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  1. gesperrt

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    AW: Leute, denen es immer nur gut geht

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    das heißt, manche von den "blendern" haben die erfahrung gemacht, dass sie abgelehnt werden, wenn sie probleme äußern...

    Was heisst hier "blender"? Blendern ist für mich, eine Situation als super toll darzustellen, die eigentlich völlig krumm und schief ist.

    Wenn was ist, rede ich einfach gar nicht darüber. Bei konkreten Nachfragen - also nicht allgemein "wie geht's?", sondern konkret "Verträgst du dich wieder mit deiner Mutter?" oder "Tut's im Bauch immer noch weh?" würde ich nicht lügen. Und ob und wie viel ich dann erzähle, hängt davon ab, wie interessiert das Gegenüber ist.

    Lamentieren tu ich gelegentlich auch, aber das meist tatsächlich über kleine Dinge, zB einen frechen Kellner, oder das schlechte Wetter.

    gruss, barbara

  2. Inaktiver User

    AW: Leute, denen es immer nur gut geht

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Die kenn ich lustigerweise nur von der Bri, und sonst nicht.
    Ich habe diesen Typus auch vorwiegend im Dunstkreis meines Mutterseins erlebt - ich sag nur Elternabend... aber auch unter Kollegen und Nachbarn kenn ich das durchaus.
    ja gut, der ESC ist vielleicht nicht gerade DER geeignete Ort, um Probleme zu wälzen, sondern eine hoch künstliche Angelegenheit mit massenhaft Make-up und Glitzer.
    Das ist schon klar - aber was ich erschreckend finde ist, wie viele junge Frauen heute nach so was streben, egal ob Bachelor oder GNTM oder irgendein Moderatorenjob - es gab immer Leute, die sich dazu berufen gefühlt haben, aber heute ist das ja wirklich ein Massenziel, so ein perfektes Püppchen zu sein, ohne jede Persönlichkeit. Da bewerben sich ja unzählige Mädchen oder junge Frauen - für so seelenlose Jobs. Ich finde das gruselig.

  3. Inaktiver User

    AW: Leute, denen es immer nur gut geht

    Ich finde es gibt schon einen Unterschied von den Menschen, die einfach zurückhaltender sind und denen, die so richtig "mauern".

    Die Zurückhaltenden sind ja nur vorsichtig und brauchen Vertrauen, aber sie wirken ja nicht wie-- wie hieß es hier Cyborgs.
    Aber diese Cyborgs......die Ex-Schwiegerfamilien-Cousine war so......egal worum es ging- alles war immer nuuuur toll und gut.
    Kinder, Mann, Job, die Welt........wenn ich bei der war dachte ich immer, dass mit MIR was nicht stimmen kann

    Naja.....20 Jahre später war sie inzwischen in der Psychiatrie, Familie ein totales Chaos und sämtliche Einzelheiten inzwischen im ganzen Dorf durch......
    Immerhin finde ich sie jetzt normaler als vorher

    kenzia

  4. User Info Menu

    AW: Leute, denen es immer nur gut geht

    Viel schlimmer finde ich die Leute, die stehenden Fußes für alles und jedes die sofortige Lösung parat haben. Manchmal kenne ich die Lösung durchaus, bin aber noch nicht so weit, sie umzusetzen oder, oder, oder. Und bevor ich mich noch sinnlos rechtfertigen muss, warum ich xy eben nicht mache, sag ich lieber nichts und "alles ist super".

    Auch im Eingangsbeispiel: manchmal will man eben einfach jammern und Frust abladen, ohne tolle Lösung. Dass das kein Dauerzustand sein sollte, ist klar. Wie bei allem also eher eine Frage der Dosis und weniger des entweder oder.

  5. Moderation

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    AW: Leute, denen es immer nur gut geht

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    dass das Erklären, worin das Problem genau besteht, so aufwendig und anstrengend ist, bis die andere Person es begreift, in der Zwischenzeit kann ich's wirklich gleich selbst lösen gehn
    Ich finde das "erklären" oft hilfreich, um dem Problem mal in eine Struktur zu bringen, in der es angegangen kann. Das kann ich aber besser meiner Katze gegenüber als einem Menschen, der nicht damit umgehen kann, daß diese Art von Problem da ist. Grundannahmen hinterfragen ist gut und schön, aber eine Abwehr zum Selbstschutz ist nicht das, was ich dann brauchen kann, dann fange ich nur an, Sachen zu erfinden, die mir selber nicht weiterhelfen.


