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  1. Inaktiver User

    AW: Was ist leichter- glücklich oder unglücklich sein?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ich kann mich jedenfalls als gegenbeispiel zur verfügung stellen: ich habe ziemlich hohe ansprüche, und ich bin trotzdem meistens glücklich.
    Ich habe auch hohe Ansprüche, aber an mich selbst, an Qualität, an Bildung, aber nicht an das Schicksal. Ich denke nicht, dass mir z.B. das Glücklichsein zusteht oder das Gesundsein oder das Anerkanntsein, Beliebtsein usw.
    Ich habe auch keine hohen Ansprüche an andere, dass sie mir das Leben angenehm machen oder für mich sorgen usw.
    Es gibt unterschiedliche Ansprüche.

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    AW: Was ist leichter- glücklich oder unglücklich sein?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja, Nelson Mandela konnte da gut reden ... wie auch immer: Vielleicht hat er es gesagt, um sich in der Dunkelheit Mut zuzusprechen. Das vermute ich jetzt.
    Diese Worte stammen allerdings nicht von Nelson Mandela, sondern Marianne Williamson.

  3. Inaktiver User

    AW: Was ist leichter- glücklich oder unglücklich sein?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich habe auch hohe Ansprüche, aber an mich selbst, an Qualität, an Bildung, aber nicht an das Schicksal. Ich denke nicht, dass mir z.B. das Glücklichsein zusteht oder das Gesundsein oder das Anerkanntsein, Beliebtsein usw.
    Ich habe auch keine hohen Ansprüche an andere, dass sie mir das Leben angenehm machen oder für mich sorgen usw.
    Es gibt unterschiedliche Ansprüche.
    dass mir was zusteht, glaube ich auch nicht, aber ich habe z.b. auch ansprüche an meine arbeit, an liebesbeziehungen, freundschaften und den ort, an den ich lebe.
    ich langweile mich leichter als andere leute und habe an manchen stellen im leben wenig geduld.
    wenn ich so sehe, womit sich andere menschen begnügen, komme ich mir manchmal sogar ziemlich anspruchsvoll vor, aber das hat meinem glück nie im wege gestanden. im gegenteil.

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    AW: Was ist leichter- glücklich oder unglücklich sein?

    Ich finde schon, dass jedem Menschen Glück, Liebe und Anerkennung zustehen.

    Weshalb auch nicht?

    Davon ausgehend, dass eine positive Grundeinstellung vorhanden ist, die jene Dinge auch nicht als etwas klassifiziert, das nur besonderen Menschen bei besonderer Leistung zusteht, sondern eben jedem.

    Diese Dinge werden einem in der Regel durch Urvertrauen in der Kindheit vermittelt, so dass ein Bedürfnis hiernach als etwas Selbstverständliches betrachtet wird, und man sich auch selbst ausreichend wert ist (im Sinne von Selbstwert), als dass man diese Dinge im Leben nicht nur erwarten darf, sondern auch sollte ;-)

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    AW: Was ist leichter- glücklich oder unglücklich sein?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich habe auch keine hohen Ansprüche an andere, dass sie mir das Leben angenehm machen oder für mich sorgen usw.
    Es gibt unterschiedliche Ansprüche.
    Das ist allerdings Basis eines jeden sozialen Miteinanders. Erwartest du keine freundlichen Nachbarn oder Menschen, die für dich auf der Straße bremsen? ;-)

    Sich im Alter oder bei Krankheit jemand um dich sorgt, wenn du es selbst nicht mehr kannst?

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    AW: Was ist leichter- glücklich oder unglücklich sein?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    wenn ich so sehe, womit sich andere menschen begnügen, komme ich mir manchmal sogar ziemlich anspruchsvoll vor, aber das hat meinem glück nie im wege gestanden. im gegenteil.
    Vielleicht begnügen sie sich nicht, sondern sind vollauf zufrieden. Oder du hast ein Umfeld, in welchen die Standards und Anspruchshaltung in dem Sinne eher gering ist.

    Glückliche Menschen vergleichen sich eigentlich nicht, weil sie die Messlatte selbst setzen.

