....aufarbeiten - wie? Da schwört jeder auf was anderes, mir half eine sehr gute Heiltherapeutin.
Deiner Beschreibung nach, ist die Situation ja noch gravierender als ich angenommen hatte.
Bei deiner Vita war vielleicht dein Jugendfreund DEIN Halt, DEINE Familie, ein Mensch in deinem Leben, der dir Halt und ein Zuhause-Gefühl gab, und jetzt ist er 'weg'.
Ich glaube noch immer nicht, dass dein Freund der Auslöser für deine momentane Gefühlslage ist, sondern deine Geschichte mit all ihren Widrigkeiten.
Er ist m.E. die Projektionsfläche.
Aber ich kann mich natürlich auch in allem irren, wer weiß
Grüßle vom Petersilchen![]()
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29.04.2015, 21:10
AW: In einer aussichtslosen Liebe feststecken
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29.04.2015, 22:58Inaktiver User
AW: In einer aussichtslosen Liebe feststecken
Danke für diese Erläuterungen. Mir ist eben etwas in meinem eigenen Leben vollkommen klar geworden. Danke dir dafür(...) zunächst mal glaube ich, dass hier, bei dir, ganz banale psychologische Prinzipien greifen.
Wir alle unterliegen kognitiven Verzerrungen, beispielsweise wird die Aussicht auf einen (hypothetischen) Gewinn, der relativ hoch ist, sehr viel geringer bewertet (hinsichtlich einer qualitativen Ausprägung) als das Risiko eines (drohenden) Verlustes (der sich gegen den zu erwartenden Gewinn verhältnismäßig klein ausnimmt)- auf dieser so einfachen wie durchgängig bestätigten Theorie basieren sämtliche Systeme, vom einfachsten Kartenspiel bis zu Investitionsplänen in der Hochfinanz.
(...)
Allerhöchstens mit dem was er verkörpert- aber die andere Person, der wirkliche Mensch in seinem eigentlichen Sein, ist damit beklagenswert wenig gemeint.
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29.04.2015, 23:07Inaktiver User
AW: In einer aussichtslosen Liebe feststecken
Was ist das und wo findet man so eine? (Z.B. in Berlin)....aufarbeiten - wie? Da schwört jeder auf was anderes, mir half eine sehr gute Heiltherapeutin.
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30.04.2015, 07:28
AW: In einer aussichtslosen Liebe feststecken
Liebe Cozy,
deine Geschichte hat mich berührt
Du klingst sehr sympathisch und reflektiert.
Auch sehr selbstdiszipliniert und streng mit dir selbst...
Ich finde hier ist schon viel Gutes geschrieben worden, was das "Nicht loslassen Können" erklären könnte.
Meine Gedanken gehen in die Richtung von Petersilie.
Auch wenn ich nicht so eine Geschichte mit einem Mann habe, kommt mir vieles von dem, was du schreibst bekannt vor.
Ich bin in den Jahren von 20 bis 30 auch recht viel herumgezogen, einerseits sind mir die Veränderungen und Abschiede da immer recht leicht gefallen, gleichzeitig brauche ich für wirklich wichtige emotionale Abschiede und Veränderungen sehr lange. Und ich kenne es auch, dass man sich da manchmal hineingräbt und nur schwer wieder hinaus.
Was aber während dieses Herumziehens für mich immer wichtig war, war tätsächlich meine Familie zu Hause. Dort immer wieder mal wieder anzudocken, sie im Hintergrund zu wissen, und gerade, wenn man sich nicht gut fühlt, mit ihnen zu sprechen und Geborgenheit und Vertrautheit zu spüren, war für mich sehr wichtig.
Mein Gedanke ist daher auch, wie Petersilies, dass dein Freund in dieser Zeit für dich Halt, Bezugsperson, Familie war. Und wenn die wegfällt ist das natürlich gar nicht einfach, sondern ein wirklich großer Verlust.
Du schreibst, dass du den Tod deiner leiblichen Eltern recht gut bewältigt hast, und er aufgrund der Umstände für dich nicht sooo umwälzend war.
Wie sieht es mit dem Verlust deiner Eltern als kleines Kind aus, der Trauer darüber, dass sie sich nicht gut um dich kümmern konnten, als du klein warst?
Wenn sich diese Gedanken nicht passend anfühlen, bitte schnell ignorieren, vielleicht liege ich da völlig daneben und vor allem möchte ich natürlich auch keine alten Wunden aufreißen.
Wie sieht es heute mit nahen Bezugspersonen aus, Freunden, die dich gut kennen und tragen, wenn du es brauchst?
Vielleicht kannst du die Sehnsucht, die du in Bezug auf ihn spürst, langsam in real lebbare Beziehungen, vor allem Freundschaften, umlenken. Wo fühlst du dich aufgehoben, kannst du dich fallenlassen?
Noch ganz praktisch: bei diesem Hineingraben und nicht wieder heraus, und vor allem, wenn es einen selbst schon nervt, hilft es mir tatsächlich, mir eine andere, positive und mir wichtige Tätigkeit zu suchen, am ehesten wahrscheinlich Arbeit, aber es muss dann etwas Neues mit positiver Energie sein.
