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  1. Moderation

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    AW: Verbitterung? Oder was steckt dahinter?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Letztens haben sie sich aber doch tatsächlich beschwert, dass sie es so schade finden, dass sich so viele Kontakte verlaufen und sie kaum noch was mit Freunden machen, weil fast nie jemand Zeit hat - warum wohl
    Da könnte man jetzt ganz fürchterlich hilfreich sein und sagen, "ich glaub, mit nur einem Glas Wein werden die Abende nicht lang genug, daß die Leute sich dafür die Schuhe anziehen."

    In deinem Eingangspostings siehst du das sehr pauschal. "Alle" tun, und du tickst "ganz anders" (als "alle"?). Solche Darstellungen sind effizient, das mag das Gehirn, und sie ergeben einen guten roten Faden in der Geschichte des eigenen Lebens. Aber es ist eine unerfreuliche Geschichte, und so kann man wirklich verbittert werden.

    Es ist oft befriedigender, wirklich im Einzelfall zu gucken, "was stört mich konkret bei *diesen* Leuten -- kann ich es verstehen, kann ich es tolerieren" (man erwartet ja, daß die eigenen Marotten, derer man sich gar nicht bewußt ist, auch toleriert werden), "kann ich damit umgehen, kann ich den Umgang so gestalten, daß es keine Rolle spielt, oder sollte ich versuchen, es zu klären oder zu ändern?" Dann frustriert man sich nicht mit einer Umgebung, wo *alle* wurstig und gleichgültig sind, sondern hat Freunde und Bekannte mit Marotten -- wie alle anderen auch. (Und ein paar Nichtmehrfreunde und -bekannte, die zu amüsanten Anekdoten werden.)

    Nach meiner Beobachtung ist die zweithäufigste Ursache für Geiz die Armut. Jemand, der an niemandem mehr Anteil nehmen will oder kann, hat vielleicht alle emotionalen Reserven aufgebraucht, weil er nie gelernt hat, sich abzugrenzen, und die einzige Alternative, die er dazu kennt, sich mit Haut und Haaren auffressen zu lassen ist, sich einen Bunker zu buddeln und die Tür zuzuhauen. So was sollte als Warnung dienen. Gerade wenn man investiert darin ist, geduldig und großzügig zu sein, kann es passieren, daß man nicht merkt, daß man pleite ist und nciht mehr kann. Und dann wundern sich die Leute, wenn man nahtlos von "alles cool" auf "mit Tellern werfen" umschaltet. (Ja, bei mir äußert sich "es ist mir alles zuviel!" relativ lebhaft. )
    Geändert von wildwusel (30.04.2015 um 22:13 Uhr)
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  2. Inaktiver User

    AW: Verbitterung? Oder was steckt dahinter?

    @ monika_1024

    dankeschön

    kenzia

  3. Inaktiver User

    AW: Verbitterung? Oder was steckt dahinter?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    @ichkannauchanders.
    Was meinst du mit den Arxxxengeln?

    Hallo Emilia,

    Arxxx-Engel sind Menschen, auf die wir genervt reagieren. Es kann sehr hilfreich für die Selbstklärung sein, sich etwas näher mit den Gefühlen, die sie auslösen, zu befassen.
    @ Kenzia hat das in post # 26 gut ausgeführt.

    Das Wort setzt sich zusammen aus einem negativen und einem positiven Begriff und es geht darum, das, was uns solche Figuren aufzeigen können, wie eine Perle aus dem Mist zu klauben.
    Im Sinne von "was genau fühle ich" und "wann hatte ich dieses Gefühl zum ersten Mal" oder "wie verhalten ich mich in Gegenwart dieser Person?" und "kenne ich diese Seite an mir?/mag ich mich mit dieser Seite?" kannst du die Energie, die in dem Problem gebunden ist, für dein inneres Wachstum frei setzen.

    Manchmal haben wir uns auch verändert und die Bekannten passen einfach nicht mehr. Manchmal verlagern wir auch Defizite, die in einem Bereich auftreten, den zu verändern uns schwer fällt (Job/Partnerschaft) in einen weniger bedeutsamen und handeln ein Problem dort ab, wo es leichter fällt.

    Jedenfalls habe ich Arxxx-Engel begrüßen gelernt, weil sie wie Wegweise oder Taschenlampen für das mir stets trotz aller Selbstklärung immer wieder unbekannte eigene Innere dienen. Können. Wenn ich sie kreativ nutze.
    In der Regel entspannt sich mein Umgang mit Arxxx-Engeln total, kaum habe ich das Thema zu mir zurück genommen. Manchmal verändern sie ihr Verhalten, manchmal juckt es mich einfach nicht mehr und oft verschwinden sie auf dem einen oder anderen Weg einfach von meinem Radar.

    Ich wünsche dir gutes Gelingen, was mit all den guten Hinweisen hier im Thread bestimmt kein Hexenwerk sein wird.

