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  1. Inaktiver User

    Manchmal ist mir alles zuviel ...

    Hallo zusammen,

    ich glaube, ich brauche mal etwas Rat und Zuspruch. Vielleicht sind es die letzten winterlichen Überbleibsel, vielleicht steckt mehr dahinter. Ich selber hab das Gefühl vor einem kleineren Knoten zu stehen, den ich selber nicht lösen kann.

    Vereinfacht kann man es vielleicht so zusammenfassen: "Ich setze mich selber zu sehr unter Druck."
    Nun wünschte ich (und ich bemühe mich auch sehr darum), dass ich die Dinge einfach mal entspannter angehen könnte - aber der Widerspruch steckt im Versuch selbst.

    Heute war ich beim Arzt, nachdem ich gestern schon das Gefühl hatte, dass es nicht mehr geht. Ich arbeite in einer Institution, wo man mich braucht und besser schon zwei Tage früher bekannt gibt, dass man nicht da sein wird. Schlechtes Gewissen sitzt mir im Nacken.
    Zumal ich auch nix hab, was man zu einer physischen Krankheit zählen könnte. Allein, die Seele ...

    Es ist aber auch nicht so, dass ich völlig depressiv wäre oder total ausgelaugt.
    Es ist ... ja, als würde ich in einem Knoten stecken. - Wobei ich glaube, dass das auch irgendwie jeder Mensch tut.

    Ich habe das Gefühl, unter der Woche nur noch für die Arbeit zu leben. Am Wochenende erhole ich mich von der Arbeit (immerhin). In Hochphasen schaff ich aber nicht einmal das.
    Ich versuche mich gesund zu halten, Fittnessstudio, das klappte auch schon mal besser, nach Feierabend bin ich oft so ausgelaugt, dass ich mich nicht mehr aufraffen kann.
    "Nebenbei" (haha), verfolge ich ein größeres Projekt, das ich mit meinem Herzblut nähre - genauso wie es sich liest ist es auch: es kostet (auch) Energie, aber schlimmer ist, dass ich oft gar keine Zeit (Kraft) habe, dieses Projekt so voranzutreiben, wie ich es eigentlich wünschte.

    Mein Job ist nicht schlecht, aber ich bin dort irgendwie "allein". Ich mag meine Kollegen, habe aber nicht das Gefühl, dass wir wirklich auf einer Wellenlänge schwimmen. Es gibt viel Unzufriedenheit, die (auch) bei mir abgegeben wird ...

    Und so kommt es, dass es gerade wieder ist, wie es ist. Ich kann dann einfach nicht mehr und bleibe - mit extrem schlechtem Gewissen - zu Hause.
    Dieses Jahr schon zum dritten Mal.

    Hab das Gefühl und die Angst, dass das schlimmer wird. Ich will eigentlich alles gut machen ... aber meine Kraft reicht (vielleicht) nicht.

    Von Kindern (die ich nicht habe) oder Freunden (die ich kaum sehe), ganz zu schweigen. :(


    Gruß
    O.

  2. Moderation

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    AW: Manchmal ist mir alles zuviel ...

    Liebe Oondine
    Ich habe nicht wirklich einen Tipp fuer Dich, aber ich verstehe Dich!
    Ich war nicht so stark belastet wie Du, aber Ende vergangenen Jahres/Anfang dieses Jahres steckte ich auch in so einem "Knoten", war vage unzufrieden, hatte das Gefuehl, eine Veraenderung muesse her. Ich wusste nur nicht, ob eine aktive (sollte ich etwas [anders] machen?) oder eine passive (sollte ich Einstellungen veraendern?). Mittlerweile hat sich das ziemlich geloest, und ich war, wie gesagt, auch nicht so unter Druck wie Du gerade. Aber ich kenne das Gefuehl, festzustecken und nicht genau zu wissen, was man tun kann, ja nicht einmal, was man idealerweise tun moechte.

