Hattest du schon mal eine Kur? Das ist nicht unbedingt etwas fuer Menschen mit akuten Beschwerden, sondern auch fuer diejenigen, die sich "ausgebrannt, ausgelaugt, kaputt " fuehlen. Eine Kur kann eine vorbeugemassnahme vor dem Zusammenklappen sein.
ein e psychichsomatische Kur kann dir einiges an Denkanstoessen und Energie geben. Sprich mal mit deinem Arzt darueber.
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20.03.2015, 17:54
AW: Manchmal ist mir alles zuviel ...
Liebe Gruesse aus dem sonnigen Sueden
Youtas
Das Schönste an mir bin ich.
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20.03.2015, 18:41Inaktiver User
AW: Manchmal ist mir alles zuviel ...
Tip: versuch das erst mal mit unangenehmen Dingen (bei mir ist das z.B. bügeln). Ich stelle mir immer den Smartphone-Timer auf 30 min und bin erstaunt, wieviel man dann tatsächlich geschafft hat. Mittlerweile mache ich das auch z.T. bei ausufernden Freizeitbeschäftigungen.
Es braucht eine Weile, bis man sich daran gewöhnt hat, die Freizeit ähnlich strukturiert anzugehen wie die Arbeitszeit, lohnt sich aber aus meiner Sicht. Seitdem ich das konsequent mache, bin ich in Summe auch bei privaten Dingen produktiver.
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20.03.2015, 19:05Inaktiver User
AW: Manchmal ist mir alles zuviel ...
Danke!

Haupterkenntnis des Tages: Ich brauche äußerliche Hilfe.
All eure Vorschläge und Tipps sind super, allein, ich kann sie nicht umsetzen. Mir sind die Dinge auch irgendwie bewusst, bin ein reflektierter und überlegter Mensch und habe auch schon viele Ratgeber usw. gelesen ... aber ich komm trotzdem immer wieder an diesen (heutigen) Punkt.
Ja. Soll ich mich verändern (das habe ich schon ein paar Mal - evtl. erfolglos - versucht) oder soll ich die Umstände ändern?
Das ist zurzeit "meine" Frage. Ich werde versuchen, sie demnächst bei einem oder vielleicht auch mehreren Beratungsgesprächen zu klären.
Ich versuche dran zu glauben, das so zu sehen, wie ihr es mir gesagt habt: Ich = "Auto", das "gewartet" wird. Eine Art TÜV, sozusagen. Nette Idee. :)
Danke. So ein wenig vom inneren Druck konntet ihr mir nehmen, den Rest versuche ich selbst "in realitas" zu klären.
O.
PS. Find ich übrigens toll und anstrebenswert, dass ihr das "schafft". Klar, wir sind alle anders, die Umstände sind anders usw. Aber es scheint ja zu gehen. Muss nun die Schraube finden, an der ich drehen kann. Bin aber zuversichtlich.
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20.03.2015, 20:28
AW: Manchmal ist mir alles zuviel ...
Neben den Akut-Maßnahmen, die ich mir überlegt habe, um durchzuhalten, war das ja letztlich auch meine Frage. Ich mußte mich entscheiden, ob ich die Laufbahn, die ich eingeschlagen hatte, bis zur Spitze weiterverfolge oder nicht. Grundsätzlich hätten sich die Umstände nicht geändert (auch bei einem anderen Arbeitgeber nicht), da es dort einfach läuft, wie es eben läuft. Mit meinem Chef und Mentor habe ich das rauf und runter debattiert: Er fand auch immer, ich solle mich quasi dem System anpassen, dann wäre das alles einfacher. Er findet das System auch nicht gut, hat sich letztlich über die gleichen Dingen aufgeregt wie ich, aber lebt damit und ignoriert vieles einfach. Was man durchaus tun kann. Man kann dort Dinge einfach wegschieben, indem man die Augen zumacht.
Ich habe mich letztlich Folgendes gefragt: Möchte ich jetzt, mit 30, 35 Jahren so sein und so meine Arbeit machen, wie die Leute, über die ich mich aufrege, in der Weise, die ich teils komplett absurd finde? Reicht es mir, das einfach zu tun, ohne mich weiter in müßigen Verbesserungsversuchen aufzuarbeiten?
Meine Antwort war ganz eindeutig: Nein, ich möchte eigentlich nie so werden. Daß ich Prozesse gut analysieren kann z.B. und Verbesserungspotenzial erkenne, ist ein wichtiger Teil meines Könnens und meiner "Art". Das möchte ich nicht aufgeben. So sehr möchte ich mich so früh in meinem Berufsleben nicht verbiegen. Was nicht heißt, daß ich nicht Verständnis für 60jährige habe, die sich dann eher anpassen.
Tja, dann war die Konsequenz klar. Meine Akutmaßnahmen haben mich bis zum Ziel durchhalten lassen. und durch die klare Entscheidung hatte ich ausreichend Zeit, einen konkreten Marschplan für danach zu entwickeln.
