"Normal" gibt es in diesem Zusammenhang meines Erachtens nicht.
Welches Ausmaß an positiven Zuspruch und wohlgesonnenen Menschen man in seinem Umfeld benötigt um sich wohlzufühlen und einigermaßen happy zu sein, ist wohl sehr individuell.
Es gibt Leute, die benötigen stets das positive Feedback von min. 100-150 Menschen.
Andere haben nur 2-3 Freunde und gute Bekannte und sind sehr zufrieden mit dem Zuspruch, den sie aus dieser kleinen Gruppe bekommen.
Es ist auch eine Frage des Energielevels: viele Menschen im eigenen Leben zu haben, die man als Freunde und gute Bekannte bezeichnen würde, kosten auch sehr viel Energie, die man erst mal haben muss. Die hat auch nicht jeder. Ist auch eine Frage von Intro-oder Extrovertiertheit-brauche ich viel von außen oder kann ich auch vieles aus mir selbst ziehen?
Der Leitsatz für diese Frage ist also eher weniger ausgerichtet an einer objektiven Normalität, sondern eher an einem subjektiven Wohlbefinden.
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Antworten
Ergebnis 11 bis 20 von 22
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06.02.2015, 09:23
AW: Man kann nicht von jedem gemocht werden
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06.02.2015, 09:35
AW: Man kann nicht von jedem gemocht werden
Na ja, wir kennen ja deine Freundin nun nicht-aber welchen Level des Beliebtseins möchte sie denn haben?
Sowas ändert sich ja auch automatisch im Laufe eines Lebens...
Ein interessantes Phänomen, das ich immer wieder beobachte ist ja zum Beispiel:
die Helden unserer Schulzeit, d.h.zum Beispiel das bildhübsche, frühreife Mädchen und der gaaanz coole tolle Typ, mit denen jeder befreundet sein wollte....meist haben diese Leute in diesen sehr jungen Jahren ihren Zenith..und wenn man sie Jahre später wieder trifft sind diese Leute meist sehr uninteressant, langweilig und auch irgendwie stehengeblieben...also weit entfernt vom einstigen Beliebtheitsstar!
Das heißt: wir sind auch immer im Wandel....es gibt Phasen im Leben, da kommen keine Bekannt-und Freundschaften zustande. Und zu anderen Zeiten rennen einem die Leute die Bude ein-das hat sicherlich damit etwas zu tun, was man ausstrahlt.
Beides hat aber seine Legitimation, es kann durchaus zum Reifen beihelfen mal eine Zeitlang die unbeliebte Schreckschraube zu sein..
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06.02.2015, 09:48Inaktiver User
AW: Man kann nicht von jedem gemocht werden
Liebe Lil,
vielen Dank für deinen wirklich wunderbaren Beitrag. Das Zitierte fand ich super, weil es wirklich den Nagel auf den Kopf trifft. Ich glaube das fehlt vielen Menschen auch, die Annahme durch Andere, durch sich selbst oder auch das Annehmen von Anderen.
Ich tue mir da relativ leicht im Annehmen Anderer, selber klappt es leider nicht immer ganz so gut
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06.02.2015, 09:51Inaktiver User
AW: Man kann nicht von jedem gemocht werden
Ja das ist glaub ich auch ein ganz wichtiger Punkt, dass man versuchen sollte nicht immer alles persönlich zu nehmen und da quasi stressfreier wird. Manchmal, wenn ich auch schlecht drauf bin und in der Stimmung a la "keiner hat mich lieb" denk ich mir Emilia reiß Dich zusammen, Du bist bestimmt nicht der Nabel der Welt und viele machen sich über einen nicht mal ein viertel so viel Gedanken wie man selber immer denkt
Das entspannt auch ganz oft.
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06.02.2015, 09:54
AW: Man kann nicht von jedem gemocht werden
Aber diese Art von "Fanclübchen" um sich sammeln um sich aufzuwerten hat ja mit wirklicher Freundschaft nicht viel zu tun..
Ich finde auch die Frage witzig: sollte die Anzahl deren die einen mögen unter 30% liegen kommt man in den kritischen Bereich
Um von allen gemocht zu werden muß man schon sehr *diplomatisch* sein, geradezu beliebig..
Starke Persönlichkeiten polarisieren eher, besonders wenn sie authentisch und unkonventionell sind.
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06.02.2015, 09:54Inaktiver User
AW: Man kann nicht von jedem gemocht werden

Dharma ein Hoch auf deinen Beitrag. Ich bewundere wirklich so eine Einstellung. Bin jetzt auch tougher als meine Freundin, aber an das komme ich leider noch nicht ran.
Warst Du schon immer so oder hast Du dir das "erarbeitet"? Schleichen sich dann auch Gedanken ein wie: bin ich zu wenig selbstkritisch?
Meine Freundin ist eben immer quasi auf diesem Thema herum geritten, dass für Sie es wie persönliches Versagen anfühlt, wenn sie bei anderen nicht ankommt. Ich habe versucht das zu "dementieren" und sie liebevoll ermuntert, aber irgendwie war ich dann eben mit meinem Latein am Ende
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06.02.2015, 09:57Inaktiver User
AW: Man kann nicht von jedem gemocht werden
@Santacruz
Herrlich dein letzter Satz mit der Schreckschraube