    Ich finde es gut, dass Du Dir Auszeiten nimmst (mal davon ausgehend, dass im Institut nicht alles zusammenbricht, wenn Du ein paar Tage nicht da bist ), um den Dingen auf den Grund zu gehen. Hilft Dir Dein Arzt denn dabei? Gibt es andere Gespraechsangebote, die Du nutzen koenntest, einfach um erstmal etwas Klarheit zu gewinnen?

    Sodann, mal abgesehen von jeglicher Realitaet: Wenn Du ohne boese Konsequenzen einen Zauberstab schwingen und die Situation(en) in den Idealzustand verwandeln koenntest, ganz egoistisch so wie Du es gerade angenehm faendest - wie saehe das aus?
    Wuerdest eher Du Dich aendern, z.B. Dir selbst weniger Druck machen?
    Oder wuerden sich die Umstaende aendern, z.B. mehr Unterstuetzung bei der Arbeit, ueberhaupt weniger Arbeit, mehr irgendwasanderes...?
    Oder beides?

    Es liest sich fuer mich so, als muesstest Du mal grundsaetzlich ueber Deine momentanen Beduerfnisse nachdenken. Danach erst kannst Du ueberlegen, wie Du diesen nahekommen kannst.

  3. Inaktiver User

    AW: Manchmal ist mir alles zuviel ...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Ich habe das Gefühl, unter der Woche nur noch für die Arbeit zu leben. Am Wochenende erhole ich mich von der Arbeit (immerhin). In Hochphasen schaff ich aber nicht einmal das.
    Ich versuche mich gesund zu halten, Fittnessstudio, das klappte auch schon mal besser, nach Feierabend bin ich oft so ausgelaugt, dass ich mich nicht mehr aufraffen kann.
    "Nebenbei" (haha), verfolge ich ein größeres Projekt, das ich mit meinem Herzblut nähre - genauso wie es sich liest ist es auch: es kostet (auch) Energie, aber schlimmer ist, dass ich oft gar keine Zeit (Kraft) habe, dieses Projekt so voranzutreiben, wie ich es eigentlich wünschte.
    Nix für ungut, aber unter der Woche leben doch die meisten Leute irgendwie für die Arbeit. Wenn du parallel noch versuchst, ganz viel Sport und anderes Zeug reinzuquetschen, wundert mich das nicht, dass du auf dem Zahnfleisch gehst.
    Wie wärs damit: fitnessstudio auf einen (!) festen Tag pro Woche reduzieren. Für das Projekt ebenfalls ein fixes, aber realistisches Zeitkontingent einplanen. Und schön Buch darüber führen, wie du das einhältst. Die freie Zeit nutzt du dann zum Entspannen.

  4. Inaktiver User

    AW: Manchmal ist mir alles zuviel ...

    P.S.: Im Übrigen könntest du auch überlegen, einen Antrag auf Teilzeit zu stellen, wenn du mit dem Geld hinkommst.

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    AW: Manchmal ist mir alles zuviel ...

    Hallo Oondine,

    für mich liest es sich so, als ob du für dich an einem Scheidepunkt angekommen bist. Vielleicht solltest du dich ernsthaft damit auseinandersetzen, was du eigentlich für ein Leben führen möchtest? Wie alt bist du? Wie ist deine Rahmensituation?
    Ohne nähere Infos kann man da natürlich nur raten.
    Insgesamt gesehen, finde ich die Aussage "es ist doch normal, dass man unter der Woche so von der Arbeit belegt ist, dass man nix anderes mehr machen kann" ziemlich fragwürdig. "Ich lebe, um zu arbeiten" oder "Ich arbeite, um zu leben"??

    Im besten Fall macht die Arbeit so viel Spaß, dass man auch dort mehrere Bedürfnisse erfüllen kann. So klingt das bei dir aber nicht. Wie ist es mit Freunden, Familie, Hobbys?
    Ich war gestern bei meiner Ärztin (Ende 50) und fragte sie, wann sie denn abends zu Hause wäre. "So gegen 22 Uhr, jeden Tag" also echt, mir wäre das zu viel, zu wenig, nicht das Richtige.

