Das wäre auch das Ticket für's Unglücklich-sein. Vorprogrammiertes Drama.
Ich garantiere dir: Es ist befreiend schön.Die Perspektive, mich selbst in den Mittelpunkt zu stellen und eben nicht mehr den Männern hinterherzujagen, das fühlt sich für mich stimmig und ermutigend an.
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Thema: Midlife Crisis mit 40
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14.03.2015, 13:30Inaktiver User
AW: Midlife Crisis mit 40
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14.03.2015, 16:28
AW: Midlife Crisis mit 40
In Ordnung, wobei ich finde, dass man das auch schon früher hat bzw. macht. Mit 20,25, 30...zumindest ist es mir so ergangen und jenen in meinem Umfeld.
Damit kann ich mich eher weniger identifizieren - bis auf den Teil, dass man bereits sein Nest im Sinne von Familie gebaut hat.man wird es nochmal verändern können, was anbauen, einen teil abreißen, neue farbe, die räume anders nutzen - aber man wird kein neues haus mehr bauen. positiver ausgedrückt: man muss auch gar kein neues haus mehr bauen!
Ja...wobei ich das wie gesagt jetzt schon fühle (und auch schon in früheren Jahren). Also dieses Bewusstsein, dass man nicht ewig leben wird, die Lebenszeit begrenzt ist, die Möglichkeiten ebenso. Dass man diese als möglichst sinnvoll nutzen sollte.so kann man es vielleicht auch sehen. jedenfalls ist es die feststellung, dass die endlichkeit des lebens schon viel früher beginnt als am letzten tag.
Ich glaube schlimm wird es, wenn sich Familie als Flop entpuppt. Beruf ist ja etwas, das man noch gut wechseln kann. Aber Familie? Ich weiß, dass viele sich scheiden lassen - für mich wäre das aber keine Option. Vielleicht hadern Frauen deswegen soviel, da insbesondere auch Ehe und Kinder ein großer, nicht reversibler Schritt sind.manche wünsche von früher haben sich entweder erfüllt (kind, beruf) oder als flop entpuppt oder waren nicht realisierbar.
andere wünsche bleiben, und es entwickeln sich auch neue wünsche.
Ja, ich verstehe schon. Ich hatte diese Ambition allerdings nie wirklich.aber im beruf muss man doch immer zeigen, was man kann, wenn man damit geld verdienen will? in dieser art meinte ich das mit dem beweisen.
und ich wollte auch mir selbst beweisen, dass ich mich nicht unterkriegen lasse, glaube ich.
Ich denke, man findet sich irgendwann und lernt sich insbesondere selbst besser kennen. Das erleichtert denke ich somit die Partnersuche, man ist im Einklang mit sich selbst und findet dann einen Partner, der einen gut ergänzt und ebenso mit sich im Einklang ist.früher habe ich eher nochmal an mir gearbeitet, wenn es in beziehungen probleme gab... ich wollte nicht "verrohen" oder beziehungsunfähig werden; beziehungen hatten auch eine andere funktion.
heute arbeite ich mich nicht mehr ab und arbeite auch nicht mehr an mir. beispiel nähe, da bin ich manchmal kompliziert - früher habe ich an mir zu arbeiten versucht, heute zucke ich die achseln und denke, ok, dann tauge ich eben nicht zu besonders große nähe, was soll's.
es ist mir auch ein stück egaler geworden, ob eine beziehung hält.
(lustigerweise wirkt sich das eher positiv auf meine beziehungen aus...)
Persönlich ist es mir aber nicht egal (und auch nie gewesen) ob eine Beziehung hält.
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14.03.2015, 16:43
AW: Midlife Crisis mit 40
Ich denke, dass du (sehr) richtig gehandelt hast, aber man könnte die Ursachen hinterfragen, weshalb du trotz Kinderwunsch an Männer geraten bist, die diesen im Grunde nicht ermöglichten.
Abgesehen von dem bei dir vorhandenen Schutzmechanismus aufgrund deiner Kindheit und der Suchtproblematik sehe ich das auch bei mir und vielen Frauen in meinem Umfeld: die waren in Retrospektive sehr froh, mit diesem oder jenem Mann (im Übrigen nicht selten, obwohl diese durchaus einen Kinderwunsch hatten und grundsolide Männer waren) keine Familie gegründet zu haben.
Bestimmt ist auch Instinkt und Intuition dabei. Sei es, weil man aus einem Schutzmechanismus heraus (vielleicht, weil man innerlich noch nicht für Kinder "bereit" ist) an Männer gerät, mit welchem man diesen nicht umsetzen will, oder weil man intuitiv spürt, dass es nicht der richtige Vater für die eigenen Kinder sein wird. Im Sinne auch von persönlicher Reife, die man womöglich erst noch durchleben muss, weil man vielleicht selbst noch nicht ganz bereit für das Muttersein ist.
Ich bin jedenfalls unendlich froh, noch keine Mutter zu sein. Ich wäre keine schlechte gewesen, aber es hätte sich nicht stimmig angefühlt. Also muss man sich fragen, was für diese Stimmigkeit notwendig ist...jemand schrieb es schon: in sich hineinhorchen. Zuhören. Alle wichtigen Antworten sind in einem drin. Entschuldigt, wenn das zu esoterisch klingt (ich bin eigentlich keine Eso-Tante) :D
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14.03.2015, 17:00
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14.03.2015, 17:06
AW: Midlife Crisis mit 40
Dich selbst in den Mittelpunkt stellen würde allerdings bedeuten, deinem Herz zu folgen. Und, sofern du wirklich einen tiefen Kinderwunsch hast, für einen entsprechenden Mann offen und bereit zu sein. Streng genommen jagst du deinem jetzigen Mann hinterher.
