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    AW: Im ewigen Schatten der Ex-Besten Freundin??

    Ich möchte mich für eure tollen Beiträge bedanken! Es tut auch gut zu lesen, dass diese Schattengeschichte auch anderen wohl bekannt ist.

    Igele: ganz genau, mein "Schatten" ist wirklich sehr sehr klein. Ich weiss auch, dass ich da ansetzen muss, mich eben auf MEIN Leben konzentrieren muss und nicht auf IHRES (denn ich will in Wirklichkeit ja nicht SIE sein!), aber ich kann sie eben einfach nicht aus meinem Kopf verbannen! Es gibt Zeiten, da denke ich einfach jeden Tag an sie. Eben: ein Schatten der immer da ist...

    Kenzia: Ich danke dir für diese Sichtweise und ich werde es ausprobieren! Tatsächlich habe ich das sichere Gefühl, eine entscheidende Entwicklung nicht gemacht zu haben seither. Nämlich die, eine selbstbewusste und mit sich zufriedene erwachsene Frau geworden zu sein. Mir erscheint treaurigerweise eher das Gegenteil: ich habe mich verschlossen, zurückgezogen und ich vermisse das Gefühl des Jungseins. Ich war natürlich unsicher, aber eines war anders: trotz Unsicherheit war ich sicher, alles erreichen zu können. Ich träumte ohne Grenzen, alles schien möglich.

    Es ist, als sei die Freundin aufgeblüht, sie hat viel Sonne erhalten... ich daneben habe zu wenig abbekommen und leider konnte ich aus meinen Wurzeln nicht genügend eigene Kraft nehmen. Ich habe deshalb einen anderen Weg eingeschlagen und mich damit begnügt, ein in der Dunkelheit lebender Pilz zu werden. Und ich blicke immernoch hoch zur Blume, die so bewundert wird und ich höre ihr glockenhelles Lachen... dabei wäre ich doch auch gerne eine Blume geworden. Nicht dieselbe, nicht eine so exponierte. Ich bräuchte auch nicht so viel Sonne. Aber ich wäre gerne die ICH-Blume anstatt der ICH-Pilz, als den ich mich leider fühle. (Der Pilz ist klein und braun...)

    Zur Vergleich-Thematik: es gibt, neben der sehr engen Nähe während der Jugend, auch ein paar Gemeinsamkeiten die für mich schwierig waren. Wir haben beide dasselbe Studium begonnen. Sie, als charismatische Person faszinierte und war beliebt und erfolgreich, während ich im Studium einfach nur litt. Schliesslich wechselte ich das Studium, ich brauchte lange um zu realisieren dass ich den Beruf gar nicht leben wollte. Das war die richtige Entscheidung und ich bereute sie nie.
    Aber es hat auch etwas von... sie hat es geschafft. Ich bin gescheitert.

    Ich mochte nicht, wenn sie mir alles über ihr Liebesleben erzählte. Das setzte mich damals unter Druck und auch heute noch, denn ich stelle mir vor dass sie ein wildes Liebesleben hat und alles auslebt, was ich nur in der Phantasie erlebe. Ich will vieles davon eigentlich auch nicht in der Realität erleben, bin aber trotzdem neidisch bei dem Gedanken daran!

    Auf was ich noch alles neidisch bin? Ihre Schönheit, sie wird bewundert, sie verdreht Männern den Kopf, sie kennt viele Leute und ist ungezwungen und offen, sie steht viel im Mittelpunkt, ist sexy, hat einen Traumkörper, einen tollen Freund und trotzdem ein ausschweifendes Sexleben mit andern, sie ist einfach superfröhlich! Aber auch intelligent und einfühlsam. Mann, sie scheint einfach das perfekte Leben zu haben und das nervt mich total. Als Mann würde ich vermutlich auch auf sie stehen.

