Ozean, die Fragestellung steht doch da, Du hast sie sogar zitiert, Dein letztes Zitat!
Das stimmig anhören, ist dann doch für die Leute eine logische Erklärung, kein Glaube.
??? "xy hört sich stimmig an!" soll in irgendeiner Form LOGISCH sein?
Ich muss überlegen, ich weiß nicht ob ich alles glaube was da steht.Hast Du in Deinem Studium jede These in einem Lehrbuch selbst überprüft?
Und wenn nicht, wieso glaubst Du, was da steht?
Es wird erwartet, in Klausuren und im Beruf, dass ich das wiedergebe und anwende, was in Lehrbüchern steht, zu vielem davon habe ich selbst keine persönliche Ansicht.
Ich erfülle Anforderungen.
Und die aktuelle Anforderung, die quasi überall in der Wirtschaft gestellt wird, ist, z.B., dass man beim Berechnen der Fläche eines rechtwinkligen Dreiecks das in Einklang mit dem Satz des Pythagoras macht.
Ob der tatsächlich immer stimmt - das interessiert mich schlicht nicht. Ich habe das Ding irgendwann mal gelernt, es wird verlangt dass ich es anwende, also tue ich das.
"dran glauben" oder "für richtig halten" ist nicht gefragt.
Wenn ich eine hätte bräuchte ich diesen Thread nicht.Da fände ich es interessant mal Deine Meinung zu hören.
Antworten
Ergebnis 21 bis 30 von 42
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04.04.2015, 17:32
AW: Wie konstruiert sich Wirklichkeit?
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04.04.2015, 17:58
AW: Wie konstruiert sich Wirklichkeit?
So sehe ich es auch, zumindest im ersten schritt.
Das bekannteste beispiel ist ist vermutlich Galileo, dem vom Vatikan verboten wurde, seine theorie öffentlich zu vertreten, weil sie die macht der kirche bedrohte.
Als weiteren faktor sehe ich, dass menschen etwas gedanklich nachvollziehen können müssen.
Das, was für uns heute selbstverständlich und logisch klingt, war vor nicht allzulanger zeit noch so fremd, dass die menschen es nicht für wahr halten konnten.
Oft braucht es einige jahrzehnte, bis es im breiteren bewusstsein platz finden kann. Es ist eine sache der gewöhnung.
Bis dahin müssen sich ausreichend vetreter und verbreiter dieses wissens finden.
Darüber hinaus gibt es das 'bauchgefühl'.
Manche dinge fühlen sich einfach richtig an, ohne dass die ratio erklären kann, warum. Das liegt m.e. daran, dass im unterbewusstsein viel mehr wissen schlummert, als uns bewusst ist.
Die wissenschaftliche erklärung gibt es vielleicht, aber aus einer völlig anderen perspektive.
Z.b. wird Skorpionen besonders grosse sexuelle aktivität zugeschrieben. Die einfache erklärung wäre: sie wurden im winter gezeugt.
Im winter ist der hormonspiegel des menschen relativ niedrig; bei menschen, die dann trotzdem aktiv sind, ist er also überdurchschnittlich hoch. In den meisten fällen wird er an die kinder vererbt.nichts ist wie es scheint
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04.04.2015, 18:02
AW: Wie konstruiert sich Wirklichkeit?
Da stehen 3 Fragestellungen von Dir.
Stimmig = unlogisch? Für die, die das sagen wohl kaum.??? "xy hört sich stimmig an!" soll in irgendeiner Form LOGISCH sein?
Und damit reihst Du Dich doch ein, wenn Du nur anwendest ohne Interesse und Auseinandersetzung, Stimmigkeit genügt, sonst wäre es schwierig anzuwenden:
Ist das logisch unreflektiert Zeug aus Büchern anzuwenden?Ich muss überlegen, ich weiß nicht ob ich alles glaube was da steht.
Es wird erwartet, in Klausuren und im Beruf, dass ich das wiedergebe und anwende, was in Lehrbüchern steht, zu vielem davon habe ich selbst keine persönliche Ansicht.
Ich erfülle Anforderungen.
Hast Du noch nie einen mathematischen Beweis geführt? Bei uns war das auch in der Oberstufe dran.Und die aktuelle Anforderung, die quasi überall in der Wirtschaft gestellt wird, ist, z.B., dass man beim Berechnen der Fläche eines rechtwinkligen Dreiecks das in Einklang mit dem Satz des Pythagoras macht.
Ob der tatsächlich immer stimmt - das interessiert mich schlicht nicht. Ich habe das Ding irgendwann mal gelernt, es wird verlangt dass ich es anwende, also tue ich das.
"dran glauben" oder "für richtig halten" ist nicht gefragt.
Ohne Thread keine Meinung? Du bist doch bereits mit dem Thema in Berührung gekommen, Schule, Studium, andere Foren ....Wenn ich eine hätte bräuchte ich diesen Thread nicht.
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04.04.2015, 18:18Inaktiver User
AW: Wie konstruiert sich Wirklichkeit?
Es gibt Belege dafür, hier zum Beispiel: www. platinnetz .de/magazin/leben/horoskope/horoskope-und-wissenschaft-wie-viel-wahrheit-steckt-in-horoskopen
Aber auch hier gibt es verschiedene Strömungen. Aber auch die, die sagen, es gibt Zusammenhänge zwischen Geburtsdatum und Charaktereigenschaften, betonen, dass der Einfluss durch Drittvariablen entsteht und nicht durch das Tierkreiszeichen.
