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  1. User Info Menu

    AW: Eigene Bedürfnisse und Komprisse - die goldene Mitte

    Zitat Zitat von maryquitecontrary Beitrag anzeigen
    Für mich wäre das der falsche Ansatz. In meiner Erfahrung steht das echte, ausgeprägte Interesse am anderen, nicht daran, wie er funktionieren kann, sondern wie er erlebt und die Welt sieht, gepaart mit dem Wunsch, dass er glücklich sein möge, im Vordergrund. Das führt, wenn es gegenseitig ist, dazu, dass sich Gemeinsamkeiten und Raum für Verschiedenheit ergeben. Daraus entstehen ein Miteinander und eine Balance.

    Kompromisse usw. kommen für mich viel später. Immer noch auf der gleichen Grundlage.
    Toll formuliert!
    Wer immer nur tut was er schon kann,
    bleibt schlussendlich das, was er schon ist.

    Henry Ford

  2. Moderation

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    AW: Eigene Bedürfnisse und Komprisse - die goldene Mitte

    Ich bitte um einen von Respekt und Toleranz getragenen Diskussionsstil, wie er in den AGB vorgegeben ist. Persönliche Auseinandersetzungen bitte ich, per PN zu klärem.

    Im Zweifelsfall einfach noch mal lesen, AGB Punkt 13.1.


    Danke, Mary/Moderation
    that was the river - this is the sea


    Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum

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    AW: Eigene Bedürfnisse und Komprisse - die goldene Mitte

    Zitat Zitat von maryquitecontrary Beitrag anzeigen
    Für mich wäre das der falsche Ansatz. In meiner Erfahrung steht das echte, ausgeprägte Interesse am anderen, nicht daran, wie er funktionieren kann, sondern wie er erlebt und die Welt sieht, gepaart mit dem Wunsch, dass er glücklich sein möge, im Vordergrund. Das führt, wenn es gegenseitig ist, dazu, dass sich Gemeinsamkeiten und Raum für Verschiedenheit ergeben. Daraus entstehen ein Miteinander und eine Balance.

    Kompromisse usw. kommen für mich viel später. Immer noch auf der gleichen Grundlage.
    Passiert das nicht gleichzeitig? Raum für Verschiedenheit entsteht doch nur dann, wenn man auch mögliche Verschiedenheiten erkennen und Konsens und Kompromiss suchen kann. Sonst erinnert mich das an dieses "wollen wir xy? Aber nur wenn du willst... Nein, nur wenn du willst, willst du das wirklich?..." Also ein "es dem anderen um jeden Preis recht machen wollen." Mich treibt sowas jedenfalls in den Wahnsinn. Aber vielleicht verstehe ich dich auch falsch.

  4. Moderation

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    AW: Eigene Bedürfnisse und Komprisse - die goldene Mitte

    Zitat Zitat von schlumpsi Beitrag anzeigen
    Aber vielleicht verstehe ich dich auch falsch.
    Ja, das tust du.


    Ich meine Folgendes: mir klingt das im Ausgangsbeitrag Beschriebene zu sehr nach Verhandlung. Und das wäre für mich in einer Liebesbeziehung nicht der Ansatz.

    Andersherum: wenn ich bereits nach kurzer Zeit über zu wenig Liebesbezeugungen, Bedürfnisse und Kompromisse nachdenken muss, ïst das für mich nicht die Art Liebesbeziehung, die mir vorschwebt.

    Für mich steht am Anfang eine grosse, tiefe Neugier, Freude, Interesse am anderen, das "wie bist du?", mit dem eine Bereitschaft, sich zu öffnen und zu zeigen, einhergeht. Was dazu führt, dass man sich gegenseitig wirklich tiefgehend kennenlernt. Wenn man das erlebt, dann sind keine Liebesbeweise nötig, und das Austarieren von persönlichem Rückzugsraum findet auf einer anderen Ebene statt.


    Wenn ich mich so zeige, wie ich bin, und den anderen so erlebe, wie er ist, dann brauche ich kein "oh bitte, nach dir", weil es auf der einen Seite eine Deutlichkeit gibt, auf der anderen aber eine Verbindlichkeit, die eben den Platz schafft für Akzeptanz und Respekt. "So bist du, so bin ich" - dann sind beide genuin interessiert, eine Möglichkeit zu finden, die Unterschiedlichkeit zu verbinden, wo möglich, und ihr Raum zu geben. Ohne Opfer, ohne Einseitigkeit.


