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  1. User Info Menu

    AW: Ich komme mit niemandem zurecht! Bin ich eine gestörte Persönlichkeit?

    Mir tut das sehr leid, wenn ich das von dir lese!

    Mich würde interessieren was bei dieser 10 wöchigen Therapie herauskam?

    Ich bin auch nicht vom Fach, aber von der Logik her, wäre doch eine Gruppentherapie angebracht, wo andere Üatienten dir mitteilen, wie du rüberkommst....

    Das mit dem Nachbar in deinem Haus, hat wirklich nichts mit dir zu tun!!!! Wenn du dich in der Wohnung wohl fühlst, solltest du einem mieterverein beitreten, die helfen dir. Denn dein Nachbar kann sich nicht alles erlauben, macht er aber nur, weil der Vermieter das zulässt! So eine Mitgliedschaft kostet ca. 60 €, aber du hast dann früher oder später Ruhe. Und versuche keine Angst vor ihm zu haben!

    Ich kann mir das jetzt nicht wirklich vorstellen, was du meinst, mit dem langsam sein, kannst du da Beispiele nennen???

    Die aus dem Kurs waren doch voll asozial und manchmal ist es besser sich da zurück zu ziehen, den Kurs zu wechseln. Das du nen Ausraster bekommen hast, kann ich gut verstehen.

    Du wirst ja oft angegriffen, da hilft es auch Schlagfertigkeit, das kann man lernen.


    Viele Grüße

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    AW: Ich komme mit niemandem zurecht! Bin ich eine gestörte Persönlichkeit?

    Hallo Nowayout,

    ergänzend zu dem, was andere schon sagten, noch ein paar Bemerkungen von mir:

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    In WhatsApp, wo wir als Gruppe kommunizierten, schrieb sie, ich spreche wie eine Demenzkranke und äffte mich per Audioaufnahme nach. Auch setzte sie ein geschmackloses Video rein, das gegen mich gerichtet war.
    Nachdem ich sie vor einigen Tagen wieder angegriffen hatte, weil sie plump über eine andere Teilnehmerin schrieb, die unter Depressionen leidet, wurde ich von der Kursleiterin als "blondes Hascherl" betitelt und gelöscht.
    Hier konstatiiere ich ein Vollversagen der Kursleiterin. So etwas darf nicht passieren, da muss die Leiterin schnel und klar einschreiten, und schon gar nicht darf die Kursleitung sich auf dasselbe Level begeben wie diese Teilnehmerin.

    Da ich seit Jahren unter Depressionen leide, habe ich 2012 eine 10-wöchige Therapie in einer Tagesklinik gemacht. Ich war zu jedem freundlich, brach nur manchmal in der Gruppentherapie in Tränen aus.
    Eine Patientin nahm sich meiner an, doch die anderen verurteilten mich schnell wegen meiner naiven und sensiblen Art. Vor allem zwei Männer hatten etwas gegen mich und verhöhnten mich lautstark.
    Vollversagen der Therapeuten - das geht überhaupt nicht, aber so gar nicht.

    Seitdem reißen die Mobbingattacken nicht ab. Er beschimpft mich mit den übelsten Ausdrücken und drohte schon mehrmals mit Handgreiflichkeiten. Meine Beschwerden beim Vermieter brachten nichts, da er auf der Seite des primitiven Nachbarn zu stehen scheint.
    Das gleiche gilt hier für den Vermieter.

    In allen drei Situationen würde ich mir den Schuh nicht anziehen - was auch immer du getan haben magst oder nicht, hier war jemand in der Verantwortung, zu intervenieren und hat in schändlicher Weise versagt.

