kennst du nicht solche tage, an denen man fröhlich allein vor sich hinmurkelt, weil man weiß, abends oder am nächsten tag trifft man noch nette freunde? aber wenn nur allein-tage vor einem liegen, kippt die stimmung? - so ging und ging es mir jedenfalls, und so ähnlich habe ich bestagewoman verstanden.
wobei es darüber hinaus für mich auch immer wichtig war, freunde zu haben mit leuten, die in einer ähnlichen lebenssituation waren wie ich, mit denen ich sie also teilen konnte... das vor allem war wichtig, um mich nicht einsam zu fühlen.
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26.06.2015, 14:50Inaktiver User
AW: Sich alleine fühlen - ist das normal?
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26.06.2015, 14:56
AW: Sich alleine fühlen - ist das normal?
Das hast Du im Prinzip richtig verstanden. Es gibt Zeiten, da fühle ich mich wohl und kann auch das Alleinsein geniessen. Dann macht es mir nichts aus.
Aber es gibt Zeiten, da bekomme ich regelrecht Panik, wenn ich daran denke, dass ich vielleicht für immer alleine bleiben muss, dann werde ich verrückt.
Ich sehne mich nach einem Partner, mit dem ich mein Leben teilen kann. Ich sehne mich nach Liebe, lieben und geliebt werden.
Das klingt vielleicht verwirrend......aber so ist es.
Ich hatte ja eine Affaire. Da war also immer jemand im Hintergrund, der an mich dachte.....das hat mir immer so eine gewisse (trügerische) Sicherheit gegeben.
Das ist jetzt weggefallen und ich verfalle wieder in Panik, da kommt keiner mehr.
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26.06.2015, 14:57
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26.06.2015, 17:43Inaktiver User
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26.06.2015, 17:51
AW: Sich alleine fühlen - ist das normal?
Ich glaub dir fehlt es an Selbstbewusstsein!
Melde Dich in einem Tanzkurs an, Kauf dir ein Hündchen,gehe mit dem Hündchen spazieren, Welpenschule und so ,Melde dich im Fitnesscenter an .
Es gibt zig Sachen die Du tun kannst um unter Leute zu kommen,hör auf dich selber zu bemitleiden....
Steh auf und mach was ,auf Los gleich morgen...
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26.06.2015, 18:26
AW: Sich alleine fühlen - ist das normal?
Ja, solche Tage kenne ich, aber ...
... das kenne ich nicht. Ich genieße es auch vor mich hinzumurkeln, wenn ich mich Abends auf mein Sofa, einen gute Film oder ein gutes Buch freuen kann und meine Ruhe habe.aber wenn nur allein-tage vor einem liegen, kippt die stimmung? - so ging und ging es mir jedenfalls, und so ähnlich habe ich bestagewoman verstanden.
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26.06.2015, 18:30
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26.06.2015, 19:04
AW: Sich alleine fühlen - ist das normal?
Es ist nachvollziehbar, dass sich dein Zustand verschlechtert, nachdem du deiner Affäre tschüss gesagt hast. Aber letztendendes bringt dich doch die Befreiung davon überhaupt erst in die Lage, eine gute Beziehung einzugehen. Ich persönlich würde sofort Reißaus nehmen, wenn ich jemanden kennenlernen würde und merken würde, dass da was läuft.
Ich finde es nur nicht nachvollziehbar, warum du nichts änderst. Du drehst dich ja im Kreis.
Du gehst nicht unter Leute, weil du das allein nicht machst. Du suchst dir aber auch keine neuen Leute, mit denen du dann gemeinsam unter Leute gehen könntest.
Ergebnis: du sitzt allein zu Haus und bist unzufrieden.
Den Hinweis mit der Singlebörse oder mit 50plus usw. willst du auch nicht aufgreifen, "weil dir das nicht liegt".
Ja, woher sollen denn die Kontakte in deinem Leben kommen, die dir fehlen?
Du hast drei Möglichkeiten:
du leidest weiter so ohne Aussicht auf Veränderung
du gehst allein los
du suchst dir aktiv neue Leute.
Ich kann es auch nicht verstehen. Klar, mir geht es manchmal auch nicht gut. Aber dann rappel ich mich wieder auf, gehe schön spazieren und Eis essen, schaue in die Sonne ... oder mache was mit andren Leuten gemeinsam...
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26.06.2015, 19:49
AW: Sich alleine fühlen - ist das normal?
Das ist aber eine ganz andere Angst als die von Bestagewoman.
Wäre ich nicht in Begleitung von meinem Hund, ginge ich nachts auch nicht
durch den Park.
Auch wenn da was Wahres dran ist - es sollte dennoch nicht ausschließen,
dass man sich selbst auch (!!) genug sein kann.
Die Angst und Panik, die laut Bestagewoman dahinter stehen, finde ich schon
therapiebedürftig.
Solange diese angepeilten Bekanntschaften lediglich dem Zweck dienen,
das Alleinsein mit allen Mitteln zu vermeiden, überlagerst Du Dein Kernproblem
lediglich.
Müssen es übrigens nur Frauen sein?
Männer sind auch prima Sportkumpel.
Bei uns gibt es zB Walking-Gruppen für ü50 Leute, Männlein und Weiblein
gemischt.
Wobei ich persönlich schon bei dem Gedanken an derartige Gruppenaktivitäten
die Krise bekomme ;). Wenn ich walke oder laufe, dann genieße ich es, meinen
Gedanken nachzuhängen und die Natur für "mich alleine" zu haben. Das erdet.
Mit sich alleine zufrieden sein zu können macht einen nicht automatisch
zum Egomanen. Wenn man sowohl mit dem Alleinsein als auch mit Sozialkontakten
ausgewogen leben kann, dann hat man die Bandbreite an Möglichkeiten im Leben
eigentlich abgedeckt. Das finde ich tatsächlich erstrebenswert.
Mit Extremen in die eine oder andere Richtung verbaut man sich automatisch
Fähigkeiten, die aber in jedem angelegt sind.
Nein, verwirrend klingt das nicht - aber soo verpilchert ;).
Ich denke auch, dass Deine rosarote Sicht auf Dein Wunschleben ein
Hindernis darstellt, denn ich kenne persönlich keinen einzigen Mann
in dieser Altersklasse, der solch romantisch verbrämte Ansichten hat.
Wie sieht den der Realitätscheck im wirklichen Leben Deiner Freundinnen
aus?
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30.06.2015, 09:45
AW: Sich alleine fühlen - ist das normal?
Es gibt eben Menschen, die gerne alleine sind - und die anderen, die nicht gerne alleine sind.
Ich glaube, dass an einfach so ist wie man ist, und sich in dieser Richtung nicht viel ändern kann.
Man kann sich höchstens mit einer Lebenssituation abfinden, und das Alleinsein hinnehmen - aber geniessen? Das kann einfach nicht jeder.



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