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  1. Inaktiver User

    AW: Das Hamsterrad-Gefühl

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    Verwurtslung

    Ist das nett.

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    AW: Das Hamsterrad-Gefühl

    Ich weiß nicht, wie du von deiner Persönlichkeit her veranlagt bist.

    Deine Situation kommt mir durchaus bekannt vor. Nach jahrelangem Dauerstress im Job habe ich mir vor einem Jahr eine neue Stelle gesucht. Letztes Jahr war das noch sehr aufregend, Einarbeitung, viel Neues, jetzt kommt die Routine. Ähnlich wie beklamo dies beschreibt, sehe ich darin (gerade weil die Phase vorher enorm viel Zeit und Energie gefressen hat) viel Positives und versuche mir daher immer wieder zu verdeutlichen, was es Positives in meinem Leben gibt.

    Das andere ist aber, dass ich immer wieder kleine Herausforderungen brauche. Das regt mich an, macht mich lebendig. Die Frage ist dabei, in welchem Ausmaß. Aus einer Herausforderung soll schließlich keine Überforderung werden. Das heißt aber (für mich): Feierabend, Wochenende und Urlaub ist nicht nur Chillen angesagt, sondern immer wieder auch Vorhaben, für die ich mich ein wenig aus der inneren Komfortzone herausbringen muss: sei es aktuell die Erweiterung meiner Joggingrunde, sei es ein intellektuell forderndes Buch, sei es ein Museumsbesuch mit einem Thema, das mir bisher noch nicht über den Weg gelaufen ist. Das Schöne daran: Man versinkt in die Beschäftigung mit dem Neuen und ist irgendwann positiv erschöpft. Und freut sich dann, dass der Rest vom Alltag Routine ist.

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    AW: Das Hamsterrad-Gefühl

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ... hatten auch mein Partner und ich weniger Zeit für uns, das hat sich jetzt geändert.
    Wir kucken uns um, was am Wochenende geboten wird, bummeln über den Flohmarkt,

    Liebe Spatz,
    für mich liest es sich eher so, dass Du Dich nicht ausgefüllt fühlst als dass Du im Hamsterrad drehst.

    Bei mir ist es so: Ich suche keine Herausforderungen, sondern werde gefunden Konkret: In meiner Beziehung zu meinem Mann und in meinen freundschaftlichen Beziehungen gibt es immer was, wo ich irgendwelche inneren Hürden überwinden muss. Da bin ich froh über den Ausgleich, den meine berufliche Routine mir bietet.

    Und wo Frau Sonnenschirm es erwähnt: Sportliche Herausforderungen sind etwas, das ich ebenfalls aktiv angehe. Macht mir superviel Spaß.

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    AW: Das Hamsterrad-Gefühl

    Liebe Spatz,

    genau so ein Leben wie du hatte ich früher auch mal. Bis mein Mann mich verlassen hat, weil er sich wie "eingemauert" fühlte :-( so in den Routinen des Familienlebens.
    Danach nahm mein Leben als alleinerziehende Mutter einen derart dynamischen Verlauf, dass ich das Wort "Hamsterrad" nun noch einmal ganz neu buchstabieren kann

    Meine Empfehlung an dich: horche mal ganz genau in dich hinein. Was ist es genau, was dir fehlt? Und dann mache dir bewusst, warum du darauf gerade verzichten (musst). Und dann entscheide dich dafür. Und nimm die positiven Aspekte deines Lebens wahr. Freue dich daran.
    Es kann so schnell gehen, dann ändert sich etwas und man findet sich in einer völlig anderen Lebenslage wieder und stellt erst im Rückblick fest, was man verloren hat.
    Ein Leben mit Kindern ist nun mal weitgehend von festen Abläufen geprägt.
    Man kann sich sicherlich seine "Inseln" schaffen, aber es ist nun mal anders als vorher.

    Ich würde auf jeden Fall drauf achten, aktiv dagegen zu arbeiten.

    Liebe Grüße
    Capbreton

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    AW: Das Hamsterrad-Gefühl

    Noch ein Gedanke: Wenn du längere Zeit rotiert hast und jetzt erst seit Kurzem mehr Spielraum hast, dann ist das vielleicht auch einfach ungewohnt für dich. Vielleicht ist aber auch ein gewisses Maß an "Lange-Weile" ganz gut, um das innere Hamsterrad wieder zu verlangsamen und wieder mehr Gespür für sich zu entwickeln, für das, was du an Bedürfnissen und Wünschen hast. Ich will sagen: Vielleicht gibt es auch eine Sinnhaftigkeit darin, dieses Gefühl einfach mal eine Zeitlang auszuhalten und zu schauen, was möglicherweise "aus den Tiefen" hervor kommt.
    There is a crack in everything. That's how the light gets in.
    (Leonard Cohen)

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