    Konsens und Kopromiss sind für mich Alltagstechniken, die auf diesem Liebesaustausch und -miteinander erwachsen. Aber sie leben von der Grundlage, als reine Techniken können sie nichts tragen.
    that was the river - this is the sea


    Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum

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    AW: Eigene Bedürfnisse und Komprisse - die goldene Mitte

    Zitat Zitat von maryquitecontrary Beitrag anzeigen
    Konsens und Kopromiss sind für mich Alltagstechniken, die auf diesem Liebesaustausch und -miteinander erwachsen. Aber sie leben von der Grundlage, als reine Techniken können sie nichts tragen.
    Vielleicht verstehen wir unter Kompromiss unterschiedliche Dinge. Kompromiss heißt für mich "Unterschiedlichkeit verbinden". Das hat für auch weniger mit Aushandeln zu tun, sondern eigene Bedürfnisse gegenseitig zeigen und benennen und aufeinander zu gehen. Also was du als "sich zeigen wie man ist" bezeichnest. Ich sehe Kompromisse auch nicht als "Opfer" der einen oder der anderen Seite, sondern als einen gemeinsamen Weg finden.

    Ich denke auch, dass es gerade am Anfang von Beziehungen durchaus Unsicherheiten gibt und ich denke, dass solch ein wahrgenommener Mangel an "Liebesbezeugungen" vielleicht auch aus dem Gefühl entspringt, doch nicht so geliebt zu werden wie man ist. Das lässt sich aber nicht unbedingt abstellen, wenn man auf ein Austarieren auf einer anderen Ebene hofft, sondern eher wenn man offen darüber redet.

  6. Inaktiver User

    AW: Eigene Bedürfnisse und Komprisse - die goldene Mitte

    Zitat Zitat von Mondstreif Beitrag anzeigen
    Wie findet man einen guten Kompromiss und eine gute goldene Mitte zwischen dem, was der Partner braucht und dem, was man selbst braucht?
    Indem man miteinander redet!

    Man kann getrost davon ausgehen, dass keiner perfekt mit seinen Bedürfnissen umgehen kann und man sich nur dann konkreter damit befassen braucht, wenn man sich unglücklich und unzufrieden fühlt (vorher macht es eh keiner).

    Bis dahin- kann man miteinander reden, kann sehen ob die eigenen Bedürfnisse zu denen des anderen passen und bestenfalls........ergänzt man sich perfekt
    "man" gibt es nicht, denn jeder Mensch ist ganz individuell.

    lg kenzia

  7. Inaktiver User

    AW: Eigene Bedürfnisse und Komprisse - die goldene Mitte

    Zitat Zitat von Mondstreif Beitrag anzeigen
    dass meine Freundin teilweise etwas bedürftig ist, hat mich das zu folgender Frage geführt:
    Wie findet man einen guten Kompromiss und eine gute goldene Mitte zwischen dem, was der Partner braucht und dem, was man selbst braucht?
    Ich meine, sie sollte sich zuvorderst mit ihrer eigenen Bedürftigkeit befassen. Das ist auch durch diesen Partner, der ihr 'nicht' gibt, von dem sie meint, es stünde ihr zu, zu ersehen. Denn sie geht mit einem Mann in Resonanz, der offenbar ebenfalls bedürftig ist. Und sich diesem Thema nicht stellt, sondern Beziehungen hinwirft, wenn es kritisch wird.

    Also liegt es an ihr, sich genauer mit sich selbst zu beschäftigen. Um dabei zu sehen, ob sich der Mann ebenfalls verändern kann. Ihn durch Diskussionen umerziehen zu wollen, halte ich für mühsam. Zumindest wenn nicht eindeutige Motivation dazu gegeben ist.

  8. Inaktiver User

    AW: Eigene Bedürfnisse und Komprisse - die goldene Mitte

    Zitat Zitat von Mondstreif Beitrag anzeigen
    Wie findet man einen guten Kompromiss und eine gute goldene Mitte zwischen dem, was der Partner braucht und dem, was man selbst braucht? Soll sie ihren jetzigen Freund sofort in den Wind schießen, weil er nicht immer so auf der Matte steht wie sie das gerne hätte? Oder akzeptieren, dass er ihr das nicht geben kann und einfach schauen, wie sich das entwickelt? Wie handhabt ihr das für euch?
    Ich handhabe es so, daß ich Männer sofort "in den Wind schieße", die gleich mit der Tür ins Haus fallen, statt "uns" eine ausgiebige Kennenlernphase zu gönnen. Innerhalb dieser Kennenlernphase kommuniziere ich dem "Kandidaten" das, was er über mich wissen sollte und auch meine Vorstellung von Beziehung. Umgekehrt erwarte ich dasselbe von ihm.

    Das ist die Zeit, in der er mir mitteilen kann, was er von sexueller Treue, von Kontakt mit Ex-Partnern, von Freiräumen in einer Beziehung, von seinen Interessen und Vorlieben, von seinen Ideen und Vorstellungen, von seinem familiären, beruflichen und freizeittechnischen Hintergrund erzählen kann, so daß wir gemeinsam schauen können, inwieweit wir das mit meinem eigenen Lebensrahmen zusammenfügen können.

