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    AW: Leute, denen es immer nur gut geht

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hm. Ich denke ja, dass viele Beziehungen nur halten, weil man eben die Fassade aufrechterhalten will. Wenn man sich trennt ist das ja das Eingeständnis des Scheiterns, und eben nicht die heile Welt.
    Das denke ich heute nicht mehr, eben weil so viele Beziehungen scheitern. Auf die Generation unserer Eltern traf das wahrscheinlich zu. Aber da gab es auch wirtschaftliche Gründe, sich nicht trennen zu wollen.

    Ich z.B. möchte keine Fassade aufrecht erhalten. Ich streite mich mit meinem Mann nicht hinter vorgehaltener Hand, wenn ich wütend bin, kann das auch der Nachbar gerne mit bekommen, das geht mir schon auch sonstwo vorbei. Ich habe andere Gründe, die mich dazu bewegen, in meiner langjährigen Beziehung zu leben. Nichts ist perfekt bei uns, aber ich fühle mich wohl und zu Hause. Konflikte müssen halt gelöst werden, ist nicht einfach, mir ist es das aber wert. Mir Freunden rede ich auch offen darüber. Da gibt es dann die unterschiedlichsten Meinungen dazu. Die einen denken, das wird auf Dauer nichts und die anderen finden es super, dass wir weiter an unserer Beziehung arbeiten. Ich möchte jedenfalls nicht alles über Bord werfen. Ich kämpfe dann doch lieber.
    Nur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.

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    AW: Leute, denen es immer nur gut geht

    Zitat Zitat von animosa Beitrag anzeigen
    Das denke ich heute nicht mehr, eben weil so viele Beziehungen scheitern. Auf die Generation unserer Eltern traf das wahrscheinlich zu. Aber da gab es auch wirtschaftliche Gründe, sich nicht trennen zu wollen.
    sehe ich ähnlich. Wir haben da keine Vorbildsgeneration, wir müssen da unseren eigenen Weg finden (ich meine damit meine Generation, die der "Babyboomer").

    Neben den wirtschaftlichen Gründen hatte die Kriegs- und Nachkriegsgeneration auch Verdrängungsmechanismen, die bei denen Sinn gemacht haben mögen, in der heutigen Zeit jedoch zum Hindernis werden. Deswegen glaube ich auch, dass Beziehungen eher scheitern werden, wenn man einen auf Fassade macht, selbst wenn zwei darin erstmal übereinstimmen. Aber irgendwann wird das zum Boomerang.

    Auch im Beruf werden immer mehr sog. "soft skills" benötigt, z.B. Konfliktfähigkeit, soziale Kompetenz. Das benötigt viel geistige Flexibilität, das funktioniert mit Fassade hochhalten auf Dauer nicht. Authentizität wird in allen Lebensbereichen immer wichtiger.
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

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    AW: Leute, denen es immer nur gut geht

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hm. Ich denke ja, dass viele Beziehungen nur halten, weil man eben die Fassade aufrechterhalten will. Wenn man sich trennt ist das ja das Eingeständnis des Scheiterns, und eben nicht die heile Welt.
    Der stärkste Klebstoff für unglückliche Beziehungen ist meiner Beobachtung nach immer noch die Besitzstandswahrung. Die Fassade ist da eher Mittel zum Zweck und weniger Ursache.
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

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    AW: Leute, denen es immer nur gut geht

    Bei mir könnte so mancher auch glauben, dass alles nur perfekt ist und es mir immer nur gut geht.
    Das kommt daher, dass ich nicht jedem einzelnen alle meine Probleme und Sorgen auf die Nase binde.

    Wenn ich mit meinem Mann ein wenig im Clinch liege, dann löse ich das mit ihm zusammen und rede maximal noch mit meiner Mutter darüber. Sie ist ein sehr objektiver Mensch und hat immer die besten Ratschläge. Warum sollte ich das dann noch mit anderen Dritten breittreten.

    Wenn ich früher Probleme im Büro hatte, dann habe ich darüber mit den Kolleginnen und dann zuhause noch mit meinem Mann gesprochen. Naja, auch da ist meine Mam eine gute Anlaufstelle gewesen. Jetzt hat sich das erledigt, da ich nur noch mit meinem Mann zusammen arbeite.

    Meine gesundheitlichen Probleme darf jeder mitbekommen, denn die sind nicht immer zu verbergen. Aber so richtig ausführlich spreche ich auch nur mit meiner Familie und mit meinen besten Freundinnen darüber.

    Und alles andere nehme ich nicht mehr so schwer, das Leben ist zu kurz um sich über alles Unnötige zu ärgern.
    Ich merke grad, dass meine engste Vertraute nach wie vor meine Mutter/Eltern sind und ich mit ihnen wirklich über alles sprechen kann. Warum sollte ich es dann noch mit Hinz und Kunz besprechen?