    Was ich noch überlegt habe:
    Ich habe mal bei mir etwas ausprobiert: ich habe versucht, mein Leben in mehreren Versionen zu erzählen. Voraussetzung war, dass ich nur die Wahrheit sage, aber in der einen Version habe ich mich stark auf das Negative konzentriert und vor allem das erwähnt, in der anderen auf das Positive.
    Heraus kam in dem einen Fall eine Geschichte, die durchaus viele Elemente von deiner Geschichte enthält und noch andere (schwierige, belastende Familienkonstellation, Mobbingerfahrungen, unglückliche Männergeschichten, Depressionen, Sackgasse im Job, Kündigung, einige erhebliche gesundheitliche Probleme) und für die mich viele bedauern würden, wenn ich sie so erzählen würde.
    Aber auch die andere Geschichte, die positive Version, hatte einiges zu bieten (Lehrer, die mich förderten, langjährige Beziehung, viele tolle Joberfolge, gute Freunde, tolle Reisen, Wohlstand, Intelligenz und Ideen, Resilienz etc..), und wenn ich die erzähle, werde ich bewundert und beneidet. Mein Leben ist aber beides.
    Hast du vielleicht bisher nur Version 1 deiner Geschichte hier erzählt? Wie könnte Version 2 klingen, also was ist gut in deinem Leben und an dir?

    Und schlussendlich:
    Ja, es gibt solche Menschen, von denen sagt man, wenn man zynisch sein will, "sie betteln um Schläge", sie rufen das Schlechteste, das Böseste in einem wach, und es ist wirklich schwer zu erklären, was genau es ist. Aber: dieses Böse ist nicht in diesen Menschen, die so wirken, sondern in denen, die sie schlecht behandeln. Auch wenn jemand vielleicht nervt, "lahm" wirkt, unterwürfig, komisch oder was auch immer, darf man sich nicht zu einigen von den Dingen hinreißen lassen, die du geschildert hast. Diese Leute haben sich ewas zuschulden kommen lasse, nicht du.

    Ich weiß nicht recht, was ich dir raten soll, außer vielleicht, deine persönlichen Grenzen kennenzulernen und sie zu setzen und zu verteidigen, wenn jemand sie übertreten will. Das ist nicht einfach, aber kann man üben, so wie fast alles im Leben.

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    AW: Ich komme mit niemandem zurecht! Bin ich eine gestörte Persönlichkeit?

    ... Mir fällt auch noch ein, du solltest nicht jede an dich gerichtete Kritik annehmen und dir zu Herzen nehmen. Das macht dich unnötig noch schwächer u nimmt dir dein Selbstbewusstsein.

    Ich werde auch hin und wieder kritisiert. Ein Kollege sagte mir mal: "Du gehst komisch" Ich: wie, ich gehe komisch:-)! Er: ja wirklich, hat dir das noch nie jemand gesagt! (Kopfsteinpflaster und abgelaufene Chucks hatte ich an-wer geht da nicht komisch)
    Er meinte das voll ernst und ich habe das nicht als negative Kritik aufgenommen und musste vor mich hin schmunzeln.

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    AW: Ich komme mit niemandem zurecht! Bin ich eine gestörte Persönlichkeit?

    Nur mal so als Gedankenanstoss:

    Ich habe im Freundeskreis einen alten Schulkameraden, den ich seit nun mehr 30 Jahren kenne. Bei ihm gab es so mit 8 Jahren eine bitter böse Scheidung der Eltern mit Rosenkrieg und letztendlich kam er zum extrem gefühlskalten Vater und ist ausser im Verhältnis zu den Schulfreunden in sehr liebloser Umgebung aufgewachsen.

    Er hatte schon als Teenager Defizite im Sozialverhalten, damals haben wir uns darüber lustig gemacht - aber ihn nicht ausgeschlossen. Es schien uns eher wie seine persönliche "Macke" wir haben ihn oft belächelt aber akzeptiert.

    Er wohnt nun schon seit 15 Jahren im Ausland und kommt einmal im Jahr nach D. Dann sind seine Anlaufpunkte noch immer und ausschließlich ich und ein weiterer Schulfreund. Er besucht keine Familienmitglieder (sein Vater ist längst gestorben) und auch keine weiteren Freunde. Auch in seiner jetzigen Heimat hat er keinen wirklichen Freundeskreis, ich habe ihn schon mehrere Wochen besucht und niemanden kennengelernt, er erzählt auch über niemanden, mit dem er was unternimmt oder den er kennt.

