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  1. Inaktiver User

    AW: Je älter desto weniger Freundschaften, weil....?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Das ist genau das, was ich meine.
    Erfahrungen des Lebens führen zu einem Rückzug, der immer mehr isoliert denn für neue Menschen reicht oft der Atmen nicht mehr aus oder anhand Unpässlichkeiten, die gleich zu Beginn auftauchen, versucht man gar nicht weiter zu entdecken.
    Und alles mag gut sein, wenn man noch genug Freunde hat-- nur endet das am Ende nicht sehr einsam?

    Und ja - lieber einsam als zu zweit genervt, ich kenn so ein Denken auch aber so ganz ohne soziale Kontakte und Verbindung zu Menschen fehlt dem Durchschnittsmenschen mit seinen Bedürfnissen doch sehr viel.

    lg kenzia

    ja,so ähnlich könnte ich es wohl auch ausdrücken:

    aufgrund der meist neg Erfahrungen (schon sehr seltsam) Rückzug

    tja, und als single ohne Familie schon eine gewisse "Einsamkeit"

    aber mir fehlt nichts, ich bin gerne alleine und liebe die Stille- aber so ganz "normal" ist das nicht.....

    soziale Kontakte habe ich durch die Arbeit und verwandtschaftliuchen Verpflichtungen- mehr "Atem" habe ich leider nicht....

  2. Inaktiver User

    AW: Je älter desto weniger Freundschaften, weil....?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    das trifft es!

    ich finde das total normal.
    nicht nur die anderen verändern sich, sondern man selbst ja auch.

    ich habe z.b. noch das problem,
    dass ich weit weg gezogen bin von meinen langjährigen freundschaften (die es immer noch gibt)
    das problem wird dadurch immer grösser, dass die, die nie weg gezogen sind, das gleiche umfeld haben,
    das gleiche leben leben. ich kann mich sofort da reinversetzen.

    wenn ich dann von mir erzähle, wissen sie garnicht, von was ich erzähle.
    sie kennen weder die aktuellen menschen, mit denen ich mich umgebe,
    geschweige denn, wie mein alltag wirklich (!) aussieht.

    und nur noch über die gemeinsame vergangenheit reden - echt, da krieg ich mittlerweile die krise.

    und ja ich empfinde mit zunehmendem alter das als sehr anstrengend,
    immer die gleichen themen durchzukauen.
    Ich bin auch recht früh weg-, und bis Mitte 30 sehr häufig umgezogen. Deine Probleme kenne ich dennoch nicht. Die alten Freundschaften habe ich losgelassen, wenn es nicht mehr passte. Ein Punkt, der diesen Vorgang begünstigt hat, war die Erwartungshaltung, dass immer ich diejenige sein sollte, die sich bewegt - das fand ich schon relativ früh nicht sonderlich prickelnd, ein gemeinsamer Lebenstanz kann nur gelingen, wenn man sich aufeinander einlässt, und gemeinsam bewegt. Das muss nicht immer synchron sein, man kann sich verlieren und wieder finden. Wer aber statisch bleibt, und an statischen Bildern fest hält, der schliesst für mich häufig auch das Leben, die Lebendigkeit aus.

    Leben im Hier und Jetzt ist schon sehr lange ein Lebensaspekt, der mir wichtig ist. Das ist vielleicht auch relativ normal, wenn man sich mit Mitte 20 mit dem eigenen Tod auseinander setzen muss. Ich hatte Glück und durfte weiter leben, aber so eine Zäsur wirft einen aus der Bahn, und als ich meine dann wieder gefunden hatte, war ich eine andere. Ja, ich denke, dass ich u.a. in diesem Lebensabschnitt das Loslassen gelernt habe - ich kann ohnehin nichts festhalten, es gibt immer nur den Moment, und den versuche ich bestmöglich zu nutzen.

    Wenn mich daher etwas nervt, und es sich nicht verändern lässt, dann distanziere ich mich davon, indem ich es (oder ihn, oder sie) los_lasse. Das schliesst nicht aus, dass es wieder einmal Neubegegnungen geben kann.

    Auf den immer selben Themen muss ich deshalb nicht herum kauen - das Leben ist im Hier und Jetzt so vielfältig, dass ich darin anderen Menschen jeden Tag begegnen kann.

    Ich finde es immer wieder spannend, dass Menschen sich darauf verlassen, dass sie ja "Kinder haben", und sich somit vor dem Alleinsein UND der Einsamkeit geschützt wähnen. Ob die Kinder das auch so sehen? Wie fühlen sie sich damit, in dieser Rolle besetzt zu werden?

  3. Moderation

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    AW: Je älter desto weniger Freundschaften, weil....?