Aber das trifft es ganz gut.
Und ja ich hab ja auch schon oben geschrieben, dass es denk ich wirklich subjektives Empfinden ist, wie sich die Menschen wohl fühlen. Ob mit großem oder kleinen Bekannten- und Freundeskreis.
Aber bei meiner Freundin habe ich eher das Gefühl, dass sie gerne mehr Freunde und Bekannte hätte, sie dann aber entweder enttäuscht wird oder nicht das Interesse zurückkommt und sie eben so wie es für sie gerade ist nicht bewusst gewählt und gewollt ist.
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06.02.2015, 10:02
AW: Man kann nicht von jedem gemocht werden
Deine Freundin sollte sich in allererster Linie selbst mögen, das zieht dann auch die "richtigen" Menschen an.
Andere spüren ja auch ob sie gemeint sind oder lediglich eine Funktion erfüllen - hier den geringen Selbstwert aufrichten.
Man kann aber nicht im Außen finden was man im Inneren realisieren müßte.
Da sind weitere Mißerfolge und Enttäuschungen vorprogrammiert.. vielleicht könnte ihr ein coaching helfen sich unabhängiger von der Bewertung anderer zu machen.
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06.02.2015, 11:04
AW: Man kann nicht von jedem gemocht werden
[QUOTE=Emilia_;26237716
...
Aber bei meiner Freundin habe ich eher das Gefühl, dass sie gerne mehr Freunde und Bekannte hätte, sie dann aber entweder enttäuscht wird oder nicht das Interesse zurückkommt und sie eben so wie es für sie gerade ist nicht bewusst gewählt und gewollt ist.[/QUOTE]
Also wenn es jetzt erst mal um bestehende Bekanntschaften und Freundschaften geht, bei denen deine Freundin vielleicht das Gefühl hat, sie bekommt nicht das zurück was sie reingibt, dann habe ich einen heißen Tipp!
Vermutlich hat sich das einfach so eingeschlichen, sie wird diejenige sein, die vieles initiert, sich kümmert, häufig meldet, etc. etc., d.h. sie macht unheimlich viel-und die anderen dafür fast nichts mehr. Das kostet Energie und frustriert auch oft, da man alles wuppt und darüber hinaus trotzdem nicht gewürdigt wird..
Ein Mittel dagegen ist: mal eine ganze Zeit konsequent nicht melden, nicht anrufen, nichts vorschlagen, nichts machen.
Damit gibt man den Anderen die Gelegenheit auch mal aktiv zu werden, die merken das irgendwann und kommen dann auf SIE zu-ganz bestimmt! Kommen lassen wie ne alte Kupplung!
Beim Kennenlernen neuer Leute sollte deine Freundin mal bewusst runterfahren, sich also nicht besonders nett, lieb, charmant geben sondern neutral sein-warum nicht auch mal ein wenig mies gelaunt wenn ihr danach ist, einfach mal bewusst nicht darauf Wert legen, ob sie besonders sympathisch rüberkommt.
Sie wird damit eins: authentisch. Und: sie signalisiert damit : ich bin überhaupt nicht bedürftig.
Denn wenn ich eines gelernt habe dann das: die Leute merken nicht viel-aber was sie merken ist, ob jemand emotional bedürftig ist und mich jetzt unbedingt als Freund etc. gewinnen will..
Die normale Reaktion darauf ist FLUCHT!
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06.02.2015, 11:26
AW: Man kann nicht von jedem gemocht werden
Man sollte eine Art von Familie, egal wie groß sie ist oder wie sie konstruiert wurde, um sich rum haben, wo man einander kennt, mag und vertraut. Wo man sagen kann, "wir habe n schon den größten Mist voneinander gesehen und mögen uns trotzdem." Das ist keine Norm und kein moralischer Imperativ, sondern wünschenswert für ein gutes Leben.
Und man sollte Leuten, die Macht über einen haben, zumindest nicht unsympathisch sein. Auch das ist keine Norm und kein moralischer Imperativ, sondern wünschenswert zur Vermeidung von Unglück.
Man kann so viele Menschen mögen, wie einem gegeben ist. Das ist keine Norm und kein moralischer Imperativ, sondern eine Tatsache.
Man sollte jeden, auch die, die einem gleichgültig oder unsympathisch sind, respektieren oder zumindest respektvoll behandeln. Das *ist* ein moralischer Imperativ, in gewissem Maße eine Norm, dient der Vermeidung von Unglück, und liegt tatsächlich in der eigenen Macht, anders als die anderen Qualitäten.
Offen für neue Leute, neue Bekanntschaften und Freundschaften zu sein, ist immer eine gute Idee. "Aktiv suchen" -- hängt davon ab, was du damit meinst.
Das finde ich extrem problematisch. Einerseits praktisch, weil man nicht kontrollieren *kann*, ob einer einen mag, aber erst recht moralisch, weil die zugrundeliegende Geisteshaltung "Ich will die Gedanken und Emotionen anderer Leute kontrollieren" mMn zutiefst grenzverletzend ist. Es wird nicht weniger unmoralisch dadurch, daß es unmöglich ist: Der mangelnde Respekt vor der Autonomie des anderen und im Dienste eines nicht umsetzbaren Ziels kann (und wird) sich beliebig viele destruktive Umsetzungen suchen.Geändert von wildwusel (06.02.2015 um 12:14 Uhr)
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **


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