    Jedesmal wenn er kommt freue ich mich wie verrückt, aber immer wieder fällt mir dann nach ein paar Stunden des Zusammenseins auf das er einfach immer noch deutliche Defizite im Sozialverhalten hat. Oft merkt man, das er wenn er Situationen interlektuell erfasst (z. b. Jemand bittet ihn etwas zu helfen- beim Gartenfest die Tische aufbauen) überhaupt keine Probleme hat und gerne mithilft. Aber so selbst wahrnehmen, das man doch z. B. beim einwöchigen Besuch mal helfen könnte den Tisch zu decken - darauf kommt er einfach nie!!!

    Er merkt auch z. B. nicht, wenn er mal stört. Sagt man ihm, dann : "du ließ mal ein Buch, ich will mich mal ausruhen" ist das völlig ok, er ist auch nicht beleidigt oder so. Aber selbst würde er nie drauf kommen. Solche Stimmungen nimmt er einfach nicht wahr. In keiner Weise!

    Meine Theorie: Das was er an zwischenmenschlicher Interaktion als Kind nicht erfahren und gelernt hat, kann er als Erwachsener nicht mehr nachholen.

    Auch hat er bisher noch keine Beziehung geführt, die länger als ein Jahr gehalten hat.

    Vielleicht ist es bei dir ähnlich - wegen der Probleme in der Kindheit und Jugend kannst du heute nicht adäquat reagieren.
    Nichts bleibt so wie es ist, alles unterliegt der Veränderung.

  5. Inaktiver User

    AW: Ich komme mit niemandem zurecht! Bin ich eine gestörte Persönlichkeit?

    Danke für die vielen Antworten!

    Ich nehme es denjenigen keinesfalls übel, die geschrieben haben, dass vieles auch an mir liegen muss.
    Vieles, was andere stören könnte habe ich aufgezählt wie meine Langsamkeit, langweilige Art (Schüchternheit und keine tollen Interessen), teilweise unangemessene Offenherzigkeit, Naivität, meine Anhänglichkeit, vor allem bei Männern...
    Auch habe ich oft eine pessimistische Sichtweise auf viele Dinge und das artete dann schon mal bei Bekannten oder in Beziehungen in Gejammere aus.
    Meine unreife Art ist mir leider auch bis heute erhalten geblieben, auch wenn ich daran arbeite, erwachsen und souverän rüberzukommen, aber ich glaube, mit nur mäßigem Erfolg. Denn ein Mann, den ich nur mal flüchtig kennenlernte, bildete sich gleich ein entsprechendes Urteil über mich. Er sagte, ich sei in meiner geistigen Reife um mindestens 15 Jahre zurück und er traue mir keinen halbwegs anspruchsvollen Job zu.

    Der Grundstein für die ganze Misere wurde bei mir wohl wie so oft in meiner Kindheit gelegt.
    Meine Eltern haben mich nicht gewollt, vor allem nicht meine Mutter, die mich im Teenageralter bekommen hat. Dementsprechend wurde ich zu Hause behandelt. Ich wurde von Kleinkind an unterdrückt und abgewertet. Meine Mutter hat mir jahrelang psychische Gewalt angetan. Sie hat mich oft angeschrien und mit üblen Schimpfworten betitelt. Um irgendwie überleben zu können, habe ich mich irgendwann nur noch überangepasst verhalten und war immer die brave Tochter. Mein Vater war meistens der passive Part. Er war nicht so bösartig zu mir, hatte aber fast nie Zeit für mich. Doch er zeigte mir oft, dass ich in seinen Augen nicht klug genug war.

    So überangepasst wie zu Hause verhielt ich mich meistens auch in der Schule und später in meinen Beziehungen. Ich dachte, wenn ich immer nett zu jedem bin, muss man mich doch mögen. Doch so jemand ist eben langweilig und wer nie für seine Interessen eintritt und keine eigene Meinung hat, wird schnell als dumm abgestempelt. Wobei ich sagen muss, dass ich wirklich nicht die beste Auffassungsgabe habe.
    Es kam von euch auch die Frage, wie sich meine Langsamkeit bemerkbar macht. Dazu kann ich nur sagen, sie zeigt sich in fast allen Dingen im Alltag. Egal, ob es um Tätigkeiten im Haushalt geht, um Körperhygiene, ums Essen... Ich bin einfach in allem sehr langsam, brauche viel länger als andere. Im Berufsleben ist das natürlich ein besonderes Problem.
    Das eigenartige ist, dass ich selbst es nicht bemerke, also nicht bewusst trödele. Nein, manchmal habe ich sogar das Gefühl, mich schon zu überschlagen, und mein Tempo wird von anderen immer noch als "lahm" angesehen.