    Ach so, sorry Tosca. Ich hatte es so verstanden, dass du gerne mehr Interesse von den Freunden sehen wuerdest.

    Sich auf Kinder zu verlassen, halte ich fuer riskant. Sie koennten weit wegziehen oder sterben. Fragt meine Mutter.

    Schwarzen Humor beiseite - Ich kann es auch nicht verstehen, chironi. Kinder sind Teil des Lebens, aber das hat doch noch mehr Facetten, man hat doch noch sein eigenes Leben, das evtl ganz anders aussieht.

  4. Inaktiver User

    AW: Je älter desto weniger Freundschaften, weil....?

    Zitat Zitat von frangipani Beitrag anzeigen
    (...)
    Bedingt durch den Umzug ins Ausland und die spätere Trennung von meinem Partner war ich mit Mitte 40 gezwungen, mir neue Freunde zu suchen. Und das hat geklappt. Da gibt es jetzt 3 Freunde/Freundinnen, mit denen ich sehr eng befreundet bin.
    (...)

    Von daher kann ich mir vorstellen, dass da noch Raum für mehr Freunde ist. Wenn's passt, merkt man das schon.
    Hallo Frangi, darf ich fragen, bei welcher Gelegenheit du diese Freunde kennengelernt hast? Eher im beruflichen oder privaten Kontext (Hobby)? Ich finde, Freunde zu finden schwer mit steigendem Alter. Leute für Kino und Käffchen ist kein Problem. Gerade wenn man neu irgendwohin zieht. Viele haben auch einfach schon ihren festen Kreis und gar kein Bedürfnis nach Erweiterung, haben Kinder ...

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    AW: Je älter desto weniger Freundschaften, weil....?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich finde, Freunde zu finden schwer mit steigendem Alter. Leute für Kino und Käffchen ist kein Problem. Gerade wenn man neu irgendwohin zieht. Viele haben auch einfach schon ihren festen Kreis und gar kein Bedürfnis nach Erweiterung, haben Kinder ...
    Wenn du Leute für Kino und Käffchen hast, dann käme es drauf an, wie sehr du dich da zeigst. Wenn nicht, bleibt´s bei Kino und Käffchen. Ich habe gerade in letzter Zeit die Erfahrung gemacht, dass Menschen nach tieferen Gesprächen geradezu dürsten. Und das sind mitnichten Gespräche, in denen mir Leute ihre Sorgen aufdrücken ohne sich um meine zu kümmern, sondern ganz vielseitige und interessante Themen.

    Allerdings, das fällt mir grad auf, muss ich das auch oft anschieben, aus den verschiedensten Gründen. Dann habe ich allerdings das Gefühl, dass da geradezu drauf gewartet wurde.
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)

  6. Inaktiver User

    AW: Je älter desto weniger Freundschaften, weil....?

    Zitat Zitat von frangipani Beitrag anzeigen
    Ach so, sorry Tosca. Ich hatte es so verstanden, dass du gerne mehr Interesse von den Freunden sehen wuerdest.

    .
    nein, das hast du richtig verstanden.

    es ärgert mich, dass meine wirklichen interessen z.b. bei treffen oder telefongesprächen komplett ausgeblendet werden.
    dafür fragt die eine ältere freundin ständig, wie es meiner schwiegermutter geht (zu der ich ein ambivalentes verhältnis habe) und die andere, meine langjährigste freundin (mehrere jahrzehnte) nach meinem enkel.

    gestern z.b. hat mich eine andere freundin (ü/10 jahre jünger als ich) versucht telef. zu erreichen.
    ich war jedoch mit dem hund ne lange runde auf der hundewiese unterwegs und hatte das handy lautlos gestellt.
    später konnte ich sie nicht mehr erreichen, weil sie arbeiten musste.
    sie schrieb mir dann eine sms, ob wir uns nicht heute im biergarten treffen könnten.
    wirklich, ich krieg langsam einen dicken hals.
    nee, seit jahren (!) trainiere ich donnerstag mannschaftstennis.
    da das mehr als anstrengend ist, unternehme ich vorher nie was,
    geschweige denn, ein bier trinken im biergarten.
    ganz zu schweigen von meinem anfahrtsweg.

    nun frage ich mich natürlich auch,
    WIE mich meine freundinnen wahrnehmen?