Und: hab Geduld mit dir, sei nachsichtig
Alles Liebe
Debby
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03.05.2015, 10:43
AW: In einer aussichtslosen Liebe feststecken
Selbe Hippie-Erfahrung hier.
Mensch kann einen Menschen auch erotisch-amourös lieben, ohne eine Paarbeziehung mit dem/der Geliebten zu führen.
Manche Menschen können auch mehrere Menschen parallel in dieser Weise lieben, das schliesst also nicht einmal das Führen einer glücklichen Beziehung mit einem anderen Menschen aus.
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04.05.2015, 17:33
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07.05.2015, 10:25
AW: In einer aussichtslosen Liebe feststecken
Das Problem beschäftigt mich auch und zwar sehr! Ich bin mir am überlegen, ob ich mir professionelle Hilfe holen sollte...
Ich habe den Kontakt zu meinem "Geliebten" seit einigen, langen Wochen komplett gekappt. Aber es hilft nix... kein Beten, keine schlauen und wirklich gut gemeinten Ratschlägen von Freunden. In diesem Strang gefiel mir das ganz gut:
...Lass ihn los (irgendwie, gedanklich), liebe ihn aber weiter, freu dich dass er existiert und es ihm gut geht. Ihr müsst doch kein klassisches Liebespaar werden! Vertraue dem Universum, dem Karma, dem Spaghettimonster ..... er ist ein Besonderer ... ihr werdet euch wiedersehen. Vielleicht passt es doch mal irgendwann. In 10 Jahren oder so. Jetzt aber aktuell wieder nicht.
... mach dir ein schönes Leben. Sollte da was Großes sein, kommt er eh wieder. Du kannst ganz relaxed loslassen. (so meine Hippieerfahrungen )
und dennoch... gerade heute habe ich wieder von IHM geträumt. Seit Februar habe ich einen neuen Partner (war lange Zeit Single). Er ist wirklich ein ganz Lieber. Einer von der Sorte, der Taten sprechen lässt und mich wirklich will!!!
Ach Leute, jetzt gehe ich mit Riesenschritten auf die 60 zu und immer noch beschäftigt mich die Liebe und ich hoffe auf Wunder!
Besagter Mann war meine erste große Liebe vor 40 Jahren. Ich war damals 15 und er 18! Er würdigte mich da noch keines Blickes und brach mir, ohne dass er das ahnte, schon damals das Herz!
Vor ziemlich genau einem Jahr haben wir uns wieder gesehen... und "Kramwum". Und es kam wie es kommen musste... Natürlich ist Er nicht frei und überhaupt... aber das ist wieder eine andere Geschichte...
Und jetzt, nach 40 Jahren hat ER mir wieder das Herz gebrochen!
Mein neuer Partner hat so eine blöde "Tussi" (wie mich) nicht verdient. Findet ihr nicht?
Selbst meine Tochter (30) hat mir schon gründlich den Kopf gewaschen. Das hat gesessen! Aber leider auch nur bedingt geholfen
Was meint ihr, gibt es Hoffnung für mich? Wie kann ich relaxed loslassen?Geändert von klaucki3 (07.05.2015 um 10:31 Uhr)
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27.10.2015, 19:19
AW: In einer aussichtslosen Liebe feststecken
Ich stecke in einer ähnlichen Gefühlssackgasse wie Cozy fest, nur mittlerweile seit 9 Jahren. Es gibt nichts in der Welt, was ich nicht schon versucht hätte, ich bin weit weggezogen, hab den Kontakt einschlafen lassen, habe bewusst Gedankenstopps gesetzt, wenn ich an ihn denken musste, habe eine schöne Beziehung gefunden.. und trotzdem ist ER immer mit dabei, mal mehr, mal weniger. Ich hatte immer den Glauben daran, dass die Zeit diese Wunde schließen würde und ich warte immer noch. Ich finde es auch äußerst lästig und ich wünsche mir wirklich nichts sehnlicher, als dass es endlich aufhört. Mein Problem ist, ich habe diese Liebe nie ausgesprochen. Er weiß nichts davon. Ich hatte damals viele Probleme, hatte ein verletztes Herz, das ich schützen wollte. Ich dachte, ich kann die Gefühle unterdrücken bis sie eines Tages verschwinden. Tja. Blöd gelaufen! Ich denke, ich habe genau wie Cozy daraus gelernt, dass Chancen nicht ewig bestehen und man zugreifen sollte, auch auf die Gefahr hin, verletzt zu werden. Denn keine Zurückweisung kann so schlimm sein wie das jahrelange Hadern mit sich selbst aufgrund verpasster Chancen. Sein Nein wäre mir tausend Mal lieber als mein Vielleicht. Auf jeden Fall hat mir dieser Strang hier sehr geholfen, mir einiges klar zu machen, und ich werde ihn bestimmt noch öfter lesen, um zu verstehen. Vielen Dank für die vielen tollen Beiträge. Ich wünsche allen Betroffenen und auch mir selbst, dass wir eines Tages loslassen können.


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