    Die Sache mit der mobbenden Teilnehmerin meines Weiterbildungskurses macht mir noch zu schaffen, weil es noch so frisch ist. Ich verstehe da zum Beispiel nicht, wie andere sich lieber einer vulgären Teilnehmerin anschließen als auf meiner Seite zu stehen. Sie haben doch mitbekommen, dass sie ständig Spitzen gegen mich abließ, doch jetzt bin ich die respektlose Person. Kann natürlich sein, dass ich übertrieben habe, weil ich sie zweimal als Person ohne Niveau bezeichnet habe.

    Was meinen Nachbarn betrifft, so denke ich auch, dass mich da keine Schuld trifft. Er ist leider asozial, sonst würde er mich nicht so beschimpfen und mir noch drohen. Es gibt viele Menschen, die von anderen Mietern gemobbt werden. Dass es nicht an mir liegen kann, zeigt ja auch die Tatsache, dass ich schon 15 Jahre in meiner jetzigen Wohnung lebe und vor Einzug dieses Mieters vor über zwei Jahren nie mit jemandem aneinandergeraten bin.

    Was die erfolglose Therapie in der Tagesklinik betrifft, so habe ich da auch einen gewissen Anteil.
    Die Therapeutin musste mich nämlich einige Male darauf aufmerksam machen, dass ich nicht immer meinen Ex-Freund thematisieren solle, den ich zu dieser Zeit immer noch liebte und der sich erst kurze Zeit zuvor von mir getrennt hatte. Da sind manche Patienten nämlich fast ausgeflippt, wenn ich in der Theapierunde wieder von ihm anfing und dabei fast in Tränen ausbrach.
    Es gab leider zu wenig Einzeltherapiestunden. Klar wurde dort nur, dass meine Aggressionen in meiner Kindheit begründet seien und ich versuchen müsse, mich nicht so viel von anderen Menschen abhängig zu machen.
    Als Diagnose erhielt ich eine mittelschwere depressive Episode und Anteile einer abhängigen und unsicher-vermeidenden Persönlichkeitsstörung. Allerdings eben "nur" Anteile, keine der beiden Persönlichkeitsstörungen ist bei mir voll ausgeprägt.

    Mir fällt noch etwas ein, was die Beschreibung meiner Persönlichkeit betrifft.
    Denn es ist ja auch so, wie jemand von euch geschrieben hat. Die Wahrnehmung, die man von sich selbst hat, weicht oft von der Fremdwahrnehmung ab.
    Ein Dozent in einer Fortbildung gab mir mal das Feedback, dass ich neben schüchtern auch so hilfsbedürftig und verletzt wirke. Dabei war mir das Attribut "hilfsbedürftig" neu, da mir vorher nicht klar gewesen war, dass ich so unbedarft und unselbständig wirke.

    Die ganzen Erfahrungen haben jedenfalls dazu geführt, dass ich mich in den letzten paar Jahren sehr isoliert habe.
    Wenn ich einen Job hatte, ging ich dem regelmäßig nach, doch ansonsten schottete ich mich völlig ab. Ich hatte zunehmend das Gefühl, nicht mehr die Kraft zu haben, mich bei Konflikten mit anderen auseinanderzusetzen.

    Wie ich geschrieben habe, habe ich nur zu meinen Eltern regelmäßigen Kontakt.
    Unser Verhältnis hat sich gebessert seit ich aufgehört habe, die ganze Verantwortung für meine Misere ihnen in die Schuhe zu schieben. Das zumindest hat die Therapie bewirkt.

