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    AW: Hochsensibel... Segen und auch manchmal "Fluch"

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    manchmal denke ich, der ganz vorteil daran, so viel reize wahrzunehmen, ist, dass man nicht "extra" was braucht, um einen kick zu bekommen .

    ich selbst bin nach ein paar normalen stunden schon voll damit beschäftigt, die ganzen eindrücke und reize zu verarbeiten. das hatte ich als kind schon - nach kurzer zeit mit anderen kindern musste ich einfach wieder allein sein.
    inzwischen habe ich kapiert, dass ich am besten in kleinern zweierrunden zurecht komme, in denen ich mich komplett auf meinen gesprächspartner konzentrieren kann.
    Das kenne ich auch - wenn ich mich in meiner Jugend mal in einen Techno-Tempel verirrte, konnte ich nie verstehen, warum manche Leute da noch Drogen für einen zusätzlichen "Kick" nahmen. Also *hust* sowas hörte man da gelegentlich... Ich war allein von Licht und Sound schon für Stunden völlig weggeflasht. Und brauchte auch lange, um mich davon zu erholen.^^ Bei mir war der "Kater" halt billiger.

    Und Dialoge ziehe ich ebenfalls vor. Ich habe jahrelang im Ausland gelebt, wo es zu einer netten Unterhaltung einfach dazugehört, dass mindestens fünf Menschen gleichzeitig durcheinanderreden... bekomm ich Kopfweh von. Halte ich nicht länger als eine Stunde aus, dann muss ich da raus. Fand ich oft schade.

    Wenn ich nicht genug Zeit habe, um allein abzuschalten, hole ich das nachts nach - ich schlafe dann einfach nicht. Da hilft nix.
    Die Menge macht das Gift.
    T. B. v. Hohenheim

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    AW: Hochsensibel... Segen und auch manchmal "Fluch"

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und weil das ein paar so tun, wird das direkt auf alle (hier) gemünzt?
    So kann man sich die Welt auch vereinfachen.
    Ich zitiere mich gerne selbst:
    Ich geh mit Sensibilität sicher nicht hausieren. Und nach meiner Erfahrung (bitte nicht verallgemeinernd interpretieren) haben selbstdiagnostizierte Hochsensible oft wenig Respekt vor anderer Leuts Sensibilitäten.
    Das Idol unserer Kindheit war ein arbeitsloser Aussteiger mit hohem Bildungsgrad, der abseits gesellschaftlicher Normen im Bauwagen lebte.

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    AW: Hochsensibel... Segen und auch manchmal "Fluch"

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Vielleicht hat ja jeder Therapeut den Patienten sofort auf seiner Seite, sobald er ihm sagt: "Sie sind hochsensibel."

    Da der Hochsensible dann nicht mehr verantwortlich für das Ganze ist, sondern die böse Welt und das Gros der Mindersensiblen, Normalen. Die dann den Hochsensiblen umspringen und hegen sollen.

    Vielleicht haben die "Normalen" jedoch genauso ihr Päcklein zu tragen und beißen die Zähne zusammen und stehen ihren Mann bzw. ihre Frau und sagen sich: "S'muss eben sein!" oder "Ich will niemandem zur Last fallen." Vielleicht sind sie eben einfach tapferer als der selbst- oder fremddiagnostizierte "Hochsensible".

    Das sind da so meine Gedanken.
    Du scheinst nicht hochsensibel zu sein, sonst würdest du sowas nicht von dir geben.

  4. Inaktiver User

    AW: Hochsensibel... Segen und auch manchmal "Fluch"

    Schöne Beschreibung, Eva.
    Auch ich habe hier schon wertvolle Tipps bekommen..... und Unglaubliches gelesen

    Wer in meiner Umgebung auch ein paar Antennen hat , dem muss ich nichts erklären, denen, die so gar keine haben, will ich nichts erklären .... also kein "Schild" vor mir. Ich komme gut mit mir klar, meistens jedenfalls
    Für mich ist halt der Umgang mit meiner pubertierenden und hochsensiblen Tochter als sehr sensible Mutter eine echte Herausforderung. Schön, das einige das verstehen und ernst nehmen.

