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Thema: Wie weiter?

  1. Inaktiver User

    AW: Wie weiter?

    Es tut mir leide falls ich (durch mein vorheriges Post?) diese Negativität in meinen Thread eingeladen habe. Aber wahrscheinlicher lädt gezeigtes Leid diejenigen ein, die noch ihr eigens Paket draufladen wollen. Hier wie im echten Leben.

    Ich danke von Herzen all denjenigen die mir in dieser dunklen Zeit (trotz der lachenden Sonne draussen) beistehen! Danke!

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    AW: Wie weiter?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich danke von Herzen all denjenigen die mir in dieser dunklen Zeit (trotz der lachenden Sonne draussen) beistehen! Danke!
    Als es mir schlecht ging, war Sonne ganz schrecklich!
    Als würd sie zeigen: alles und allen isses gut, nur mir nicht....

    "Nun freu dich doch: die Sonne scheint"
    Es wird Zeit für eine neue Signatur

  3. Inaktiver User

    AW: Wie weiter?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Selbst wenn ein Teil dieser Paare sich trennt - sie haben zumindest einmal JA zu einem anderen Mensch gesagt und Kinder. Ich finde das ist etwas das bleibt, egal was dann passiert.
    (Geplatzte Träume: Beziehungen, Familie, Zuhause, Beruf, Zufriedenes Leben... Mir graut jetzt schon vor den kleinen Dingen wie wieder einmal alleine in Urlaub zu müssen.)

    Hallo fina,

    eigentlich sollte ich auch noch was Produktives tun ;-), aber ich bin an deiner Bemerkung von oben hängen geblieben... gestern habe ich mit dem Mann an meiner Seite eine stundenlange, ziemlich zermürbende Diskussion zu dem Thema geführt, er hätte nie "richtig JA zu mir gesagt"! Ich habe mich im Laufe des Tages immer mehr hineingesteigert, fühlte mich regelrecht ausgelaugt und zermürbt und habe ihm immer wieder seine "Verfehlungen" vorgehalten. Es gibt da in unserer langjährigen Geschichte ein paar Dinge, die nicht so gelaufen sind, wie ich es mir gewünscht habe, was ich als "Berechtigung" angenommen habe, unglücklich zu sein. An einem Punkt traf mich die Einsicht wie mit einem Schlag. Als er mir sagte, ob ich nicht kapieren würde, dass er ALLES für mich gegeben hat, seine Zeit, sein Geld, sein letztes Hemd würde er für unsere Beziehung hergeben und ich würde behaupten, er hätte nicht JA zu mir gesagt?!

    Und als ich darüber nachdachte, kapierte ich, dass es da um etwas geht, was ER gar nicht leisten kann... es geht um eine ungestille Sehnsucht IN MIR, die absolut nichts mit den Menschen zu tun hat, die mir begegnen. Ich habe die Befürchtung, in den letzten Jahren ganz schön viel Murks produziert zu haben und, wie es jemand hier schon sagte, die Erfüllung meiner Wünsche selber sabotiert zu haben... Mit meinem Drängen, etwas zu bekommen, von dem ich selber kaum weiß, WIE sich das äußern würde, habe ich unsere Beziehung wahrscheinlich ganz schön belastet, habe die vielen "JAs" in all den Jahren zurückgewiesen, weil sie NICHT DAS waren, was ich mir erwartet hatte... und was ich mir "erwarte" ist, dass jemand den Schmerz von außen heilen möge, dass mich meine Mutter mit 1,5 Jahren alleine gelassen hat. Das hat die Frage aufgeworfen, wie sie denn gehen konnte, irgendetwas AN MIR musste doch wohl falsch sein, wenn sie das übers Herz bringen konnte! Das erwachsene Ich versteht, dass meine Mutter damals meinte, das Beste für mich zu tun, dass sie ausNot gegangen ist, um mir eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Das erwachsene Ich sieht auch die vielen Situationen in meiner späteren Kindhkeit und Jugendzeit, in denen ich schon nicht mehr zugänglich war, all das, was meine Eltern mir geboten haben, gar nicht mehr annehmen konnte und überzeugt war, wie mies mein Leben doch ist und was für herzlose Eltern ich hätte, denen ich vollkommen egal bin. Heutzutage nehme ich wahr, wie sehr sich meine Eltern um mich bemühen, wie wichtig ich ihnen bin. Manchmal sehe ich auch die anderen Menschen in meinem Leben, die für mich da sind - die ich aber viel zu oft links liegen lasse, teilweise brüsk zurückweise, weil ich WIEDERGUTMACHUNG erwarte. Wiedergutmachung für ein Leid, dass ich nicht verstanden habe, das sich so tief in meine Seele eingegraben hat und die Überzeugung hat wachsen lassen, ich wäre nicht "gut genug" und irgendjemand müsste daher kommen, der mich vom Gegenteil überzeugt. Und solange der nicht kommt, schaue ich viel zu oft auf all das "Elend", all die Kränkungen in meinem Leben und leide schön vor mich hin (sorry, klingt jetzt vielleicht zu sarkastisch, aber manchmal möchte ich mich echt selber in den Allerwertesten treten).