    Und insgesamt finde ich, wenn der Körper dir Überforderung signalisiert, nimm das ernst.

    LG
    Capbreton

  6. Inaktiver User

    AW: Manchmal ist mir alles zuviel ...

    Liebe Oondine,

    leider habe ich ebenfalls keinen Tipp für Dich, kann es aber wie @Flau auch gut nachempfinden. Und ich finde, sie hat hier etwas sehr Wichtiges und Hilfreiches geschrieben:

    Zitat Zitat von Flau Beitrag anzeigen
    Sodann, mal abgesehen von jeglicher Realitaet: Wenn Du ohne boese Konsequenzen einen Zauberstab schwingen und die Situation(en) in den Idealzustand verwandeln koenntest, ganz egoistisch so wie Du es gerade angenehm faendest - wie saehe das aus?
    Wuerdest eher Du Dich aendern, z.B. Dir selbst weniger Druck machen?
    Oder wuerden sich die Umstaende aendern, z.B. mehr Unterstuetzung bei der Arbeit, ueberhaupt weniger Arbeit, mehr irgendwasanderes...? Oder beides? Es liest sich fuer mich so, als muesstest Du mal grundsaetzlich ueber Deine momentanen Beduerfnisse nachdenken. Danach erst kannst Du ueberlegen, wie Du diesen nahekommen kannst.
    Manchmal tut es vielleicht weh, genau hinzusehen, was gerade nicht passt.

    Vielleicht tut es deshalb weh, weil es noch nicht der richtige Zeitpunkt ist, um der Wahrheit ins Auge zu blicken und man dann eventuell Konsequenzen ziehen müsste, zu denen man noch nicht bereit ist. Das kann auch wieder unbewusst Druck erzeugen.

    Wenn ich allerdings das lese,

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mein Job ist nicht schlecht, aber ich bin dort irgendwie "allein". Ich mag meine Kollegen, habe aber nicht das Gefühl, dass wir wirklich auf einer Wellenlänge schwimmen. Es gibt viel Unzufriedenheit, die (auch) bei mir abgegeben wird ...
    schrillen bei mir die Alarmglocken.

    Der Job ist nicht schlecht – aber toll ist er auch nicht, oder

    Ich hatte mal einen Job, bei dem ich haargenau die gleichen Gedanken hatte – sogar Deine Wortwahl könnte von mir stammen. Erst viel später, als ich längst das Unternehmen verlassen hatte, war mir klar, wie rotzunglücklich ich dort war. Ich hatte es mir nur die ganze Zeit schöngeredet

    Ich wünsche Dir auf jeden Fall, dass Du diesen blöden Knoten bald auflösen kannst

  7. User Info Menu

    AW: Manchmal ist mir alles zuviel ...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Es ist aber auch nicht so, dass ich völlig depressiv wäre oder total ausgelaugt.
    Es ist ... ja, als würde ich in einem Knoten stecken. - Wobei ich glaube, dass das auch irgendwie jeder Mensch tut.

    Ich habe das Gefühl, unter der Woche nur noch für die Arbeit zu leben. Am Wochenende erhole ich mich von der Arbeit (immerhin). In Hochphasen schaff ich aber nicht einmal das.
    Ich versuche mich gesund zu halten, Fittnessstudio, das klappte auch schon mal besser, nach Feierabend bin ich oft so ausgelaugt, dass ich mich nicht mehr aufraffen kann.
    "Nebenbei" (haha), verfolge ich ein größeres Projekt, das ich mit meinem Herzblut nähre - genauso wie es sich liest ist es auch: es kostet (auch) Energie, aber schlimmer ist, dass ich oft gar keine Zeit (Kraft) habe, dieses Projekt so voranzutreiben, wie ich es eigentlich wünschte.