Der Punkt ist auch, für mein Empfinden, dass es nicht (nur) darum geht, auf den letzten Drücker einen passenden Mann zu finden. Das ist auch nicht das Problem, trotz Zeitdruck.Jetzt eine Trennung durchzuziehen um dann den nächsten möglichen Kandidaten für "Familienplanung" zu finden, das möchte ich nicht.
Ich bin der Meinung, dass man passende Menschen anzieht, wenn man mit sich im Einklang ist. Somit geht es eher weniger darum, einen Mann zu finden mit dem sich ein Familienwunsch realisieren lässt, sondern viel eher darum, mit sich selbst soweit im Reinen zu sein, dass man für einen solchen Mann auch offen und bereit ist - und ihm dann eben begegnet.
Der Mann ist nicht Mittel zum Zweck, sondern schlichtweg passend - und fügt sich mit dem, was man an Erwartungen mitbringt, und erfüllt diese.
Erfüllt dein jetziger Partner (trotz dessen, dass er keine Kinder möchte) deine Erwartungen, ist es passend und du bist sowohl in der Beziehung als auch mit dir im Einklang. Das fühlt sich dann aber auch stimmig an.
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14.03.2015, 17:09
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14.03.2015, 17:15
AW: Midlife Crisis mit 40
Du kannst wissen, wie sich etwas angefühlt HÄTTE? Das wage ich mal ganz gepflegt zu bezweifeln. Darauf auch noch eine Argumentation aufzubauen, wäre wie ein Haus auf Sand bauen.
Frau hat nur ein Leben. Das muss sie leben. Sich ein Alternativleben auszumalen mag noch funktionieren, aber zu behaupten, Frau wüsste, wie das Fantasieleben sich anfühlt, ist nicht möglich.
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14.03.2015, 17:22Inaktiver User
AW: Midlife Crisis mit 40
Vom Grundansatz ist das ja alles stimmig und nachvollziehbar; es ist nur nicht klar, wie dein jetziger Partner da reinpasst.
Du kommst rüber wie jemand, der sein ganzes Leben lang nach einer harmonischen und engen Partnerschaft gesucht hat (mit einem Kind dann als die "Krönung" dieser Verbindung).
Es ist dir wichtig, ein schönes Zuhause zu haben, und das mit jemandem zu teilen, der dies wertschätzt.
Es gibt ja auch das Konzept der "two person family", das viele kinderlose Paare leben, die sich schon länger kennen (also mit gemeinsamer Immobilie, gemeinsamen Familienbesuchen, vielleicht gemeinsam ausgesuchten Haustieren etc.), und ich würde dich als jemand einschätzen, der "zumindest" so was haben will (wenn das mit der Mutterschaft schon nicht klappt).
Gleichzeitig klammerst du dich hier die ganze Zeit an einen Menschen, der all das überhaupt nicht will, sondern eine lose Beziehung mit getrennten Wohnungen vorzieht. Aufgrund eurer total unterschiedlichen Arbeitszeiten schafft ihr es ja auch nicht, nennenswerte "Familienzeit" miteinander zu verbringen.
Warum also Lebenszeit mit einem Menschen verbringen, der nicht deine Vorstellungen teilt?
In Beziehungsdingen ist Angst vor Einsamkeit ein schlechter Ratgeber.
Und - um mal den Moralischen rauszukehren -findest du das eigentlich ok, ihn auf der "Warmhalteplatte" zu haben, bis was "besseres" kommt?
Und mal angenommen, dein zukünftiger Traummann taucht bei einer deiner neuen Freizeitaktivitäten auf und erfährt recht schnell, dass du ja liiert bist - dann hat er ja möglicherweise ja auch keine Lust auf Katz-und Maus-Spiel.
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14.03.2015, 17:25
AW: Midlife Crisis mit 40
Ich weiß, wie ich mich fühlte und fühle. Und das möchte ich hier gerne so stehenlassen.
Es geht auch nicht um ein Phantasieleben, sondern das, welches man lebt. Und selbstredend ist es möglich in sich hineinzuhorchen und seine aktuelle Gefühlslage zu gewissen Thematiken zu erspüren. Das sollte man auch.Frau hat nur ein Leben. Das muss sie leben. Sich ein Alternativleben auszumalen mag noch funktionieren, aber zu behaupten, Frau wüsste, wie das Fantasieleben sich anfühlt, ist nicht möglich.
Im Übrigen behaupte ich nicht zu wissen, wie sich die Zukunft anfühlen wird, sondern lediglich, dass man fühlen kann, ob man für manche Schritte schon bereit ist. Das nennt sich Entscheidung, und basiert auf Gefühlen.
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14.03.2015, 17:32
AW: Midlife Crisis mit 40
Nein, du behauptest zu wissen, wie sich eine Alternativentscheidung in der Vergangenheit angefühlt hätte. Aber man kann nicht im Konjunktiv leben.
Ohne Kinder zu haben, kann man nicht wissen, wie sich ein Leben mit Kindern anfühlt.
Alles andere ist unerträgliche Arroganz. Und dämlich dazu....



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