ja,so ähnlich könnte ich es wohl auch ausdrücken:
aufgrund der meist neg Erfahrungen (schon sehr seltsam) Rückzug
tja, und als single ohne Familie schon eine gewisse "Einsamkeit"
aber mir fehlt nichts, ich bin gerne alleine und liebe die Stille- aber so ganz "normal" ist das nicht.....
soziale Kontakte habe ich durch die Arbeit und verwandtschaftliuchen Verpflichtungen- mehr "Atem" habe ich leider nicht....
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27.05.2015, 19:55Inaktiver User
AW: Je älter desto weniger Freundschaften, weil....?
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27.05.2015, 22:40Inaktiver User
AW: Je älter desto weniger Freundschaften, weil....?
Ich bin auch recht früh weg-, und bis Mitte 30 sehr häufig umgezogen. Deine Probleme kenne ich dennoch nicht. Die alten Freundschaften habe ich losgelassen, wenn es nicht mehr passte. Ein Punkt, der diesen Vorgang begünstigt hat, war die Erwartungshaltung, dass immer ich diejenige sein sollte, die sich bewegt - das fand ich schon relativ früh nicht sonderlich prickelnd, ein gemeinsamer Lebenstanz kann nur gelingen, wenn man sich aufeinander einlässt, und gemeinsam bewegt. Das muss nicht immer synchron sein, man kann sich verlieren und wieder finden. Wer aber statisch bleibt, und an statischen Bildern fest hält, der schliesst für mich häufig auch das Leben, die Lebendigkeit aus.
Leben im Hier und Jetzt ist schon sehr lange ein Lebensaspekt, der mir wichtig ist. Das ist vielleicht auch relativ normal, wenn man sich mit Mitte 20 mit dem eigenen Tod auseinander setzen muss. Ich hatte Glück und durfte weiter leben, aber so eine Zäsur wirft einen aus der Bahn, und als ich meine dann wieder gefunden hatte, war ich eine andere. Ja, ich denke, dass ich u.a. in diesem Lebensabschnitt das Loslassen gelernt habe - ich kann ohnehin nichts festhalten, es gibt immer nur den Moment, und den versuche ich bestmöglich zu nutzen.
Wenn mich daher etwas nervt, und es sich nicht verändern lässt, dann distanziere ich mich davon, indem ich es (oder ihn, oder sie) los_lasse. Das schliesst nicht aus, dass es wieder einmal Neubegegnungen geben kann.
Auf den immer selben Themen muss ich deshalb nicht herum kauen - das Leben ist im Hier und Jetzt so vielfältig, dass ich darin anderen Menschen jeden Tag begegnen kann.
Ich finde es immer wieder spannend, dass Menschen sich darauf verlassen, dass sie ja "Kinder haben", und sich somit vor dem Alleinsein UND der Einsamkeit geschützt wähnen. Ob die Kinder das auch so sehen? Wie fühlen sie sich damit, in dieser Rolle besetzt zu werden?
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28.05.2015, 00:57
AW: Je älter desto weniger Freundschaften, weil....?
Ach so, sorry Tosca. Ich hatte es so verstanden, dass du gerne mehr Interesse von den Freunden sehen wuerdest.
Sich auf Kinder zu verlassen, halte ich fuer riskant. Sie koennten weit wegziehen oder sterben. Fragt meine Mutter.
Schwarzen Humor beiseite - Ich kann es auch nicht verstehen, chironi. Kinder sind Teil des Lebens, aber das hat doch noch mehr Facetten, man hat doch noch sein eigenes Leben, das evtl ganz anders aussieht.
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28.05.2015, 06:45Inaktiver User
AW: Je älter desto weniger Freundschaften, weil....?
Hallo Frangi, darf ich fragen, bei welcher Gelegenheit du diese Freunde kennengelernt hast? Eher im beruflichen oder privaten Kontext (Hobby)? Ich finde, Freunde zu finden schwer mit steigendem Alter. Leute für Kino und Käffchen ist kein Problem. Gerade wenn man neu irgendwohin zieht. Viele haben auch einfach schon ihren festen Kreis und gar kein Bedürfnis nach Erweiterung, haben Kinder ...
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28.05.2015, 08:57
AW: Je älter desto weniger Freundschaften, weil....?
Wenn du Leute für Kino und Käffchen hast, dann käme es drauf an, wie sehr du dich da zeigst. Wenn nicht, bleibt´s bei Kino und Käffchen. Ich habe gerade in letzter Zeit die Erfahrung gemacht, dass Menschen nach tieferen Gesprächen geradezu dürsten. Und das sind mitnichten Gespräche, in denen mir Leute ihre Sorgen aufdrücken ohne sich um meine zu kümmern, sondern ganz vielseitige und interessante Themen.
