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  1. Inaktiver User

    AW: Midlife Crisis mit 40

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das sehe ich aber nicht unbedingt so. Ich bin seit über 15 Jahren mit meinem Partner zusammen, wir sind nicht verheiratet und haben keine Kinder. Ich kenne etliche Langzeitbeziehungen, die auch ohne Kind "bis dass der Tod uns scheidet" waren.

    Das hängt im Wesentlichen von der Qualität der Partnerschaft ab. Gerade weil wir wissen, dass jeder von uns morgen gehen könnte, wenn er das wollte (kein Scheidungskrieg und gar nichts), bleibt man eben deshalb, weil der andere eine Bereicherung für das eigene Leben ist.
    das ist schön!

    ich lebe ja auch in einer jahrzehntelangen ehe, die bestand hat.

    nur, immer mehr trennen sich auch nach 30 jahren ehe.

    und nun auf Rosengarten bezogen.
    ihre männer kommen und gehen. ganz nüchtern betrachtet.
    ich würde mich da schon fragen, wo ich im alter stehe?
    und mit alter meine ich spätestens (!) die zeit, wenn die rente ansteht.

    da, genau da verflüchtigen sich auch die freundschaften.
    da ziehen sich viele zurück.

    hätte ich mir auch nie träumen lassen
    und soll auch hier von mir nur ein "einwand" sein, also mal so ein innehalten, wenn schon midlife crisis.
    dazu ist sie sicher auch da, ein leben das evtl. so dahin "plätschert" infrage zu stellen.

  2. Inaktiver User

    AW: Midlife Crisis mit 40

    Zitat Zitat von Rosengarten1974 Beitrag anzeigen
    Was ich vielleicht noch hinzufügen könnte:

    Ich habe mit meinem Partner ganz offen über meine Situation, meine Gefühle und alles gesprochen, auch über meine Enttäuschung, darüber, dass er mir beim Umzug hierher ein gemeinsam Leben in Aussicht stellte, aber einen Rückzieher gemacht hat.

    Er weiß, weil ich es ihm gesagt habe, dass ich in meinem Leben einiges ändern werde, dass ich nun aktiv werde und meine Zeit mit Inhalten füllen werde, die mir Freude bereiten. Die ganze Situation und auch mein Verhalten sind absolut transparent für ihn.

    mit anderen worten.
    hier habt beide die option:

    festhalten, weiter suchen....ob sich nicht doch was besseres findet....

    das ist nicht gut.

  3. Inaktiver User

    AW: Midlife Crisis mit 40

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das wäre auch das Ticket für's Unglücklich-sein. Vorprogrammiertes Drama.

    .
    dann müssten alle alleinerziehenden mütter todunglücklich sein.....

    ansonsten zustimmung zu deinen anderen aussagen.

  4. Inaktiver User

    AW: Midlife Crisis mit 40

    Zitat Zitat von Sojourner Beitrag anzeigen
    Ja...wobei ich das wie gesagt jetzt schon fühle (und auch schon in früheren Jahren). Also dieses Bewusstsein, dass man nicht ewig leben wird, die Lebenszeit begrenzt ist, die Möglichkeiten ebenso. Dass man diese als möglichst sinnvoll nutzen sollte.
    aber jetzt hast du eben manches noch nicht gelebt und die optionen alle vor dir.

    das ist irgendwann anders. und das fühlt sich dann auch nochmal ganz anders an.


    Ich glaube schlimm wird es, wenn sich Familie als Flop entpuppt. Beruf ist ja etwas, das man noch gut wechseln kann. Aber Familie? Ich weiß, dass viele sich scheiden lassen - für mich wäre das aber keine Option. Vielleicht hadern Frauen deswegen soviel, da insbesondere auch Ehe und Kinder ein großer, nicht reversibler Schritt sind.
    mit dem wunsch, der sich als flop entpuppt, meinte ich nicht, dass etwas in die hose geht. sondern dass man etwas versucht, was man sich immer als ganz toll vorgestellt hat und dann feststellt, hey, das ist ja gar nicht mein ding.
    in diesem sinne wäre es dann keine katastrophe, wenn die familie floppt, weil ich feststelle, so ein leben fühlt sich gar nicht gut an für mich.

    schlimmer wäre, familie zu wünschen, zu realisieren, großartig zu finden - und dann haut der mann ab oder so. das kann eine ziemliche katastrophe sein für manche menschen. aber da ist ja nicht der wunsch selbst der flop, sondern die sache hatte einfach kein happy end.