  7. Inaktiver User

    AW: Was ist leichter- glücklich oder unglücklich sein?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und so kann man sich schon fragen, ob das Unglücklich-sein nicht leichter ist, denn das Negative sieht man schneller......fällt mehr auf (und wir Menschen interpretieren das nunmal und bekommen darauf hin eine Stimmung-- selten eine Gute)
    Vielleicht ist das ein Grund?
    Zitat Zitat von Luftpost Beitrag anzeigen
    Es ist deine Entscheidung es so negativ zu interpretieren.
    Ich interpretiere nicht sondern stelle das als Frage in den Raum

    Vielleicht ist da auch die Worte "glücklich/unglücklich" etwas unglücklich gewählt- denn die Abwesenheit von Unglücklich-sein ist ja nicht zwangsläufig glücklich-sein!

    Eher denke ich, das wir uns oft in so einem inneren Schwebezustand bewegen, der in jede Richtung ausschlagen kann und die innere Haltung - ob dann eher positiv oder negativ- unterstützt dann diese Richtung.
    Bin ich also eher schlecht gelaunt, dann ist das Gefühl des Unglücks näher als wenn ich gut gelaunt bin.

    Und der Schwebezustand ist dann möglicherweise angefüllt von: eigenem grundsätzlichem Lebensgefühl, bestehende oder abwesende Achtsamkeit und dem IST-Situation.
    Irgendwie bleibt es dann für mich aber auch dabei, dass man das Gute schon bewusst wahrnehmen muss um es in den Focus zu rücken, während das Negative automatisch sichtbar wird.
    Ich brauche also den aktiven Vorgang um das Gute zu sehen!?

    Wichtig ist dann noch, was wird alles als negativ eingestuft.........ein ausgewogener Zustand könnte dann sein, wenn man sehr viel positiv oder neutral einstuft und nichts Negatives auffällt.

    Eine Umdeutung von Negativem- kann natürlich geschehen setzt aber auch wieder einen aktiven Prozess voraus.

    lg kenzia

  8. Inaktiver User

    AW: Was ist leichter- glücklich oder unglücklich sein?

    Zitat Zitat von Sojourner Beitrag anzeigen
    Vielleicht begnügen sie sich nicht, sondern sind vollauf zufrieden. Oder du hast ein Umfeld, in welchen die Standards und Anspruchshaltung in dem Sinne eher gering ist.

    Glückliche Menschen vergleichen sich eigentlich nicht, weil sie die Messlatte selbst setzen.
    du bist so weise, sojourner.

  9. Moderation

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    AW: Was ist leichter- glücklich oder unglücklich sein?

    Zitat Zitat von zio Beitrag anzeigen
    Abgesehen von Schicksalsschlägen, die man nicht beeinflussen kann, hat Glücklich- oder Unglücklichsein in meinen Augen sehr viel mit Übernahme oder Abgabe von Verantwortung zu tun.

    Wenn alles, was passiert, als "von außen" wahrgenommen wird, steht das Unglücksgefühl schnell auf der Matte.

    Glück hingegen empfinde ich, wenn ich in mir selbst bleibe, meine Handlungen als meine eigene Verantwortung empfinde, wie hier zum Beispiel:



    Da bleibt man ganz in sich, lebt sich selbst, ohne sich von anderen Menschen abhängig zu machen.

    Wenn ich hingegen Situationen erlebe, in denen ich anderen die "Schuld" gebe, dann entsteht ein Unglücksgefühl. Oder irgendeiner Institution im Außen, wie z.B. Regen, schlechtes Wetter, die Politik, die Gesellschaft etc., das mich daran hindert, das zu tun, wonach mir eigentlich ist.

    [...]
    Liebe Grüße
    Zio
    Danke Zio, du hast mir mit dem Text gerade mal wieder bewusst gemacht, was mich an einem Mitmenschen gerade fürchterlich stört und was unseren Kontakt so erschwert.
    "I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves

    Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.

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    AW: Was ist leichter- glücklich oder unglücklich sein?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    du bist so weise, sojourner.
    Danke :)

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