    Mein Job ist nicht schlecht, aber ich bin dort irgendwie "allein". Ich mag meine Kollegen, habe aber nicht das Gefühl, dass wir wirklich auf einer Wellenlänge schwimmen. Es gibt viel Unzufriedenheit, die (auch) bei mir abgegeben wird ...
    Liebe Oondine,
    das kommt mir bekannt vor: nicht wirklich am Ende, aber durchgängig unzufrieden ("Knoten" trifft es ganz gut). Nur Arbeit im Fokus. Ich hatte dasselbe vor einigen Jahren an meinem Arbeitsplatz und habe diese Warnsignale ernst genommen. Bei mir war es von den Umständen her so, daß ich noch eine gewisse Zeit (1,5-2 Jahre) dort weitermachen mußte und wollte, um ein berufliches Ziel zu erreichen. Deshalb habe ich mir damals Folgendes überlegt: "Alohomora, Du willst noch diese Zeit durchhalten, ohne zusammenzuklappen. Außerdem mußt Du in dieser Zeit überdurchschnittlich Leistung bringen (qualitativ und quantitativ). Also analysiere, was Du selbst ändern kannst, um Deine Situation zu verbessern. Und sieh Dich um, ob es erlernbare Techniken und dergleichen gibt, um besser klar zu kommen. ABER: Du nimmst Dein Befinden jetzt so ernst, daß Du in 2 Jahren sehr genau überlegst, ob Du hier und auf diesem Weg weitermachen willst."

    Folgendes habe ich konkret getan (da ich keine Vorstellung habe, was Du arbeitest, mußt Du selber gucken, ob es für Dich paßt):
    - Es gab eine Kollegin, an der ich jeden Morgen vorbei mußte und die ihre negative Gemütslage jedem mitgegeben hat. Da habe ich mich radikal abgegrenzt: An manchen Tagen habe ich meine Post erst geholt, wenn sie schon weg war. Sonst habe ich radikal das Thema gewechselt, wenn sie wieder mit ihrem Sermon anfing. Ich habe das extra radikal gemacht, daß ihr bewußt wird, daß ich mich abgrenze. Sie war mir nicht vorgesetzt oder so, also kein Problem. Übrigens hat sich unser persönliches Verhältnis kein bißchen verschlechtert, eher im Gegenteil. Und wenn ich mich mal auskotzen wollte, bin ich gezielt zu ihr gegangen .
    - Ich war gut in meinem Job und bin grundsätzlich ein gut organisierter und hilfsbereiter Mensch. Das führte über die Jahre offensichtlich dazu, daß alle Leute mit Fragen mal eben meine Telefonnummer wählten, auch wenn sie mit etwas mehr Aufwand die Info aus dem Intranet hätten pflücken können. Bei Untergebenen oder Gleichgeordneten habe ich eine Zeitlang gezielt "weiß ich nicht" gesagt. Du wirst lachen: Ich habe ausprobiert, das völlig willkürlich bei jedem zweiten Anrufer oder jedem männlichen Anrufer o.ä. zu tun. Das hat mir ein Gefühl von Selbstbestimmung gegeben und hat mir beruflich kein bißchen geschadet. Man muß sich klar machen, daß die Welt sich auch ohne einen weiter dreht.
    - Mittags Spaziergang: Das Essen in der Kantine fand ich nicht so toll und die Gespräche erinnerten auch eher an eine Selbsthilfegruppe, die mich runterzog. Deshalb: 2x statt 5x pro Woche mitgehen im Sinne des Socializing, ansonsten Spaziergang, Buchhandlung besuchen, in Sonne setzen. Die Sachen, die ich dann von zu Hause mitbrachte haben auch nicht zum kantinentypischen Suppenkoma geführt.
    - Die eigene Eitelkeit wahrnehmen und abstellen: "Sie können das doch am besten." "Ohne Sie geht das nicht." "Da müssen Sie unbedingt anwesend sein". Das sind Sätze, die bei mir roten Alarm auslösen. Ich bin kein fleißiges Arbeitsbienchen mehr wie viele Frauen, sondern wäge ab, was mir in meinem Fortkommen nützt. Führt zu weniger Arbeit bei gleichzeitig steigender Zufriedenheit.
    - Arbeitsplatzbeschreibungen gibt es in dieser Branche quasi nicht. Ich habe mal aufgeschrieben, welche Einzelaufgaben ich mache und wie viel Zeitaufwand pro Woche da dran hängt. Über 4 Wochen habe ich Tagebuch geführt, um Daten zu sammeln. Dann habe ich die Aufgaben priorisiert (durchaus im Sinne des Arbeitgebers!). Dann habe ich einen Termin mit meinem Chef gemacht, ihm meine Aufstellung vorgelegt und 2, 3 niedrig priorisierte Streichkandidaten vorgeschlagen. Kann man gut verkaufen, wenn man signalisiert, daß man dann mehr Zeit in eine für ihn wichtige Sache investieren kann. Wenn er dann künftig mit was Neuem um die Ecke kam, war ich ganz offen und gesprächsbereit. Habe aber immer gefragt, was ich stattdessen streichen soll. Wenn von anderen Abteilungen kam, habe ich es auch auf diese Weise immer über ihn laufen lassen. Er war sehr traurig, als ich ging, und ist bis heute einer meiner großen Unterstützer in meinem Netzwerk.
    - Ich habe zeitnah entschieden, daß ich definitiv etwas anderes mache, wenn ich mein avisiertes Ziel erreicht habe. Hat mich sehr entspannt.

