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    AW: Man kann nicht von jedem gemocht werden

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen

    Zitat Emilia: "Anders rum betrachtet, was wenn es wie oben ist, aber man eigentlich von mehr Menschen gemocht werden will, aber es einfach nicht so ist?"

    Das finde ich extrem problematisch. Einerseits praktisch, weil man nicht kontrollieren *kann*, ob einer einen mag, aber erst recht moralisch, weil die zugrundeliegende Geisteshaltung "Ich will die Gedanken und Emotionen anderer Leute kontrollieren" mMn zutiefst grenzverletzend ist. Es wird nicht weniger unmoralisch dadurch, daß es unmöglich ist: Der mangelnde Respekt vor der Autonomie des anderen und im Dienste eines nicht umsetzbaren Ziels kann (und wird) sich beliebig viele destruktive Umsetzungen suchen.
    Jein. Einerseits hast du sicherlich recht. Erzwingen wollen, ist unproduktiv. Andererseits kann man zumindest die Leute, die einen mögen, fragen wie man nach außen wirkt. Es wäre ja auch möglich, dass man etwas ausstrahlt (Unnahbarkeit oder auch Aufdringlichkeit), was man so vielleicht gar nicht empfindet und ausstrahlen möchte und sich dann überlegen, was man tun könnte, um dieses Fremdbild zu ändern.

  2. Moderation

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    AW: Man kann nicht von jedem gemocht werden

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Karla schrieb oben, dass man immer zuerst geben sollte, um auch zu bekommen.
    Das sehe ich auch so. Aber ist das eine Garantie? Ich glaube nicht...
    Nein, und das ist gut so. Sonst wärest du jedem Menschen, der dir mal was gegeben hat, ein Leben lang Sympathie schuldig. Wenn ich bedenke, von was für komischen Vögeln ich schon was gekriegt habe... grausige Vorstellung!

    Wichtig ist mMn, nichts wegzugeben, was man sich nicht leisten kann, und zu merken, wann es keinen Sinn mehr hat und man nur noch generische mitmenschliche Freundlichkeit oder wenigstens Höflichkeit gibt.

    In einer bestehenden Freundschaft oder Beziehung haben meist beide das Gefühl, etwa 2/3 der Arbeit zu machen. Das heißt, ein beträchtlicher Teil der Gesamtanstreungung ist Reibungsverlust. Das muß man einfach wissen. Es zockt einen nicht der andere ab, sondern das Universum.


    Ich habe keine Ahnung, wie sehr oder nicht ich gemocht werde. So neurotisch, launisch, und egozentrisch, wie ich manchmal bin, wundere ich mich, daß ich noch Freunde habe. Aber es läuft irgendwie. Ich versuche, weniger neurotisch, launisch und egozentrisch zu sein, nicht, mehr gemocht zu werden. Nur was man selber tut, kann man ändern.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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