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    Beziehung mit einem depressiven Partner

    Ich fange einfach mal ganz vorne an.
    Ich bin 29 Jahre und habe eine Tochter die im April 4 wird und bei uns lebt.
    Mein Partner ist 32 und hat eine Tochter, die in 2 Wochen 6 wird,aber bei der Mutter lebt.
    Gemeinsam haben wir einen 5 Monate alten Sohn.
    Als ich im 8. Monat schwanger war,wurde bei seiner Ex Frau Borderline diagnostiziert.
    Sie manipulierte seine Tochter so,das sie Ihn kaum noch sehen wollte,machte aber gleichzeitig ihm ein unheimlich schlechtes Gewissen,das wäre alles seine Schuld,er wollte die Familie ja jetzt nicht mehr und er würde ja lieber bei mir bleiben.
    Obwohl sie in ihrer Ehe mit dem Reitlehrer durchgebrannt ist und direkt mit ihm zusammen gezogen ist.
    Mittlerweile kommt seine Tochter nur noch sporadisch, weil sie hier nicht die Prinzessin ist,sondern hier noch 2 Kinder sind.

    Mein Partner litt darunter so sehr,das er mittlerweile manisch depressiv ist und behandelt wird.
    Neujahr verkündete uns dann seine Ex Frau,das sie jemanden kennengelernt hat und jetzt mit der gemeinsamen Tochter nach Berlin zieht,650 km entfernt,er sie aber in den Ferien sehe könnte, sie hat das ABR.

    Das hat ihm den Rest gegeben, er hat eine totale Identitätskrise, will seinen Job nicht mehr machen, fühlt sich als der absolute Versager,hängt nur noch rum,bemitleidet sich selbst und sagt ganz offen wenn unser Sohn nicht wäre würde er sich jetzt umbringen.
    Ich verstehe,dass das alles sehr schwer ist für Ihn,nur mein Leben dreht sich weiter.
    Er redet nur noch von seiner Tochter und das er so nutzlos ist.
    Seine schlechte Laune kriege ich ewig ab,er will sich permanent von mir trennen, weil ich ja was besseres verdient habe.
    Wenn seine Tochter kommt,hat er super Laune,so kenne ich ihn gar nicht mehr,das ärgert mich so unglaublich,ich will ihm helfen, ich liebe ihn ja,aber bin ich denn nur noch da um seine Laune abzubekommen.

    Vielleicht ist jemand in der gleichen Situation und kann mir einen Ratschlag geben?

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    AW: Beziehung mit einem depressiven Partner

    Ich bin nicht in genau derselben Lage, da bei uns keine Kinder involviert sind. Von daher möchte ich dir keinen Ratschlag geben...

    Mein Mann ist auch depressiv, seit Jahren schon, wir haben viel Umzüge und Jobwechsel durch, weil er immer glaubte, damit würde es besser. Vor ca. einem Jahr lief es dann ähnlich schlecht wie bei Euch...
    Ich konnte einfach nicht mehr, reden hat einfach nicht mehr geholfen und die "Abstürze" meines Mannes kamen sehr, sehr häufig und ich konnte es einfach nicht ausgleichen, es hat so unglaublich viel Kraft gekostet.

    Seit ca. 8 Monaten nimmt er Medikamente, die helfen und ist in einer Therapie.
    Seitdem sehen wir beide wieder Licht am Horizont, auch wenn es immer noch harte Arbeit ist.
    Es gab viele Tränen, Streits und viel Verzweiflung bis zum heutigen Punkt und ich glaube nicht, dass es schon ausgestanden ist.
    Was mir hilft, ist zu sehen, dass er langsam wieder der Mann wird, den ich kennengelernt habe, dass er selber wieder Hoffnung hat und lachen kann.
    Dunkle Momente gibt es aber immer noch.

    Ich war zwischendurch auch sehr sauer/verzweifelt, dass er, wenn andere da waren oder er mit anderen mal - aber selten - unterwegs war, gute Laune hatte und "funktionierte" und ich es dann wieder ausgleichen musste, wenn ihn das alle Kraft gekostet hatte. Es gab Tage da habe ich ihm diese Ungerechtigkeit lautstark vorgeworfen...geholfen hat das insoweit, dass er irgendwann soweit war, zum Arzt zu gehen.
    Und ich war auch kurz davor, alles hinzuschmeissen...