    Schuldgefühle hatte ich noch lange Zeit nach dem Kontaktabbruch. In meinen Träumen sehe ich sie wieder und sie ist böse auf mich! Als hätte ich sie enttäuscht. Habe ich vielleicht ja, weil ich mich rar gemacht habe. Der Gedanke daran ihr über den Weg zu laufen ist gruselig. Denn wir waren sooo eng befreundet, ich weiss gar nicht wie ich ihr begegnen sollte.

    Sternfliegerin: Was du schreibst hat etwas wahres. Ich habe einfach akzeptiert, in vielen Situationen "auch noch da" zu sein. Ich dachte mir halt, sie ist eine 1.Blick Schönheit, und ich halt nicht... Ich versuchte es cool zu nehmen aber ich hätte damals mehr Eigenliebe, etwas mehr jugendlichen "Egoismus" besitzen dürfen um einmal genug davon zu haben. Sie machte Leuten unheimlich viele Komplimente, auch mir, auch Fremden. Irgendwann erkannte ich, dass sie das ganz bewusst machte. Es war eine Art der Manipulation um sich beliebt zu machen und noch mehr Aufmerksamkeit und Bestätigung einzuheimsen. Ihre Aufmerksamkeit einigen gegenüber war falsch, das konnte ich als Nahestehende sehen. Auf gewisse Weise gibt mir diese Erkenntnis das Gefühl von ihr benutzt worden zu sein, um ihr Selbstbewusstsein und ihre endlose Gier nach Bestätigung zu befriedigen. Das macht mich wirklich wütend auf sie und auf mich selbst. Sie redete auch manchmal darüber, wie unsicher diese und diese Person wirke. Sehr persönliche Dinge erzählte ich ihr irgendwann nicht mehr (das von Sternenfliegerin angesprochene Bauchgefühl), denn meine eigene Unsicherheit wollte ich ihr mit der Zeit auch nicht offenlegen.

    Schon wieder so viel geschrieben!
    Geändert von Melonie (24.06.2015 um 16:36 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: Im ewigen Schatten der Ex-Besten Freundin??

    Hallo liebe wachsende ICH-Blume


    im Schatten der "Superstar"???????????-Ex-Besten Freundin…

    Du bist nicht gescheitert, hast einen anderen, Deinen Weg eingeschlagen, sagst selber, dass Du nicht bereust das Studium gewechselt zu haben…dann tue auch nicht!!!

    Schau mal hinter Superstars Fassade.

    Bei vielen Frauen, und gerade bei solchen die Du beschreibst, ist das Selbsbewusstsein nur ein Selbstbewusstsein spielen. Ist sie es aber wirklich? Oft sind diese Frauen auch extrem oberflächlich.
    Haben gaaaaanz viele "Freunde", aber nutzen diese Menschen, je nach deren "Können" und "Wissen" aus, brauchen für jede Gelegenheit jemand Anderen, sind nicht wirklich zu tiefer und echter Freundschaft fähig.
    Und um etwas von den Menschen zu bekommen, setzt sie auch die Komplimente ein.

    Ist sie zufrieden mit ihrem Leben?
    Warum braucht sie diese Aufmerksamkeit von aussen?
    Warum so viele Männergeschichten, trotz festem Partner?
    Sie ist immer super-fröhlich? Klingt eher aufgesetzt…nach Schickimicki-Bussi-Gesellschaft.
    Außen hui und innen pfui.
    Hat sie wirklich Spaß am Leben? Isst sie, was ihr schmeckt? Kann sie auch mal ungeschminkt auf die Strasse gehen? usw...

    Hat sie sich nach deinem Kontaktabbruch bei Dir gemeldet?
    Hat sie um Deine Freundschaft gekämpft?
    Oder hat sie Dich nur als Bewunderin gebraucht? Was nicht sehr einfühlsam wäre sondern lediglich oberflächlich ohne Ende.

    Du schreibst, dass sie andere Menschen wegen derer Unsicherheit kritisiert.
    Sie macht andere Menschen klein damit…und das macht man nur, wenn man selber "klein" ist, um andere noch kleiner zu machen.