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    AW: Hochsensibel... Segen und auch manchmal "Fluch"

    Na die Aggression von außen kommt durch durch das nach unten abgrenzende Wort selbst zustande.

    Wer immer das gewählt hat, tut den Betroffenen keinen Gefallen.
    Ich kann das ultimative Wort auch nicht aus dem Ärmel schütteln, aber was mit sensitiv fände ich schon einen passenderen Ansatz.....grübel

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    AW: Hochsensibel... Segen und auch manchmal "Fluch"

    Zitat Zitat von DerHeld Beitrag anzeigen
    Woher weißt du, wer hier "Nichtbetroffener" ist?
    Das merken die Hochsensiblen sehr schnell...

    Ich frag mich, warum es oft so aggressive Posts bei diesem Thema gibt. Leben und leben lassen.

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    AW: Hochsensibel... Segen und auch manchmal "Fluch"

    passdscho: klingt plausibel.

    Ich werfe dann alternativ den englischen Begriff rein, der macht vielleicht auch klarer, dass es nicht, um "ein bissl arg empfindlich" geht:

    Sensory processing sensitivity
    Die Menge macht das Gift.
    T. B. v. Hohenheim

  8. Inaktiver User

    AW: Hochsensibel... Segen und auch manchmal "Fluch"

    Zitat Zitat von passdscho Beitrag anzeigen
    Na die Aggression von außen kommt durch durch das nach unten abgrenzende Wort selbst zustande.

    Wer immer das gewählt hat, tut den Betroffenen keinen Gefallen.
    Ich kann das ultimative Wort auch nicht aus dem Ärmel schütteln, aber was mit sensitiv fände ich schon einen passenderen Ansatz.....grübel
    WOW
    vielen Dank dafür !

    jetzt kann ich das verstehen
    deshalb das "besser und schlechter"
    wegen "hoch und tief"

    ein sehr schlüssiger Gedanke

  9. Inaktiver User

    AW: Hochsensibel... Segen und auch manchmal "Fluch"

    Zitat Zitat von einzigARTig Beitrag anzeigen
    Du scheinst nicht hochsensibel zu sein, sonst würdest du sowas nicht von dir geben.
    Ich habe ja auch so meine jammerigen und empfindlichen Phasen. Wenn ich dann mal drüber nachdenke, ist es meistens so, dass ich zu wenig Schlaf, zu viele unbewältigte Sorgen oder irgend etwas habe.

    Vielleicht kann sich jemand, der sich nicht auf einem Jahrmarkt (weil es als Beispiel kam) unbeschwert amüsieren kann, sich einfach eben nicht amüsieren, und dieses ist dann eine mangelnde Fähigkeit oder er ist ein Hypochonder oder so.

    Dann geht man eben einmal hin und ein anderes Mal in eine Kirche mit Freundinnen zum Meditieren oder Kirchenchorsingen. Ich mache beides. Jahrmarkt und Kirchenchor.

    Keine Rose ohne Dornen. So einfach ist das.


    Ja, aber mit dieser Einstellung kann ich eben nicht bzw. meine Krankenkasse einer großen Anzahl von Therapeuten ihren Lebensunterhalt bezahlen, die doch oft viel dringender für andere Grundsorgen gebraucht würden.

    Ein wenig Achtsamkeit sich selbst gegenüber und anderen. Das kann nie schaden. Und freilich ist der moderne Mensch überreizt von Signalen. Jeder dürfte dies eigentlich sein. Ist ja ein großes Thema. Und wir sind angeblich frei, leben jedoch unter gewaltigen gesellschaftlichen Zwängen als verwaltetes Stimmvieh.



    Und das auf Englisch zu sagen, löst das Problem auch nicht. Da muss ich an die Erzählung "Der junge Engländer" von Wilhelm Hauff denken.
    Geändert von Inaktiver User (09.02.2015 um 20:33 Uhr)

  10. gesperrt

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    AW: Hochsensibel... Segen und auch manchmal "Fluch"

    Wir sind alle hochbegabt.
    Wir sind alle hochsensibel.

    Es lässt sich nur nicht jeder anmerken.

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