    Ich habe damals privat ein paar Stunden bei einer Verhaltenstherapeutin gebucht, um evtl. Tricks zu erfahren, auf die ich nicht selbst komme, und mein Vorgehen von der Fachfrau bewerten zu lassen. Sie fand das gut und hatte zusätzlich noch Entspannungstechniken und dergleichen auf Lager. Kann man sicher auch selbst alles in Büchern lesen, aber das war sehr effektiv.

    Ich hoffe, ich konnte Dir mit dem einen oder anderen Gedankenanstoß helfen! Ich habe daraus gelernt, daß es meistens ein paar Stellschrauben gibt, an denen man drehen kann. Daß man es aber auch nicht 100prozentig selbst in der Hand hat.

    Zum Schluß möchte ich noch sagen, daß ich gut finde, daß Du die Warnsignale hörst. Das ist eine Stärke, die nicht jeder hat. Es ist meines Erachtens auch nicht "normal", daß das Berufsleben so ist. Das kann man so nur eine begrenzte Zeit machen. Und gerade, wenn der Job anspruchsvoll ist oder man "Karriere machen" will, sollte man sich auf einen Marathon einstellen, nicht auf einen Sprint. Und deshalb mit den Kräften haushalten.



    Alohomora
    Geändert von Alohomora (20.03.2015 um 17:03 Uhr)

  8. Inaktiver User

    AW: Manchmal ist mir alles zuviel ...

    Hallo nochmal!

    Lieben Dank für eure Worte!


    Ich habe mich heute schon um eine psychologische Beratung bemüht. Wenn ich Glück habe, läuft das in den nächsten zwei bis drei Wochen an. Es geht mir genau darum, das zu tun, was ihr mir schon geraten habt: meinen Standpunkt zu definieren, Überlegungen zu treffen, was ich eigentlich brauche usw.

    Trotzdem. Auch hier: ein schlechtes Gefühl. Gehen nicht nur die zu so einer Beratung, denen es wirklich "schlecht" geht? Die also (mal sehr extrem ausgedrückt), schon Burnout oder richtige Depressionen haben?
    @alohomora - Deinen Post habe ich gerade erst gelesen. Du fändest es gut, dass ich die Warnsignale höre bzw. sehe. Ja. Stimmt eigentlich. Danke.

    Oder in meinem derzeitgen Fall. Warum geht es mir eigentlich schlecht? Ist es nicht "normal", dass man halt einen Job hat, der die Lebenszeit von nine to five beansprucht?
    (Meiner geht nicht länger, ist ein normaler 8 Stunden Job - ausgenommen "Stoßzeiten" -)
    Aber ICH krieg es nicht auf die Reihe.
    Andere schon.