Allerdings, das fällt mir grad auf, muss ich das auch oft anschieben, aus den verschiedensten Gründen. Dann habe ich allerdings das Gefühl, dass da geradezu drauf gewartet wurde.Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)
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28.05.2015, 08:59Inaktiver User
AW: Je älter desto weniger Freundschaften, weil....?
nein, das hast du richtig verstanden.
es ärgert mich, dass meine wirklichen interessen z.b. bei treffen oder telefongesprächen komplett ausgeblendet werden.
dafür fragt die eine ältere freundin ständig, wie es meiner schwiegermutter geht (zu der ich ein ambivalentes verhältnis habe) und die andere, meine langjährigste freundin (mehrere jahrzehnte) nach meinem enkel.
gestern z.b. hat mich eine andere freundin (ü/10 jahre jünger als ich) versucht telef. zu erreichen.
ich war jedoch mit dem hund ne lange runde auf der hundewiese unterwegs und hatte das handy lautlos gestellt.
später konnte ich sie nicht mehr erreichen, weil sie arbeiten musste.
sie schrieb mir dann eine sms, ob wir uns nicht heute im biergarten treffen könnten.
wirklich, ich krieg langsam einen dicken hals.
nee, seit jahren (!) trainiere ich donnerstag mannschaftstennis.
da das mehr als anstrengend ist, unternehme ich vorher nie was,
geschweige denn, ein bier trinken im biergarten.
ganz zu schweigen von meinem anfahrtsweg.
nun frage ich mich natürlich auch,
WIE mich meine freundinnen wahrnehmen?
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28.05.2015, 09:12Inaktiver User
AW: Je älter desto weniger Freundschaften, weil....?
also das kam wohl völlig falsch rüber.
meine kinder sehen sich definitiv nicht in der rolle besetzt, mein alleinsein leicht zu machen.
ich war und bin noch nie eine glucke,
auch keine oma, die nur noch über ihren enkel redet und das umfeld nervt.
trotzdem hängen wir dauernd zusammen.
meine älteste hatte gerade geburtstag und wo wird nachgefeiert?
bei uns hier.
von ihnen geht es auch oft aus, irgendwas zu unternehmen.
da mein mann beruflich sehr viel unterwegs ist und ich viel allein bin (was ich sehr geniesse),
hat sich das wohl so ergeben.
evtl. glaubst du das nicht, oder kannst es dir nicht vorstellen,
aber meine töchter beschweren sich, dass ich fast nie zeit hätte und man sich bei mir extra anmelden muss.
ich lasse mir auch meinen enkel, den ich über alles liebe, nicht einfach so auf die nase drücken.
ich will vorher gefragt werden.
also ich habe so viele interessen,
gehöre zu so vielen gruppen, wo immer was geboten ist,
dass ich mir momentan garnicht vorstellen kann, jemals einsam zu sein.
ich erwarte auch nicht, dass mich mal meine kinder pflegen, oder gar bei sich aufnehmen.
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28.05.2015, 09:36Inaktiver User
AW: Je älter desto weniger Freundschaften, weil....?
nun meine geschichte.
mit 24 starb mein vater,
mit 26 meine mutter.
mit 28 bekam ich unsere 1. tochter.
mit 30 weg gezogen.
mein mann voll mit seiner karriere beschäftigt.
ich war damals heilfroh, dass ich meine freundinnen hatte.
auch ich lies zwei freundschaften los.
genau wie bei dir, ICH sollte mich immer auf sie zu bewegen.
spätestens als ich vollwaise war, habe ich erkannt, dass ich ab sofort schauen muss,
dass ich da heil rauskomme. im hier und jetzt leben muss.
dass es völlig egal ist, was aussenstehende meinen,
denn letztendlich bin nur ich allein für mein glück verantwortlich.
so blieb es bis heute.
ich habe mich im laufe der jahre schon von X freundschaften verabschiedet.
einfach weil es nicht mehr passte.
die freundschaften, die ich jetzt noch pflege,
sind mir wichtig.
da drücke ich oft ein auge zu.
vielleicht auch deshalb, weil es mir so gut geht?!
nur dann kann man locker sein und über den dingen stehen, oder?!
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28.05.2015, 09:50Inaktiver User
AW: Je älter desto weniger Freundschaften, weil....?
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28.05.2015, 10:03Inaktiver User



aber so ganz ohne soziale Kontakte und Verbindung zu Menschen fehlt dem Durchschnittsmenschen mit seinen Bedürfnissen doch sehr viel.
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