Hey ihr Lieben
seit ich denken kann schränken mich meine Ängste ein und sorgen dafür, dass ich nicht wirklich glücklich bin. Ich habe schon etwas dagegen unternommen, habe mich auch weiter entwickelt aber trotzdem holt es mich immer wieder ein und ich verliere den Mut. Es ist auch nicht einfach, weil man sich immer wieder seinen Ängsten stellen muss. Bei meinen Ängsten geht es hauptsächlich darum zu versagen, ausgelacht zu werden und einsam zu sein. Es blockiert mich neue Leute kennen zu lernen, deshalb wirke ich oft verkrampft, bin zurückhalten und sicher auch langweilig. Dadurch fühle ich mich oft sehr einsam und verloren. In anderen Bereichen machen sich meine Ängste auch bemerkbar. Ich traue mir wenig zu wenn es um Prüfungsleistungen geht und bin schnell bei den Gedanken es nicht zu schaffen und schlechte Noten zu bekommen. Hinzu kommt mein nicht all zu hohes Selbstbewusstsein. Es gibt eigentlich noch wesentlich mehr zum schreiben, aber ich will hier auch keinen Roman posten. Gibt es jemandem dem es ähnlich geht? Habe den Eindruck, dass alle um mich herum super klar kommen, abgesehen von mir :(
Liebe Grüße
theCookie
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03.04.2015, 18:08
Die Angst bestimmt mein Leben
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03.04.2015, 23:38
AW: Die Angst bestimmt mein Leben
Angst wird gefüttert durch Vermeidung. Und wird reduziert, indem man die angstauslösenden Situationen aufsucht und aushält. Um so die Erfahrung zu machen, dass das, was man befürchtet, nicht eintritt bzw. nicht so schlimm ist wie gedacht.
Am besten gelingt das durch die Hilfe eines Fachmannes/einer Fachfrau. Der/die hilft auch dabei, die angstauslösenden Gedanken aufzuspüren, zu hinterfragen und zu verändern.
Man wandelt nur das, was man annimmt.
C.G. Jung
Nein ist ein ganzer Satz.
Keine Ahnung von wem
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04.04.2015, 01:21Inaktiver User
AW: Die Angst bestimmt mein Leben
viele, die du für cool hältst, kämpfen innerlich sicher auch so manchen kampf... sie erzählen es halt nicht. tust du ja vermutlich auch nicht immer und überall, oder?
ich kann solche ängste ganz gut nachvollziehen, aber wenn ich deine bezugnahme auf prüfungen richtig deute, liegen wir altersmäßig weit auseinander... da kann ich aber immerhin sagen, dass das immer besser wird, je mehr man durchsteht.
einerseits bin ich des öfteren mal ausgewichen, wenn die versagensängste zu groß wurden. andererseits wurden sie immer kleiner, je mehr ich durchgestanden und geschafft habe.
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04.04.2015, 11:28
AW: Die Angst bestimmt mein Leben
Es geht am besten mit Prioritäten.
"Mutig zu sein, bedeutet NICHT die Abwesenheit von Angst.
Sondern ein Ziel wichtiger einzuschätzen als die Angst."
Wenn Du (in kleinen Schritten) die Dinge angehst, die Dich ängstigen, kannst Du der Angst die Macht nehmen.
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04.04.2015, 11:32
AW: Die Angst bestimmt mein Leben
’’ Man muss vor nichts im Leben Angst haben, wenn man seine eigene Angst versteht.‘‘
Marie CurieDie Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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04.04.2015, 12:26
AW: Die Angst bestimmt mein Leben
Hi Cookie.
Mut, sagt man (und auch zio oben
), ist nicht, keine Angst zu haben, sondern entschieden zu haben, daß etwas wichtiger ist als die Angst. Das kann sein, nicht ängstlich auszusehen. Oder Sachen zu tun, die man tun will. Oder einfach, sein Leben zu leben.
Phobien sind, wenn kein Mut hilft, weil "etwas" über einen die Kontrolle zu übernehmen scheint und jeden Gedanken oder Vorsatz einfach abschaltet. Wenn dich Phobien in dem Maße hemmen, dann ist das ein Fall für eine Therapie, denn sich da allein herauszuarbeiten ist meist den Horror nicht wert.
Daß alle außer einem selber super klarkommen, glaubt man nur, weil man anderen nicht in den Kopf gucken kann. Daß alle wissen, daß man selber nicht super klarkommt, glaubt man nur, weil man sich selber in den Kopf gucken kann.
In wessen Stimme sprechen deine Ängste? Wer hat dir immer gesagt, "niemand wird dich lieben, wenn du nicht perfekt bist"? Wer hat deine Fehler als "Versagen" tituliert? Wenn du es schaffst, die Stimmen zu erkennen, frage dich mit dem Wissen und der Erkenntnis von heute, ob das wirklich Leute waren, die außeroerdentlich weise und wohlmeinend waren, oder auch nur lauter arme kleine Würstchen, die ihre ungelösten Ängste und Konflikte an dir ausgelebt haben.
Du kannst nicht kontrollieren, was andere von dir denken. Ist nicht. Geht nicht. Komplett ausgeschlossen. Genausogut könntest du versuchen, die Drehung der Erde aufzuhalten. Versuchst du nicht, weil du weißt, daß es nicht geht. Mit dem, was andere denken, ist es genauso. Wie schon die Wise Guys sangen, "Irgendwer wird immer meckern". Umgib dich mit Leuten, die wenig meckern. Mut ist eine erneuerbare Resource, aber sie erneuert sich daraus, daß man merkt, es hat sich gelohnt, welchen zu haben, und Leute, die meckern, sabotieren das -- sie kosten einen immer nur Energie und geben nie welche zurück.
Du kannst kontrollieren, was du tust. Wie du stehst, wie du sprichst, wie du Leute anguckst. Wie du tust, was dir wichtig ist. Je besser du so tun kannst, als ob alles in bester Butter wäre und du völlig furchtlos, desto weniger abweisend und arrogant wirkst du auf Leute.
Und manchmal geht's halt nicht. Dann zieht man sich zurück, macht etwas, was einem guttut, und kommt wieder raus, wenn man wieder erfolgreich vorgeben kann, man sei der Welt gewachsen.
Wenn du es nicht selber hinbekommst, dich an den Haaren aus dem Sumpf zu ziehen, hol dir Hilfe -- ein Therapeut kann dir helfen, deine Annahmen über dich und die Welt zu hinterfragen.
Für mich war die entscheidende Frage, "wovor hast du Angst?", gefolgt von "und was wäre dann?" bis ich mir entweder eingestehen mußte, daß ich damit fertig werden würde, oder mich in ein derartiges Melodrama gesteigert hatte, daß ich es selber nicht mehr ernst nehmen konnte.
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **


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