Hallo Mieze, Ich denke, es geht um das Gefühl 'zu versagen'. Trotz aller Anstrengungen, aller Bemühungen, wirst du diesen Glaubenssatz nicht los. Eben weil es ein Glaubenssatz ist. Den kann dir keiner nehmen, nur du. Und du nur, wenn du Zeit findest für Reflektion, Zeit dazu, auch einmal Distanz zum Alltag zu finden.
Wie aber sollst du Zeit finden, dich zu spüren, wenn du ständig in Bewegung bist oder dann so erschöpft, dass auch dann kein wirkliches Erspüren deiner Bedürfnisse möglich ist.
Und in der Tat, du 'versagst' dir etwas - meines Erachtens: glücklich zu leben.
Und alleine das kann Motivation für eine Therapie sein.
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16.03.2015, 07:07Inaktiver User
AW: Hilft hier nur noch eine Therapie?
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16.03.2015, 13:35Inaktiver User
AW: Hilft hier nur noch eine Therapie?
Hallo Mieze,
wie auch immer man zur Diagnose Burnout steht (ich will keine Diagnose stellen), lies doch mal den Wiki-Artikel zum Burnout-Syndrom durch.
Ich finde, hier kann man gut erkennen bzw. sortieren wo man selbst steht.
Dieses sich selbst nicht wichtig nehmen können ist tragisch. Dein Einwand, dass Du natürlich mit der Gürtelrose arbeiten gehst und Du doch erst Urlaub hattest, tut mir richtig "weh".
Ich habe viele Patienten erlebt, bei denen aus einer Gürtelrose eine Zoster-Neuralgie wurde und die vor Schmerzen nicht mehr hin noch her wussten.
Hast Du Dir schon mal die Frage gestellt, ob Du arbeitssüchtig sein könntest (finanzieller Druck, Umstände im Job, Trauer um das verlorene Kind)?
Ich weiß, dass der Leidensdruck erst hoch genug sein muss, um aus diesem Karussell aussteigen zu können. Die einen schaffen es, die anderen arbeiten bis zum körperlichen Zusammenbruch.
Du hast gefragt, ob nur noch eine Therapie helfen könne. Ich meine Ja, denn Du findest keine Möglichkeit der Entspannung und Regeneration.
Sich selbst herausnehmen aus dem Arbeitsprozess, d. h. zum Arzt gehen, ehrlich (auch für sich selbst) alles schildern, Arbeitsunfähigkeit, Therapeuten suchen, Reha beantragen, Leben sortieren.
Stell Dir die Fragen:
Wie geht es mir, in 1,2,3 etc. Jahren wenn ich so weiter mache?
Was kann schlimmstenfalls passieren, wenn ich jetzt die Notbremse ziehe?
Ist diese Vorstellung, wenn Du sie weiterdenkst "tragisch"?
Ich wünsche Dir alles Gute.
Pumpernickel
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19.03.2015, 21:55
AW: Hilft hier nur noch eine Therapie?
Unser Körper ist immer ehrlich. Und deinem juckt's. Und ich kann deinen Körper gut verstehn, bei dem Pensum das du da so an den Tag legst.
Bist du dir eigentlich im Klaren darüber, was du für dich und dein Leben genau willst? Vorgesetzte sein heißt eben nicht nur, vorne zu stehen, das Sagen zu haben. Das bedeutet auch, die meiste Arbeit zu haben, die Querelen der anderen aufzufangen, andere zu motivieren und sich selber aber selbst motivieren müssen etc. Wenn du das wirklich willst (und dabei auf deinen Körper hörst), dann besuche Fortbildung zum Thema "Richtig führen", so dass du lernst, die Interessen des Unternehmens, die der Mitarbeiter aber auch deine eigenen zu erkennen und zu wahren.
Wer viel leistet, der muss als Ausgleich gut für sich und sein seelisches Wohlbefinden sorgen. Tut man das nicht, resultiert aus dem ungesunden Ungleichgewicht das ein oder andere gesundheitliche (psychische) Problem. Und nein sagen sollte man lernen. Das braucht man nicht nur im Job, sondern auch im Privatleben. Vielleicht hilft dir die Frage, was du denn befürchtest, wenn du NEIN sagst?Man wandelt nur das, was man annimmt.
C.G. Jung
Nein ist ein ganzer Satz.
Keine Ahnung von wem
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24.03.2015, 22:22
AW: Hilft hier nur noch eine Therapie?
Deine Hautprobleme sowie die Gürtelrose sagen wirklich schon alles aus: zu viel Dauerstress und das hält man auf Dauer nicht aus, es macht sich erst äußerlich bemerkbar, aber irgendwann kommen noch mehr gesundheitliche Probleme auf einen zu! Ich weiß wovon ich hier schreibe!
Diesen zusätzlichen Nebenjob würde ich erst einmal
an den Nagel hängen bis es dir gesundheitlich besser geht und du einen besseren angenehmeren Arbeitstag geschaffen hast.
Irgendetwas scheint bei euch auf der Arbeit nicht zu stimmen...., wie hier schon erwähnt wurde, vielleicht kannst du etwas an Arbeit abgeben, oder du machst ein wenig langsamer!
Auf deinen Urlaub würde ich auch nicht verzichten, mach das bitte nicht! Das dankt dir auch keiner.
Und du sollst auch an dich denken!
Eine Therapie brauchst du meiner meiner Meinung nicht. Wenn du es aber alleine nicht hin bekommst, den Stress zu reduzieren, solltest du dir doch Unterstützung holen.


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