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  1. User Info Menu

    AW: Warum zerbrechen alle Freundschaften?

    Hallo Delphinia,

    vielleicht solltest du mal beleuchten, was für dich eine Freundschaft bedeutet?
    Vor einer Freundschaft steht doch erst mal eine Bekanntschaft. Man begegnet sich, ist sich sympathisch, hat Gemeinsamkeiten.
    Im weiteren Verlauf durch gemeinsame Aktivitäten entwickelt sich im besten Fall ein vertrauteres Verhältnis, und man unterstützt sich gegenseitig. Aber, nach meiner Erfahrung: im Rahmen der jeweiligen Möglichkeiten.
    Wobei ich auch die Erfahrung gemacht habe, dass in bestimmten Lebenslagen auch weitläufigere Bekannte einem gern helfen, wenn man freundlich fragt.
    Ich finde es also durchaus kritisch, wenn man an eine Freundschaft so herangeht, dass man "jederzeit" der anderen Person zur Verfügung steht und bedingungslos hilft.

    Vielleicht wäre es einfacher für dich, zunächst nach "Bekannten" Ausschau zu halten? Und regelmäßiger Kontakt zu anderen Frauen zu suchen? Es gibt doch allerhand Gruppen, denen man sich anschließen könnte. Nordic Walking, Handarbeiten, etc.

    LG
    Capbreton

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    AW: Warum zerbrechen alle Freundschaften?

    Zitat Zitat von Capbreton Beitrag anzeigen
    Wobei ich auch die Erfahrung gemacht habe, dass in bestimmten Lebenslagen auch weitläufigere Bekannte einem gern helfen, wenn man freundlich fragt.
    stimmt, die Erfahrung habe ich auch schon gemacht. z.B. Umzug, das sind nicht nur die besten Freunde, die da helfen.
    Das entsteht häufig aus dem ganzen sozialen Netzwerk heraus, da geht die Hilfe dann halt irgendwie reihum. Jeder braucht mal was.

    Ich habe auch schon immer sehr wenige enge Freundschaften gehabt. Die sind "irgendwie" gewachsen. Aktiv angegangen bin ich aber seit jeher dieses "Netzwerk", also den größeren Kreis drumrum. Capbreton gibt dafür gute Beispiele, wie man so was angehen kann.
    Geändert von Amelie63 (18.04.2015 um 08:39 Uhr)
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

  3. Inaktiver User

    AW: Warum zerbrechen alle Freundschaften?

    Hallo Delphnia,
    meiner Erfahrung nach strahlt man unweigerlich aus - wenn man entweder nicht genügend Freunde hat, zu wenig Geborgenheit insgesamt.

    Und das Schlimmste: auf der Suche ist!!!!
    Diesen Gefühlszustand von dir jetzt, dass du nämlich die Schnauze voll hast halte ich für sehr heilsam.
    Es ist so ne Art Talsohle die man ab und an im Leben erreicht.

    Leider ist die Welt so. Lässt man spüren dass man Kontakte sucht wird das sogar manchmal gnadenlos ausgenutzt.
    Ich hatte auch mal festgestellt, dass ich einfach zu unsicher war um neuen Kontakte zu knüpfen.

    Weil ich einfach nicht resolut genug war, meine Meinung nicht sagte, oder gar keine hatte.....
    Da zog ich nur Menschen an denen ich passte, und nicht nur Menschen sondern sogar Ämter.

    Ich glaube man braucht eher ein bisschen Frechheit als so ein tadelloses Leben um soziale Kontakte zu knüpfen.
    Es nützt auch nichts jemanden zur Rede zu stellen.

    Als Tipp könnte ich dir nur sagen: mach was dich wirklich interessiert, interessiert dich für was.
    Das geht aber auch nicht von heute auf morgen.

    Man braucht eben auch Mut konsequent zu sein.
    Manchmal fand ich mich schon selber komisch. Wat haste du denn nun schon wieder sagte ich zu mir selber.
    Aber, nachdem ich eben jetzt nen tollen Englischkurs gefunden habe ist mir sonnenklar wieso ich zu dem im letzten Jahr nicht mehr gegangen bin.....

