Ich erlebe es auch, dass ich Signale/Bewegungen/Mimik was auch immer wahrnehme, die bei anderen in meinem Umfeld noch nicht angekommen sind. Beispiel Kantine, ich erkenne sehr schnell, wer auf den Tisch zusteuert, an dem ich gerade mit den Kollegen sitze und ich schon vorher die verteilten Schälchen wieder eingesammelt habe, bevor der neue Kollege mit bei uns sitzt. Die Kollegen am Tisch hatten es überhaupt nicht registriert, dass jemand dazu kommt. (Nur als ein Beispiel, und ich will damit ganz bestimmt nicht sagen, dass mich das besser oder schlechter als meine anderen Kollegen macht.)
Das kann einfach ganz schön anstrengend sein, wenn die Antennen dauernd extrem auf Empfang geschaltet sind. Ich würde da gerne manchmal einfach einen Regler haben, der es mir erlaubt, die Empfangsstärke zu reduzieren.
Ich bin Migräne-Patientin und ich glaube, dass es da auch durchaus einen Zusammenhang gibt. Situationen, die vielen meiner Mitmenschen gut zu tun scheinen, sind für mich eher belastend.
Seit ich gegen die Migräne als Prophylaxe ein extrem niedrig dosiertes Anti-Depressivum erhalte, ist meine Empfindsamkeit etwas zurück gegangen, meine ich zumindest.
Ansonsten finde ich wirklich ganz bewusste Auszeiten, insbesondere auch ohne Medien für mich sehr hilfreich.
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09.02.2015, 16:45
AW: Hochsensibel... Segen und auch manchmal "Fluch"
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09.02.2015, 17:02
AW: Hochsensibel... Segen und auch manchmal "Fluch"
Interessant - wir hatten hier schon mal einen Strang, in dem eine Userin nach einem eventuellen Zusammenhang von HS und Migräne fragte - damals konnte das niemand verifizieren. Ich denke ihr Nick war "Langbein" habe aber keine Zeit, den Strang jetzt zu suchen. Vielleicht findest Du den Strang - oder jemand sonst? Oder Langbein selbst - bist Du da? *lach* jaaaaa.... monströses Langzeitgedächtnis gehört auch dazu.
Die Menge macht das Gift.
T. B. v. Hohenheim
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09.02.2015, 17:06Inaktiver User
AW: Hochsensibel... Segen und auch manchmal "Fluch"
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09.02.2015, 17:11Inaktiver User
AW: Hochsensibel... Segen und auch manchmal "Fluch"
Das Eine hat mit dem Anderen nichts zu tun. Hochsensibilität ist quasi das "Talent", Sinneseindrücke schneller, feiner etc. wahrzunehmen. Mehr aber auch nicht. Damit ist und wird man kein "Sensibelchen" im psychologischen Sinne, noch ist man achtsamer oder rücksichtsvoller der Umwelt gegenüber.
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09.02.2015, 17:18
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09.02.2015, 18:06Inaktiver User
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09.02.2015, 18:10Inaktiver User
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09.02.2015, 18:48Inaktiver User
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09.02.2015, 19:15Inaktiver User
AW: Hochsensibel... Segen und auch manchmal "Fluch"
Hochsensible Menschen (HSP = Highly Sensitive Person) nehmen aufgrund neurologischer Besonderheiten
äußere und innere Eindrücke intensiver wahr. Häufig in diesem Zusammenhang gehörte
Stichworte sind: „empfindlicheres Nervenkostüm“ oder „dünnhäutig“. Es ließe sich formulieren, dass
pro Zeiteinheit mehr Informationen aufgenommen werden.
Das hat den potentiellen
Nachteil einer leichteren Reizüberflutung, weshalb häufiger Phasen des Rückzugs erforderlich
sind, in denen sich die HSP regenerieren kann. Beispiele für akut unangenehme Situationen
wären große Menschenmengen und die laute Musik in einer Diskothek.
Vorteil des intensiveren Erlebens und gründlicheren Reflektierens, was häufig zu größerer
Vorsicht bzw. Umsicht führt. Ferner wird berichtet, schon kleine Freuden könnten bereits in
starkem Maße erfüllend wirken.
Hochsensible fühlen sich häufig verkehrt, weil anscheinend alle anderen Menschen andere Maßstäbe
dafür haben, was ‚gesund’ und ‚richtig’ ist. Bekannte Zitate in diesem Zusammenhang lauten: „Ich fühle
mich, als sei ich ein Außerirdischer“; „.. wie von einem anderen Stern.“
Nach erstem Kontakt mit dem Terminus Hochsensibilität wird häufig von großer Erleichterung berichtet;
neu sei die Erkenntnis, nicht krank zu sein, und dass es andere gebe, die so seien wie man selbst.
Ein wichtiges Zitat: „Mir ist ein riesiger Stein vom Herzen gefallen“.
Weitere Konsequenz der Konfrontation mit dem Terminus ist die Möglichkeit der Akzeptanz der eigenen
Maßstäbe dafür, was einem gut tut, und des Erlernens einer an die eigene Besonderheit angepassten
Lebensweise.
Quelle: http://www.hochsensibel.org/dokumente/Broschuere.pdf
Der Ausschnitt beschreibt es recht gut um was es mir hier geht.
Warum sich einige hier "angegriffen" fühlen kann ich nur vermuten
und Spekulationen über User sind nicht erwünscht - was auch GUT ist.
Ich lese hier jede Menge *Wertungen* und Unterstellungen, das ist für mich keine Basis für einen konstruktiven Austausch.
Wer sich mit dem Thema befassen möchte, soll das tun, es gibt hier einige für mich hilfreiche Beiträge,
bei manchen überlege ich aber: wer ist euch den über den Weg gelaufen.
Wer glaubt jemand sei hier "besser" oder "schlechter" dem kann ich versichern: es ist nicht so.
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09.02.2015, 19:30Inaktiver User
AW: Hochsensibel... Segen und auch manchmal "Fluch"
eva,
ja, deine erläuterung beschreibt es wirklich gut. manchmal denke ich, der ganz vorteil daran, so viel reize wahrzunehmen, ist, dass man nicht "extra" was braucht, um einen kick zu bekommen
.
ich selbst bin nach ein paar normalen stunden schon voll damit beschäftigt, die ganzen eindrücke und reize zu verarbeiten. das hatte ich als kind schon - nach kurzer zeit mit anderen kindern musste ich einfach wieder allein sein.
inzwischen habe ich kapiert, dass ich am besten in kleinern zweierrunden zurecht komme, in denen ich mich komplett auf meinen gesprächspartner konzentrieren kann.
was manche hier reitet, die sich aggressiv hier hineinbegeben, wüsste ich auch gern. ach nein - eigentlich möchte ich es gar nicht wissen. was auch immer der grund ist - nichts davon rechtfertigt schlechtes benehmen.


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