    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Ich hatte auch mehrfach die Erfahrung gemacht, dass ich um Hilfe und Trost bat - in unterschiedlichen Kontexten - und die Antwort, die zurück kam, war in der Regel eine Variante von "du schaffst das schon, du hast breite Schultern!"
    Jemanden an seine Kompetenz zu erinnern ist ja gut, aber wenn das als Abwehr passiert, hört man das...

    ***

    Hilfskonstruktion, das was du da beschreibst,
    Ich kenn genug solcher Menschen, komischerweise eher Frauen, da ist alles immer tippitoppi, Beziehung, Kinder, Haushalt, Job - alles im Griff.
    ist mMn eine volkommen rationale Art, mit dem oft erlebten Effekt umzugehen, daß die erste Person, die zugibt, daß etwas nicht wunderbar ist, von den anderen zerrissen und aufgefressen wird, oder zumindest in alle Zukunft die Rolle des "armen Würstchens" in der Gruppenstruktur einnimmt. Unvollkommenheit zuzugeben bedroht die Lebenslügen des Umfelds, deswegen wird die Unvollkommenheit zum alleinigen Versagen des Zugebenden gemacht.

    Sieht man oft im Job, aber auch in der Klatschpresse.

    Vielleicht ist der im Ausgangsposting beschriebene Mensch ja auch mit so einem Umfeld geschlagen, und kommt nicht gut damit klar... Das ist dann aber sein Problem, und wenn er versucht, es zu dem anderer Leute (in dem Fall, ambivas) zu machen, indem er es erst ablädt und dann behauptet, nichts damit zu tun zu haben, muß sie es sich nicht zu eigen machen.
    Geändert von wildwusel (31.05.2015 um 12:51 Uhr)
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  6. Inaktiver User

    AW: Leute, denen es immer nur gut geht

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Hilfskonstruktion, das was du da beschreibst,
    Ich kenn genug solcher Menschen, komischerweise eher Frauen, da ist alles immer tippitoppi, Beziehung, Kinder, Haushalt, Job - alles im Griff.
    ist mMn eine volkommen rationale Art, mit dem oft erlebten Effekt umzugehen, daß die erste Person, die zugibt, daß etwas nicht wunderbar ist, von den anderen zerrissen und aufgefressen wird, oder zumindest in alle Zukunft die Rolle des "armen Würstchens" in der Gruppenstruktur einnimmt. Unvollkommenheit zuzugeben bedroht die Lebenslügen des Umfelds, deswegen wird die Unvollkommenheit zum alleinigen Versagen des Zugebenden gemacht.
    Das erleb ich total anders.

    Ich bin in einer Familie aufgewachsen, wo diese Fassade eine enorme Rolle gespielt hat. Ich hör heut noch meine Mutter sagen, wenn irgendwas war: erzähl das bloß nicht in .... (bei der Verwandtschaft). Das fand ich als Kind schon immer enorm anstrengend, sich genau überlegen zu müssen was man sagt und was nicht und sich nicht zu verplappern etc pp.

    Mein Weg war daher ein anderer: ich steh zu allem so wie es ist, das entspannt ungemein. Ich bin auch mit fast allem sehr offen.

    Und meine Erfahrung ist: sobald man sich nämlich öffnet und zeigt ermutigt das andere, sich ebenfalls zu zeigen und sich nicht mehr hinter ihrer Fassade zu verschanzen - weil sie ja keine Angst mehr haben müssen blöd dazustehen. Und so entsteht Nähe und Begegnung. Oder zumindest zu einer Art Narrenfreiheit im Sinne von: ist der Ruf erst ruiniert...

    Nicht immer und nicht mit jedem, aber doch sehr oft. Ich kann mir das anders gar nicht mehr vorstellen.

