Zum Einen fühle ich mich einfach nicht wohl. Zu keiner Zeit. Bisher war ich stolz auf meinen Körper. Ich war nie dürr, hatte aber eine sportliche Figur, zu der ich stehen konnte und die ich toll fand. Das ist jetzt nicht mehr so.
Zum anderen ärgert mich, dass ich es selbst nicht beeinflussen kann.
Welche Widersprüche meinst Du konkret?
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Ergebnis 41 bis 50 von 141
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20.05.2015, 16:25
AW: Unzufriedenheit, Selbstbild, Rückzug, ...
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20.05.2015, 16:29
AW: Unzufriedenheit, Selbstbild, Rückzug, ...
Hauptsächlich Straße, warum?
Pause im Herbst.
Ja, Körpergefühl und dass ich das auch selbst beeinflussen kann (siehe anderer Beitrag von mir).
"Übertraining" würde ich vorsichtig benutzen, da es eigentlich ein Krankheitsbild ist, das ich definitiv nicht erfülle.
Insgesamt geht es mir gut, ich kann nicht klagen. Die Schwierigkeiten traten auch zu einer Zeit auf, in der ich überhaupt keine Probleme hatte, weder im Job, noch im Sport, noch privat...
Was genau meinst Du damit? Ich weiß, dass Sportler da oft schwierig sind. Mir ist meine Gesundheit sehr wichtig, sonst wäre ich vermutlich schon lange magersüchtig.
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20.05.2015, 16:30Inaktiver User
AW: Unzufriedenheit, Selbstbild, Rückzug, ...
WAS trainierst du genau? Ausschliesslich deine Sportart oder auch Ausgleichs-Sportarten?
Mit Training und Gewöhnung braucht der Körper mit der Zeit immer weniger Energie, um die gleiche Leistung zu bringen. Er wird effizienter. (Das heisst nicht, dass man dann automatisch schneller ist - dafür ist spezifisches Training nötig). Immer nur in der gleichen Sportart herumzudümpeln, egal wie intensiv bzw. lange man diese betreibt, ist für den Körper mit der Zeit keine Herausforderung mehr.
Mach mal gezielt und regelmässig was ganz anderes. Etwas, worin du nicht gut bist. Etwas, bei dem du anfangs gigantischen Muskelkater bekommst, die technischen Anforderungen dich verzweifeln lassen und wo die Belastungsintensität eine ganz andere ist als die, die du kennst. Geh zum Beispiel 3x die Wochen intensiv Badmington spielen. Du wirst trotz deines guten Konditioinsstandes komplett auf die Felgen kommen, einen gewaltigen Muskelkater einfahren und mit den geübten Spielern rein schnelligkeitsmässig (ganz abgesehen von der Technik) nicht mithalten können.
DAS gibt dir dann einen echten neuen Trainingseffekt. Und DAS wiederum treibt den Kalorienbedarf wesentlich mehr in die Höhe, als es jede zusätzliche Pensumsteigerung beim Radfahren könnte.
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20.05.2015, 16:42
AW: Unzufriedenheit, Selbstbild, Rückzug, ...
Zu diesem Körperbild hatten dir ja schon einige Leute was geschrieben.
Ich meinte so was wie du schreibst "ich will mich nicht zeigen." Dann schreiben dir Leute "man sieht es meist gar nicht so krass von außen." Und deine Antwort ist "das ist mir egal. Ich fühle mich nicht wohl." Das ist schon wahr, aber ich würde den Einwand erst mal dahingehend prüfen, ob du auf andere wirklich so "untoll" wirkst wie du dich selbst fühlst. Das kann ich mir nämlich kaum vorstellen. ;)
Oder im Bezug auf deinen Sport so was wie leichtere Fahrer haben es leichter, du merkst aber keinen Leistungsabfall. Das macht es mir zumindest schwer, das eigentliche Problem zu lokalisieren. Das sind keine ganz konkreten Widersprüche, eher Ambivalenzen.
Natürlich beeinflusst die eigene Selbstwahrnehmung, das Wohlbefinden, ich glaube nur nicht, dass man sich wohler fühlt, wenn man immer wieder den Fokus auf das derzeitig Unabänderliche legt.
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20.05.2015, 16:54Inaktiver User
AW: Unzufriedenheit, Selbstbild, Rückzug, ...
Die Sportler haben z. T. sehr verschiedene Mentalitäten. Daher meine Frage.
OK, danke. Das ist wirklich ein Urproblem leistungsorientierter Sportler. Etwas am Körper hinnehmen zu müssen, ohne eingreifen zu können.Ja, Körpergefühl und dass ich das auch selbst beeinflussen kann (siehe anderer Beitrag von mir).
