Mir geht es an sich rundum gut, naja, sowas in etwa, aber schon, doch.
Renovierungs- bzw. Verschönerungsarbeiten am Haus sind getan und jetzt erlebe ich immer häufiger dieses Hamsterrad-Gefühl.
Ich fühle mich zwar nicht abgehetzt, aber irgendwie gefangen in der Routine.
Durch die Renovierungsarbeiten hatten auch mein Partner und ich weniger Zeit für uns, das hat sich jetzt geändert.
Wir kucken uns um, was am Wochenende geboten wird, bummeln über den Flohmarkt, gehen ins Schwimmbad, besuchen jemanden und gelegentlich nutzen wir auch den Babysitter, um ins Kino/Theater zu gehen.
Ich selbst versuch auch, unter der Woche (arbeite halbtags) rauszukommen, ob Besuch, spazieren, Outdoor-/Indoor-Spielplatz, was alles so Spaß macht und möglich ist mit Kind..., versuche, Kleinigkeiten zu genießen (die Tasse Kaffee zwischendurch).
Nur werde ich dieses lästige Routine-Gefühl nicht los.
Obwohl ich doch Abwechslung habe.
Kennt das noch jemand?
Hat noch jemand Anti-Routine-Tipps?
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 15
Thema: Das Hamsterrad-Gefühl
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07.05.2015, 07:36Inaktiver User
Das Hamsterrad-Gefühl
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07.05.2015, 08:15Inaktiver User
AW: Das Hamsterrad-Gefühl
vielleicht ist dir etwas langweilig?
nicht im sinne von zu wenig beschäftigung, sondern was du schreibst, klingt für mich so, als sei nun auf jahrzehnte klar, wie dein leben laufen wird...?
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07.05.2015, 10:44Inaktiver User
AW: Das Hamsterrad-Gefühl
Hattest du durch die Arbeiten am Haus über einen längeren Zeitraum einen komplett gefüllten Tag, in dem du dauerhaft etwas zu tun hattest? Dann waren Geist und Körper gleichermaßen wahrscheinlich so ausgelastet, dass es dir nun komisch vorkommen MUSS, wieviel Zeit du jetzt für Dinge hast, die nichts so Essentielles erfüllen wie Renovierungsarbeiten.
Der Mensch ist halt ein Gewohnheitstier und du warst länger unter Dauerstrom-da kann es dauern, bis der Körper aufhört, dich dauerhaft mit Adrenalin vollzupumpen und bis er wieder auf einem normalen Level eingependelt ist.
Wenn du aber glaubst, es ist nicht nur eine Frage der Zeit und des Klarmachens, dass du/ihr nun wieder etwas für euch tun dürft: Vielleicht vermisst du auch dieses Gefordertsein durch die Aufgabe und hättest gerne etwas, was dich körperlich, kreativ, intellektuell auf eine Art und Weise auslastet, wie du es beim Hausbau empfunden hast.
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07.05.2015, 10:54
AW: Das Hamsterrad-Gefühl
Routine wird so negativ bewertet - es ist aber wirklich nur die Bewertung.
Routine ist toll und das meine ich nicht ironisch.
So wie du das beschreibst, wäre fast jede Veränderung zum negativen. Unter dem Betreff "Hamsterrad" stelle ich mir auch etwas anderes vor, ehrlich gesagt.
Severus
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07.05.2015, 11:01
AW: Das Hamsterrad-Gefühl
Abenteuer, oder mal so richtig abhängen und gar nichts tun. Irgendwas, was das Gehirn mal in einen ganz anderen Gang kickt.
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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07.05.2015, 12:59Inaktiver User
AW: Das Hamsterrad-Gefühl
Ja, das trifft es gut - so mein Gefühl, wobei das eigentlich Quatsch ist, denn man weiß ja nie, was alles noch passiert. Vielleicht sollt ich einfach genießen, dass gerade nichts aufregend schlimmes passiert.
Auch das. Ist nur die Frage, ob ich mal warten sollte, bis sich mein Körper und Geist wieder eingependelt hat oder ob ich nicht einfach eine andere Aufgabe bräuchte, um mich ausgelastet zu fühlen.
Ja, Routine ist toll. Ich habe früher aus meinem Leben selbst oft eine Achterbahnfahrt gemacht und daher bin ich doch recht froh um Ruhe, Sicherheit und Gleichmäßigkeit. Aber halt auch nicht zuviel, merk ich jetzt.
Früher bin ich auch mal gern allein in den Urlaub spontan oder hab Städtetrips gemacht, so nach dem Motto: und dann kucken wir mal, was mir alles so passiert und begegnet.
Hat für mich irgendwie den Reiz verloren.
Ich hab auch überlegt, wie ich das Gefühl beschreiben soll... stimmt, unter Hamsterrad stellt man sich auch ein wenig mehr eine fremdbestimmte Lebenssituation vor, die deutlich durch Eile und Hetze gekennzeichnet ist.
"Und täglich grüßt das Murmeltier..." wäre auch infrage gekommen, aber einen Thread dieses Namens zu einem anderen Thema gab es schon einmal.
Ja - und was könnt das sein?
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07.05.2015, 13:22
AW: Das Hamsterrad-Gefühl
Was du gerade empfindest, ist meiner Meinung nach das übliche Gefühl, das viele -ich damals auch- in deiner Lebensphase haben. Die Partnerschaft läuft, die Kinder sind gesund und gedeihen, das eigene Nest ist gebaut und schön. Alle "Highlights", die man sich in Zeiten der Pubertät so vorgestellt hat (feste Partnerschaft, Kinder, Hausbau etc.) sind abgefrühstückt.
Und dann kommt der Alltag, bei dem das Murmeltier täglich grüßt und grüßt und grüßt und grüßt ...
Wie toll diese Routine wirklich ist/war, merkt man oft erst, wenn sie plötzlich nicht mehr da ist. Weil's irgendwo plötzlich nicht mehr wie gewohnt gut läuft, weil was/wer wegbricht und man sich womöglich plötzlich wirklich in einem Hamsterrad von zuviel Arbeit, zuwenig Unterstützung und zuviel Mist vorfindet.
Was ich dir raten kann? Sich regelmäßig klar machen, dass all das Glück nicht selbstverständlich ist. Und wie schön es ist, deine Routine haben zu dürfen
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Man wandelt nur das, was man annimmt.
C.G. Jung
Nein ist ein ganzer Satz.
Keine Ahnung von wem
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07.05.2015, 13:35
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07.05.2015, 14:11Inaktiver User
AW: Das Hamsterrad-Gefühl
Und Straßen, lang genug, um mich zu hetzen, sind zu kurz, um zu entkommen ...
las ich einmal.
Ich kenn die Stimmungslage. Nützen tat mir immer, mir Zeitinseln zu schaffen, Ruhe, einen Fixpunkt fürs Auge (schöner Baum, Teich, Bach - immer was, das mit Fließen oder Verwurtslung oder Verästelung zu tun hat) aufsuchen und dann - träumen. Absichtslos gucken, welche Bilder da aufsteigen. Und das regelmäßig.
Und irgendwann hatte ich es: erst das Ziel. Und dann den Weg.
Mach ich hin und wieder immer nochmal gern zur Nachjustierung.
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07.05.2015, 15:48Inaktiver User


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