Du findest Deinen Weg schon! Das arbeitet jetzt eben bewußt in Dir, das geht nicht von heute auf morgen. Hilfe von außen finde ich trotzdem gut! Man kann sich den Weg zur Erkenntnis auch zeigen lassen, das erspart manch müßiges Gehen im Kreis.
Viel Erfolg!
Alohomora
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21.03.2015, 08:09Inaktiver User
AW: Manchmal ist mir alles zuviel ...
Daraus solltest du aber kein Henne-Ei-Problem machen, denn am Ende bedingt das eine doch das andere und umgekehrt. Wichtig sind konkrete Lösungsansätze (z. B.: wie gehe ich vor, um einen anderen Job zu finden).
Beratungsgespräche und Therapie sind letztlich Hilfe zur Selbsthilfe, den Weg dorthin wirst du immer selbst gehen müssen.
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21.03.2015, 09:10Inaktiver User
AW: Manchmal ist mir alles zuviel ...
@alohomora
Kannst du denn jetzt in deinem Job so sein, wie Du bist?
Bzw. werden dort Deine Stärken entsprechend erkannt und gefo/ördert?
Bei meinem Job bin ich mir noch nicht so ganz im Klaren, ob er wirklich "so schlimm" ist. An Tagen wie diesen komme ich zu einem zaghaften: Ja.
Aber es gibt auch andere Zeiten, wo ich sogar ganz gerne zur Arbeit fahre.
Bedenklich finde ich vor allem, dass ich scheinbar immer wieder an diesen Punkt komme, wo "mir alles zu viel" wird. Ich finde das nicht gut und das entspricht auch nicht meinem Bild von mir; ich würde gerne solcherlei Klippen umschiffen und nicht immer wieder drauf zu fahren.
Ich kann mir ehrlich gesagt auch kaum einen anderen Job vorstellen, außer natürlich, dass ich das, was ich jetzt in meiner Freizeit mache, zum Hauptberuf ernenne. Das wäre toll und das würde ich mir auch von einer Fee wünschen.
Wahrscheinlich würde ich dann trotzdem noch halbtags oder ein paar Stunden in meiner Firma arbeiten, auch, um unter Menschen zu kommen und mal was anderes zu sehen.
Ich bin übrigens seit fast zwei Jahren (erst) im Job, mag sein, dass meine Erlebnisse auch in den Bereich "Praxisschock" fallen.
Fakt ist auch, dass mein Job für mich immer ein Arrangement war und ist - mit meiner nebenberuflichen Leidenschaft verdiene ich (noch) nix.
Ich BIN nicht mein Job und ich kann mich mit dem, was ich tu, auch nur zu 50% identifizieren. Wenn überhaupt.
Ich könnte in die Luft gehen, wenn ich sehe, wie auf junge Kollegen die Arbeit abgewälzt wird und unsere werten Herren Vorgesetzten sich die Rosinen rauspicken, um sie auf dem frühnachmittaglichen Heimweg zu verzehren. Und jeder (auch ich) hält schön die Klappe, denn man ist ja von denen abhängig und "es war ja schon immer so".
Die Unzufriedenheit aber bleibt bestehen und man nörgelt dann eben seine Kollegen voll.
(Und wenn ich nach Hause komme, nörgel ich meinen Partner voll).
Ja, bisweilen habe ich das Gefühl, mich richtiggehend zu verbiegen.
Dann aber geht es wieder.
Vielleicht fehlt mir einfach dieses "Es ist nur ein Job"-Gen.
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21.03.2015, 10:57
AW: Manchmal ist mir alles zuviel ...
Ich habe mich nach besagtem Job geplant selbstständig gemacht. U.a. weil ich überzeugt bin, daß eigenverantwortliches Handeln mir sehr liegt. Grundsätzlich könnte ich mir aber durchaus vorstellen, auch innerhalb einer Organisation zu arbeiten. Es ist nicht so, daß ich mir dachte, "nur raus" und keine Strukturen um mich herum ertrage.
Ich würde sagen, daß mir die Selbständigkeit eher entspricht. Ich entscheide selbst und diese ganzen Reibungsverluste aufgrund von Bürokratie etc. sind weg. Ich muß allerdings sagen, daß ich vorher im Öffentlichen Dienst gearbeitet habe. Möglicherweise fände ich es in einem Unternehmen auch in Ordnung, wenn auch nicht gerade im Konzern, denn das habe ich ausprobiert. Dort geht es zu wie im Öffentlichen Dienst.