    Der Tipp mit der Zeiteinteilung ist super, wie ich finde. Aber ich bin darin extrem schlecht, zumindest, was mein "Herzblut"-Projekt anbelangt. Trotzdem danke und ja, ich werd es weiter versuchen ...
    Geändert von Inaktiver User (20.03.2015 um 17:20 Uhr)

  9. User Info Menu

    AW: Manchmal ist mir alles zuviel ...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Trotzdem. Auch hier: ein schlechtes Gefühl. Gehen nicht nur die zu so einer Beratung, denen es wirklich "schlecht" geht? Die also (mal sehr extrem ausgedrückt), schon Burnout oder richtige Depressionen haben?
    Nur kurz dazu: Ich habe damals auch niemandem von meinen paar Stunden erzählt. U.a. auch aus diesem Grund. Nachdem das aber was gebracht hat, habe ich meine Einstellung geändert: Leute wie Du und ich sind so verantwortungsbewusst, daß sie nicht warten, bis die Karre im Dreck steckst, sondern rechtzeitig gegenlenken. Was nicht heißt, daß Depressive aus diesem Grund depressiv sind! Zum Zahnarzt geht man sinnigerweise auch nicht erst, wenn das Loch so groß ist, daß sich eine Überkronung "lohnt". Sieh es als eine Art Prophylaxe, die Dich weiterhin im Kreise der Steuer- und Beitragszahler halten wird. Und die jetzt viel weniger kostet als eine Therapie später. Obwohl ich finde, daß man so eine Begründung gar nicht braucht. Dir geht es nicht gut (das ist naturgemäß subjektiv), Du gehst zum Arzt und tust was für besserung. Fertig.

    Alohomora

  10. Moderation

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    AW: Manchmal ist mir alles zuviel ...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Trotzdem. Auch hier: ein schlechtes Gefühl. Gehen nicht nur die zu so einer Beratung, denen es wirklich "schlecht" geht? Die also (mal sehr extrem ausgedrückt), schon Burnout oder richtige Depressionen haben?
    @alohomora - Deinen Post habe ich gerade erst gelesen. Du fändest es gut, dass ich die Warnsignale höre bzw. sehe. Ja. Stimmt eigentlich. Danke.

    Oder in meinem derzeitgen Fall. Warum geht es mir eigentlich schlecht? Ist es nicht "normal", dass man halt einen Job hat, der die Lebenszeit von nine to five beansprucht?
    (Meiner geht nicht länger, ist ein normaler 8 Stunden Job - ausgenommen "Stoßzeiten" -)
    Aber ICH krieg es nicht auf die Reihe.
    Andere schon.
    Ich sehe das ganz genauso wie Alohomora: Nein, sehr viele Leute warten nicht, bis sie zusammenklappen, sondern gehen vorher zur einer aerztlichen Vorsorge. bzw. behandeln "nicht so schlimme" Krankheiten, bevor sie "schlimm" werden (z.B. Halsentzuendung statt Bronchitis), bzw. holen sich Hilfe, wenn der Karren schlingert und nicht erst, wenn er im Graben ist.

    Oder sieh es mal so: Du "wartest" Dich, und auch Deine Arbeitskraft. Das ist auch (!) im Sinne des Arbeitgebers. Der bringt sein Auto bestimmt auch zur Inspektion und geht nicht nur in die Werkstatt, wenn der Motor explodiert.

    Und was andere machen ist ja erstmal gar nicht interessant. Wer weiss denn schon, ob die es wirklich leichter managen als Du, und wenn ja, warum? Vielleicht haben die einfachere Jobs, oder mehr Unterstuetzung durch Familie, oder sind weniger ehrgeizig, oder oder oder. Kannst Du nicht wissen und ist auch voellig egal.
    Du hast bei Dir ein Manko festgestellt - damit meine ich ausdruecklich keine Fehlerhaftigkeit oder Schwaeche gegenueber Anderen ! - bei Dir. Daran arbeitest Du. Das ist vollkommen zielfuehrend und vernuenftig, und ich wuensche Dir ganz viel Erfolg dabei!

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