Antworten
Ergebnis 201 bis 210 von 315
Thema: Wie weiter?
-
25.04.2015, 22:54Inaktiver User
AW: Wie weiter?
-
25.04.2015, 22:59Inaktiver User
AW: Wie weiter?
Sie hat das Lügen und Betrügen hingenommen (nimmt es hin), dafür kontrolliert sie.
Nach deiner Definition führen sie wahrscheinlich sogar ein gute Beziehung.
Ich habe und würde es nicht, sondern habe ihn aufgefordert sich klar zu werden was er will, wo er steht und dann zu handeln. Zu reden. Das Lügen zu lassen, Vertrauen aufzubauen.
Wenn ich nur nicht so verletzt dadurch gewesen wäre, wer weiß?
Wenn ich das (sein Unvermögen an diesem Punkt) nur vorher gewusst hätte. Aber ich bereue es auch nicht, bereit gewesen zu sein. Es gewagt zu haben.Geändert von Inaktiver User (25.04.2015 um 23:23 Uhr)
-
26.04.2015, 00:04
AW: Wie weiter?
Nur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.
-
26.04.2015, 00:07
AW: Wie weiter?
Nur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.
-
26.04.2015, 02:40
AW: Wie weiter?
Ich mache das regelmässig wenn ich erkenne, dass ich "umherirre" und es mir dämmert, dass ich womöglich auf dem falschen Weg bin. Allerdings bin ich auch ein ungeduldiger Mensch und sehr lösungsorientiert. Vor vielen Seiten habe ich Folgendes geschrieben:
Ich maße mir hier nicht an zu urteilen, und kann deine Lebenssituation nur bedingt nachempfinden. Aber ich habe es in meinem Leben zumindest manchmal als hilfreich empfunden, nach einer gewissen Zeit meine Eigenverantwortung bezüglich Lebensentscheidungen zu hinterfragen - insbesondere aber: sie als Lebensentscheidungen zu interpretieren, statt als schlichtes "Schicksal", an welchem ich gänzlich unbeteiligt war.
Hier geht es nicht um Schuld, sondern das Erkennen, dass man sein Leben auch selbst in der Hand hat(te), und das kann ein hilfreicher Ansatz für die Zukunft sein. In Retrospektive habe ich oft erkannt, dass ich für gewisse Lebensschritte schlichtweg noch nicht bereit war und dahinter auch einen tieferen Sinn erkennen können, gewiss auch im Sinne von wichtigen Lebenslektionen.
Ich war auch einst in der Situation in der ich mich fragte, weshalb ich noch unverheiratet und kinderlos bin, trotz großem Familienwunsch - und auch wenn ich nicht empfand, dass der Zug abgefahren war, so kenne ich zumindest das Gefühl der Trauer, dass einiges im Leben sich nicht so entwickelt, wie vermeintlich planmässig erwünscht. Und ich kenne auch die Angst, dass ein Zug ohne mich abfahren hätte können.
Bei Frauen ist das Ganze aufgrund des biologischen Alters ein wenig dramatischer, aber so selten ist das nicht, dass viele 5 vor 12 erkennen, dass es "höchste Eisenbahn ist", und sie plötzlich auch Torschlusspanik überkommt.
Dennoch wagte ich seinerzeit eine Trennung, die schwierig für mich war und mir erst einmal den Boden unter den Füßen wegzog, samt all den gemeinsamen Zukunftsplänen. Getrauert habe ich, auch auf recht pathetische Weise, samt absolutem Rückzug, Verreisen, dem Konsum vieler Weinflaschen; dem Überstrapazieren meines Umfeldes, welchem ich selbstmitleidig mein Leid klagte. Das geht vorüber, und irgendwann ist man auch seiner selbst überdrüssig. Aber diese Phase des Trauerns, die sollte man sich gönnen. Ich bin aus ihr auch sehr gestärkt herausgegangen, weil sie mich darin bestätigte, dass ich handlungsfähig und konsequent bin, wenn es darum geht, ein Lebensziel zu verfolgen.
Bei mir hat sich alles zum Guten gewandt, gewiss auch, weil ich kein Kind von Traurigkeit bin und keine Scheu hatte, mich selbst sehr kritisch zu hinterfragen. Ich kann mich auch an einen Satz erinnern, den jemand seinerzeit äusserte, und der mich damals anfänglich sehr wütend machte. Jene (nahestehende) Person fragte mich, weshalb ich denn nicht schon längst verheiratet sei und Mutter bin, wenn ich es mir doch so sehr wünschen würde.