    Sonnige Grüße,
    Ika

  4. Inaktiver User

    AW: Verbitterung? Oder was steckt dahinter?

    Vielen Dank für eure wertvollen Antworten und ja da sind wirklich gute Ansätze dabei.

    Vor allem das "um sich selber kümmern" trifft da bei mir glaub ich ziemlich gut zu.
    Und ich darf nicht mehr von mir auf andere schließen und bestimmt Erwartungen haben. Ok, darf ich haben, aber dann nicht enttäuscht sein, wenn sie nicht erfüllt werden

    Ich habe letztens einen tollen Spruch gelesen:
    "Du kannst die nicht ändern, die um dich rum sind, aber Du kannst ändern, wer um Dich rum ist" und ja ich denke, auch das ist ein Teil von um "sich selbst" kümmern oder?
    Mal zu entscheiden: Ja XY tut mir gut, aber A schon seit langem nicht mehr usw...

    Das habe ich sehr vernachlässigt, so als hätte ich dazu nicht das Recht

  5. Inaktiver User

    AW: Verbitterung? Oder was steckt dahinter?

    Hallo Emilia.

    Tolle Antworten hast Du bekommen (an der Stelle auch von mir an kenzia für Deine so hilfreichen Antworten, nehme mir da auch immer etwas mit), mir fällt noch etwas - vielleicht - recht Banales ein.

    Es gibt Zeiten im Leben, so war das bei mir, die echte Reifungsprozesse sind. Schwangerschaft kann so eine Zeit sein, denn man lernt - mit der Verantwortung für das kleine Leben, das in einem selber entsteht - Wesentliches vom Unwesentlichen zu trennen und bekommt eine andere, eine neue Sichtweise auf das Leben und damit auch auf die Menschen, die das eigene Leben tangieren.

    In einer solchen Zeit kann es gut passieren, dass "Freundschaften", die diesen Begriff vielleicht gar nicht verdienen, aussortiert werden. Und das ist auch gut so, weil man zu sich selber (mehr) stehen zu lernt.

    Solche "Aha-Zeiten" hatte ich auch. Und heute, ganz ehrlich mit 49 Jahren, habe ich wenige Menschen, die ich als Freunde bezeichne, aber die, die ich so bezeichne, sind es auch.
    Nur ein Gedanken-Anstoß.

    Und das noch: Wachstum kann durchaus erstmal wehtun. Aber, hinterher fühlt es sich wunderbar an.

    In dem Sinne,

    nette Grüße in die Nacht, und Dir alles Gute für Dich und Deine eigene Familie, die da gerade entsteht,

    narrare.

  6. Inaktiver User

    AW: Verbitterung? Oder was steckt dahinter?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hallo Emilia.

    Tolle Antworten hast Du bekommen (an der Stelle auch von mir an kenzia für Deine so hilfreichen Antworten, nehme mir da auch immer etwas mit), mir fällt noch etwas - vielleicht - recht Banales ein.

    Es gibt Zeiten im Leben, so war das bei mir, die echte Reifungsprozesse sind. Schwangerschaft kann so eine Zeit sein, denn man lernt - mit der Verantwortung für das kleine Leben, das in einem selber entsteht - Wesentliches vom Unwesentlichen zu trennen und bekommt eine andere, eine neue Sichtweise auf das Leben und damit auch auf die Menschen, die das eigene Leben tangieren.

    In einer solchen Zeit kann es gut passieren, dass "Freundschaften", die diesen Begriff vielleicht gar nicht verdienen, aussortiert werden. Und das ist auch gut so, weil man zu sich selber (mehr) stehen zu lernt.

    Solche "Aha-Zeiten" hatte ich auch. Und heute, ganz ehrlich mit 49 Jahren, habe ich wenige Menschen, die ich als Freunde bezeichne, aber die, die ich so bezeichne, sind es auch.
    Nur ein Gedanken-Anstoß.

    Und das noch: Wachstum kann durchaus erstmal wehtun. Aber, hinterher fühlt es sich wunderbar an.

    In dem Sinne,

    nette Grüße in die Nacht, und Dir alles Gute für Dich und Deine eigene Familie, die da gerade entsteht,

    narrare.
    Danke narrare für deinen wunderbaren Post

  7. User Info Menu

    AW: Verbitterung? Oder was steckt dahinter?

    Unseren Gefühlen gehen stets Gedanken voraus. Beobachte dich mal, was du gedacht hast, bevor die Verbitterung aufkam. Welche Überzeugungen hast du, die deinen Gedanken zu Grunde liegen? Und passen diese Überzeugungen zur Realität die dich umgibt, oder stehen sie der Realität konträr gegenüber?

    Es geht uns Menschen immer dann schlecht, wenn sich unsere Vorstellungen und Überzeugungen im Widerspruch zur Realität befinden.
    Man wandelt nur das, was man annimmt.

    C.G. Jung


    Nein ist ein ganzer Satz.


    Keine Ahnung von wem

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