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    AW: Midlife Crisis mit 40

    Liebe Lottofee,

    es stimmt, "um jeden Preis" ist für mich keine Option und war es wohl auch nicht, denn sonst wäre ich ja in "ungünstigen" Situationen dauerhaft verblieben oder hätte wirklich "irgendwen" genommen. Und mit den älteren Leuten war es wirklich schön. Ich freue mich, dass ich nach längerer Zeit der Resignation, doch wieder Auftrieb habe. Heute Abend habe ich auch etwas Schönes vor und lerne dabei neue Leute kennen.

    Liebe Grüße
    Rosengarten 1974

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    AW: Midlife Crisis mit 40

    Zitat Zitat von Rosengarten1974 Beitrag anzeigen
    Liebe Lottofee,

    es stimmt, "um jeden Preis" ist für mich keine Option und war es wohl auch nicht, denn sonst wäre ich ja in "ungünstigen" Situationen dauerhaft verblieben oder hätte wirklich "irgendwen" genommen. Und mit den älteren Leuten war es wirklich schön. Ich freue mich, dass ich nach längerer Zeit der Resignation, doch wieder Auftrieb habe. Heute Abend habe ich auch etwas Schönes vor und lerne dabei neue Leute kennen.

    Liebe Grüße
    Rosengarten 1974
    Bei dir haben gewisse Schutzmechanismen ganz gut gewirkt, auch wenn es dich (scheinbar) immer wieder zu ähnlichen Männern hinzog, im Sinne von Muster.

    Es ist gut, dass du (noch) keine Kinder hast. Ich kenne mich mit Suchtproblematiken nicht aus, aber ich finde es gut, dass du so viel reflektierst. Ich hoffe, du hast heute viel Spaß :)

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    AW: Midlife Crisis mit 40

    Zitat Zitat von Lottofee Beitrag anzeigen
    Hallo Rosengarten1974,

    zunächst will ich mal sagen, dass ich den Gedanken den gesamten Sinn des Lebens mit einem imaginären Kind zu verknüpfen einfach komplett krank finde.

    Hier würde ich gerne Einspruch erheben. Der Sinn des Lebens ist - rein evolutionsbiologisch - sich fortzupflanzen. Sei es durch eigene Kinder, oder weil wir durch eine Aufgabe und Dienst an der Gesellschaft etwas für die Menschheit tun.

    Selbst wenn so ein Kind dann kommt, hat es bereits durch seine bloße Geburt die unerfüllbare Aufgabe, ein ansonsten leeres, "sinnloses" Leben der Mutter zu befüllen und das kann nur schief gehen. Babies sollten nicht auf die Welt kommen, um iregendwelche Jobs zu erfüllen (Kinder sind sowieso nur vorübergehende Gäste, nach 20 Jahren sind sie weg und du stehst wieder vor der gleichen Aufgabe, dein Leben zu füllen).
    Man kann Kinder auch als Lebenswerk betrachten. Oder andere Dinge, die einen erfüllen. Keinesfalls aber finde ich den Wunsch seltsam, durch Kindern dem Leben mehr Sinn zu geben. Meist kommt dieser Wunsch auch, wenn vieles im Leben bereits erreicht wurde und erfüllt. Dieser sich eben nicht mehr durch Beruf, Reisen, Freizeitaktivitäten und Ähnlichem füllen lässt.

    Ich verstehe schon, aus welcher Richtung du argumentierst. Nur scheint mir das Leben der TE nicht "leer" zu sein. Als mein Kinderwunsch immer größer wurde spürte ich dass er hauptsächlich daraus kam, dass ich mein Leben endlich "weitergeben" wollte. Ich habe den Wunsch dieses zu teilen, Dinge beibringen zu können - auf eine Weise, die ich eben nicht mit einem Mann oder Freunden teilen und weitergeben kann.

    Und ich stelle fest, dass die Lebensfreude dieser (meistens Damen) herzlich wenig damit zu tun hat, ob sie Kinder haben oder nicht. Wenn, dann ist eher die Tendenz festzustellen, dass diejenigen ohne Kinder unbelasteter, unverbrauchter und auch selbstständiger sind (und weniger jammern).
    Da stimme ich zu, dass Lebensglück nicht von Kindern abhängig sein muss. Allerdings: wer weiss ob jene mich tiefem Kinderwunsch später genauso fröhlich gewesen wären, wenn sie empfänden, etwas Elementares verpasst zu haben.


    Letztendlich ist jeder Mensch allein auf der Welt.
    Diejenigen, sie sich damit abfinden, sich unabhängig machen und ihre Leben selber in die Hand nehmen und gestalten und nicht von anderen erwarten Glück und Sinn zu stiften, sind einem erfüllten Leben einen Schritt näher.
    Ich bin da sehr anderer Meinung. Der Mensch ist kein Einzelgänger und man benötigt andere Menschen, um Glück und Sinn im Leben zu haben. Und es ist nichts Falsches daran, Erwartungen an andere Menschen zu haben, und selbst auch Erwartungen gestellt zu bekommen.

    Durch was soll man dieses "erfüllte" Leben denn sonst füllen, wenn nicht durch Menschen? :)

  4. gesperrt

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    AW: Midlife Crisis mit 40

    Zitat Zitat von Sojourner Beitrag anzeigen
    Hier würde ich gerne Einspruch erheben. Der Sinn des Lebens ist - rein evolutionsbiologisch - sich fortzupflanzen. Sei es durch eigene Kinder, oder weil wir durch eine Aufgabe und Dienst an der Gesellschaft etwas für die Menschheit tun.
    Da kann und sollte man differenzieren. Natürlich ist es das Ziel unserer Gene, dass wir uns fortpflanzen. Aber dieses Ziel widerspricht u.U. meinem Ziel als Individuum, ein glückliches, selbstbestimmtes Leben zu führen. Soll man sich von seinen Genen versklaven lassen und sich zur Fortpflanzung drängen lassen oder soll man tun, was einem am besten gefällt?

    Ich denke, Fortpflanzung ist ein Instinkt, der aber nicht zu jeder Persönlichkeit wirklich gut passt. Deshalb sollte jeder für sich überlegen, was zu seiner Persönlichkeit wirklich gut passt und sich nicht nur von Instinkten leiten lassen.

    Wer sich aber nur als Glied einer langen Kette der Evolution des Menschen sieht, sollte soviele Kinder wie möglich in die Welt setzen. Wer sich als Individuum betrachtet, muss herausfinden, was ihn wirklich glücklich macht.

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    AW: Midlife Crisis mit 40

    Zitat Zitat von Ebayfan Beitrag anzeigen
    Da kann und sollte man differenzieren. Natürlich ist es das Ziel unserer Gene, dass wir uns fortpflanzen. Aber dieses Ziel widerspricht u.U. meinem Ziel als Individuum, ein glückliches, selbstbestimmtes Leben zu führen. Soll man sich von seinen Genen versklaven lassen und sich zur Fortpflanzung drängen lassen oder soll man tun, was einem am besten gefällt?

    Ich denke, Fortpflanzung ist ein Instinkt, der aber nicht zu jeder Persönlichkeit wirklich gut passt. Deshalb sollte jeder für sich überlegen, was zu seiner Persönlichkeit wirklich gut passt und sich nicht nur von Instinkten leiten lassen.

    Wer sich aber nur als Glied einer langen Kette der Evolution des Menschen sieht, sollte soviele Kinder wie möglich in die Welt setzen. Wer sich als Individuum betrachtet, muss herausfinden, was ihn wirklich glücklich macht.
    Ebayfan - ich habe dich hier schon vermisst :)

    Natürlich sollte man differenzieren und das tat ich auch, in dem ich schrieb, dass man nicht zwingend Kinder in die Welt setzen muss oder sollte, um der Evolution behilflich zu sein. Alternativ könnte man irgendwas nobelpreisträchtiges tätigen. Wobei es bei diesen Leuten erst Recht ganz toll wäre, wenn sie ihre Gene weitergeben.

    Mir ist übrigens klar, dass das so, 1:1 nicht funktioniert. Kinder sind heutzugage eine hochindividuelle Lebensfrage - für die meisten (gewiss nicht alle) gehören sie aber zu einem erfüllten Leben dazu. Mutter Teresa hatte keine eigenen Kinder - sie dürfte dennoch die berühmteste Mutter der Welt sein :D

  6. gesperrt

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    AW: Midlife Crisis mit 40

    Mein Eindruck ist, dass jemand, der mit 40 Jahren dank Verhütung, trotz Sex noch kein Kind hat, es sich auch nicht wirklich wünscht. Ein großer Kinderwunsch setzt sich früher durch.

    Ich kenne da ein paar Fälle, wo die betreffenden Frauen trotz widriger Umstände, in ihren 30ern diesen Wunsch in die Tat umsetzten. Beide sind heute alleinerziehend.

    Aber dieses Überdenken im Alter um die 40 kenne ich auch gut. Es ist einfach das Alter, in dem man nochmal alles hinterfragt. Ich hatte damals auch so eine triste Phase, aber es verging dann wieder. Mein Auslöser war eine Geburtstagskarte mit einer fetten 40 drauf. Verrückt! Heute, beinahe 10 Jahre später, geht es mir viel besser.

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    AW: Midlife Crisis mit 40

    Zitat Zitat von Ebayfan Beitrag anzeigen
    Mein Eindruck ist, dass jemand, der mit 40 Jahren dank Verhütung, trotz Sex noch kein Kind hat, es sich auch nicht wirklich wünscht. Ein großer Kinderwunsch setzt sich früher durch.
    Ja, da könntest du recht haben. Wobei ich wie gesagt auch von Frauen gelesen habe, die in "letzter Minute" Kinder bekamen.

    Ich kenne da ein paar Fälle, wo die betreffenden Frauen trotz widriger Umstände, in ihren 30ern diesen Wunsch in die Tat umsetzten. Beide sind heute alleinerziehend.
    Z.B., ja.

    Aber dieses Überdenken im Alter um die 40 kenne ich auch gut. Es ist einfach das Alter, in dem man nochmal alles hinterfragt. Ich hatte damals auch so eine triste Phase, aber es verging dann wieder. Mein Auslöser war eine Geburtstagskarte mit einer fetten 40 drauf. Verrückt! Heute, beinahe 10 Jahre später, geht es mir viel besser.
    Ich habe ja zum Glück noch ein paar Jahre, aber manchmal frage ich mich auch, wie es mir mit 40 gehen wird. Als ich 30 wurde, ging es mir so. Total erschreckend, diese Zahl. Und für mich bereits ein Alter, in welchem ich alles hinterfragte. Hat bei mir auch zu vielen Umbrüchen geführt, samt Trauerphase und längerer Reflektionszeit.

    In welchem Alter lächelt man selig vor sich hin? 60? :D

  8. gesperrt

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    AW: Midlife Crisis mit 40

    Mit 10, mit 50 und mit 80 würde ich sagen.

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    AW: Midlife Crisis mit 40

    Zitat Zitat von Ebayfan Beitrag anzeigen
    Mit 10, mit 50 und mit 80 würde ich sagen.
    Stimmt, 10 war ein tolles Alter, 20 aber auch. Und mittlerweile bin ich auch glücklich. Aber so richtig selig vor sich hinlächeln, ich denke auch, dass 50 oder 80 ganz passend ist. Oder 100 mit einem richtig guten Drink in der Hand :D

  10. Inaktiver User

    AW: Midlife Crisis mit 40

    Zitat Zitat von Sojourner Beitrag anzeigen
    Ich habe ja zum Glück noch ein paar Jahre, aber manchmal frage ich mich auch, wie es mir mit 40 gehen wird.
    ich fand die jahre zwischen 30 und 45 bislang am schwierigsten, bzw. am unfreisten. da war ich nur am arbeiten, kind klein, beruf aufbauen. meiner beobachtung nach ging es meinem umfeld ähnlich, ob mit oder ohne kind. auch in beziehungen baut man auf, versucht irgendwas "hinzukriegen".

    dann mit 40 oder mitte 40 die krise, weil man den tatsachen ins auge sehen muss - was man bis jetzt nicht geschafft hat, wird man vermutlich auch nicht mehr erreichen.

    also, ich weiß, ich bin so wie ich bin, und es wird sich daran nicht mehr viel ändern. ich habe kinder oder keine, ich habe eine ganz lange beziehung oder keine - ich habe entweder einen mann fürs leben oder nicht - ich habe karriere gemacht oder nicht.

    das ist einerseits natürlich an manchen stellen frustig, weil logischerweise ein paar züge abgefahren sind. an anderen stellen kann es glücklich und zufrieden machen - wenn zu schätzen lernt, was da ist.

    vielleicht ist das die herausforderung in dieser krise: sich versöhnen mit dem, was da ist, es lieben und schätzen lernen und nicht immer weiter hadern wegen der dinge, die sich nicht realisieren ließen.

    auf jeden fall aber bricht mit dieser krise das reich der freiheit an: endlich kann ich machen, was ich will und muss nicht mehr so sehr auf meine beziehungsfähigkeit achten oder mir oder irgendwem anders im beruf was beweisen!

    In welchem Alter lächelt man selig vor sich hin? 60? :D
    in meinem fall seit ich mitte 40 bin. das sind grade wirklich saugute jahre für mich.

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