    Ich denke, man findet sich irgendwann und lernt sich insbesondere selbst besser kennen. Das erleichtert denke ich somit die Partnersuche, man ist im Einklang mit sich selbst und findet dann einen Partner, der einen gut ergänzt und ebenso mit sich im Einklang ist.
    und dann leben sie glücklich und zufrieden bis in alle ewigkeit, weil das leben ja auch eine statische angelegenheit ist, wo sich nie was ändert und die protagonisten schon gar nicht...

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    AW: Midlife Crisis mit 40

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    aber jetzt hast du eben manches noch nicht gelebt und die optionen alle vor dir.

    das ist irgendwann anders. und das fühlt sich dann auch nochmal ganz anders an.
    Ja, ich habe z.B. noch keine Familie gegründet. Dennoch denke ich, dass dieses Bewusstsein von Endlichkeit auch bei Menschen in jüngeren Jahren vorhanden sein kann, oder solchen, die gewisse Dinge (z.B. Familie) nie in Angriff genommen haben oder dies auch nicht planen.


    mit dem wunsch, der sich als flop entpuppt, meinte ich nicht, dass etwas in die hose geht. sondern dass man etwas versucht, was man sich immer als ganz toll vorgestellt hat und dann feststellt, hey, das ist ja gar nicht mein ding.
    in diesem sinne wäre es dann keine katastrophe, wenn die familie floppt, weil ich feststelle, so ein leben fühlt sich gar nicht gut an für mich.
    Ich finde schon, dass das katastrophal ist. Nicht nur für den Partner und einen selbst, sondern doch insbesondere für die Kinder.


    schlimmer wäre, familie zu wünschen, zu realisieren, großartig zu finden - und dann haut der mann ab oder so. das kann eine ziemliche katastrophe sein für manche menschen. aber da ist ja nicht der wunsch selbst der flop, sondern die sache hatte einfach kein happy end.
    Ich weiss nicht, ob ich das vergleichen würde. Ich finde wie gesagt beides ziemlich schlimm - oder ganz grundsätzlich, wenn Familien scheitern. Wie gesagt auch insbesondere deswegen, weil ja auch mehr Menschen als man selbst und der Partner involviert sind.

    und dann leben sie glücklich und zufrieden bis in alle ewigkeit, weil das leben ja auch eine statische angelegenheit ist, wo sich nie was ändert und die protagonisten schon gar nicht...
    Nein, das Leben ist nicht statisch. Aber es gibt sie nunmal auch, die Beziehungen und Ehen die halten und Veränderungen gemeinsam durchleben - das darf man auch ganz ohne Zynismus anerkennen.

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    AW: Midlife Crisis mit 40

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    hätte ich mir auch nie träumen lassen
    und soll auch hier von mir nur ein "einwand" sein, also mal so ein innehalten, wenn schon midlife crisis.
    dazu ist sie sicher auch da, ein leben das evtl. so dahin "plätschert" infrage zu stellen.
    Ja, dafür sind Krisen eigentlich da.

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    AW: Midlife Crisis mit 40

    Zitat Zitat von Ebayfan Beitrag anzeigen
    Und ein Kinderwunsch ist doch auch nicht nur da oder nicht da.
    Manchmal kommt er aber auch erst mit dem richtigen Mann zu Hervorschein.