Na, der Weg zum "richtigen" Übertraining ist lang und facettenreich. Erst einmal ist Übertraining nur eine Zustandsbeschreibung, woraus sich dann Krankheitsbilder ergeben können. Mich wundert es auch nicht, dass es in ruhigeren Zeiten aufgekommen ist. Da hast du keine Chance, die Veränderungen zu ignorieren."Übertraining" würde ich vorsichtig benutzen, da es eigentlich ein Krankheitsbild ist, das ich definitiv nicht erfülle.
Insgesamt geht es mir gut, ich kann nicht klagen. Die Schwierigkeiten traten auch zu einer Zeit auf, in der ich überhaupt keine Probleme hatte, weder im Job, noch im Sport, noch privat...
Allerdings will ich dir hier nichts einreden.
Das ist - denke ich - ein bisschen diffiziler. Es gibt im Sport spezielle Arten von Essstörungen. Eine z. B. ist, dass eine gesteigerte Kalorienzufuhr nur bei gleichzeitiger hoher körperlicher Belastung akzeptiert wird, während der tägliche Grundbedarf in der Regel unterhalb des Bedarfs liegt.Was genau meinst Du damit? Ich weiß, dass Sportler da oft schwierig sind. Mir ist meine Gesundheit sehr wichtig, sonst wäre ich vermutlich schon lange magersüchtig.
Leistungsorientierte Sportler neigen dazu, viele der Begleiterscheinungen zu negieren, bis sie wahrgenommen werden müssen. Muss ja nicht erst so weit kommen, denke ich.
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20.05.2015, 16:55Inaktiver User
AW: Unzufriedenheit, Selbstbild, Rückzug, ...
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Geändert von Inaktiver User (20.05.2015 um 16:56 Uhr) Grund: doppelt
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20.05.2015, 17:01Inaktiver User
AW: Unzufriedenheit, Selbstbild, Rückzug, ...
Lila, du schreibst, dass du wg. deiner Schilddrüse gerade erst seit 3 Monaten in Behandlung bist und sie noch nicht optimal eingestellt ist, weil die Dosierung vor kurzem erst wieder geändert wurde. In deinem Startbeitrag schriebst du, dass du seit Herbst letzten Jahres 4-5 kg zugenommen hast.
Jetzt lass deinen Körper und der Medikation, die scheinbar noch nicht optimal für dich ist, etwas Zeit. An Ernährung und mangelnder sportlicher Betätigung scheint es ja eher nicht zu liegen, dass du etwas zugenommen hast, vielleicht pendelt das Mehrgewicht langsam aber sicher wieder runter, wenn deine Schilddrüse richtig eingestellt ist. Ich finde den Gedanken, dass die Stagnation daran liegt, dass deine Schilddrüse immer noch nicht ganz rund läuft, eigentlich recht schlüssig.
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20.05.2015, 17:06Inaktiver User
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20.05.2015, 17:29Inaktiver User
AW: Unzufriedenheit, Selbstbild, Rückzug, ...
Ja, stimmt schon. Aber ich kann schon verstehen, dass einen 5 kg mehr ärgern und man sich mit ihnen sehr unwohl fühlen kann, auch wenn das für andere vielleicht nach Jammern auf hohem Niveau klingt. Man sieht sich ja im Spiegel, weiß wie es vorher war, stellt fest, wie es jetzt ist und gefällt sich einfach nicht mehr. Der Knackpunkt liegt dann darin, wie man damit umgeht. Allerdings ist ein Umgang damit evtl. etwas erschwert, wenn durch eine hormonelle Schieflage möglicherweise auch die Stimmungslage beeinflusst wird. Hormone machen sowas.
Lisa, bei welchem Arzt bist du wg. deiner Schilddrüse in Behandlung? Ich habe gerade einen Thread von dir, den du vor einiger Zeit in einem der Gesundheitsforen erstellt hattest, gelesen. Evtl. macht es bei dir Sinn, bei einem Endokrinologen, falls du nicht bei einem in Behandlung bist, einen kompletten Hormoncheck durchführen zu lassen, also nicht nur Schilddrüse - wenn das nicht schon erfolgt ist.
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20.05.2015, 17:40
AW: Unzufriedenheit, Selbstbild, Rückzug, ...
Immerhin scheine ich ins Schwarze getroffen zu haben. Es war übrigens bei weitem nicht so böse gemeint, wie Du es aufgefasst hast. Es ist realistisch. Ich habe das auch durch und zwar mit 17 kg. Ich weiß wovon ich rede. Du musst es tun, nicht andere. Oder es so lassen wie es ist. Die Entscheidung liegt bei Dir.



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