    Doch ich vermute, dass ich um eine weitere Therapie nicht herumkomme, oder?
    So wie jetzt kann es ja nicht weitergehen. Wie heute sitze ich jeden Samstagabend und meistens auch den ganzen Sonntag allein zu Hause. Besonders lebenswert ist das nicht.
    Geändert von Inaktiver User (20.06.2015 um 21:20 Uhr)

  6. Inaktiver User

    AW: Ich komme mit niemandem zurecht! Bin ich eine gestörte Persönlichkeit?

    @ Camponolla und Stresspustel

    Ich habe eure Beiträge erst gelesen, nachdem ich meinen bereits abgeschickt hatte.

    Es stimmt, man sollte sich nicht alles zu Herzen nehmen, was andere an einem kritisieren.
    Es fällt mir nur so schwer, weil es so viele Dinge sind, die andere stören.
    Ich kenne nämlich auch solche Kommentare wie "Du gehst komisch", "Du guckst komisch", "Du sprichst komisch"...
    Ja, eben alles komisch.

    Stresspustel, was du über deinen ehemaligen Schulkameraden geschrieben hast, war sehr interessant für mich.
    Er hat wohl ähnliche Defizite wie ich in der sozialen Interaktion und die Ursachen liegen bei ihm wohl auch überwiegend im lieblosen Elternhaus.
    Ich bin da deiner Meinung, man kann an solchen Defiziten arbeiten, aber man kann nicht alles nachholen, was in der Kindheit und Jugend versäumt wurde.

  7. User Info Menu

    AW: Ich komme mit niemandem zurecht! Bin ich eine gestörte Persönlichkeit?

    Was hast du denn ausprobiert in Sachen Freizeitaktivitäten?
    Eigentlich ist es doch nicht so sonderlich kompliziert, sich irgendwelchen Runden anzuschließen. Gerade Frauen gehen doch gerne "Rudelaktivitäten" nach.
    Ich selber bin z. B. gern mit "groops" unterwegs, da kann man gemeinsam mit anderen Leuten Sachen unternehmen. Ich finde das jetzt ziemlich zwanglos. Da kann man mal hier und mal da miteinander reden und verbringt ein paar nette Stunden. Schwierig wird es, wenn man mit dem Anspruch loszieht, "Freunde" zu finden.
    Vielleicht solltest du erstmal generell den Umgang mit anderen einüben?
    Welche Sachen interessieren dich denn?

    Hier gibt es z. B. auch Kurse in der Frauenberatungsstelle, die über mehrere Wochen laufen. Dabei kommt man ja auch miteinander ins Gespräch.

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    AW: Ich komme mit niemandem zurecht! Bin ich eine gestörte Persönlichkeit?

    Ich persönlich glaube daran, dass du auch heute noch ganz viele Möglichkeiten hast, dein Leben zu verändern. Auch wenn du im Elternhaus keine guten Erfahrungen gesammelt hast.
    Versuche doch mal nach einem Programm vorzugehen, wie in dem Buch, das ich dir schon genannt habe.

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    AW: Ich komme mit niemandem zurecht! Bin ich eine gestörte Persönlichkeit?

    Liebe FS,

    kannst du deine Langsamkeit ins positive umwandeln?:-) !
    In privaten Situationen lamgsam zu sein, finde ich überhaupt gar nicht schlimm! Wenn ich z.B. koche, mache ich das alles lamgsam, halt gemütlich, weil ich das genieße.
    Ich mache alles im Vaishalt lamgsam, halt ohne Stress, ich hetze mich beim aufräumen nicht. Mein Onkel hat mal nen Anfall bekommen als ich bei meiner Oma gestaubsaugt habe, ich war um die 10 Jahre alt, es ging ihm nicht schnell genug. Meine Ex-Freunde habe auch hin und wieder mal nen Spruch gelassen, aber ich habe das niemals angenommen, den. So bin ich halt und die Qualität die dabei heraus kommt war immer bestens!
    Vielleicht versuchst du das mal positiv zu sehen, und das ins positive umwandeln.
    Ich nenne dir die Besispiele, damit das verständlicher ist.