    Hätte ich Kinder gewollt, hätte ich welche (sofern keine medizinischen Grunde dagegen sprächen).
    Damit unterstellst du (auch wenn das sicherlich nicht deine Absicht ist), den ungewollt, kinderlosen Frauen, dass sie selbst schuld an ihrer "Misere" sind. Hättest du dich nur genügend angestrengt, hättest du mehr in dich hineingehört, was du wirklich möchtest, hättest du dir den passenden Partner gesucht, dann hättest du auch Kinder bekommen. Auf der einen Seite kann das so sein, auf der anderen Seite ist das ein Schlag ins Gesicht, für die Frauen, die einfach nur Pech hatten. Deine Aussage impliziert nämlich, dass man alles in der Hand hat und alles erreichen kann, wenn man das aus tiefstem Herzen möchte. Das könnte man jetzt noch weiter auf andere Bereiche wie Job, Freundschaften, sogar Gesundheit ausweichen. Bis zu einem gewissen Punkt liegt sicherlich einiges in der eigenen Hand, manche Dinge kann man aber nicht beeinflussen und dann muss man loslassen lernen.

    Und Rosengarten ist ja auf dem besten Wege dahin. Vielleicht auch auf dem Wege, sich aus einer Beziehung zu lösen, die ihr so nicht gut tut.

    Zitat Zitat von Rosengarten1974 Beitrag anzeigen
    Er weiß, weil ich es ihm gesagt habe, dass ich in meinem Leben einiges ändern werde, dass ich nun aktiv werde und meine Zeit mit Inhalten füllen werde, die mir Freude bereiten. Die ganze Situation und auch mein Verhalten sind absolut transparent für ihn.

  8. gesperrt

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    AW: Midlife Crisis mit 40

    Nein, ich unterstelle den kinderlosen Frauen, dass sie es vielleicht gar nicht so ungewollt sind.

    Was ich damit sagen will: hadere nicht mit deinem Schicksal, es kann gut sein, dass du ohne Kind glücklicher lebst und dein Unterbewusstsein das so entschieden hat.

    Damit meine ich ausdrücklich nicht diejenigen, die einfach aus medizinischen Grunden nicht fruchtbar sind, bzw. deren Partner.

    Aber wie es auch sei, es ist besser, man macht seinen Frieden mit dem was ist, anstatt Möglichkeiten hinterherzutrauern. Mein Traum war immer, ein Flugzeug selbst zu fliegen. Es hat sich nicht ergeben. Und heute mit fast 50 nehme ich auch keine rund 100 000 Euro oder was so eine Lizenz kostet, und mache die nach. Denn was soll ich jetzt damit? Jetzt stellt mich damit auch keiner mehr ein! Und nur um damit ein wenig durch die Gegend zu fliegen, ist mir das zu teuer. Da gibt es anders im Leben, was ähnlich viel Spaß macht, aber deutlich einfacher zu realisieren ist und weniger kostet.

    Hinterher betrachtet hätte ich Mitte Februar 2000 meine Aktien verkaufen und mich in einer Flugschule anmelden sollen. Damals habe ich nicht an so eine Möglichkeit gedacht. Tja, verpasst. Kurz drauf sind die Aktien abgestürzt und das Geld reichte nur noch für ein neues Auto und ein wenig Kleinkram.

    Aber vielleicht wollte ich unbewusst mit Mitte 30 gar nicht mehr im Stress um die Welt jetten, so wie mit 15? Wahrscheinlich war das der Grund, warum ich nicht über diese Möglichkeit nachgedacht hatte, als das Geld greifbar nah war.

  9. Inaktiver User

    AW: Midlife Crisis mit 40

    Zitat Zitat von Verwunderte Beitrag anzeigen

    Damit unterstellst du (auch wenn das sicherlich nicht deine Absicht ist), den ungewollt, kinderlosen Frauen, dass sie selbst schuld an ihrer "Misere" sind. Hättest du dich nur genügend angestrengt, hättest du mehr in dich hineingehört, was du wirklich möchtest, hättest du dir den passenden Partner gesucht, dann hättest du auch Kinder bekommen. Auf der einen Seite kann das so sein, auf der anderen Seite ist das ein Schlag ins Gesicht, für die Frauen, die einfach nur Pech hatten. Deine Aussage impliziert nämlich, dass man alles in der Hand hat und alles erreichen kann, wenn man das aus tiefstem Herzen möchte.
    Jetzt müssen wir aber mal differenzieren: ROsengarten z.B. ist streng genommen nicht ungewollt kinderlos; sie hat sich lediglich entschieden, mit dem Mann, der das wollte, keine Kinder zu bekommen. Im Übrigen kann man zwischen 18 und - sagen wir -42 Kinder bekommen, das ist eine ganz schön lange Zeit. Da ist es in meinen Augen ein bisschen einfach, es als "Pech" abzustempeln, dass jemand in der Zeit eben nicht den passencen Partner gefunden/eine sich bietende Gelegenheit genutzt hat, um sich den Kinderwunsch zu erfüllen. Von schweren Schicksalsschlägen mal abgesehen. Ein bisschen ist schon jeder seines eigenen Glückes Schmied.

