Antworten
Seite 14 von 27 ErsteErste ... 4121314151624 ... LetzteLetzte
Ergebnis 131 bis 140 von 265
  1. Inaktiver User

    AW: Midlife Crisis mit 40

    Zitat Zitat von Rosengarten1974 Beitrag anzeigen
    Dieses jetzt alle Hebel in Bewegung setzen, um eben "auf den letzten Metern" einen familienwilligen Mann zu finden- das widerspricht mir gefühlsmäßig komplett. Genau so, wie es mir wiedersprochen hätte, einem Mann einfach ein Kind anzuhängen.
    Das wäre auch das Ticket für's Unglücklich-sein. Vorprogrammiertes Drama.

    Die Perspektive, mich selbst in den Mittelpunkt zu stellen und eben nicht mehr den Männern hinterherzujagen, das fühlt sich für mich stimmig und ermutigend an.
    Ich garantiere dir: Es ist befreiend schön.

  2. User Info Menu

    AW: Midlife Crisis mit 40

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    nein, es ist eben keine zwischenbilanz, sondern eher ein feststellen, wo man nun hingekommen ist.
    bildlich, wie das haus nun aussieht, in dem man lebt.
    In Ordnung, wobei ich finde, dass man das auch schon früher hat bzw. macht. Mit 20,25, 30...zumindest ist es mir so ergangen und jenen in meinem Umfeld.

    man wird es nochmal verändern können, was anbauen, einen teil abreißen, neue farbe, die räume anders nutzen - aber man wird kein neues haus mehr bauen. positiver ausgedrückt: man muss auch gar kein neues haus mehr bauen!
    Damit kann ich mich eher weniger identifizieren - bis auf den Teil, dass man bereits sein Nest im Sinne von Familie gebaut hat.

    so kann man es vielleicht auch sehen. jedenfalls ist es die feststellung, dass die endlichkeit des lebens schon viel früher beginnt als am letzten tag.
    Ja...wobei ich das wie gesagt jetzt schon fühle (und auch schon in früheren Jahren). Also dieses Bewusstsein, dass man nicht ewig leben wird, die Lebenszeit begrenzt ist, die Möglichkeiten ebenso. Dass man diese als möglichst sinnvoll nutzen sollte.


    manche wünsche von früher haben sich entweder erfüllt (kind, beruf) oder als flop entpuppt oder waren nicht realisierbar.
    andere wünsche bleiben, und es entwickeln sich auch neue wünsche.
    Ich glaube schlimm wird es, wenn sich Familie als Flop entpuppt. Beruf ist ja etwas, das man noch gut wechseln kann. Aber Familie? Ich weiß, dass viele sich scheiden lassen - für mich wäre das aber keine Option. Vielleicht hadern Frauen deswegen soviel, da insbesondere auch Ehe und Kinder ein großer, nicht reversibler Schritt sind.

    aber im beruf muss man doch immer zeigen, was man kann, wenn man damit geld verdienen will? in dieser art meinte ich das mit dem beweisen.
    und ich wollte auch mir selbst beweisen, dass ich mich nicht unterkriegen lasse, glaube ich.
    Ja, ich verstehe schon. Ich hatte diese Ambition allerdings nie wirklich.

    früher habe ich eher nochmal an mir gearbeitet, wenn es in beziehungen probleme gab... ich wollte nicht "verrohen" oder beziehungsunfähig werden; beziehungen hatten auch eine andere funktion.
    heute arbeite ich mich nicht mehr ab und arbeite auch nicht mehr an mir. beispiel nähe, da bin ich manchmal kompliziert - früher habe ich an mir zu arbeiten versucht, heute zucke ich die achseln und denke, ok, dann tauge ich eben nicht zu besonders große nähe, was soll's.
    es ist mir auch ein stück egaler geworden, ob eine beziehung hält.
    (lustigerweise wirkt sich das eher positiv auf meine beziehungen aus...)
    Ich denke, man findet sich irgendwann und lernt sich insbesondere selbst besser kennen. Das erleichtert denke ich somit die Partnersuche, man ist im Einklang mit sich selbst und findet dann einen Partner, der einen gut ergänzt und ebenso mit sich im Einklang ist.