    Auf deiner Arbeitsstelle oder Kursen, ist es doch auch entscheidend was als Resultat herauskommt egal ob schnell oder lamgsam. Oder ist das Resultat auch nicht so gut?
    Wurdest du denn ermahnt bezgl deiner Langsamkeit von deinem Chef?
    Eine Freundin hat Grafik Design studiert. Danach hat sie in Werbeagenturen gearbeitet. Sie war immer die langsamste von allen, aber sie war die beste und erfolgreichste in der Firma. Sie würde aber immer von ihren Kollegen gemobbt, weil sie so war wie sie war, aber die Resultate haben für sich vesprochen. Sie hatte auch die wichtigsten Kunden.


    Das was du als Kind mitgemacht hast ist es kein Wunder, dass du halt hiesiges Eigenschaften ausstrahlst, aber daran kannst du arbeiten. Es geht keinem außenstehenden etwas an, ob du hilfsbedürftig bist! Darum darfst du das auch nicht zeigen. Ist meine. Meinung.

    Ist doch normal, nach einer Trennung nur von seinem Ex zu reden. Das kennen wir doch alle!

    Deswegen mache bitte noch eine Therapie , vielleicht kannst du das an einer Tagesklink ambulant machen.

    Wichtig ist halt, dass du Dinge tust, die dir Spaß machen auch ohne Freunde! Um so mehr die zu Hause bist, desto mehr denkt man nach! Stärke irgendwie dein Selbstbewusstsein bitte!!!! Versuche einen eigene Meinung zu haben, deinen eigenen Weg gehen......

    Die in dem Lirs waren asiozial, geht gar nicht. Das dich das noch mitnimmt, verstehe ich.
    Aber das kannst du ja auch in der Therapie ansprechen, wie man mit solche. Situationen am besten umgeht.

    Bezgl. Deines Nachbarn würde ich dem Mieterverein beitreten. Im schlimmsten Fallauch mal die Polizei rufen! Ich habe hier auch ganz assioziale Nachbarn, der Vermieter ist oberasiozial, der hat so einen heftigen Brief des Mietervereins bekommen, dass die mich in Ruhe lassen. Die Polizei habe ich auch schon rufen müssen, das hat hier gefruchtet. Ich musste zu diesen. Maßnahmen greifen, weil alles andere nicht gefruchtet hatte.

    Ich finde, du hörst dich wirklich nett an...und du bist doch auf dem besten Weg, weil du arbeitest an dir!
    Sei bitte auch noch zu selbstkritisch, lass mal die Lupe weg:-) und akzeptiere dich so wie du bist.

    Ach ja, Menschen, die immer pessimistisch sind, meide ich, das zieht einen herunter, wenn es nicht meine beste Freundin ist und die ne schlimme Phase gerade hat. Menschen, die sich klettenartig verhalten, meide ich auch, da muss schon ein gesundes gegenseitiges Interesse vorhanden sein.....
    Und Menschen, die immer eine Leidensrolle mit sich tragen, ist auch mega anstrengend, wenn das ein Dauerzustand ist;-)
    Arbeitskollegen sollten auch nie Freunde werden! Ist besser so!

    So, jetzt habe ich aber ausgeholt.

    Liebe Grüße
    Geändert von Camponolla (20.06.2015 um 22:06 Uhr)

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    AW: Ich komme mit niemandem zurecht! Bin ich eine gestörte Persönlichkeit?

    Hallo Nowayout,

    ich möchte dich auch darin bestärken, dass du an deinen Defiziten arbeitest.
    Zudem glaube ich, das Menschen, die in ihrer Kindheit ein so schweres Erbe mitbekommen haben es einfach schwer haben im Leben und das sie gänzlich "unverschuldet" in diese Situation gekommen sind.

    Und ich denke nicht, dass du wie du im Titel gefragt hast eine "gestörte Persönlichkeit" bist.

    Nun bist du alt genug zu erkennen woran es liegt - arbeite nun daran, soviel wie möglich aufzuarbeiten auch wenn du vielleicht nicht mehr alles aufholen kannst.

    Du reflektierst dich selbst - ich drück dir die Daumen!

    LG
    Stresspustel
    Nichts bleibt so wie es ist, alles unterliegt der Veränderung.

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