    Sie ist eine 1.-Blick-Schönheit…und was sieht man bei ihr auf den 2., 3., 4. Blick?
    Was bleibt bei ihr übrig, wenn die Schönheit einmal vergangen ist?

    Ich selber bin auch keine 1.-Blick-Frau…ich bin eine Frau für die vielen Blicke danach,
    und die hinterlassen mehr Eindruck als nur eine 1.-Blick-Frau.

    Kann sein, dass ich da vieles jetzt verwirrend geschrieben hab, aber beim Schreiben hab ich bemerkt, dass mich das Thema sehr berührt und bewegt.

    Ach ja…ich war mal ne dicke, unansehnliche Raupe (kein Pilz)…und fühl mich jetzt wie ein Schmetterling.

    Die Verwandlung vom Pilz zur Blume dauert…aber es wird geschehen!!!

  3. Inaktiver User

    AW: Im ewigen Schatten der Ex-Besten Freundin??

    Meine Geschichte war doch ganz anders, außer, dass da dieser Schatten war. Toll, dass du bisher schon so wertvolle Antworten erhalten hast. Alles Gute wünsche ich dir, und dass anstelle des Schattens Licht da sein wird.

  4. Moderation

    User Info Menu

    AW: Im ewigen Schatten der Ex-Besten Freundin??

    Ich denke, sie hat dir etwas gegeben, was du gebraucht hast. Vielleicht nicht in der Form, die am besten für dich gewesen wäre, aber das wäre auch ein bißchen viel verlangt. Hast du etwas in ihr gesehen, was du gerne sein wolltest, was du von ihr lernen wolltst? Erschien sie dir klug und urteilssicher, und du wolltest dich durch sie bestätigt finden? Hast du sie je komplett verstanden -- was sie will, was ihr fehlt, was sie von dir bekommt? (Auch das wäre ein bißchen viel verlangt -- zu wissen, daß man nicht wissen kann, hilft aber sehr, offener an eine Frage heranzugehen. Jemanden zum Ideal zu stilisieren heißt oft, daß man nur ein sehr bruchstückhaftes Bild von ihm hat und sich den Rest ausgedacht, wie man ihn brauchte.)

    Was immer du von ihr bekommen hast, oder was du gehofft hast zu bekommen und dann doch nicht gekriegt -- es fehlt dir immer noch. Deswegen spukt sie durch deine Gedanken wie eine unbeantwortete Frage.

    Versuch, sie als Menschen zu sehen, nicht als Ideal, als Mittel, als Maßstab, als Rätsel. Manche Fragen lassen sich nicht beantworten und müssen nicht beantwortet werden, und bei anderen liegt die Lösung nicht da, wo du nach ihr guckst. Wenn du sagst, du willst es nicht im Freundschaftsforum haben, bist du schon in der richtigen Richtung unterwegs: Die Lösung, wieso du sie, oder das Bild, das du von ihr hast, nicht gehen lassen kannst, liegt bei dir.

    Was fehlt dir? Was hatte sie für dich? Und wie kannst du es woanders oder in dir selber finden?

    Ich habe eine sehr gute Freundin, da kann ich immer vor Neid jadegrün anlaufen und ganz laut heulen, weil sie mühelos eine tollere Stimme hat als ich jemals haben werde, und *jeder* es *sofort* hört. Aber das ist ein ganz kleines Thema, das in eine ganz kleine Schublade paßt. Man kann sich hier und da vergleichen. Aber jemand, der in allem besser ist als man selber, den hat man erfunden.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  5. Inaktiver User

    AW: Im ewigen Schatten der Ex-Besten Freundin??

    hab gelöscht, was ich über meine frühere beste Freundin und mich geschrieben hatte, denn es geht hier um Melonie
    Geändert von Inaktiver User (25.06.2015 um 20:47 Uhr)

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