    Hätten wir Kinder gehabt, wäre das alles nicht so gegangen, die hätte ich keine Sekunde dieser Stimmund ausgesetzt, die hier herrschte, ich hätte gehen müssen um die Kinder zu schützen und Kraft für sie übrig zu haben.

    Von daher kann ich dir kaum raten, was der richtige Weg für Euch ist...
    Solang er nicht erkennt, dass er an sich arbeiten muss, stehst du allein auf weiter Flur, leider...

  3. gesperrt

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    AW: Beziehung mit einem depressiven Partner

    So sehe ich das auch.

    Dein Mann hat ein gewaltige Gesundheitsproblem, und das ist nicht seine Ex-Frau, sondern liegt ihn ihn begründet. Und daran sollte er Arbeiten, mit Hilfe von Medikamenten und Psychotherapie.

    Wer hat die Diagnose Manisch-Depressiv gestellt?

    Grüße
    Luftpost

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    AW: Beziehung mit einem depressiven Partner

    Sein Hausarzt und Psychiater.

  5. gesperrt

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    AW: Beziehung mit einem depressiven Partner

    Zitat Zitat von blackrose300814 Beitrag anzeigen
    Sein Hausarzt und Psychiater.
    Und was sagt sein Psychiater zum Thema Psychotherapie?
    Medikamente allein scheinen deinem Mann ja nicht ausreichend zu helfen.

    Grüße
    Luftpost

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    AW: Beziehung mit einem depressiven Partner

    Die fängt jetzt am Donnerstag an,da ist der erste Termin beim Therapeuten.
    Mittwoch hat er noch eine Verhandlung vor Gericht,weil seine Ex mehr Geld fordert.
    Weiss nicht,wie er das packen soll.
    Das wirft ihn wieder komplett aus der Bahn

  7. gesperrt

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    AW: Beziehung mit einem depressiven Partner

    Sehr gut.
    Bitte deinen Mann seine Probleme mit seinem Psychotherapeuten zu besprechen. Du kannst ihm nicht wirklich helfen.

    Grüße
    Luftpost

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    AW: Beziehung mit einem depressiven Partner

    Zitat Zitat von blackrose300814 Beitrag anzeigen
    Weiss nicht,wie er das packen soll.
    Das wirft ihn wieder komplett aus der Bahn
    Das Gefühl kenn ich...ich hatte oft das Gefühl auf rohen Eiern zu laufen, nur um ihn zu schonen. Hab versucht alles von ihm fern zu halten - und dann erwischte es / er mich kalt aus einer Ecke, die ich gar nicht auf dem Plan hatte.

    Er muss da im Endeffekt alleine durch, du kannst für ihn da sein, aber mehr leider nicht. So weh das auch tut. Du kannst es ihm nicht abnehmen, er muss sich dem Leben stellen.
    Diese Erkenntnis hat bei meinem Mann lange gebraucht...

    Aber vielleicht ein kleiner Lichtblick, mein Mann nimmt seit August durchgehend Medikamente und ist auch seitdem einmal die Woche zur Therapie. Und es wird besser, er kommt mit den - für uns völlig normalen - Herausforderungen des Lebens wieder klar.
    Er hat wieder die Hoffnung, dass sein Leben schön werden kann. Und er ist bereit dafür zu kämpfen.

    Aber es war ein langer Weg bis hierher.
    Den du deinem Mann nicht abnehmen kannst.
    Versuch dich frei zu machen von den Sorgen um ihn, er ist erwachsen, er MUSS damit klar kommen. (Das hab ich mir oft vorgesagt...geholfen hat es manchmal ).

    Sorge dich um dich und deine Kinder.

  9. Inaktiver User

    AW: Beziehung mit einem depressiven Partner

    Auf lange Sicht würde ich so nicht leben wollen und auch nicht das die Kinder das so mitbekommen. Er bekommt durch Thrapie seine Stimmungen und sein Leben in den Griff oder du schützt deine Kinder und dich und gehst aus der Beziehung. Eine andere Lösung sehe ich hier nicht.

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