    Persönlich ist es mir aber nicht egal (und auch nie gewesen) ob eine Beziehung hält.

  3. User Info Menu

    AW: Midlife Crisis mit 40

    Zitat Zitat von Rosengarten1974 Beitrag anzeigen
    Liebe Ebayfan,

    ich hätte in den 30ern meinen Wunsch ebenfalls trotz widriger Umstände in die Tat umsetzen können. Das hätte bedeutet, dass ich entweder ein Kind von äußerst frawürdigen Männern hätte bekommen können (ständig betrunkener Ehemann, Cannabiskonsument) oder, dass ich einem der anderen Partner (oder irgendwem) das Kind heimlich angehängt hätte, indem ich ihn hintergangen hätte. Dies hätte bedeutet, heimlich die Pille abzusetzen und ihn anschließend vor vollendete Tatsachen zu stellen.

    Beides kam für mich nicht in Frage, denn ich hätte gern jemanden gehabt, der freiwillig (und aus eigenem Wunsch heraus) mit mir ein Kind bekommt und es zudem schafft, sich nicht täglich das Hirn zu benebeln.

    Wenn mein Verhalten in der Vergangenheit diesbezüglich "nicht richtig" war, dann muss ich zustimmen, dass mein Kinderwunsch womöglich nicht die Ernsthaftigkeit besessen hatte, die andere Frauen an den Tag legen.

    Mir wäre es um Familiengründung gegangen und eben nicht um "ein Kind um jeden Preis".
    Ich denke, dass du (sehr) richtig gehandelt hast, aber man könnte die Ursachen hinterfragen, weshalb du trotz Kinderwunsch an Männer geraten bist, die diesen im Grunde nicht ermöglichten.

    Abgesehen von dem bei dir vorhandenen Schutzmechanismus aufgrund deiner Kindheit und der Suchtproblematik sehe ich das auch bei mir und vielen Frauen in meinem Umfeld: die waren in Retrospektive sehr froh, mit diesem oder jenem Mann (im Übrigen nicht selten, obwohl diese durchaus einen Kinderwunsch hatten und grundsolide Männer waren) keine Familie gegründet zu haben.

    Bestimmt ist auch Instinkt und Intuition dabei. Sei es, weil man aus einem Schutzmechanismus heraus (vielleicht, weil man innerlich noch nicht für Kinder "bereit" ist) an Männer gerät, mit welchem man diesen nicht umsetzen will, oder weil man intuitiv spürt, dass es nicht der richtige Vater für die eigenen Kinder sein wird. Im Sinne auch von persönlicher Reife, die man womöglich erst noch durchleben muss, weil man vielleicht selbst noch nicht ganz bereit für das Muttersein ist.

    Ich bin jedenfalls unendlich froh, noch keine Mutter zu sein. Ich wäre keine schlechte gewesen, aber es hätte sich nicht stimmig angefühlt. Also muss man sich fragen, was für diese Stimmigkeit notwendig ist...jemand schrieb es schon: in sich hineinhorchen. Zuhören. Alle wichtigen Antworten sind in einem drin. Entschuldigt, wenn das zu esoterisch klingt (ich bin eigentlich keine Eso-Tante) :D

  4. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Midlife Crisis mit 40

    Zitat Zitat von Sojourner Beitrag anzeigen
    Ich bin jedenfalls unendlich froh, noch keine Mutter zu sein. Ich wäre keine schlechte gewesen, aber es hätte sich nicht stimmig angefühlt. Also muss man sich fragen, was für diese Stimmigkeit notwendig ist...jemand schrieb es schon: in sich hineinhorchen. Zuhören. Alle wichtigen Antworten sind in einem drin. Entschuldigt, wenn das zu esoterisch klingt (ich bin eigentlich keine Eso-Tante) :D

    Das ist ja absolut theoretisch, denn man kann nicht sagen, wie sich etwas angefühlt HÄTTE, was man nicht erlebt hat.