  10. User Info Menu

    AW: Midlife Crisis mit 40

    Hallo zusammen,

    gestern habe ich meinen Partner zwischen 19 Uhr und 23.30 Uhr gesehen. Wir haben einen Film geschaut und anschließend waren wir noch kurz mit dem Hund draußen. Gekocht hatte ich auch.

    Während des Spaziergangs ergab sich (als ich nach einem Bekannten und seiner Partnerin fragte, die neulich Eltern geworden sind) folgendes Gespräch:

    - Ich fragte, da er den Bekannten am Freitag getroffen hatte, wie es der Familie geht.
    - Er sagte, das Kind würde wohl viel schreien. Er fände schreiende Kinder und auch, wie Babys aussehen, überhaupt nicht niedlich.
    - Ich sagte, dass man als Eltern doch eine ganz besondere Bindung zu einem Kind aufbaut, man ist doch für das Leben dieses Menschen verantwortlich, außerdem sähen doch viele Leute einen Sinn darin, Kinder zu bekommen.
    - Er sagte, er hätte mit um die 30 (er ist 38 Jahre) alt auch mal ein paar Jahre Kinder gewollt. Sagte, ich hätte ihn zu spät kennengelernt, da hätte ich früher kommen sollen, also Jahre früher. Außerdem, ergänzte er, sei das Risiko mit 40 noch schwanger zu werden zu hoch. Die Gefahr möglicher Missbildungen und so.
    - Ich sagte, ich kenne Frauen, die auch in meinem Alter seien und bei denen es ganz normale Schwangerschaften waren und alles gut war.
    - Er wechselte das Thema, fing ein Gespräch über sein Hobby an.
    - Ich sagte, er könne doch immer noch Vater werden, in vielen Jahren noch.
    - Er sagte, es sei bei ihm so, dass er mal ein paar Jahre Kinder möchte und dann wieder nicht.
    - Ich sprach darüber, dass wir derzeit an völlig verschiedenen Punkten unseres Lebens stehen und dass ich mir auch darüber im Klaren sein muss, dass er mich ja auch in der Zukunft, wenn er doch mal wieder Kinder wollen würde, möglicherweise verlassen könnte.
    - Dazu sagte er nichts aussagekräftiges.
    - Wir verabschiedeten uns.

    Mir ging es richtig schlecht nach diesem Gespräch. Im Moment denke ich, dass ich doch auf dem innerlichen Weg zur Trennung bin. Ich weiß nicht, ob ich die Belanglosigkeit unserer Beziehung weiterhin ertragen kann und will.

    Heute wären wir theoretisch auch mit Hunden rausgegangen (gehen manchmal auch mit seinem und zusätzlich noch mit einem Tierheimhund). Das sagte er wegen Kopfschmerzen ab, allerdings kommt das öfter vor und hat bestimmt nichts mit dem Gespräch von gestern zu tun.

    Was mir deutlich ist, dass es mir gestern und auch in den Tagen zuvor (an denen ich schöne Dinge unternommen hatte und alles), erst richtig gut ging, solange, bis ich wieder mit ihm und unserer Beziehung konfrontiert war. Das spricht eigentlich für sich.

    Er begrüßt übrigens auch meine neuen Interessen, findet es gut, dass ich jetzt mehr mache.

    Liebe Grüße

    Rosengarten 1974
    Geändert von Rosengarten1974 (15.03.2015 um 13:13 Uhr)

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