  7. Inaktiver User

    AW: Je älter desto weniger Freundschaften, weil....?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Ich finde es immer wieder spannend, dass Menschen sich darauf verlassen, dass sie ja "Kinder haben", und sich somit vor dem Alleinsein UND der Einsamkeit geschützt wähnen. Ob die Kinder das auch so sehen? Wie fühlen sie sich damit, in dieser Rolle besetzt zu werden?
    also das kam wohl völlig falsch rüber.
    meine kinder sehen sich definitiv nicht in der rolle besetzt, mein alleinsein leicht zu machen.

    ich war und bin noch nie eine glucke,
    auch keine oma, die nur noch über ihren enkel redet und das umfeld nervt.

    trotzdem hängen wir dauernd zusammen.
    meine älteste hatte gerade geburtstag und wo wird nachgefeiert?
    bei uns hier.
    von ihnen geht es auch oft aus, irgendwas zu unternehmen.

    da mein mann beruflich sehr viel unterwegs ist und ich viel allein bin (was ich sehr geniesse),
    hat sich das wohl so ergeben.
    evtl. glaubst du das nicht, oder kannst es dir nicht vorstellen,
    aber meine töchter beschweren sich, dass ich fast nie zeit hätte und man sich bei mir extra anmelden muss.
    ich lasse mir auch meinen enkel, den ich über alles liebe, nicht einfach so auf die nase drücken.
    ich will vorher gefragt werden.

    also ich habe so viele interessen,
    gehöre zu so vielen gruppen, wo immer was geboten ist,
    dass ich mir momentan garnicht vorstellen kann, jemals einsam zu sein.

    ich erwarte auch nicht, dass mich mal meine kinder pflegen, oder gar bei sich aufnehmen.

  8. Inaktiver User

    AW: Je älter desto weniger Freundschaften, weil....?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich bin auch recht früh weg-, und bis Mitte 30 sehr häufig umgezogen. Deine Probleme kenne ich dennoch nicht. Die alten Freundschaften habe ich losgelassen, wenn es nicht mehr passte. Ein Punkt, der diesen Vorgang begünstigt hat, war die Erwartungshaltung, dass immer ich diejenige sein sollte, die sich bewegt - ?
    nun meine geschichte.
    mit 24 starb mein vater,
    mit 26 meine mutter.
    mit 28 bekam ich unsere 1. tochter.
    mit 30 weg gezogen.

    mein mann voll mit seiner karriere beschäftigt.
    ich war damals heilfroh, dass ich meine freundinnen hatte.
    auch ich lies zwei freundschaften los.
    genau wie bei dir, ICH sollte mich immer auf sie zu bewegen.

    spätestens als ich vollwaise war, habe ich erkannt, dass ich ab sofort schauen muss,
    dass ich da heil rauskomme. im hier und jetzt leben muss.
    dass es völlig egal ist, was aussenstehende meinen,
    denn letztendlich bin nur ich allein für mein glück verantwortlich.

    so blieb es bis heute.
    ich habe mich im laufe der jahre schon von X freundschaften verabschiedet.
    einfach weil es nicht mehr passte.

    die freundschaften, die ich jetzt noch pflege,
    sind mir wichtig.
    da drücke ich oft ein auge zu.
    vielleicht auch deshalb, weil es mir so gut geht?!
    nur dann kann man locker sein und über den dingen stehen, oder?!

  9. Inaktiver User

    AW: Je älter desto weniger Freundschaften, weil....?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das ist genau das, was ich meine.
    Erfahrungen des Lebens führen zu einem Rückzug, der immer mehr isoliert denn für neue Menschen reicht oft der Atmen nicht mehr aus oder anhand Unpässlichkeiten, die gleich zu Beginn auftauchen, versucht man gar nicht weiter zu entdecken.
    Und alles mag gut sein, wenn man noch genug Freunde hat-- nur endet das am Ende nicht sehr einsam?

    Und ja - lieber einsam als zu zweit genervt, ich kenn so ein Denken auch aber so ganz ohne soziale Kontakte und Verbindung zu Menschen fehlt dem Durchschnittsmenschen mit seinen Bedürfnissen doch sehr viel.

    lg kenzia

    kann ich alles unterschreiben.
    trotzdem glaube ich nicht, dass ich jemals wirklich (!) allein sein werde.
    eben weil ich so ein umtriebiger mensch bin,
    schon immer auf andere zugegangen bin.

    das fällt mir leicht und ich mache es anderen leicht.

  10. Inaktiver User

    AW: Je älter desto weniger Freundschaften, weil....?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    kann ich alles unterschreiben.
    trotzdem glaube ich nicht, dass ich jemals wirklich (!) allein sein werde.
    eben weil ich so ein umtriebiger mensch bin,
    schon immer auf andere zugegangen bin.

    das fällt mir leicht und ich mache es anderen leicht.
    @TOSCA,
    was verstehst Du denn unter "wirklich alleine" ???

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