    Warum ich dir das schreibe... vielleicht ist es in deinem Leben ähnlich... (wir haben da noch ein paar andere Gemeinsamkeiten )... vielleicht ist auch dein Blick viel zu sehr darauf gerichtet, etwas GANZ BESTIMMTES zu bekommen, etwas, von dem die anderen gar nicht wissen können, dass du es erwartest und was es dir bedeuten würde... vielleicht erleben dich andere ähnlich wie mein Umfeld mich... sehr zielstrebig, sehr erfolgreich, und trotzdem nicht wirklich zufrieden mit sich und dem Erreichten?

    Liebe Grüße

    daisy, die sich heute tatsächlich aufschwingt und sich von jemandem den Finger auf die "alte Wunde" legen lässt...

  4. Inaktiver User

    AW: Wie weiter?

    Faszinierend-ich sehe hier keine Frau, die einen "Rosamunde-Pilcher-Roman" aufführen will. Muss doch nicht jeder alles aufzählen im Detail, was genau in welcher Schwere schiefgelaufen ist
    Ist doch irgendwie logisch, dass man es auf andere Weise bedauert, was an einem "vorbeigelaufen" ist, während man versucht, das Fundament aufzuholen, das andere schon haben. Nicht jeder beklagt sich, weil ihm gerade langweilig ist, und das sollte schon aus dem Eingangsposting hervorgegangen sein.

    Fina, ich kann dir nur raten, eine der "Baustellen" definitiv anzugehen, welche dich stören, einfach weil du dann wieder das Gefühl bekommst, dein Leben in der Hand zu haben und dass nicht andere einfach daherkommen und darin rumwühlen können, wie es ihnen gerade passt.
    Und da die Änderung von Beziehungsmustern schwerer fallen wird, wäre das zunächst mal Job+Stadt.

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    AW: Wie weiter?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Und als ich darüber nachdachte, kapierte ich, dass es da um etwas geht, was ER gar nicht leisten kann... es geht um eine ungestille Sehnsucht IN MIR, die absolut nichts mit den Menschen zu tun hat, die mir begegnen


    ....


    Manchmal sehe ich auch die anderen Menschen in meinem Leben, die für mich da sind - die ich aber viel zu oft links liegen lasse, teilweise brüsk zurückweise, weil ich WIEDERGUTMACHUNG erwarte. Wiedergutmachung für ein Leid, dass ich nicht verstanden habe, das sich so tief in meine Seele eingegraben hat und die Überzeugung hat wachsen lassen, ich wäre nicht "gut genug" und irgendjemand müsste daher kommen, der mich vom Gegenteil überzeugt.

    Warum ich dir das schreibe... vielleicht ist es in deinem Leben ähnlich... (wir haben da noch ein paar andere Gemeinsamkeiten )... vielleicht ist auch dein Blick viel zu sehr darauf gerichtet, etwas GANZ BESTIMMTES zu bekommen, etwas, von dem die anderen gar nicht wissen können, dass du es erwartest und was es dir bedeuten würde... vielleicht erleben dich andere ähnlich wie mein Umfeld mich... sehr zielstrebig, sehr erfolgreich, und trotzdem nicht wirklich zufrieden mit sich und dem Erreichten?
    Tolles Posting.

