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  1. gesperrt

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    AW: Mensch ohne Gefühle

    Zitat Zitat von Lizzie64 Beitrag anzeigen
    demnach müssten 25% der menschheit ohne gefühle sein. wolltest du das wirklich aussagen?

    "psychopathische züge" ist das eine, eine voll ausgeprägte psychopathische persönlichkeit etwas völlig anderes, und auch menschen mit einer diagnostizierten psychose sind sicher nicht alle "ohne gefühle".

    solche pauschalisierungen wie deine finde ich extrem problematisch. was sind denn deine quellen für so eine behauptung?
    Was hat die Psychose mit der Psychopathie oder Persönlichkeitsstörung zu tun?
    Du schmeißt hier einiges durcheinander.

    Grüße
    Luftpost

  2. gesperrt

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    AW: Mensch ohne Gefühle

    Zitat Zitat von Ella969 Beitrag anzeigen
    Danke für die Erklärung, sie ist umfangreich und präzise. Ich nehme an, es geht bei ihm um die Verarbeitung der Gefühle und nicht um Störungen im Gehirn. Eine sehr schwere Kindheit (als Vollweise) wäre eine mögliche Erklärung dafür
    Menschen mit traumatischen Erfahrungen spalten oftmals Gefühle ab.

    Grüße
    Luftpost

  3. Inaktiver User

    AW: Mensch ohne Gefühle

    Das wird er so dahergeschwätzt haben. Gott, er ist (D)ein Ex. Wieso regst Du Dich darüber auf, wenn jemand so'n Stuss erzählt und noch dazu ein Ex.

    Warum, weiß nur er und der liebe Gott. Sei froh, dass es ein Ex ist. Genieße Dein Leben. Morgen ist Feiertag und ganz Deutschland ist heute im Freudentaumel.

    Vergiss es einfach und ihn gleich mit.

  4. gesperrt

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    AW: Mensch ohne Gefühle

    Zitat Zitat von Ella969 Beitrag anzeigen
    Ich finde das erschreckend, allerdings für jemanden, der tatsächlich die Unterdrückung zum Überleben braucht, ist das bestimmt ein Segen.
    Jepp und es funktioniert im weiteren Leben automatisch.

    Grüße
    Luftpost

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    AW: Mensch ohne Gefühle

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Könnte mir vorstellen, daß der Sex beispielsweise eher mechanisch verläuft. Aber konkret danach erkundigen werde ich mich bei ihm sicher ebensowenig, wie bei seinen Partnerinnen; ich muß nicht alles wissen, geschweige denn verstehen. Echt nicht.
    Das war absolut nicht der Fall, ich empfand unsere Sexualität als sehr leidenschaftlich. Ich denke das war, weil wir beide sehr körperbetont sind und weil das, das einzige ist, wo er 100%-ig dabei ist. Ob das für alle gefühlsarmen Menschen stimmt, wage ich zu bezweifeln, ich denke das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.

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    AW: Mensch ohne Gefühle

    Zitat Zitat von Luftpost Beitrag anzeigen
    Hilfe kann hier nach meiner Erfahrung der Wille zur Veränderung und eine körperorientierte Psychotherapie, wie die Konzentrative Bewegungstherapie in Einzeltherapie durchgeführt sein.
    Das setzt natürlich voraus, dass der Betroffene etwas daran ändern will und da es so gut wie kaum Unbehagen gibt, ist die Motivation so gut wie nicht vorhanden. Grundlegende Veränderungen in der Persömlichkeitsstruktur sind nur mit Mühe zu erlangen, daher ohne einen konkreten Grund, geht kaum jemand so ein Prozess an.

  7. Inaktiver User

    AW: Mensch ohne Gefühle

    Zitat Zitat von Ella969 Beitrag anzeigen
    Das setzt natürlich voraus, dass der Betroffene etwas daran ändern will .
    ... und daß das überhaupt geht.

    Psychopathie beispielsweise kann schlicht genetisch bedingt sein.

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    AW: Mensch ohne Gefühle

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Vergiss es einfach und ihn gleich mit.
    Ich kann deinen Rat nachvollziehen, jedoch ist meine Art, mir Gedanken über das Erlebte zu machen. Unabhängig davon hatte ich bestimmt auch einen Anteil daran (oder zumindest daran, dass ich es nicht erkannt habe, oder dass ich es mir schöngeredet habe) und um diesen Anteil will ich mich kümmern.

    Aber du hast Recht, morgen ist Feiertag und ich gehe wandern, das tut immer gut. Wünsche euch allen einen herrlichen Tag und vielen Dank für eure Antworten.