Und die Person hatte recht. Während ich gedanklich also dabei war, sachlich meine Argumentation zurechtzulegen, die auch erklären sollte, welche "externen" Bedingungen mich von meinem Familienwunsch abgehalten hatten, erkannte ich, dass ich mich mehr oder minder aus Selbstschutz "sabotiert" hatte.
Wenn man so mag: es war Intuition, und ich spürte instinktiv, dass ich "abspringen" musste und/oder mich nicht einlassen sollte. Und heute bin ich unendlich dankbar dafür, denn es wären absolute Fehlentscheidungen gewesen.
Es gab in der Tat ausreichend Möglichkeiten für eine Familiengründung, wäre ich wirklich bereit dazu gewesen - nur ist diese Erkenntnis, dass man selbst womöglich für einen Herzenswunsch noch gar nicht reif genug ist oder die Situation nicht ideal, sehr viel schwieriger zu realisieren, als dem bösen Schicksal die Schuld zuzuschieben, das einem vermeintlich das Lebensglück nicht gönnt.
Meine Situation war eine etwas andere, als deine, und auch war meine Baustelle nie "schlechte Männer". Aber ich kenne die Frustration und Wut auf sich selbst, sich verirrt zu haben, und auch die Wut darauf, den Weg von Neuem beschreiten zu müssen. Nur merkt man oft erst in Retrospektive, dass "Umwege" einen sehr bereichern können und man währenddessen auch die ein oder andere wichtige Lektion über sich und/oder das Leben selbst lernt.
Das Gefühl, Kursänderungen vornehmen zu können, ist sehr stärkend. Das Gefühl, sie vornehmen zu müssen, kann aber Angst machen.Ich habe seinerzeit auch gezögert, mich für mein Dilemma bemitleidet, gehofft, es würde sich von selbst lösen - aber all die Zeit wusste ich, dass ich sowieso früher oder später springen musste.
Du hast hier sehr gute Ratschläge erhalten. Und im Übrigen denke ich, wenn ich mir ab und an die ganzen Threads aus anderen Foren durchlese, in welchen Frauen, die wie du auf die 40 zugehen, noch Familien gründen, dass für dich der Zug noch nicht vollkommen abgefahren sein muss.
Allerdings solltest du eine Vollbremsung hinlegen, aus der Schockstarre herauskommen, die Landkarte wechseln und dir auch entsprechend Unterstützung suchen, solltest du es nicht schaffen, zu springen.
Nur Mut.
-
26.04.2015, 02:52
AW: Wie weiter?
Das ist ein schöner Beitrag Sojourner - und so wahr.

Vor allem auch das hier:
Diese Prozesse laufen unbewusst ab, daher auch so schwierig zu erkennen. Aber ich bin ebenfalls davon überzeugt, dass man sich oftmals selbst sabotiert.
Leider habe ich hier nur den Eindruck, dass das alles bei fina gar nicht ankommt.
-
26.04.2015, 03:18
AW: Wie weiter?
Danke dir.
Ja, wobei es oftmals - gewiss aber nicht immer - auch positiv sein kann.Diese Prozesse laufen unbewusst ab, daher auch so schwierig zu erkennen. Aber ich bin ebenfalls davon überzeugt, dass man sich oftmals selbst sabotiert.
Das braucht auch Zeit und ist oftmals ein längerer Prozess. Als es mir wirklich schlecht ging, war ich nicht ansprechbar für gutgemeinte Ratschläge und sehr dankbar dafür, auch gewisse Zeit in Ruhe gelassen worden zu sein, und im Selbstmitleid versinken zu dürfen. Manchmal lese ich meine alten Tagebücher durch - die Phase war furchtbar melodramatisch und voller Zynismus, heute ist es dafür voller Kitsch.Leider habe ich hier nur den Eindruck, dass das alles bei fina gar nicht ankommt.
Ich bin damals alleine verreist, auch weil ich einfach "weg" musste aus all den Erinnerungen. Vielleicht, Fina, kannst du dir eine Auszeit gönnen. Oder diesen Thread ausdrucken und erst in einiger Zeit lesen, wenn du dich aufnahmefähiger fühlst.