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    AW: Wie weiter?

    Hallo fina,

    ich kann es nachvollziehen, dass dir die Geschichten mit dem "so toll ist eine Beziehung auch nicht" nichts bringen.
    Mich interessiert aber immer noch die Frage, wie es denn sein sollte, wenn du dir dein Leben basteln würdest.

    Du könntest dich beruflich verändern.
    Du könntest dich räumlich verändern.
    Du könntest deinen Typ verändern.
    Du könntest aktiv auf Männersuche gehen.
    Du könntest dir vor Ort neue Leute suchen.

    Möglichkeiten gibt es viele, gerade wenn man nicht bettlägerig oder anderweitig schwer gehandicapt ist. Und noch dazu ein paar finanzielle Mittel für Unternehmungen erübrigen kann.

    Oder bist du für dich an dem Punkt angelangt, dass du denkst "hat eh alles keinen Sinn"?

    Bei mir ist das ja so: wenn ich in meinem Leben eine Total-down-Phase hatte (gab es leider mehrfach), kam immer wieder der Punkt, an dem es ein bisschen heller wurde. Und dann habe ich immer mal wieder was ausprobiert. Also einfach nicht aufgeben. Manchmal findet man was anderes, als man eigentlich gesucht hat, aber das ist dann womöglich doch ziemlich gut.

    LG
    Capbreton

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    AW: Wie weiter?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Ich stehe hier neben einem vollen Tisch und auf mich fallen nicht mal Krumen ab, und die Personen die gerade einen fetten Kuchen verdrückt haben: "So gut war er gar nicht!"
    OH, wie ich das Gefühl kenne!

    Liebe fina, genau dieser "Standpunkt" ist das Problem. Solange man da steht, neben dem gedeckten Tisch - der Anderen, muss man sagen - wird man verhungern. Das wird sich nie ändern. Das ist die Wahrheit. Und es macht einen ganz besonders schwach und verletztlich.
    Aber was noch schlimmer ist: man möchte so gerne mit an diesem Tisch sitzen und mitessen, dass man bereit ist, jeden Kompromiss einzugehen. So landet man schnell neben einem Kerl, mit dem man sich dort scheinbar mit an die Tafel setzen kann, der garnicht zu einem passt. Aber das merkt man erst, wenn es schon passiert ist, weil die Sehnsucht nach Zugehörigkeit und Sicherheit die Wahrnehmung völlig überlagert. Bei mir war das so.

    Davon musst Du Dich lösen! Glaub mir.

    Es gibt andere Tische, es gibt sogar einen eigenen Tisch, auf dem nur die eigenen Speisen stehen, die man selbst zu bieten hat. An diesem Tisch kann man selbst einladen und auftischen. Nur so geht das. Weg von diesem BLick auf Andere. Manches steht auf dem eigenen Tisch, was bei den Anderen nicht zu haben ist. Und manches wird eben dort niemals - mehr - stehen können.

    Bei mir sind es die Kinder, ist es ein Geborgenheitsgefühl von den eigenen Eltern. Das wird immer so sein und ist nicht mehr zu ändern.

    Bleib nicht neben diesem Tisch stehen und stampfe trotzig mit dem Fuss auf, heulend und zurückgezogen. Gehe weg davon.
    Und betrauere das, was nicht oder nicht mehr möglich ist.
    Es nützt alles nichts, man muss die zerplatzten Hoffnungen und Sehnsüchte aufgeben, ziehen lassen. Nachdem man sie betrauert hat.

    Erst danach, wenn man sich damit arrangiert hat, kann man sich dem, was alles noch möglich ist, zuwenden. Erst dann ist der eigene Blick und Weg frei nach vorne. Dorthin, wo die Möglichkeiten sind. Löse Dich von den momentanen oder generellen Unmöglichkeiten. An denen beisst Du Dir die Zähne aus und wirst immer depressiver. Wenn man keinen Schokoladenkuchen essen kann, dann findet man vielleicht den leckersten Salat am eigenen Tisch... Und wer weiß, vielleicht finden sich plötzlich Salatliebhaber bei Dir an Deinem Tisch ein...