    Es muss halt passen.
    Das Leben ist ein wenig wie das Märchen von dem "häßlichen Entlein" was einfach so lange brauchte um zu erkennen dass es ein Schwan ist.

    Viel, viel Glück von mir

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    AW: Warum zerbrechen alle Freundschaften?

    Zitat Zitat von Delphinia Beitrag anzeigen

    Gerade habe ich wieder so eine Situation. "Eigentlich" war alles in Butter. Ostermontag war ich mit einer Freundin verabredet, hatte über Nacht aber einen heftigen Migräneanfall, der über den Tag nicht abklang. Ich sagtedeshalb am Vormittag unser Treffen für Nachmittag ab. Bis heute habe ich keine Rückmeldung erhalten. Es gab kein "gute Besserung", keine "Macht nichts, das Wetter ist eh doof." oder ähnliches. Nichts. Bis heute nicht.
    Ich weiß nicht. Siehst du das alles richtig? Oder ist dein Blickwinkel einseitig? Hinterfragst du dich manchmal oder denkst du, die anderen ticken nicht normal?

    Ostern ... Ich habe auch ein Erlebnis, mit einer Freundin, die sich so sieht wie du dich. Sie ist das ständige Opfer, keiner würdigt ihre Krankheit ausreichend.

    Sie sagte Karfreitag ab. Ich nahm ihr das nicht ab, weil es eine Vorgeschichte gab dazu. Ich rief sie außerdem gleich zurück, als sie mir das auf den Anrufbeantworter sprach (hörte das Klingeln nicht, sah aber am Blinken, dass sie gerade anrief). Sie nahm nicht ab. Mein Mann sagte: "Na dann hatte sie wohl was anderes vor..." Das glaubte ich dann auch.

    Ich wünschte ihr gute Besserung. Sie mir nicht, ich konnte sie nämlich nicht anrufen wie vereinbart an einem Sonntag, weil ich Migräne bekam. Als ich ihr das begründete (sie hätte aber selber hier bei mir anrufen können!), kam nichts. Sie schwieg sich aus, tat sogar noch geheimnisvoll.

    Ich bin mir sicher, dass sie das Gleiche wie du heute behauptet und anderen erzählt, ich hätte ihr nicht mal gute Besserung gewünscht, obwohl sie mir das nicht wünschte, ich war nämlich noch krank, als ich es ihr erklärte. Sie nimmt sich sehr wichtig. Und das schreckt alle ab. Es ist anstrengend.

    Kann sein, dass es bei dir ganz anders ist. Aber es gibt nicht nur rücksichtslose Menschen, das wiederum kann nicht sein.
    Nur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.

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    AW: Warum zerbrechen alle Freundschaften?

    Zitat Zitat von animosa Beitrag anzeigen
    Hinterfragst du dich manchmal oder denkst du, die anderen ticken nicht normal?
    Ich hinterfrage ständig, was ich falsch gemacht habe. Es beschäftigt mich dann oft viel zu lange, stundenlang, wenn ich versuche die Situation bis auf's kleinste Detail wieder ins Gedächtnis zu rufen um nur *irgendwas* zu finden, das meinerseits falsch gewesen sein könnte.

    Zitat Zitat von animosa Beitrag anzeigen
    Ostern ... Ich habe auch ein Erlebnis, mit einer Freundin, die sich so sieht wie du dich. Sie ist das ständige Opfer, keiner würdigt ihre Krankheit ausreichend.
    Meine Krankheit ist "gegessen". Es waren damals zwei Jahre, die mich (als Kind) sehr verändert haben. Deshalb hatte ich das erwähnt.