  9. Inaktiver User

    AW: Mensch ohne Gefühle

    Zitat Zitat von Ella969 Beitrag anzeigen
    und um diesen Anteil will ich mich kümmern.
    Finde ich prima. Ich wünsche Dir alles Gute und einen schönen Wandertag!

  10. User Info Menu

    AW: Mensch ohne Gefühle

    Zitat Zitat von Ella969 Beitrag anzeigen
    Ich habe es ihm ehrlich gesagt abgekauft, dass er generell keinen Verlust fühlt, dass er nicht versteht, was wir so alle haben mit "Gefühlen". Er hat keine, hatte nie welche, oder zumindest nicht seit er sich erinnern kann und es geht ihm gut damit. das war sehr glaubwürdig und wie gesagt, er hat nichts mehr bei mir zu verlieren. Als wir noch zusammen waren hätte er das nie zugegeben, weil er schon Interesse daran hatte, dass es so bleibt.

    Nun will ich mich nicht ewig mit ihm befassen, ich war nur etwas verwundert, dass es sowas geben kann... Durch das Schreiben hier wurde mir bewusst, dass es doch wohl sowas geben kann. Aus welchem Grund auch immer, es gibt Menschen die beschlossen haben, nicht zu fühlen und irgendwann fühlen sie auch nicht mehr.

    Würdet ihr mit so jemandem zu tun haben wollen? Würdet ihr eine Partnerschaft oder eine freundschaft mit so jemandem eingehen? Was hat man da zu erwarten?

    Klingt tatsächlich nach Asperger. Ist aber die einzige, in den Raum geworfene "Diagnose", mit der ich mich praktisch auskenne, das vorab.

    Unsere Tochter ist Asperger Autistin. Sie liebt uns, ihre Schwestern, und würde sie einen von uns verlieren, dann würde sie ehrlichen Herzens bitterlich um uns weinen- aber nicht daran kaputt gehen oder so. Dafür ist sie "zu logisch veranlagt". Sie würde nach einer gewissen Zeit wieder zum Alltag übergehen. Und wenn sie an das fehlende Familienmitglied denken würde, dann an die vergangene Zeit - und würde - auch wieder ganz ehrlich- zum Ergebnis kommen, es wäre schön, wenn diese Person noch da wäre. Aber nicht als "Ich vermisse ihn/sie", denn das ergibt in ihren Augen keinen Sinn.

    Sie ist ein Mensch mit einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn- und ein Mensch, der lautstark gegen alle Ungerechtigkeiten proestiert und Lösungswege sucht. Aber eben eher nicht mit großem Bedauern, Hände über den Kopf zusammenschlagen und lautem "Ach, ist das alles furchtbar" Gejammer, sondern eher mit "Wie kann ich dafür sorgen, dass diese Ungerechigkeit verschwindet?"

    "Unfair" passt nicht zu ihr- sie kann noch nicht einmal lügen, denn Lügen ergeben für sie keinen Sinn.

    Sie hat Freundinnen, wenige, aber die schon seit Jahren. Ihre Freundinnen schätzen an ihr gerade ihre ruhige, logische Art. Sie hört sich jeden Liebeskummer ruhig an und hält sich mit Ratschlägen meist zuück.
    Wobei es bei ihr schon so war, dass sie die Reaktionen auf Gefühle anderer erst lernen musste- durch Beobachten. Wie verhält man sich gegenüber einer Person, die weint?
    Seit einigen Monaten hat sie einen Freund ( sie ist 17.) Er scheint mit ihrer Art gut klar zu kommen, er tickt ähnlich.

    Gespräche über Gefühle überfordern sie oft. Was sie hasst, sind sog. "Sozialpädagogenfragen". Beispiel: Sie streitet sich mit einer Klassenkameraden und schreit diese laut an, weil diese sie als "Psychokrüppel" bezeichnet hat. Die Sozpäd der Schule nimmt sich der Sache an und fragt Tochter: Was macht das mit Dir, wenn XY sowas zu Dir sagt? Dann käme von Tochter erstmal ratloses Achselzucken- und dann als Antwort "Wut".
    Sie kennt Gefühle, kann sie aber nicht so....ausbreiten und sezieren.

    Im Übrigen gibts unter Erwachsenen über 30 eine sehr hohe Dunkelziffer an Aspies. Es gibt, wie bei jeder Erkrankung, da große Spannbreiten, und bei einer milden Form fällt das gar nicht immer auf.
    Das sind oftmals Personen, die von anderen Menschen als Einzelgänger wahrgenommen werden, als skurril..

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