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    AW: Leute, denen es immer nur gut geht

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Vielleicht ist der im Ausgangsposting beschriebene Mensch ja auch mit so einem Umfeld geschlagen, und kommt nicht gut damit klar... Das ist dann aber sein Problem, und wenn er versucht, es zu dem anderer Leute (in dem Fall, ambivas) zu machen, indem er es erst ablädt und dann behauptet, nichts damit zu tun zu haben, muß sie es sich nicht zu eigen machen.
    Wieso muss man sich Probleme anderer Leute überhaupt zu eigen machen, solange man nicht Teil des Problems ist. Deshalb redet man doch mit jemandem, der außerhalb eines Problemkreisels steht, um von Außen eine weitere Sicht zu bekommen, nicht um noch mehr Leute emotional mit reinzuziehen. Bzw. ich tue das zumindest.

  8. Moderation

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    AW: Leute, denen es immer nur gut geht

    Zitat Zitat von schlumpsi Beitrag anzeigen
    Wieso muss man sich Probleme anderer Leute überhaupt zu eigen machen, solange man nicht Teil des Problems ist.
    Spiegelneuronen. :knastsch:
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  9. gesperrt

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    AW: Leute, denen es immer nur gut geht

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Ich finde das "erklären" oft hilfreich, um dem Problem mal in eine Struktur zu bringen, in der es angegangen kann. Das kann ich aber besser meiner Katze gegenüber als einem Menschen, der nicht damit umgehen kann, daß diese Art von Problem da ist.
    ich erklär's mir selbst (ich hab genug Zeit in öffentlichen Verkehrsmitteln udn auch auf dem Sofa zuhause, um das zu tun), gelegentlich mit Hilfe von Tarotkarten, bis ich ein Gefühl dafür hab, wo der Knackpunkt liegt. Bei ganz schlimmen Fällen hilft beten, aber die sind selten.

    aber eine Abwehr zum Selbstschutz ist nicht das, was ich dann brauchen kann,
    ich hab noch nicht mal das Gefühl, dass Leute oft Abwehr zum Selbstschutz betreiben... sie scheinen mir grundsätzlich offen, ehrlich und hilfsbereit zu sein. Bloss sind sie dann sehr hilfsbereit darin, mir ein Problem lösen zu helfen, das ich gar nicht habe (sondern IHRE Interpretations von dem, was ich erzähle, was oft weit abweicht von dem, was ich tatsächlich meine), und mein Problem bleibt ignoriert.

    Oder sie sind völlig ohne Abwehr aus vollstem Herzen und mit bestem Wissen und Gewissen davon überzeugt, dass mir ja alles leicht fällt. Was mir leicht fällt, und was gut sichtbar ist, ist das Lernen im schulischen Sinn... aber das Leben ist viel mehr als Lernen im schulischen Sinn.

    und dann hab ich die Gewohnheit, dass wenn ich ein Ziel habe, und der Weg dorthin hat ein paar unangenehme Strecken zu absolvieren, dann geh ich nch dem Prinzip "Augen zu und durch" und jammere nicht noch lang rum. Das betrachte ich in dem Fall als Zeitverschwendung, und ich brauch dann auch die ganze Energie, um das Ding durchzustehen. Das Jammern finden, wenn schon, im Vorfeld statt, wenn ich darüber nachdenke, ob ich etwas tun will oder nicht, ob ich bereit bin, den Preis zu bezahlen oder nicht.

    Ich hab allerdings inzwischen ein paar Leute gefunden, die für bestimmte Probleme als Gesprächspartner geeignet sind. Für die plötzlich auftretenden Mordgelüste kann ich mich an meinen Liebhaber wenden, der versteht die auch. Und für die Angst vor Machtmissbrauch und die unendliche Verlassenheit meines kindlichen Ichs an meine therapeutischen Kolleginnen, das findet dann in einem Übungskontext statt und da ist dann auch beiderseits die Geduld vorhanden, das Ding im Detail auseinanderzufieseln.

    gruss, barbara

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    AW: Leute, denen es immer nur gut geht

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Spiegelneuronen. :knastsch:
    Ja, aber das ist das, was ich furchtbar anstrengend finde. Dass jemand "leidet", wenn's mir schlecht geht. Irritierender Weise meistens mehr als ich. Solche Tröstekreisel sind grauselig. Deshalb kriegen solche Leute halt das Cyborg-Lächeln.

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