  5. User Info Menu

    AW: Midlife Crisis mit 40

    Zitat Zitat von Rosengarten1974 Beitrag anzeigen
    Die Perspektive, mich selbst in den Mittelpunkt zu stellen und eben nicht mehr den Männern hinterherzujagen, das fühlt sich für mich stimmig und ermutigend an.
    Dich selbst in den Mittelpunkt stellen würde allerdings bedeuten, deinem Herz zu folgen. Und, sofern du wirklich einen tiefen Kinderwunsch hast, für einen entsprechenden Mann offen und bereit zu sein. Streng genommen jagst du deinem jetzigen Mann hinterher.

    Jetzt eine Trennung durchzuziehen um dann den nächsten möglichen Kandidaten für "Familienplanung" zu finden, das möchte ich nicht.
    Der Punkt ist auch, für mein Empfinden, dass es nicht (nur) darum geht, auf den letzten Drücker einen passenden Mann zu finden. Das ist auch nicht das Problem, trotz Zeitdruck.

    Ich bin der Meinung, dass man passende Menschen anzieht, wenn man mit sich im Einklang ist. Somit geht es eher weniger darum, einen Mann zu finden mit dem sich ein Familienwunsch realisieren lässt, sondern viel eher darum, mit sich selbst soweit im Reinen zu sein, dass man für einen solchen Mann auch offen und bereit ist - und ihm dann eben begegnet.

    Der Mann ist nicht Mittel zum Zweck, sondern schlichtweg passend - und fügt sich mit dem, was man an Erwartungen mitbringt, und erfüllt diese.

    Erfüllt dein jetziger Partner (trotz dessen, dass er keine Kinder möchte) deine Erwartungen, ist es passend und du bist sowohl in der Beziehung als auch mit dir im Einklang. Das fühlt sich dann aber auch stimmig an.

  6. User Info Menu

    AW: Midlife Crisis mit 40

    Zitat Zitat von Paraplumeau Beitrag anzeigen
    Das ist ja absolut theoretisch, denn man kann nicht sagen, wie sich etwas angefühlt HÄTTE, was man nicht erlebt hat.
    Doch, das kann ich: denn ich bin bewusst noch keine Mutter geworden. Eben weil es sich nicht stimmig anfühlte :)
    Ich denke durchaus, dass Frauen das intuitiv spüren (und sollten).

  7. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Midlife Crisis mit 40

    Zitat Zitat von Sojourner Beitrag anzeigen
    Doch, das kann ich: denn ich bin bewusst noch keine Mutter geworden. Eben weil es sich nicht stimmig anfühlte :)
    Ich denke durchaus, dass Frauen das intuitiv spüren (und sollten).
    Du kannst wissen, wie sich etwas angefühlt HÄTTE? Das wage ich mal ganz gepflegt zu bezweifeln. Darauf auch noch eine Argumentation aufzubauen, wäre wie ein Haus auf Sand bauen.

    Frau hat nur ein Leben. Das muss sie leben. Sich ein Alternativleben auszumalen mag noch funktionieren, aber zu behaupten, Frau wüsste, wie das Fantasieleben sich anfühlt, ist nicht möglich.

  8. Inaktiver User

    AW: Midlife Crisis mit 40

    Zitat Zitat von Rosengarten1974 Beitrag anzeigen
    .

    Jetzt eine Trennung durchzuziehen um dann den nächsten möglichen Kandidaten für "Familienplanung" zu finden, das möchte ich nicht.

    Mir ist klar, dass mein jetziger Partner keine Familie mit Kind möchte. Mir ist auch klar, dass ich echt keine Lust habe, weitere Energien reinzusetzen, um es ihm so schön zu machen, dass er es doch irgendwann mal möchte. Diesen Traum mit ihm habe ich wirklich aufgegeben.

    ....