    Zitat Zitat von animosa Beitrag anzeigen
    Sie sagte Karfreitag ab. Ich nahm ihr das nicht ab, weil es eine Vorgeschichte gab dazu.
    Das ist das einzige, was ich mir auch denken kann. Ich war nämlich ursprünglich am Vormittag noch anderweitig verabredet, hatte als Treff mit meiner Freundin 15 Uhr vorgeschlagen. Sie wollte bereits eine Stunde eher, was ich aber nicht geschafft hätte. Meine Freundin wusste vorher, dass ich mich mit meiner Schwester treffen wollte, die im Ausland lebt und ich nur zweimal im Jahr sehe. Sie wusste auch, dass meine Schwester am Nachmittag wieder zurück fliegen würde. Ich vermute, sie dachte, ich schiebe die Migräne nur vor, weil ich lieber das andere Treffen länger gestalten wollte. Das ist das einzige, was ich mir zusammenreimen kann. Sollte sie ernsthaft so denken, dass ich sie anlügen würde, wäre das unheimlich verletzend.

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    AW: Warum zerbrechen alle Freundschaften?

    Zitat Zitat von Amelie63 Beitrag anzeigen
    stimmt, die Erfahrung habe ich auch schon gemacht. z.B. Umzug, das sind nicht nur die besten Freunde, die da helfen.
    Das entsteht häufig aus dem ganzen sozialen Netzwerk heraus, da geht die Hilfe dann halt irgendwie reihum. Jeder braucht mal was.
    Das ist für mich noch schwieriger. Ich tue mich unheimlich schwer weitläufige Bekannte oder Kollegen zu fragen, ob sie mir z. B. bei einem Umzug helfen könnten. Da habe ich eine extrem hohe Hemmschwelle. Wenn Freunde (oder vermeintliche Freunde, eurer Ansicht nach) schon nicht helfen wollen, warum sollten es Bekannte? Warum sollten die ihre Freizeit opfern? Das sind meine Gedanken, die mich immer abhalten würden.

  7. Inaktiver User

    AW: Warum zerbrechen alle Freundschaften?

    Wie war das denn eigentlich zB bei dem Umzug: Hast du gefragt, wer Zeit hat? Und wenn ja, haben sie dann Nein gesagt oder haben sie dich im Unklaren gelassen? Man hat ja jetzt nicht immer die Möglichkeit, bestimmte Tage freizuräumen..
    Wie gingen betreffende Freunschaften denn dann weiter? Gab es sie danach noch, wurden sie abgebrochen, habt ihr euch noch beieinander gemeldet?

    Und bei der Freundin, mit der du dich Ostermontag treffen wolltest, kannst du ja nochmal einen klärenden Dialog anleiten. Es kann ja tatsächlich sein, dass sie genervt war und es gibt auch wirklich genügend Frauen, die "Migräne" haben und in Wirklichkeit ist es einfach "kein Bock und vielleicht ein wenig Unwohlsein".
    Wenn sie dich danach immer noch nicht versteht, fände ich das recht kindisch.

  8. Inaktiver User

    AW: Warum zerbrechen alle Freundschaften?

    Zitat Zitat von Delphinia Beitrag anzeigen
    Wenn Freunde (oder vermeintliche Freunde, eurer Ansicht nach) schon nicht helfen wollen, warum sollten es Bekannte? Warum sollten die ihre Freizeit opfern? Das sind meine Gedanken, die mich immer abhalten würden.
    Das ist DEINE Sicht auf die Welt!
    Du weißt nicht, was genau die Gründe sind, wenn Menschen anderen helfen oder nicht-- es kann Gründe haben, die absolut nichts mit dem zu tun haben, der Hilfe benötigt.

    Diese Zentrierung-- "immer wegen mir nicht"- ist genau das, was man ändern kann und das Leben dann erleichtert.
    Eines sollte Dir klar werden:
    Der Mensch handelt IMMER um ein Bedürfnis zu stillen. Es geht IMMER nur um sich selber!

    Wenn er absagt- aber genauso wenn er hilft........dann tut ihm das Helfen gut.
    Das ist egoistisch aber ich meine das ganz wertfrei-- so sind wir alle und deshalb wäre es sehr heilend, wenn man von dem "wegen mir" weg kommt......nicht wegen Dir sondern wegen sich selber unterlassen die Menschen zB Hilfe.