Wirklichkeit ist, wie es das Bild mit dem Elefanten schon zeigt, eine Frage der Perspektive.
Es gibt auch Menschen, die für sich Dissonanzen akzeptieren. Ich hatte Mitschülerinnen in der Oberstufe, die hatten Religion und Biologie Leistungskurse. Waren dabei auch gläubige Christinnen und sind jetzt Biologie-Lehrerinnen.
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04.04.2015, 18:26
AW: Wie konstruiert sich Wirklichkeit?
Doch, ich habe schon mathematische Beweise geführt, der Pythagoras war glaube ich sogar dabei, ist halt ein einfaches Beispiel weil von dem die meisten schonmal gehört haben.
Ist es logisch, einfach zu tun was mir gesagt wird und so zu handeln als sei was in meinen Lehrbüchern steht wahr?
Im Grunde ja, ich werde ja je nach Beruf nicht fürs Wahrheitsuchen bezahlt oder benotet sondern fürs Anweisungen befolgen.
Aber, wollte ich wissen, was ich für glaubwürdig halte, würde ich da ganz anders rangehen als wenn die Zielsetzung ist: "ich brauche das und das was da drinsteht für meinen Job, es wird erwartet, dass ich mich so verhalte als sei der Inhalt der Bücher wahr, dafür bekomme ich Geld."
Ob das dann tatsächlich stimmt ist für DIESE Zielsetzung völlig irrelevant, daher passt das für diesen Thread nicht.
Sundays, es mag ja sein, dass es für oder gegen Horoskope Belege gibt, der springende Punkt ist aber:
Ich glaube dran, OHNE diese Belege zu kennen.
Bestimmt nicht nur ich.
Wenn ich also nicht aufgrund von Belegen glaube "das kommt schon hin", warum dann?
Warum glauben wir etwas?
Es ist so einfach, zu sagen "weil dies und das wissenschaftlich erwiesen ist oder zumindest nicht falsifiziert."
Nur, in den meisten Punkten, wo wir so antworten, haben wir doch gar keine Ahnung vom aktuellen Stand der Wissenschaft (wer liest schon ständig Studien) und bilden uns DENNOCH eine Meinung.
Meine Frage ist, auf welcher Grundlage?
Und vor allem, auf welcher Grundlage kommt dann eine gesellschaftliche Durchschnittsmeinung bei raus?
Marketing wäre natürlich ein Punkt.
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04.04.2015, 18:26
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04.04.2015, 18:42Inaktiver User
AW: Wie konstruiert sich Wirklichkeit?
Nuja, die Bibel an sich ist voller Widersprüche. Aber wie kann man glauben und gleichezeitig die Evolution lehren?
Und du glaubst etwas, weil es dir aus deiner Perspektive und mit deinem Wissenstand sinnvoll und logisch erscheint.
Mir hat mal zu dem Astrologiethema ein Akademiker gesagt, wie das sein kann, dass ich als studierte Frau so einen Unsinn glaube. Da ich Sozilogin bin, habe ich dafür natürlich eine empirische Erklärung
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04.04.2015, 18:47
AW: Wie konstruiert sich Wirklichkeit?
Katholizismus zum Beispiel nimmt die Bibel nicht wirklich (die Schöpfungsgeschichte schon gar nicht) und hat mit Evolutionstheorie schon seit über 20 Jahren überhaupt kein Problem.
Wie gesagt, gerade da sehe ich das Problem nicht.
Naja, das wirst Du aber doch auch kennen:Man kennt jemand, den man als intelligent und/oder gebildet einschätzt, und dann glaubt der etwas, was man selbst als offensichtlichen Schwachsinn ansieht.Mir hat mal zu dem Astrologiethema ein Akademiker gesagt, wie das sein kann, dass ich als studierte Frau so einen Unsinn glaube. Da ich Sozilogin bin, habe ich dafür natürlich eine empirische Erklärung
Ist Dir das nie passiert?
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04.04.2015, 18:56Inaktiver User
AW: Wie konstruiert sich Wirklichkeit?
Wow, schon ganze 20 Jahre....

Es gibt durchaus Glaubensrichtungen, die die Bibel wörtlich nehmen, die haben dann in Biologie echte Probleme. Aber mmit verschiedenen Glaubensrichtungen und ihren Eigenarten habe ich mich schon länger nicht mehr beschäftigt, in meiner Jugend dafür genug.
Natürlich passiert mir das ständig, dass angeblich intelligente Menschen Dummzeug reden. Das passiert. Man kann nicht alles
wissen. Oder so sehen wie andere. Sonst wäre ja miteinander reden sinnlos, wenn eh alle das gleiche denken und wissen.
Nur durch den Austausch mit denen, die anders denken als man selbst kann man neue Impulse erhalten.
Wer sich nur mit Gleichgesinnten umgibt, hat meiner Meinung nach ein etwas zu ausgeprägtes Harmoniebedürfnis zu ungunsten
potentieller Entwicklungmöglichkeiten.
Ich finde es gut, alles als Prozess aufzufassen und nichts als statisch.
Nu mach ich mich aber fertig fürs Osterfeuer.
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04.04.2015, 19:00Inaktiver User


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