Ich habe jetzt natürlich auch Stressoren, vielleicht sogar mehr als früher. Denn mein Unternehmen ist noch im Aufbau, ich muß mich natürlich selbst um Akquise kümmern, es ist noch keine finanzielle Sicherheit da etc. Aber ehrlich, es fühlt sich anders an. Ich bin ein eher handlungsorientierter Mensch mit hoher Selbstwirksamkeitserwartung. Ich weiß nicht, ob Du Dich ein bißchen in der Psychologie der Persönlichkeit auskennst. Dort kommen die Begriffe her, kann man googeln. Deshalb kann ich wohl mit Problemen, bei denen ich selbst etwas tun kann (oder mir das zumindest einbilde
), gut umgehen im Sinne von "positivem Streß". Wenn ich mich aber einer Struktur ausgeliefert fühle, wird es für mich schwierig. Selbst wenn ich, von außen betrachtet, dort erfolgreich agiere. Mein Mentor findet bis heute, daß ich dort eigentlich gar kein Problem hatte. Er sah mich auf der Karriereleiter ganz nach oben klettern. Der Punkt war: Ich wollte nicht.
Bei Dir klingt das ähnlich. Ich finde auch nicht, daß 2 Jahre zu kurz sind, um das zu beurteilen. Einarbeitungszeit und Jobgewöhnung dürften vielleicht ein halbes Jahr dauern, auch bei Berufseinsteigern. Zumindest bei reflektierten Menschen wie Dir.
Ich finde ja, Du kannst das positiv sehen: Du hast Deinen Berufseinstieg erfolgreich absolviert, das ist sehr wichtig. Jetzt bis Du offenbar aus den Einarbeitungsmühen so weit aufgetaucht, daß Du Dir die Umgebung ansehen kannst. Und Du hast auch Dich in der Rolle als Berufstätige erstmals wirklich kennengelernt. Dir sidn Unstimmigkeiten bewußt geworden. Jetzt würde ich systematisch weitergehen, Informationen über mich und die Welt sammeln (dafür gibt es gute Hilfen) und mir die Umgebung suchen, die mir paßt. Wir haben schließlich Jahrzehnte vor uns! Du betreibst quasi Deine individuelle Personalentwicklung. Und zwr wirklich, nicht nur als Worthülse in Konzerndeutsch
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21.03.2015, 11:01
AW: Manchmal ist mir alles zuviel ...
Ohohoo, Oondine, sei da mal nicht zu beeindruckt, vor allem nicht von mir! Wenn Du wuesstest, was fuer eine Auf-die-ganz-lange-Bank-Schieberin in bich und wie oft ich mir selbst deswegen schlaflose Naechte, Herzrasen und Migraene beschere...
Das ist nicht gerade nachahmenswert.
Drum: Do as I say, don't do as I do.
Es freut mich aber, dass Du hier ein bisschen Mut und Zuversicht gewonnen hast.
Du kriegst das bestimmt toll hin!
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21.03.2015, 12:00
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21.03.2015, 13:48Inaktiver User
AW: Manchmal ist mir alles zuviel ...
Hallo nochmal!
@Alohomora
Mir wurde etwas kribbelig bei Deinem Beitrag, - im positiven Sinn - mir scheint, als ob Du einen Sprung gewagt hast, vor dem ich noch stehe.
Es ist bei mir eigentlich haargenau so. Sichere Existenz (mit einigen persönlichen Einbußen) versus "großes Abenteuer" (mit ungewissem Ausgang, ibs. finanziell).
Ich möchte Dir daher noch mal Danke sagen, mehr kann ich ja nicht tun, um Dir zu spiegeln, dass mir Deine Beiträge wirklich helfen, wenn nicht sogar irgendwie aus der Seele schreiben (wenngleich ich sicherlich noch etwas an Zeit brauche).
Auch Deine vorherigen Ausführungen mit "Zähne zusammen und durch" ergeben für mich gerade mehr Sinn. Möglicherweise könnte ich mir auch so ein Limit setzen, um dann den Sprung ins kalte Wasser zu wagen. (So war es anscheinend bei Dir?)
Ach, ich fühl mich gerade wirklich schon wieder besser, muss aber aufpassen, dass ich jetzt nicht "überdrehe". Habt schon recht, das wird einige Zeit in Anspruch nehmen.
Selbstwirksamkeit -> klaro ist mir das ein Begriff.
Ich strotze nur so davon, und HASSE es, wenn ich mich "ein"- oder "unterordnen" muss, weil alle anderen so lahm sind.
Das hört sich jetzt etwas bös´ an; so fühlt es sich aber, wie gesagt, für mich an.
Was nicht heißt, dass ich nicht teamfähig wäre oder auch sehr zu schätzen gelernt hätte, dass andere Menschen, Kooperation usw. sehr, sehr wichtig ist!
Soviel aber zur Selbstwirksamkeit.
Alohomora, ich wünsch Dir alles Gute! Mach weiter, ich find´s gut, dass sich das für dich gut anfühlt und dann wird da auch was draus. Bestimmt.
Du machst nicht zufällig in Lebensberatungen und magst mir mal ne Stunde geben?
Viele Grüße
O.


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