    Wer aus diesem falschen Verständnis- Verhalten grundsätzlich deutet, für den ist die Welt dann irgendwann nur noch eine einzige Ablehnung, obwohl sich in Wirklichkeit gar keiner so richtig für einen interessiert
    Zumindest ist man für die Leute nicht halb so wichtig, wie man sich selber hinstellt.

    Zu Deiner Migräne-Absage:
    Wenn ich Dich nicht so gut kennen würde, dann würde ich sowas durchaus auch als Notlüge verstehen können.
    Aber ich fänd das auch überhaupt nicht schlimm......denn sowas kann doch auch einer Verletzung vorbeugen und klar machen, dass es nicht um mich geht sondern zB in dem Fall Du mit Deiner Schwester noch mehr Zeit haben möchtest.
    Eher würde ich Dir dann diese kostbare Zeit gönnen und hätte kein Problem mit einem "Migräneanfall"

    Wärst Du eine gute Freundin- würde ich Dir unterstellen, dass Du wirklich krank warst-- weil wir beide dann einen andere Wahrheit auch aushalten könnten

    Nichtsdestotrotz: Die Absage hat mit DIR zu tun und nicht mit mir......Du sagst nicht wegen mir ab- sonst hättest Du den Termin doch gar nicht erst gemacht!
    Ergo- muss ich das auch nicht persönlich nehmen!!

    ps. wenn Deine Freundin das nun sehr persönlich nimmt und beleidigt ist-- dann geht es ihr so wie Dir! Dann bezieht sie auch alles auf sich persönlich......"wegen mir nicht"....-und schon hat man wieder dieselben Menschen angezogen, wie man selber ist*gg*

    lg kenzia

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    AW: Warum zerbrechen alle Freundschaften?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ps. wenn Deine Freundin das nun sehr persönlich nimmt und beleidigt ist-- dann geht es ihr so wie Dir! Dann bezieht sie auch alles auf sich persönlich......"wegen mir nicht"....-und schon hat man wieder dieselben Menschen angezogen, wie man selber ist*gg*

    lg kenzia
    Nee, das glaube ich in dem Fall so nicht. Die Freundin hatte wohl einen längeren Fahrweg (40 km). Und das ist fies, wenn sie dann umsonst kommt. Da wäre ich auch sehr sauer.
    Nur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.

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    AW: Warum zerbrechen alle Freundschaften?

    Zitat Zitat von Delphinia Beitrag anzeigen
    Eine langjährige Freundin wollte mit mir auf eine Party gehen. Sie war im Prinzip das, was man als "beste Freundin" bezeichnet. An jenem Abend kam ich mit einem Nervenzusammenbruch ins Krankenhaus und hatte keine Gelegenheit ihr abzusagen. Sie lebte 40 km entfernt, kam zu mir mich abzuholen und war natürlich umsonst da. Wie ich später erfuhr, war sie dennoch auf der Party und traf dort andere Freunde. Von einer Entschuldigung meinerseits wollte sie nichts wissen. Über einen Zeitraum von drei oder vier Jahren habe ich mehrere Versuche unternommen sie zu kontaktieren, ohne Erfolg.
    Hier steht es.

    Sag mal, Delphinia, dieses Beispiel finde ich sehr interessant. Wie ging es denn weiter? Also erst bist du in´s Krankenhaus gekommen wg. des Nervenzusammenbruchs und dann? Wurdest du nicht weiter stationär behandelt?

    Das hättest du der Freundin dann ja auch mitgeteilt und sie hätte gemerkt, dass du wirklich außer Gefecht gesetzt warst. Sowas müsste sich doch aufklären lassen!

    Wie lange ist das her? Kannst du noch etwas retten? Ach so, steht ja da auch. Du hast es versucht. Merkwürdig. Aber wieso? Wieso konnte sie das nicht nachvollziehen?
    Nur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.

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