.
    Trennung vom Mann und dessen Familie, ungeliebten Job an den Nagel gehängt…

    Mein Freundeskreis schrumpfte damals sehr, weil ich nicht mehr bequem war für sie. Was solls?!?!?

    Ich schaue im positiven Sinne nur noch auf mich.
    Und wenn mir ein Mensch oder eine Situation nicht gut tut, dann geh ich da raus.

    Ich schwiege nicht mehr, sondern drücke meine Gefühle in Worte aus.

    Ich hab auch das Problem mit meiner Mutter. Ein falsches Wort von ihr, und ich könnt abgehen wie Rumpelstilzchen.
    Und ich habe auch überhaupt kein Problem damit, dass ich dann sage: Mir geht es im Moment nicht gut hier, ich will das jetzt nicht aushalten…ich gehe wieder.

    Nicht mehr alles schlucken um jeden Preis.
    Das Verhalten Anderer kann man nicht ändern…aber sein eigenes!
    Du sprichst mir aus der Seele Ich versuche das schon seit Jahren und irgendwo hilft es auch, diese Personen (seien es Freunde oder Familie etc.) aus seinem Leben zu verbannen. Zugleich schwirrt es dann in meinem Hinterkopf herum, weil die Leute, die es betrifft, ja das dann oft nicht verstehen. DIE erleben sich ja nicht als schwierig oder tun das einfach ab. ... Und mich kostet das dann einfach ganz ganz viel Energie, wenn ich dann in meiner eigenen Gedankenwelt bin, mich über früher ärgere, mir zusammenreime, was noch kommen könnte etc. Wie gesagt, aktuell, in diesem Moment, geht's mir wieder gut damit, aber es ist oft wie bei dir: EIN falschen Wort und ich könnte durchdrehen ...


    Ich habe mich schon oft gefragt, ob es möglicherweise daran liegt, dass mir die Meinung anderer Menschen bzw. das, was sie von mir denken, zu "wichtig" ist. Prinzipiell ist sie mir ja egal, aber ärgern tut's mich dann doch wieder, wenn jemand unverschämt etc. wird. Viell. muss man das auch einfach ertragen lernen ...

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