    Ob mich nun Außenstehende als eine Person mit glatter Fassade sehen und deswegen negativ bewerten, juckt mich nicht mehr wirklich. Menschen denen ich wichtig bin und die mir wichtig sind, wissen wie ich bin. Alle anderen sind diesbezüglich egal.
    Die Problemzone ist bei den meisten Menschen nicht der Bauch, die Beine oder der Po...
    sondern viel mehr der Kopf

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    AW: Leute, denen es immer nur gut geht

    Zitat Zitat von schlumpsi Beitrag anzeigen
    Naja, hier wird aber auch sehr an den Extremen argumentiert. Zwischen "düsteres Familiengeheimnis, das in Hollywoodidylle ertränkt wird" und "Problembär" gibt es ja nun eine gewaltige Spannweite.
    Hmm, ja, ich weiß auch nicht so ganz, worum es hier so geht. Ich finde es normal, dass man nicht jedem seine Probleme auftischt und wiederum ebenso normal, dass man mit nahestehenden Personen darüber spricht. Aber Abgründe tun sich da in meinem nahen Umfeld eher nicht auf (es sei denn sie werden mir verschiegen ).
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)

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    AW: Leute, denen es immer nur gut geht

    Zitat Zitat von Sprachlos Beitrag anzeigen
    Hmm, ja, ich weiß auch nicht so ganz, worum es hier so geht. Ich finde es normal, dass man nicht jedem seine Probleme auftischt und wiederum ebenso normal, dass man mit nahestehenden Personen darüber spricht.
    so wie ich es verstanden habe, gehts gar nicht darum, sondern um den Nervfaktor, wenn Leute, bei denen angeblich alles so top ist, ihre ganze Umgebung damit ins Koma lamentieren. Ich finde es immer verdächtig, wenn jemand etwas besonders betonen muss, z.B. wie super toll alles ist oder dass er/sie die perfekte Rama-Familie hat. Da gehe ich instinktiv auf Abstand. Denn etwas was ist, das muss ich nicht gebetsmühlenartig verkünden.
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

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    AW: Leute, denen es immer nur gut geht

    Zitat Zitat von Amelie63 Beitrag anzeigen
    so wie ich es verstanden habe, gehts gar nicht darum, sondern um den Nervfaktor, wenn Leute, bei denen angeblich alles so top ist, ihre ganze Umgebung damit ins Koma lamentieren.
    Irgendwie fällt mir da kein Beispiel ein. Ich kenne nur Leute die entweder Jammern oder solche von denen man außer Oberfläche gar nichts weiß. Beide Extreme gehören aber nicht zu meinem engeren Kreis, wahrscheinlich u.a. darum.
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)

  8. Inaktiver User

    AW: Leute, denen es immer nur gut geht

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ... Ich bin auch mit fast allem sehr offen.

    Und meine Erfahrung ist: sobald man sich nämlich öffnet und zeigt ermutigt das andere, sich ebenfalls zu zeigen und sich nicht mehr hinter ihrer Fassade zu verschanzen - weil sie ja keine Angst mehr haben müssen blöd dazustehen. Und so entsteht Nähe und Begegnung. Oder zumindest zu einer Art Narrenfreiheit im Sinne von: ist der Ruf erst ruiniert...

    Nicht immer und nicht mit jedem, aber doch sehr oft. Ich kann mir das anders gar nicht mehr vorstellen.
    das geht mir ähnlich ,mir ist es auch viel zu anstrengend immer die perfekte zu geben,zumal mein eigenanspruch an mich sowieso recht hoch ist und mir schon völlig reicht...
    aber es gibt noch ein phänomen ,dem ich begegnet bin und das deckt sich vielleicht auch mit dem thema hier...
    leuten ,denen es immer gut geht ,wo die kinder nur top sind und man sich schon fragt ,ob die wirklich alle echt und lebendig sind(langweilig sowieso ,denn es gibt ja wohl kaum etwas blutleereres als solche werbefamilien und menschen) weiden sich oft an dem elend anderer.
    die fragen normalen menschen ein loch in den bauch ,um sich aufzuwerten so a la ...na der sohn von der hat ja ...na gut das bei uns alles in ordnung ist..daswird teilweise sogar mit mitgefühl kaschiert ,was aber nicht wirklich vorhanden ist ,denn es geht nur darum sich als besser positioniert zu empfinden...
    allerdings ,wenn man das realisiert ,dann merkt man natürlich auch ,so ganz problemlos ist es da natürlich nicht...

  9. Inaktiver User

    AW: Leute, denen es immer nur gut geht

    Zitat Zitat von Amelie63 Beitrag anzeigen
    so wie ich es verstanden habe, gehts gar nicht darum, sondern um den Nervfaktor, wenn Leute, bei denen angeblich alles so top ist, ihre ganze Umgebung damit ins Koma lamentieren. Ich finde es immer verdächtig, wenn jemand etwas besonders betonen muss, z.B. wie super toll alles ist oder dass er/sie die perfekte Rama-Familie hat.
    Eine andere Gruppe der Super-Hyper-Positivisten sieht überhaupt in nichts ein Problem. Auch wenn das Glas nur zu 2% bedeckt ist, ist das Glas voll. Es gibt keine Probleme, nichts ist häßlich und das Leben eine einzige Polonaise, Punkt. Wenn diese Menschen nicht so nervig wären, würde ich sie sogar bewundern.

  10. Inaktiver User

    AW: Leute, denen es immer nur gut geht

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Eine andere Gruppe der Super-Hyper-Positivisten sieht überhaupt in nichts ein Problem. Auch wenn das Glas nur zu 2% bedeckt ist, ist das Glas voll. Es gibt keine Probleme, nichts ist häßlich und das Leben eine einzige Polonaise, Punkt. Wenn diese Menschen nicht so nervig wären, würde ich sie sogar bewundern.
    Oh, die!

    Man spricht über irgendwas negatives - kennen sie nicht, haben sie noch nie gesehen und das muss an der eigenen negativen Weltsicht liegen dass man das so wahrnimmt.

    Oder daran dass ihr mit Scheuklappen durch die Welt rennt!

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