    Natürlich kann er mich auch anflunkern, verheimlichen, täuschen - nur um endlich an die Kerbe zu kommen, die er sich in die Büchse schnitzen will. Davor ist man nie gefeit, auch ich nicht. Aber im Großen und Ganzen läßt sich die Spreu schon deshalb so vom Weizen trennen, weil die meisten Affairentypen gar nicht erst die Geduld für so eine Kennenlernphase aufbringen, sondern sich vorher schon verabschieden, häufig unter entsprechend entnervten Beschimpfungen, womit sie aber ja nur den ultimativen Beweis liefern, wie recht man daran tat, sie erst mal an der langen Leine laufen zu lassen. Möglich auch, daß jemand die längere Kennenlernphase als Desinteresse meinerseits misinterpretiert und abspringt; sollte sich aber durch entsprechende Kommunikation auf ein minimales Risiko begrenzen lassen und ist mir bislang so noch nicht passiert: Ein Mann mit ernsthaftem Interesse nimmt sich diese Zeit, Punkt. (Es geht nicht um Jahre, keine Bange.)

    Was Kleinigkeiten betrifft, bin ich relativ nachgiebig. Wenn's aber an tiefinnere Werte geht, mache ich keine Kompromisse mehr. Der Mann hat ausreichend Gelegenheit, frühzeitig zu erfahren, wie ich im Großen und Ganzen so ticke und ich bin die Letzte, die ihm hinterherläuft, wenn er sich - aus welchem konkreten Grund auch immer - zum Gehen entschließt. Das ist o.k. - aber zu bleiben und Zustimmung zu suggerieren, nur um später dann doch zu versuchen, mich "umzuerziehen", kommt ganz übel und entsprechend radikal reagiere ich dann auch.

    Es gab Männer, die hielten a) sich selbst für so unwiderstehlich und b) mich für so "bodenständig", daß sie mir keinen Rückzug zutrauten, nachdem sie mich einmal im Netz zu haben glaubten. Inzwischen sind sie schlauer... und ich lasse mir mit dem Kennenlernen eben noch ein paar Tage mehr Zeit als je zuvor.

    Fazit: Meines Erachtens sollte man sich mit der Partnerwahl ausreichend Zeit lassen und sie gut abwägen, sie ist entscheidend für den weiteren Verlauf der Beziehungskiste. Nachjustieren kann man an weniger essentiellen Punkten immer noch, aber wenn der Vergleich zwischen erstem Eindruck und aktuellem Status Quo irgendwann kein Wiedererkennen derselben Person mehr zuläßt, ist definitiv etwas so schiefgelaufen, daß es sich auch mit noch soviel Kompromissbereitschaft nicht mehr ausbügeln läßt, es sei denn, man hat keinen eigenen Charakter.

    So handhabe ich das für mich und bin stets gut damit gefahren. Was nicht heißen soll, daß ich gleich beim ersten Mann hängengeblieben bin.

  9. Moderation

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    AW: Eigene Bedürfnisse und Komprisse - die goldene Mitte

    Zitat Zitat von Mondstreif Beitrag anzeigen
    Wie findet man einen guten Kompromiss und eine gute goldene Mitte zwischen dem, was der Partner braucht und dem, was man selbst braucht?
    Gucken, wie es einem damit geht, wie es ist, abklopfen, ob etwas änderbar scheint. Reden, so daß beide eine Chance haben, näher zusammenzukommen, und gucken, ob diese Chance angenommen wird. Auf das Feedback von Freunden hören und beobachten, ob man nicht allmählich vor lauter Kompromissen und Ausreden zu jemandem wird, den man nicht mag. Drama mißtrauen -- emotionale Ausnahmezustände blockiren jegliche Möglichkeit eines konstruktiven Umgangs mit einer Situation.

    Die Fragen sind, in keiner bestimmten Reihenfolge:
    - Werde ich in dieser Beziehung mehr zu der Person, die ich sein möchte?
    - Geht es mir gut?
    - Will ich mit diesem Menschen zusammen sein?
    - Wie geht es mir bei dem Gedanken, daß es in drei oder fünf oder zwanzig Jahren genauso läuft wie jetzt?

    Überlegst du, was du deiner Freundin raten sollst, oder findest du dich selber in ihrer Situation gespiegelt?
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Eigene Bedürfnisse und Komprisse - die goldene Mitte

    Hallo ihr Lieben,

    ich danke euch für eure Antworten!
    Ich bespreche mit dieser Freundin viele Fragen und Probleme und oft ist es so, dass ich ihr weiterhelfen kann, wenn sie nicht mehr weiter weiß und umgekehrt. Ich möchte ihr natürlich keine Lösung präsentieren, aber vielleicht einen guten Rat. Den kann ich ihr selbst leider nicht bieten, weil ich gestehen muss, dass ich in der Hinsicht eher ein schlechter Kandidat bin. Aktuell habe ich das Problem zwar nicht, aber ich tenidere selbst dazu, mich zu sehr an meinen Partnern zu orientieren und mich selbst zurückzustellen. Ich habe in der Vergangenheit in Beziehungen auch viel akzeptiert, wo andere aus Selbstliebe schon lange die Reißleine gezogen hätten. Genau darum kann ich meiner Freundin in der Hinsicht nichts Kluges raten. Und das Thema interessiert mich natürlich auch, deshalb frage ich hier nach. ;)

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