Wie du schon schreibst, musst du uns hier keine Rechenschaft leisten. Nimm' deine Zeit.
-
26.04.2015, 03:29Inaktiver User
AW: Wie weiter?
Dann nehme ich nach deiner Definition auch schon permanent Kursänderungen, Landkarte wechseln, vor.
Nur zählt es sich im Gegensatz zu dir (bis jetzt) nicht aus.
Das Gefühl handlungsfähig zu sein ist nur dann positiv, wenn man nicht vom Regen in die Traufe kommt. Bei mir war das so Ende 30, als ich mich von meiner langjährigen Beziehung trennte. Als ich nochmal die Umschulung aufsattelte. Positiv, weil man aktiv an der Situation etwas änderte. Aber im nachhinein - vom Regen in die Traufe.
Ich kenne auch Frauen wie du dich beschreibt aus meinem Freundeskreis. Die bewusst blockieren. "Quatsch" machen um vorgebliche Ziele nicht zu erreichen. Chancen verstreichen ließen.
Aber das ist es bei mir nicht - keiner mir nahe stehenden wurde die Frage wie sie an dich gestellt wurde, mir stellen.
Der letzte hat eine Partnerschaft und wird eine Familie gründen. Nur nicht mit mir. Da habe ich "Kurswechsel" gemacht - und verloren.
Wenn ich es ausgessen hätte, ihn nicht gefordert hätte sich zu entscheiden und aufrichtig zu sein, wäre es jetzt wahrscheinlich anders. Im nachhinein erkenne ich, dass er wollte, dass ich es für ihn erledige. Er legte es darauf an.Geändert von Inaktiver User (26.04.2015 um 03:45 Uhr)
-
26.04.2015, 03:40
AW: Wie weiter?
Falls die Frage nicht zu intim ist, seit wann hast du denn einen wirklichen Familienwunsch? Als bei mir dieser sehr präsent wurde, habe ich "relativ" rasch gehandelt und einen eher drastischen Kurswechsel eingeleitet.
Ja, "blockieren" trifft es gut. Und ist manchmal auch notwendig, im Sinne von Selbstschutz.Ich kenne auch Frauen wie du dich beschreibt aus meinem Freundeskreis. Die bewusst blockieren. "Quatsch" machen um vorgebliche Ziele nicht zu erreichen.
Woher hast du denn diese absolutistische Gewissheit? Du schreibst, erst noch auf die 40 zuzugehen. Ganz objektiv betrachtet, und das schrieb ich bereits, habe ich von einigen Frauen in deinem Alter gelesen, die 5 vor 12 noch eine Familie gründeten.Aber das ist es bei mir nicht - keiner mir nahe stehenden wurde die Frage wie sie an dich gestellt wurde, mir stellen.
Der letzte wird eine Partnerschaft und Familie gründen. Nur nicht mit mir. Da habe ich "Kurswechsel" gemacht - und verloren.
Ich will auch keine falschen Hoffnungen machen oder dich mit einer "Denk Positiv"- Einstellung nerven, aber rein objektiv hast du noch Zeit.
Welchen Kurswechsel hast du in partnerschaftlicher Hinsicht jemals vorgenommen?
-
26.04.2015, 03:51Inaktiver User
AW: Wie weiter?
Seit 27.
Mit 25 ist mir bewusst geworden, dass ich jetzt eine "richtige" Partnerschaft wünsche.
Dann habe ich versucht mit meinem langjährigen Partner zu sprechen, er war nicht soweit. Ich liebte ihn, ließ ihm Zeit.
Ich hätte es aussitzen können bis er 35 geworden wäre, das war mir bewusst, aber ich wollte/konnte nicht. Ich wollte einen Mann mit dem ich über Lebenswünsche sprechen kann, das Leben aktiv angehen.
Dann habe ich mich ins Leben geworfen, mein Leben aktiv entwickelt, und bin zwei Jahre später böse gestoppt worden.
Und jetzt wieder mit dem letzten - da habe ich gewagt - und verloren. Wenn ich mehr Vertrauen gehabt hätte - die Situation ausgesessen hätte - wäre es heute anders.Geändert von Inaktiver User (26.04.2015 um 03:57 Uhr)



Zitieren