    Die Perspektive, mich selbst in den Mittelpunkt zu stellen und eben nicht mehr den Männern hinterherzujagen, das fühlt sich für mich stimmig und ermutigend an.
    Vom Grundansatz ist das ja alles stimmig und nachvollziehbar; es ist nur nicht klar, wie dein jetziger Partner da reinpasst.

    Du kommst rüber wie jemand, der sein ganzes Leben lang nach einer harmonischen und engen Partnerschaft gesucht hat (mit einem Kind dann als die "Krönung" dieser Verbindung).

    Es ist dir wichtig, ein schönes Zuhause zu haben, und das mit jemandem zu teilen, der dies wertschätzt.

    Es gibt ja auch das Konzept der "two person family", das viele kinderlose Paare leben, die sich schon länger kennen (also mit gemeinsamer Immobilie, gemeinsamen Familienbesuchen, vielleicht gemeinsam ausgesuchten Haustieren etc.), und ich würde dich als jemand einschätzen, der "zumindest" so was haben will (wenn das mit der Mutterschaft schon nicht klappt).

    Gleichzeitig klammerst du dich hier die ganze Zeit an einen Menschen, der all das überhaupt nicht will, sondern eine lose Beziehung mit getrennten Wohnungen vorzieht. Aufgrund eurer total unterschiedlichen Arbeitszeiten schafft ihr es ja auch nicht, nennenswerte "Familienzeit" miteinander zu verbringen.

    Warum also Lebenszeit mit einem Menschen verbringen, der nicht deine Vorstellungen teilt? In Beziehungsdingen ist Angst vor Einsamkeit ein schlechter Ratgeber.

    Und - um mal den Moralischen rauszukehren -findest du das eigentlich ok, ihn auf der "Warmhalteplatte" zu haben, bis was "besseres" kommt?

    Und mal angenommen, dein zukünftiger Traummann taucht bei einer deiner neuen Freizeitaktivitäten auf und erfährt recht schnell, dass du ja liiert bist - dann hat er ja möglicherweise ja auch keine Lust auf Katz-und Maus-Spiel.

  9. User Info Menu

    AW: Midlife Crisis mit 40

    Zitat Zitat von Paraplumeau Beitrag anzeigen
    Du kannst wissen, wie sich etwas angefühlt HÄTTE? Das wage ich mal ganz gepflegt zu bezweifeln. Darauf auch noch eine Argumentation aufzubauen, wäre wie ein Haus auf Sand bauen.
    Ich weiß, wie ich mich fühlte und fühle. Und das möchte ich hier gerne so stehenlassen.

    Frau hat nur ein Leben. Das muss sie leben. Sich ein Alternativleben auszumalen mag noch funktionieren, aber zu behaupten, Frau wüsste, wie das Fantasieleben sich anfühlt, ist nicht möglich.
    Es geht auch nicht um ein Phantasieleben, sondern das, welches man lebt. Und selbstredend ist es möglich in sich hineinzuhorchen und seine aktuelle Gefühlslage zu gewissen Thematiken zu erspüren. Das sollte man auch.

    Im Übrigen behaupte ich nicht zu wissen, wie sich die Zukunft anfühlen wird, sondern lediglich, dass man fühlen kann, ob man für manche Schritte schon bereit ist. Das nennt sich Entscheidung, und basiert auf Gefühlen.

  10. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Midlife Crisis mit 40

    Zitat Zitat von Sojourner Beitrag anzeigen
    Im Übrigen behaupte ich nicht zu wissen, wie sich die Zukunft anfühlen wird, sondern lediglich, dass man fühlen kann, ob man für manche Schritte schon bereit ist. Das nennt sich Entscheidung, und basiert auf Gefühlen.
    Nein, du behauptest zu wissen, wie sich eine Alternativentscheidung in der Vergangenheit angefühlt hätte. Aber man kann nicht im Konjunktiv leben.
    Ohne Kinder zu haben, kann man nicht wissen, wie sich ein Leben mit Kindern anfühlt.
    Alles andere ist unerträgliche Arroganz. Und dämlich dazu....

Antworten
Seite 14 von 27 ErsteErste ... 4121314151624 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •