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  1. Inaktiver User

    AW: Midlife Crisis mit 40

    Zitat Zitat von Sojourner Beitrag anzeigen
    Würde man meinen, ja. Aber die große Zahl geschiedener/alleinerziehender Frauen spricht eher andere Bände.
    wieso, ob man sich trennt, sagt doch nichts darüber aus, wie der kinderwunsch entsteht.

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    AW: Midlife Crisis mit 40

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    wieso, ob man sich trennt, sagt doch nichts darüber aus, wie der kinderwunsch entsteht.
    Wenn man sich trennt, dann, weil es nicht der richtige Mann war.

    Und im Kontext dieses Threads geht es ja darum, einen passenden Mann für eine Familiengründung zu finden - ansonsten käme eine Samenbank in Frage, oder Adoption, oder "irgendein" Mann. Meist ist der Kinderwunsch allerdings an den "richtigen" Mann gebunden.

    Aeryn_Sun hat es ganz gut auf den Punkt gebracht. Die Partnersuche im Sinne von "passenden" Partner/Mann finden ist etwas, das meines Erachtens durchaus ein wenig verkopfter angegangen werden darf. Zumindest wenn es darum geht, eigene Anteile, Motive und Perspektiven zu analysieren. Und hier macht es durchaus Sinn, das zeitig zu tun oder diesem Prozess auch ausreichend Raum zu geben. Sei als als "Midlife Crisis" oder sonstige "Krise". Das kann sehr hilfreich sein, vorausgesetzt, man scheut es nicht, authentisch zu sein.

  3. Inaktiver User

    AW: Midlife Crisis mit 40

    Achwas.

    Rosengarten hatte jetzt grade eine Epiphanie im Chor.
    Das war wirklich schön!

    Sie tut doch was sie kann!
    Männer, Krisen, 40 - nun lasst Ihr doch mal eben einen Moment zum verschnaufen und sortieren.
    Die ganzen Bewertungen helfen da wenig, finde ich.

  4. Inaktiver User

    AW: Midlife Crisis mit 40

    Zitat Zitat von Sojourner Beitrag anzeigen
    Wenn man sich trennt, dann, weil es nicht der richtige Mann war.
    nun, wenn die dauer der beziehung das entscheidende kriterium ist, ob der mann der "richtige" ist oder nicht...

    für mich zu eindimensional.

    Und im Kontext dieses Threads geht es ja darum, einen passenden Mann für eine Familiengründung zu finden - ansonsten käme eine Samenbank in Frage, oder Adoption, oder "irgendein" Mann. Meist ist der Kinderwunsch allerdings an den "richtigen" Mann gebunden.

    Aeryn_Sun hat es ganz gut auf den Punkt gebracht. Die Partnersuche im Sinne von "passenden" Partner/Mann finden ist etwas, das meines Erachtens durchaus ein wenig verkopfter angegangen werden darf. Zumindest wenn es darum geht, eigene Anteile, Motive und Perspektiven zu analysieren. Und hier macht es durchaus Sinn, das zeitig zu tun oder diesem Prozess auch ausreichend Raum zu geben. Sei als als "Midlife Crisis" oder sonstige "Krise". Das kann sehr hilfreich sein, vorausgesetzt, man scheut es nicht, authentisch zu sein.
    ich schrieb es schon: die midlife crisis ereilt so ziemlich jeden, das hat nichts mit richtig oder falsch leben zu tun, sondern entspricht dem lauf der dinge.

    und was die verkopfte partnersuche angeht - genau das hat rosengarten doch gemacht, sie hat männer mit familienambitionen gesucht und gefunden - und sie hat trotzdem keine kinder.

    ich finde, gerade ihr beispiel zeigt, dass das verkopfte vorgehen eben NICHT automatisch zum ziel führt.

    und ich frage mich ob sie nicht vielleicht viel glücklicher gewesen wäre, wenn sie nicht immer dieses familienziel gehabt hätte, sondern mehr im augenblick gelebt hätte.

    - jedenfalls finde ich es gut, wie du es jetzt machst, rosengarten: auf das schauen, was du hast, die dinge nehmen, wie sie sind.
    vielleicht entdeckst du ja auch neue seiten in deiner beziehung, wenn du den lebensentwurf mit der familie los lässt?

    und: weiter oben hast du gefragt, ob du vielleicht zu viel allein bist. irgendwo schriebst du auch, dir fehlt eine beste freundin, du kannst mit niemandem "richtig" reden. wie wär's, wenn du da mal rangehst und dich um deine freundschaften kümmerst? ich kann mir vorstellen, dass das sehr viel ausmacht!

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    AW: Midlife Crisis mit 40

    Zitat Zitat von Sojourner Beitrag anzeigen
    Sie realisieren kann mit 40, dass sie all die Jahre keinen "passenden" Mann finden, und hinterfragen diese Ursachen erst sehr spät.
    Ja oder verbringen Ihre Zeit mit Partnern, die nicht für sie passend sind. Ursachenforschung finde ich immer gut, wenn man z.B. immer einen bestimmten Männertyp gerät, der einem nicht gut tut. Man darf die Ursachenforschung allerdings nicht unbedingt übertreiben, sonst kommt man an dem Punkt, an dem man sich sagt, wenn ich mich auch nur genügend anstrenge, erreiche ich alles und nimmt die Schuld dann auf sich, wenn etwas, wie in dem Falle, der Kinderwunsch, nicht realisiert wird. Manches ist einfach auch Schicksal. Dann soll es eben so sein und wer weiß, für was es gut ist. Es hat irgendwie schon alles seinen Sinn, finde ich.

  6. Inaktiver User

    AW: Midlife Crisis mit 40

    ich finde, JEDE von euch hat irgendwo recht.

    nur, was bringt es Rosengarten, wenn sie in einem chor singt mit menschen die älter sind als ihre mutter?
    sorry Rosengarten, aber ich sehe hier nicht, was DIR das bringen soll, bezgl. deines anliegens???

    willst du nun ein kind, willst du den passenden partner,
    oder willst du nur dein freizeitverhalten ändern?
    so die midlife crisis durchstehen?

    es tut mir leid das zu sagen, aber ich sehe nach wie vor kein (!) ziel,
    das du vor augen hast.

    das sind und bleiben nebenschauplätze.

    ich mag mich täuschen,
    aber je länger ich dich lese, umso mehr glaube ich, dass du nicht wirklich ein kind willst.
    das wäre doch auch ok.

  7. Inaktiver User

    AW: Midlife Crisis mit 40

    @Sojourner,

    bereichernde beiträge

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    AW: Midlife Crisis mit 40

    Hallo zusammen,

    erst mal: Ich bin baff, wie intensiv sich diese Diskussion entwickelt hat und danke allen, die ihre Gedanken zum Thema geschrieben haben.

    Was mir, auch durch eure Beiträge, immer klarer wird, ist, dass ich den Ansatz "Kind um jeden Preis" (zum Beispiel aus Affairen, One Night Stands, unglücklichen Beziehungen) nicht verfolge.

    Es gab auch Momente, in denen ich froh war, mit einigen Männern eben kein gemeinsames Kind zu haben. Das sind folgende Männer: Mein Ex-Mann, der ja nun irgendwann keinen Tag mehr ohne Bier auskam und auch der Cannabiskonsument, der zudem auch nach der Frühschicht gegen Mittag schon regelmäßig "sein Feierabendbier" trank.

    Wenn ich ehrlich bin, hätte ich mit meinem damaligen Ehemann bestimmt ein Kind bekommen können, obwohl er sich ja nach der Eheschließung von diesem Gedanken zunehmend distanzierte und es nicht mehr wollte. Aber ganz ehrlich: Nachdem sein Alkoholkonsum überhand nahm, ließ ich Situationen, in denen ein Kind hätte entstehen können, auch gar nicht mehr zu. Ich wollte nicht schwanger werden unter Umständen, unter denen ich mich zutiefst geekelt und eigentlich nur gebetet hätte, dass es vorbei ist. Echt nicht.

    Und auch für das mögliche Kind hätte ich nicht gewollt, dass es mit einem Elternteil aufwachsen muss, das ständig betrunken ist. Ich hätte mich unter den Umständen einer Schwangerschaft auch sofort trennen müssen. Es gib ja oft die Familienkonstellation, in der ein Elternteil trinkt und der andere zwar "versucht" sein Kind vor der Atmosphäre und den Auswirkungen der betrunkenen Person zu schützen, aber so richtig geht das nicht.

    Das habe ich in meinem eigenen Elternhaus selbst erfahren. Ein Elternteil, auch wenn es nicht gewalttätig ist, als suchtkrank zu erleben, ist für Kinder schlecht.

    In meiner Klasse habe ich ein Kind, dessen Mutter trinkt und glaubt mir, diesem Kind geht es oft nicht gut- und das, obwohl alles dafür getan wird, dass dieses Kind davon so wenig wie möglich mitbekommt.


    Vielleicht kann diejenige, die schrieb, der Cannabiskonsument hätte sich ggf. doch als guter Vater erweisen können, eventuell nachvollziehen, dass ich von diesem Gedanken ziemlich schnell abwich, als er, sobald ich duschen war, in einer unglaublichen Hektik diese riesige Flasche bereitmachte (Bong), um sich möglichst unbeobachtet erst mal die Birne zuzuballern.

    Mir wird immer klarer, dass ich es nicht bereue, von diesen beiden Männern eben nicht schwanger geworden zu sein. Nicht nur in meinem Interesse, sondern auch im Interesse der "theoretischen Kinder".

    Das ist ein Gedanke, der mir auch bislang in meiner kinderlosen Zeit seit dem Alter von 34 und bis fast heute, auch immer geholfen hat, ohne Mutterschaft trotzdem nicht dauergeknickt durch die Welt zu laufen. Ich habe so zumindest verhindern können, dass "mein" Kind aus suchtbelasteten Verhältnissen kommt. Ein Mensch weniger, der das "aushalten" muss.

    Es ist nicht so, dass der Vater im Falle einer Trennung grundsätzlich keine Rolle mehr im Leben des Kindes spielt. Ein Besuchsrecht wird es geben (da muss das Kind aus meiner Klasse auch "durch").

    Es war eine ziemliche Enttäuschung, dass mein jetziger Partner seit Oktober den Gedanken eines partnerschaftlichen Zusammenlebens revidiert hat. Diese neuen Freizeitaktionen, die ich plane, haben nicht den Zweck, künftig auch alles für mich zu sein. Ich gedenke auch nicht, mich ausschließlich in der Gesellschaft des Seniorenchors aufzuhalten (obwohl genau diese Menschen an diesem Abend genau die richtigen für mich waren). Darüber hinaus wird es noch viel geben.

    Ich arbeite insofern an mir, als dass ich erst mal wieder zu einer gewissen Grundstabilität und positiven Lebenseinstellung kommen möchte, die ich mir für mich unabhängig von einer partnerschaftlichen Beziehung mit Zukunft wünsche. Das soll aber noch nicht "das Ende der Fahnenstange" sein.

    Liebe Grüße

    Rosengarten 1974

    P.S. Ein Schmunzler noch für euch: Im Laufe der Beziehung informierte der Cannabiskonsument mich auch über seine liebste Fernsehsendung, die er für echt hielt: "Berlin Tag und Nacht". DAS hätte mir dann auch täglich bevorgestanden und Gespräche darüber. Ich befürchte, da liegt mir die Rama-Werbung doch näher.
    Geändert von Rosengarten1974 (13.03.2015 um 15:59 Uhr)

  9. User Info Menu

    AW: Midlife Crisis mit 40

    Hallo zusammen,

    mir fiel gerade noch etwas ein. Das Problem, das Kinder aus suchtbelasteten Familien haben können (und nicht jede Familie, die so ist, ist diese typische Gewaltfamilie mit Schreien, Schlagen und allem, was man sich darunter vorstellt), liegt in der Schwierigkeit, dass man zwar viele Gefühle hat, diese aber nicht eindeutig zuordnen kann.

    Das Problem in Familien, in denen eine Suchtproblematik eher vertuscht wird, in denen so getan wird "als sei alles gut, obwohl es nicht so ist", kann die Folge haben, dass Kinder aus diesen Familien nicht so leicht auf ihr Bauchgefühl hören und intuitiv die richtigen Entscheidungen für sich treffen.
    Sie fühlen: Etwas stimmt nicht, eigentlich ist hier vieles traurig- aber um sie herum wird gelächelt. "Sich selbst zu trauen", die eigene Wahrnehmung als "zur Realität passend" einzuordnen- das sind Fähigkeiten, die man nur wenig entwickelt.

    Das könnte ich noch lange ausführen.
    Mein Vater ist jetzt seit 10 Jahren tot und ich vermisse ihn sehr. Ich bin aber trotzdem froh, dass ich ihn nicht mehr betrunken erleben muss. Unser Verhältnis war ambivalent, immer, eben wegen des Trinkens, obwohl er ein lieber Mensch war.

    Ich habe mit Sicherheit meinen Anteil daran, dass ich mit 40 Jahren noch so "herumeiernd" wirke, so ziellos. Ich habe erst als Erwachsene gelernt, meine "innere Stimme" überhaupt erst zu respektieren, auch wenn ich vermutlich immer noch wesentlich länger als andere Menschen dafür brauche, um sie zu hören, ihr zu vertrauen und zu Entscheidungen zu kommen, die sich persönlich auch nach längerer Zeit immer noch als richtig erweisen. Die Phase des Abwägens und des Schönredens ist immer noch lang. Ich kann aber immer noch nur so schnell wie ich kann- alles, was ich in der Vergangenheit gerade in Beziehungen an "übereilten" Entscheidungen getroffen habe, führte oft dazu, dass es mir innerlich sehr schlecht ging, wirklich ganz extrem (seien es Umzüge in die Regionen der Partner, seien es Trennungen und auch, wenn ich neu mit jemandem zusammenkomme, fühle mich mich innerlich trotz Verliebtheit so, als habe ich mir eine Zeitbombe umgeschnallt).

    Manche richtige Entscheidungen, die sich langfristig als richtig erwiesen haben, habe ich schon getroffen.

    - Ich habe einen schönen Beruf und versuche, den Kindern jeden Tag eine gute Lehrerin und ein verlässlicher Mensch zu sein, jemand, der für sie da ist.

    - Ich habe es geschafft, dass ich Partner mit Suchterkrankungen aus meinem Leben herausbefördere und nicht zulasse, dass ihre Sucht zu "meiner" Sucht wird.


    Es ist mir möglich, auch schwierige Zeiten zu durchleben und doch wieder zu einem positiven Lebensgefühl zu kommen. In meiner aktuellen Situation sehe ich ja auch zumindest erste Anker, mit denen ich mich an den Haaren aus meinem inneren Desaster herausziehen kann.

    Wenn ich wirklich ehrlich bin, kann es sein, dass ich so langsam bleibe, dass ich es echt nicht erreichen kann in der kurzen Zeit, die mir noch bleibt, einen Mann zu finden, mit dem ich noch ein Kind bekommen kann. Das kann wirklich sein.

    Liebe Grüße

    Rosengarten 1974
    Geändert von Rosengarten1974 (13.03.2015 um 17:13 Uhr)

  10. User Info Menu

    AW: Midlife Crisis mit 40

    Hallo Rosengarten1974,

    zunächst will ich mal sagen, dass ich den Gedanken den gesamten Sinn des Lebens mit einem imaginären Kind zu verknüpfen einfach komplett krank finde.

    Selbst wenn so ein Kind dann kommt, hat es bereits durch seine bloße Geburt die unerfüllbare Aufgabe, ein ansonsten leeres, "sinnloses" Leben der Mutter zu befüllen und das kann nur schief gehen. Babies sollten nicht auf die Welt kommen, um iregendwelche Jobs zu erfüllen (Kinder sind sowieso nur vorübergehende Gäste, nach 20 Jahren sind sie weg und du stehst wieder vor der gleichen Aufgabe, dein Leben zu füllen).

    Von dem was ich von dir so lese, habe ich aber nicht den Eindruck, dass das bei dir der Fall ist.
    Du scheinst zu merken, dass nur du selber dein Leben gestalten kannst.
    Zitat Zitat von Rosengarten1974 Beitrag anzeigen
    Was mir, auch durch eure Beiträge, immer klarer wird, ist, dass ich den Ansatz "Kind um jeden Preis" (zum Beispiel aus Affairen, One Night Stands, unglücklichen Beziehungen) nicht verfolge.
    [...]
    Ich gedenke auch nicht, mich ausschließlich in der Gesellschaft des Seniorenchors aufzuhalten (obwohl genau diese Menschen an diesem Abend genau die richtigen für mich waren). Darüber hinaus wird es noch viel geben.
    Ich habe regen Kontakt mit einer älteren Verwandten von mir (so um die 80 J.) und ihren etwa gleichaltrigen Bekannten.
    Die Begegnungen finde ich erfrischend, es ist sehr interessant deren Lebenseinstellungen, Gedanken und Resumees kennenzulernen, ausserdem wird es nach ein paar Drinks immer extrem lustig.
    Und ich stelle fest, dass die Lebensfreude dieser (meistens Damen) herzlich wenig damit zu tun hat, ob sie Kinder haben oder nicht. Wenn, dann ist eher die Tendenz festzustellen, dass diejenigen ohne Kinder unbelasteter, unverbrauchter und auch selbstständiger sind (und weniger jammern).
    Letztendlich ist jeder Mensch allein auf der Welt.
    Diejenigen, sie sich damit abfinden, sich unabhängig machen und ihre Leben selber in die Hand nehmen und gestalten und nicht von anderen erwarten Glück und Sinn zu stiften, sind einem erfüllten Leben einen Schritt näher.
    * * Lottofee * *

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