    Es ist eine Frage der Sichtweise.
    Man muss nur immer einmal öfter aufstehen als man umgefallen ist.
    "Ihr sollt immer denken: Ich werde es schaffen" Dalai Lama


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    AW: Wie weiter?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich gehe auf die 40 zu. Ungewollt Single und kinderlos.
    Lebe ungewollt (Arbeitgeber) in eine Kleinstadt aus der ich nicht stamme und in der ich versauere, ohne nennenswerten Sozialkontakte - hier gibt es niemanden.
    Meine Arbeit ist super stressig und undankbar, dafür sicher.
    Fina, du schreibst, deine Arbeit sei undankbar. Was genau meinst du damit?

    Später hast du deine Arbeit hier im Thread als anspruchsvoll beschrieben.

    Also vom Alter her könntest du dich jetzt noch gut umorientieren, das wird ja schwieriger, je älter man wird (du bist aber noch jung genug!!!).

    Nur würde ich niemandem zuerst raten, den Job zu wechseln, weil das wirklich auch ans Existenzielle geht. Das muss sehr gut überlegt werden! Das Einkommen sollte ja auch nicht geringer ausfallen.

    Empfindest du das hier so, dass die Leute ihre Sorgen auf deine drauf laden? Sorry, wenn ich das auch getan habe, aber eigentlich wollte ich nur aufzeigen, dass ich mitfühlen kann Abladen würde ich jedenfalls nichts wollen, ich versuche meine Lebensfreude wieder zu finden und gebe auch nicht auf. Das ist jetzt im Frühling nun auch wieder einfacher geworden.
    Nur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.

  9. Inaktiver User

    AW: Wie weiter?

    Danke, ein paar so tolle letzte Posts! Ich gehe später noch darauf ein, brauche nur etwas Zeit zum nachdenken.

    (Dazu habe ich gestern noch mehr Lügen erfahren von dem Letzten. Wahnsinn!)

  10. User Info Menu

    AW: Wie weiter?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Kannst du dir vorstellen allein zu sein? Seine Lebenswünsche zerplatzt zu sehen?
    Nein, kannst du nicht!
    Bei allem Respekt für deinen Schmerz und deine Verletztheit, aber ich bezweifle, dass es der einstige Lebenswunsch von Langohrhase war, nach 40 (!) Ehejahren alleine zu leben.

    Deine Lebenswünsche sind nicht zerplatzt, sondern wurden nie gelebt. Was Langohrhase meines Erachtens aussagen wollte war lediglich, dass auch gelebte Lebenswünsche zerplatzen können.

    Und wer ist man, darüber zu urteilen, in welchem Umfang jemand Einsamkeit und das Alleinsein nachempfinden kann?

    Wenn Lebenswünsche platzen, dann muss man trauern, und zu der Trauer gehört auch Wut und das Zulassen der gefühlten Enttäuschung, das Verabschieden von Hoffnungen und womöglich eines Tages die Erkenntnis, dass vielleicht nicht alles "ungewollt" geschah.

    Ich maße mir hier nicht an zu urteilen, und kann deine Lebenssituation nur bedingt nachempfinden. Aber ich habe es in meinem Leben zumindest manchmal als hilfreich empfunden, nach einer gewissen Zeit meine Eigenverantwortung bezüglich Lebensentscheidungen zu hinterfragen - insbesondere aber: sie als Lebensentscheidungen zu interpretieren, statt als schlichtes "Schicksal", an welchem ich gänzlich unbeteiligt war.

    Hier geht es nicht um Schuld, sondern das Erkennen, dass man sein Leben auch selbst in der Hand hat(te), und das kann ein hilfreicher Ansatz für die Zukunft sein. In Retrospektive habe ich oft erkannt, dass ich für gewisse Lebensschritte schlichtweg noch nicht bereit war und dahinter auch einen tieferen Sinn erkennen können, gewiss auch im Sinne von wichtigen Lebenslektionen.

    Vielleicht ist dieser Ansatz für dich eines Tages von Hilfe wenn es darum geht, die Frage nach dem "wie weiter?" zu beantworten.

    Alles Liebe dir

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