Es gibt eine Erkenntnistheorie, die sich Konstruktivismus nennt:
http://wirtschaftslexikon.gabler.de/...ktivismus.html.Der Konstruktivismus postuliert, dass Wissen nicht das Ergebnis eines Abbildes im Sinn eines Entdeckens der objektiv vorliegenden Wirklichkeit ist, sondern das Ergebnis eines Erfindens der Wirklichkeit. Das menschliche Gehirn erzeugt kein fotografisches Abbild von Wirklichkeit, sondern es schafft mithilfe von Sinneswahrnehmungen ein eigenes Bild der Welt. Wahr ist, was wahr-genommen wird. Der Konstruktivismus verleugnet die Wirklichkeit selbst nicht. Er behauptet nur, dass die Aussagen über die Wirklichkeit dem eigenen Erleben, der eigenen Geschichte, der eigenen Entwicklung und den eigenen (beschränkten) physischen Möglichkeiten der Wahrnehmung entspringen
Dieses Bild veranschaulicht diese Theorie und mE auch warum Menschen die Wirklichkeit unterschiedlich wahrnehmen:
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04.04.2015, 15:49
AW: Wie konstruiert sich Wirklichkeit?
Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
Die Ärzte
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04.04.2015, 15:57Inaktiver User
AW: Wie konstruiert sich Wirklichkeit?
Die Wirklichkeit konstruiert sich an den Dingen, die passieren. Wenn ein Baum umfällt, ist er umgefallen. Kann dann jeder sehen. Warum der Baum umgefallen ist, wird dann der Streitpunkt sein, bzw. bestimmte Meinungsführer geben ihre Idee von interessengesteuerter Wirklichkeit wieder und streiten um die wirklichere Wirklichkeit. Jeder einzelne von uns kann sich auf eine der vielen Seiten schlagen oder sich selbst sagen, der Baum ist einfach nur umgefallen.
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04.04.2015, 16:21
AW: Wie konstruiert sich Wirklichkeit?
Das mit den Horoskopen ist ein gutes Beispiel, Danke.
Ich lese selbst selten welche (Arztwartezimmer), allein deswegen, weil ich die Zeitschriften wo welche drinstehen selten lese.
Allerdings finde ich schon, dass die typischen Eigenschaften meines Sternzeichens auf mich zutreffen - als Zukunftsvorhersage halte ich sie für Schrott (und, ich gehe davon aus das was in den Zeitschriften steht hat sich einfach irgendwer ausgedacht), aber ich halte Charaktereigenschaften durch Sternzeichen schon irgendwo für möglich.
Nur, ich habe keinerlei wissenschaftliche Grundlage dafür, und das weiß ich auch (weswegen ich das im Alltag eher ungern erwähne).
Jetzt ist das relativ egal, denn das beeinflusst mein Leben ja kaum.
Anderersits machen es bestimmt einige bei deutlich einflussreicheren Themen ähnlich - man entscheidet nach "ich habe das so im Gefühl".
Fragt sich jetzt wie gefährlich das ist.
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04.04.2015, 16:40
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04.04.2015, 16:48
AW: Wie konstruiert sich Wirklichkeit?
Es gibt
-eine Menge Leute die ein bisschen an Horoskope glauben
-eine Menge Leute die Impfen für schlecht halten
-eine Menge Leute die Impfen für gut halten
-dasselbe gilt für Homöopathie
-es gibt kaum Leute die die Erde für flach halten
Wenn das, was "eine Menge Leute" glauben, NICHT an wissenschaftlichen Beweisen hängt (tut es oft nicht), woran hängt es dann?
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04.04.2015, 16:58
AW: Wie konstruiert sich Wirklichkeit?
Soll jetzt jede Fragestellung diskutiert werden?
Doch, für diese Menschen sind es wissenschaftliche Beweise. Was denn sonst?Wenn das, was "eine Menge Leute" glauben, NICHT an wissenschaftlichen Beweisen hängt (tut es oft nicht), woran hängt es dann?
Die Methodik und Beweiskraft mancher Wissenschaft mag manchen genügen, manchen nicht.
Woran liegt es denn Deiner Meinung nach?
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04.04.2015, 17:08
AW: Wie konstruiert sich Wirklichkeit?
Warum so aggressiv?
Wenn ich wüsste woran es liegt würde ich nicht fragen.
Und nein, für diese Leute sind es durchaus auch nicht immer wissenschaftliche Belege, ich habe neulich erst in einem Beitrag gelesen (nein, nicht auf mich bezogen, ich habe mich in dem Thema nicht beteiligt) "Muss es denn immer für alles Belege geben? Dies und das hört sich einfach stimmig an!"
Also, offensichtlich kommt es durchaus vor, dass Leute sich entscheiden, Dinge zu glauben, ohne Belege zu haben, und dass sie dies auch wissen.
Und ich denke das sind keine Einzelfälle.
Siehe meine Horoskope, ist ja genauso.
Wenn sich also das, was wir glauben, nicht daran orientiert, wofür die Wissenschaft spricht,
woran orientiert es sich dann?
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04.04.2015, 17:11
AW: Wie konstruiert sich Wirklichkeit?
Ich fürchte, es setzt sich durch, was das bessere Marketing hat.
Denn mit etwas, was ich nicht kenne (und ggfs. auch gar nicht verstehe), kann ich mich nicht beschäftigen.The original Karla
est. 2006











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04.04.2015, 17:14Inaktiver User
AW: Wie konstruiert sich Wirklichkeit?
Manchmal auch daran, was sich gut anfühlt. Dass die tote Oma glücklich im Himmel sitzt und wohlwollend auf uns herab guckt, ist eine schöne Vorstellung.
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04.04.2015, 17:23
AW: Wie konstruiert sich Wirklichkeit?
Was ist daran aggressiv, wenn ich Dich frage, was Du meinst?
Du bist Naturwissenschaftlerin, da liegt es nahe, dass Du Dir bereits Gedanken gemacht hast.
Du hast ja nicht mal meine Frage beantwortet, was denn nun die Fragestellung sein soll.
Das stimmig anhören, ist dann doch für die Leute eine logische Erklärung, kein Glaube.Und nein, für diese Leute sind es durchaus auch nicht immer wissenschaftliche Belege, ich habe neulich erst in einem Beitrag gelesen (nein, nicht auf mich bezogen, ich habe mich in dem Thema nicht beteiligt) "Muss es denn immer für alles Belege geben? Dies und das hört sich einfach stimmig an!"
Nein sicher keine Einzelfälle, da Menschen durch Erfahrung lernen und nicht alles selbst nachprüfen können.Also, offensichtlich kommt es durchaus vor, dass Leute sich entscheiden, Dinge zu glauben, ohne Belege zu haben, und dass sie dies auch wissen.
Und ich denke das sind keine Einzelfälle.
Hast Du in Deinem Studium jede These in einem Lehrbuch selbst überprüft?
Und wenn nicht, wieso glaubst Du, was da steht?
Da fände ich es interessant mal Deine Meinung zu hören.Wenn sich also das, was wir glauben, nicht daran orientiert, wofür die Wissenschaft spricht,
woran orientiert es sich dann?


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